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Keine Ahnung wo mein Thema hingehört....eventuell wo anders hin verschieben..

Also, ich weiss nicht, was ich tun soll

Ich bin verheiratet, wünsche mir "frei" zu sein. Will weg und doch bleiben, bleiben und doch gehn.

Im Bleiben "frei" zu sein, ist mir bisher nicht gelungen. Immer wieder überwiegt der Wunsch zu gehn. Dann zeig ich mir selbst den Vogel, finds total überzogen und bleib dann doch, um wieder nach Freiheit zu streben.

Karussell...

Und auch hier zu fragen, wird mich nicht wirklich weiterbringen. Denn dann hab ich mehrere Antworten und werd vermutlich noch confuser.

Weiß nicht weiter...

Geduld? Nichts tun? Aktiv werden? Los lassen?

22.08.2009 13:59 • 08.09.2009 #1


18 Antworten ↓


Meli77de
Hallo habebegriffen,

Du schreibst, Du hast mehrere Fragen. Also raus damit. Oft wird es klarer, wenn mal alles niederschreibt.

Zitat:
Im Bleiben "frei" zu sein, ist mir bisher nicht gelungen.


Ich glaube genau da liegt das Problem. Was verstehst Du denn unter "frei"? Mal was alleine oder mit Freunden zu unternehmen, Deinen eigenen Weg gehen oder anderes?
Vieles kann man lernen. Ich bin gerade selber dabei, trotz Beziehung auch mal was alleine oder mit Freunden etwas zu unternehmen.

Schreib mal mehr. Wie lange schon verheiratet? Kinder? Etc....

Viele Grüße
Meli

22.08.2009 17:55 • #2



Gehen oder bleiben?

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nächste Woche bin ich 20 Jahre verheiratet..insgesamt 24 Jahre mit demselben Mann zusammen.

Ich bin es einfach leid, Kompromisse zu machen. Fängt bei Kleinigkeiten an. Ich möchte alleine leben. Freunde alleine besuchen könnt ich natürlich, keiner verbietet mir was.

Aber ich fühl mich so eingesperrt. So, als würde ich nur "alleine" Luft bekommen.

Mehrere Fragen? nein...aber in Foren ist es normal auf eine Frage, mehrere Antworten zu bekommen, was dann unsicher machen könnte.

22.08.2009 18:11 • #3


Wie lebt ihr? Sehr eng? Macht ihr viel gemeinsam?
Ist es immer dieselbe Routine? Du schreibst, dass du keine Kompromisse mehr machen möchtest. Was machst Du für dich?
Könnte es sein, dass eure Beziehung einfach etwas abgelebt ist? Liebst Du deinen Partner noch?

23.08.2009 10:01 • #4


Wir leben eng, ja, und wir machen das meiste zusammen.
Wir mögen uns immer noch sehr, er liebt mich noch. ICh habe keinen eigenen Freundeskreis, weil ich mit angehenden Freundschaften meist diejenige bin, die zuviel Erwartungen hat und zuwenig selbst bietet. Wenn mir was nicht passt, ist die Freundschaft gleich wieder beim Teufel.

Ich hänge mein mangelndes Engagement am Geld auf, obwohl ich genau weiss, dass es auch mit wenig Geld zu machen ist.
Ich habe viel Zeit, aber seh mich nicht im "Zugzwang". aber ich glaube wirklich, dass ich mehr tun würde, MEINE Ideen verwirklichen würde, wenn ich denn alleine wohnen würde, meinen Mann als besten Freund.

Klingt das seltsam, egoistisch?

23.08.2009 10:36 • #5


Das klingt überhaupt nicht egoistisch. Aber warum kannst du denn nicht Deine Sachen machen, obwohl Du mit deinem Mann zusammen bist?
Versuche doch mal nicht alle Aktivitäten mit ihm zu machen.
Übrigens finde ich nicht, dass das was du schreibst mit Bindungsängsten zu tun hat.
Es hört sich für mich an wie eine enge Zweierbeziehung in die viel Routine gekommen ist und beide zuviel von ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen aufgegeben haben zugunsten von Kompromissen.

Klar müssen Kompromisse sein. Meine Eltern z.B. haben auch ganz für die Familie gelebt. Es gab wenig eigene Aktivitäten und Interessen. Aber sie wollten es so und sie haben viel gearbeitet.

Schreib doch mal auf, was dich alles stört und was du nicht willst. Daneben eine Liste, mit dem was du statt dessen gerne hättest. Aber nicht in "Nicht" Form. Dann schau mal, ob du eigene Sachen von der Liste auch innerhalb eurer Beziehung machen könntest.

Vielleicht wäre auch einfach mal eine Auszeit ganz gut. Kannst 'Du nicht allein Urlaub machen? oder Kur? Oder einfach jeden Tag dir eine Stunde vornehmen in den Wald/Park etc, zu gehen, um mal nach zu denken. Und auch mal zu überdenken was du an deinem Mann magst und zu überlegen was dir fehlt und ob Du das nicht trotz Beziehung machen kannst?
Manchmal ist einfach ein Urlaub oder so ganz gut, wenn man ihn allein macht.

23.08.2009 20:27 • #6


erst mal lieben dank für dein Interesse.

Wir fliegen am Sonntag zusammen in Urlaub. Seltsamerweise freu ich mich drauf, hatte schon lange keinen Urlaub mehr und schon garnicht mit ihm zusammen.

All das was du mir als Tips gegeben hast, hab ich schon versucht, der Wunsch zu gehen bleibt, wenn ich auch gleichzeitig nichts tu um wirklich rauszukommen. Zum gehen zu faul, bleiben mag ich auch nicht. Zum gehen fehlt mir die EIGENinitiative, beim bleiben denk ich ...das wars jetzt bis ich sterbe...

Freunde raten mir zu gehen, damit ich endlich MEIN Leben leben kann. Wie gesagt, mein Mann verbietet mir nichts, ich kann tun und lassen was ich will, er ödet mich eben an, er und alles was damit in Verbindung steht. Nur wenn wir Urlaub machen oder zusammen ins Kino gehn, find ich es noch schön. Aber brauch ich dazu So eine Beziehung? Das was wir zusammen haben, könnte und kann ich doch auch in einer Freundschaft haben, oder nicht?

Oh man, dieses grübeln is nicht gut, TUN ist angesagt. Ich weiss nur, dass ich so wie es ist unzufrieden bin.

24.08.2009 09:11 • #7


Liebst Du Deinen Mann noch ?

24.08.2009 13:55 • #8


nein, nicht wie man einen Mann liebt. Als Mensch isser mir wertvoll, als Freund unersetzlich. Ist wohl mehr Gewohnheit als Liebe.

24.08.2009 14:36 • #9


Hallo,
ich denke, dass du auch gehen kannst, wenn Du willst. Hast du mal mit deinem Mann darüber gesprochen? Was sagt er dazu? Weiß er von deinen Gefühlen?
Ich denke, du solltest erstmal wirklich alleineine Auszeit nehmen und mal überlegen, ob es noch irgendwas gibt, was du an deinem Mann liebst. Schließlich müßtet ihr euch ja mal geliebt haben. Man kann sich ja auch systematisch entlieben.
Vielleicht bracuht ihr einfach mal richtigen Abstand.
Wenn Du nicht mehr mit ihm leben willst, kann dich keiner zwingen.
Ich finde es immer schade, wenn sich Menschen trennen, weil es sich festgefahren hat.

24.08.2009 18:42 • #10


er kann mich nicht verstehen, sagt zwar, Ziehende soll man nicht aufhalten, aber eigentlich will er mich nicht gehen lassen, tut alles damit ich bleibe.

Dass wir uns hier richtig verstehen...es driftet mir zu sehr in eine andere Richtung...
mir ist wichtig, alleine zu leben. Es geht nicht wirklich darum, von ihm wegzukommen. Aber das eine geht ohne das andere wohl kaum.

24.08.2009 19:51 • #11


Ich denke, dass es eine Zwischenlösung gibt. Ihr wohnt allein jeder für sich und versucht euch auf Freundesebene zu treffen. Oder ihr wohnt beide allein und schaut was daraus wird.

Wenn du keine Gefühle deinem Mann als Partner gegenüber mehr hast und fest entschlossen bist, allein weiter zu leben und nicht mehr mit ihm einen Versuch starten willst, dann sind die Konsequenzen eben Trennung und Auszug. Ich weiß nicht ob eine Freundschaft darüber hinaus möglich ist.
Bei mir wäre es nicht möglich, zumindestens nicht sofort, wenn ich noch tiefere Gefühle hätte.

Aber ich denke, dass Du das eben mit ihm besprechen mußt. Wenn Du so entschieden bist, dann wirst du gehen und wenn er auf eine andere Beziehungskonstellation nicht eingehen möchte, dann wird es wohl ein Abschied für beide werden. Was später ist, kann niemand wissen.

Das hat aber nichts mit Bindungsängsten zu tun.
Es sieht so aus, als ob du einfach nur dein Leben neu leben möchtest und da ist dann dieser Partner eben nicht mehr als Partner inbegriffen.

Ja allein selbst bestimmt zu leben, zieht schon eine Trennung nach sich, wenn der Partner nicht auf andere Möglichkeiten eingeht. Ich denke aber, dass auch dann Kompromisse gemacht werden müssen. Wenn Du keine Kompromisse mehr eingehen möchtest, solltest Du allein leben.

24.08.2009 21:57 • #12


Ich weiß, dass ich keine Bindungsängste habe, wusste nicht, wohin mit diesem Thema (siehe 1. Zeile im 1. Beitrag)...

Danke für Deine Zeilen.
Ich hab schon 100 x versucht mit ihm darüber zu reden. Er verdrängt lieber, ist nicht bereit, sich das mal bildlich vorzustellen, reagiert fast beleidigt - eben überfordert.

Alles was ich mit ihm verbinde, hat mehr mit Hilfestellung denn gemeinsam leben zu tun. Will sagen, dass ich ihn wohl mehr benutze, wenn ich ihn brauche, ansonsten stört er mehr. Das ist wohl eindeutig. *nachdenk*Ich kann an ihm nicht mehr wachsen, er an mir wohl auch nicht. Getrennte Freundschaft wäre ideal. Mal sehn ob ich das umsetzen kann.

25.08.2009 09:45 • #13


Sei ehrlich, sag ihm genau das, was du hier schreibst. Und zieh aus.
Rechne eventuell nicht damit, dass es eine Freundschaft gibt.

Ich glaube ich bin in einer ähnlichen Situation wie dein Mann. Ich habe seit geraumer Zeit das Gefühl, dass ich in die Mutti-Position geschoben wurde, mich schieben ließ. Obwohl es bei uns noch andere Dinge gibt als bei euch.
Mir wird nämlich immer noch ambivalent gezeigt, dass da noch mehr ist.

Ich bin mit dieser Position unzufrieden und möchte sie verändern. Wenn das nicht geht, werde ich gehen und mein Leben leben. Aber es wird keine Mama mehr geben und auch keine Freundschaft. Die würde ich dann mit einem zuverläßigen Menschen als Partnerin ausleben wollen.

Aber wie gesagt, die Situation ist eine Andere.

25.08.2009 10:38 • #14


Ach bei mir hängt da auch noch sehr viel mehr mit dran, aber das will ich bewusst trennen.

Menschen, die Auslöser, aber nicht Grund sind !

25.08.2009 12:14 • #15


Mensch, sei doch auch hier mal ehrlich.
Ich kann dir doch gar nichts weiter sagen, wenn Du die Karten nicht auf dn Tisch legst. Schreibe doch dann unter meiner Privatnachricht, wenn du möchtest und dir das zu öffentlich ist.

25.08.2009 12:43 • #16


ja bin aufgrund negativer Erfahrungen in öffentlichen Foren vorsichtiger geworden.

Ich schreib Dir per PN

25.08.2009 12:56 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Meli77de
Zitat von habebegriffen:
nein, nicht wie man einen Mann liebt. Als Mensch isser mir wertvoll, als Freund unersetzlich. Ist wohl mehr Gewohnheit als Liebe.


Hallo!
Mit dieser Aussage erinnerst Du mich sehr an meine letzte Beziehung. Das auszusprechen hat mich damals lange Zeit, über 1 Jahr Paartherapie und viele viele Anläufe gebraucht.
Ich habe mich dann getrennt. Zunächst erleichtert, überkamen mich dann Schuldgefühle. Ich hatte großes Glück: ich habe uns beiden - so sieht das auch mein Ex - einen großen Gefallen getan. Heute sind wir wenigstens noch sowas wie Freunde.
Ich habe die Trennung nie bereut, ABER ich vermisse jetzt doch ab und an gerade diese Gewohnheiten, die mich damals so gelangweilt und aufgeregt haben.
Es ist alles nicht einfach.
Ziehe keine voreiligen Schlüsse und lass Dir Zeit.

Hier kann ich nur erzählen, wie ich mich entschieden habe, jemanden in Herzensangelegenheiten weitreichende Tips zu geben, ist fast unmöglich.

Alles Gute
Meli

30.08.2009 14:56 • #18


Ich bin nun wieder zuhause - 1 Woche GEMEINSAMER Urlaub Tunesien tat gut - MIR vor allem. Nun weiss ich, dass es aus ist, dass mich nichts mehr an ihm hält. Er hat ausgedient (nein ich mein das nicht böse, ganz und garnicht). Er war unsere ganze Beziehung lang mein Halt, der der mich "am Leben hielt". Ich BRAUCH ihn nicht mehr, was darin endet, dass ich meinen eigenen Weg gehen werde. Ich gebe damit alle Bequemlichkeiten auf, es wird finanziell hart werden. Aber ich habe damit unendlich viel Freiheiten dazu gewonnen. Mir ist momentan unwichtig, ob wir uns scheiden lassen, das ist nur Formsache, ich fühl mich schon lang nicht mehr verheiratet. Ja klar, sind wir noch ab und zu miteinander ins Bett, aber von meiner Seite aus nur zum Benützen. Böse Worte, aber endlich wahr, bis innen hinein. Ich habe die Woche urlaub ausschliesslich alleine verbracht, wir lagen gemeinsam am Strand, aber er hätte genauso gut wegbleiben können. Er hat mich gehindert. Ging mir aufn Nerv. Benahm sich wie ein "Bauer". Ich war gut gelaunt, er hat das ganze Hotelpersonal gegen sich aufgebracht. Das nur einige Beispiele.
Er hängt nach wie vor an mir, aber ist nicht wirklich bereit, ENTSCHEIDENDE Schritte für ein UNS zu tun. Ich schäme mich für ihn, find ihn nur noch eklig, wie er sich benimmt. Es wird Zeit zu gehn.
Ich werde mir jetzt eine Wohnung suchen, nicht einfach. Werd künftig ohne Auto leben müssen. Egal, ich wähle MICH. Das was ich immer predige. Ich HABE Mich. Das ist genug. Das ist alles was zählt. Danach kann ich einen neuen Freundeskreis aufbauen, Hobbies und Sport werd ich jetzt wieder verstärkt betreiben. Weiss aber noch garnicht, wie das ohne Geld werden wird. Dann will jeder Schritt gut überlegt sein.

Ein Neubeginn...und ich freu mich drauf.

08.09.2009 12:01 • #19



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