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Untröstlich
Mitglied

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Hallo

ich hoffe, es passt in diese Kategorie, aber ich muss mir das einfach von der Seele schreiben;

Unter anderem leide ich an kPTBS .
Es geht nun schon sehr lange, dass ich in mir diesen alles verschlingenden Ekel habe, ich ekel mich vor fast allem, insbesondere vor Schmutz und meinem eigenen Körper. Das macht mir extrem zu schaffen. Das schlimmste jedoch ist der Ekel, den ich vor einiger meinem Freund gegenüber entwickelt habe.
Und ich kann da einfach nicht raus. Und so viel ich putzen möchte, so wenig schaffe ich es, da ich unter sehr starken chronischen Schmerzen leide. Bis vor einiger Zeit schaffte ich es, meine Ekelgefühle mit duschen und putzen zu kompensieren, aber aufgrund meiner immer schlimmer werdenden Schmerzen geht das alles nicht mehr. So nimmt auch der Ekel überhand.
Am liebsten möchte ich raus, raus hier und aus meinem Körper, mich wieder massiv selbst verletzen, aber leider musste ich diesbezüglich meinem Therapeuten etwas unterzeichnen.

Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich einfach nicht mehr weiter weiß.

Gibt es hier vielleicht Menschen, denen es ähnlich geht und die eine Strategie für sich gefunden haben?

Habt lieben Dank fürs Lesen

04.01.2026 #1


1 Antwort ↓

Idefix13
@Untröstlich

Ja es gibt einen sehr starken Ekel. Und das sind Körperflüssigkeiten. Und obwohl Blut auch eine Flüssigkeit ist aus dem Körper, habe ich damit keine Schwierigkeiten. Aber alle anderen da wird es schon problematischer. Und je weniger man darüber nachdenkt, desto mehr bleiben sie auch verborgen.
Eine Strategie fand ich nicht wirklich, weil die sogenannte Konfrontation brachte ja nichts, weil der Mensch im Durchschnitt so 1- 1,5 Liter Speichel täglich schluckt.
Die Strategie oder die Konfrontation fand eines Tages mich. Und obwohl ich noch immer diesen Ekel verspüre und wenn man darüber nachdenkt dann profitieren nur die Symptome und die negativen Gefühle.
Wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass es weitaus Lebenswichtigere Dinge gibt, die diese Art der Symptome in den Schatten stellt und man sich bewusst gemacht hat, dass jene Ekelbehafteten Dinge einen nicht umbringen, dann kann man im Zuge dessen und mit der Einstellung zur radikalen Akzeptanz, auch den Ekel im Zaum halten.
Mir ist bewusst dass ich meine gemachte, erlebte Konfrontation, vielleicht sogar Lösung, mit diesen Worten verschleiere, aber ich kann dir schlecht raten:

Trigger

dass du Obdachlos werden sollst und versuchen solltest 3 Wochen so zu leben - zu überleben..



Natürlich würden sehr viele andere Dinge priorisiert werden und solche Absurditäten, wie Ekel, hätte gar keinen Luxus mehr, sich so zu entfalten, weil das Überleben, egal in welcher Überlegung an erster Stelle stehen würde. Und so Dinge die jeder von uns - ein Dach über den Kopf, Verpflegung und ein Bett hat wo er schlafen kann - für selbstverständlich hält, würden augenblicklich auf diese zusammenschrumpfen.
Aus der Zeit, passte dann der Spruch sehr gut: Was dich nicht umbringt, macht dich härter..
Und doch hat jener Luxus danach wieder Raum eingenommen, sich wieder erkauft, aber ich versuche ihm weniger Aufmerksamkeit zu geben. Und zumeist tritt er nur noch zusammen mit anderen Symptomen auf.

Desweiteren möchte ich dir hier einen weiteren Thread aus dem Forum ans Herz legen, vielleicht findest du dort Antworten..
beziehungsaengste-bindungsaengste-f64/absoluter-ekel-t135328.html

Alle Gute

x 1 #2






Dr. Reinhard Pichler
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