Hallo Belle,
ich war 4 Monate mit einem Bindungsphobiker zusammen. Er hatte mit Mitte 40 gerade mal 4 Beziehungen geführt, die allesamt einen Zeitraum von 1/2 Jahr nicht überdauert haben. Er hatte noch nie mit einer Frau zusammengelebt, seine Partnerinnen durften noch nicht einmal seine Wohnung betreten, das konnte er "nicht ertragen".
Von Anfang an wollte er mich nur am WE sehen, und dann auch nicht das komplette. In der Woche auf keinen Fall, da wollte er für sich sein. Nicht, um seinen Hobbys nachzugehen oder sich mit Freunden zu treffen, nein - beides gab es in seinem Leben nicht, er wollte einfach nur allein sein. Telefoniert haben wir einmal in der Woche, SMS kamen seltenst, wenn, dann textlich distanziert mit "Hallo XY" und "LG". Er hatte keine Lust, meinen Freundeskreis kennenzulernen, körperlich war er sehr zurückhaltend bis ungeschickt, zu Menschen grundsätzlich hatte er keinen Kontakt und wollte auch keinen. Am 3. Wochenende - wir waren in der Stadt verabredet - rief er mich kurzfristig an und meinte, er wolle heute mal für sich sein ...

Wir waren ganz frisch zusammen, sahen uns die ganze Woche nicht und er wollte jetzt gerade mal für sich sein

!? Als ich mal allein spazieren ging, sah ich ihn von Weitem auf der Straßenseite kommen; er ging wohl davon aus, dass ich noch nicht entdeckt hatte, denn als er mich auch sah, zuckte er zurück und versteckte sich schnell hinter einer Säule ...
Natürlich hatte ich mir während der Zeit mit ihm auch Gedanken gemacht, ob er mich verar.... und nur Sex will. Aber er hatte mich als seine Freundin dargestellt, und aus seiner Geschichte heraus und aus den verschiedenen Geschehnissen, seinen Verhaltensweisen war mir klar, dass da etwas ganz anderes ist; aber ich habe es nicht verstanden, bis ich von Stefanie Stahl "Jein!" gelesen hatte.