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N

Naila
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Hallo,

kurz zu meinem aktuellen Leben: Ich bin seit ca. 5 Jahren mit meinem Freund zusammen und wir leben seit 4 Jahren in einer gemeinsamen Wohnung.

Er ist der liebenswürdigste Mensch den ich kenne. Sieht unglaublich gut aus, erträgt meine Launen und ist immer für mich da. Andere beneiden mich um diesen Mann.

In naher Zukunft ist auch Nachwuchs geplant.

Nun zu meinem Problem:
Damals, ca. 3 Monate bevor ich meinen jetzigen Freund kennenlernte hatte ich eine 2-monatige Affäre mit einem Mann, mit dem ich mir auch mehr hätte vorstellen können. Er beendete dies jedoch von einem auf den anderen Tag. Als Grund gab er an er wäre noch nicht bereit für eine neue Beziehung (er war damals frisch getrennt nach langjähriger Beziehung).

Als ich dann meinem Freund kennenlernte war dieser Mann vergessen.

Die letzten Monate muss ich jedoch immer wieder mal an diesen Mann denken und was gewesen wäre wenn damals alles anders verlaufen wäre.
Ich ärgere mich selbst über diese Gedankengänge. Ich will doch einfach nur glücklich sein mit meinem tollen Freund.

Erschwerend kommt hinzu das dieser andere Mann der Schwager in spe meiner besten Freundin und der Bruder einer guten Freunden von mir ist und so Kontakt leider nicht vollkommen vermieden werden kann. Durch meine Freund weiß ich auch, dass er vor kurzem geheiratet hat und das hat mich sehr getroffen.

Auch habe ich nun Angst vor zukünftigen Treffen mit ihm. Was ist wenn meine Freundin heiratet und ich ihn auf der Hochzeit treffe und ich plötzlich wieder stärkere Gefühle für ihn entwickle. Was ist wenn er sich damals nur nicht getraut hat nochmals Kontakt zu mir aufzunehmen und wir vll. doch noch zusammengekommen wären. Diese ganzen was wäre wenn Gedanken gehen mit durch den Kopf und ich weiß nicht warum. Es wäre alles nicht so schlimm wenn er zu 100% aus meinem Leben verschwunden wäre, das geht jedoch nicht da es nunmal diese gemeinsamen Kontaktpunkte gibt.

Ich habe Angst meinem Freund nicht so sehr zu lieben wie er mich, er hat nur das beste verdient und ich habe Angst ihn das aufgrund dieser ganzen Gedanken nicht geben zu können.

Ich habe bereits über Trennung nachgedacht, weiß aber auch nicht was ich mir davon erhoffe.

Ich möchte einfach nur wieder glücklich sein. Die Gedanken tauchen vorallem auf wenn ich alleine bin, zusammen mit meinem Freund denke ich fast nie daran.

Hat jemand etwas Ähnliches bereits erlebt?

LG

23.09.2020 #1


10 Antworten ↓

Nordhörnchen
Zitat von Naila:
Ich habe bereits über Trennung nachgedacht, weiß aber auch nicht was ich mir davon erhoffe.

Ich möchte einfach nur wieder glücklich sein. Die Gedanken tauchen vorallem auf wenn ich alleine bin, zusammen mit meinem Freund denke ich fast nie daran.


Du planst Nachwuchs mit Ihm, hast aber bereits über eine Trennung nachgedacht ? Du erhoffst dir was genau davon ? Das du mit der Affäre zusammen kommst ?

Vielleicht möchtest du einfach nicht alleine sein und hast Angst die falsche Wahl getroffen zu haben ?
Scheinst wohl ziemlich im Zwiespalt gefangen zu sein.

Es hat damals nicht geklappt, weil es nicht sein sollte. Du wirst deinen Partner vermissen wenn du Ihn jetzt gehen lässt und es womöglich bereuen. Das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner (so wirkt es jedenfalls oft).

Man sollte keine gut funktionierende Beziehung für soetwas wegwerfen. Wenn du dir wirklich sicher bist, das du dir keine Zukunft mit deinem Partner vorstellen kannst, solltest du dich aber wirklich trennen.

#2


A


Angst noch Gefühle für den Ex zu haben

x 3


dont_panic
Mich erinnert deine Geschichte an die Beiträge, in denen einige User (eher Userinnen) über ihre Liebe zu irgendwelchen Stars fantasieren. Denn ich glaube, die psychologischen Hintergründe sind ähnlich:
Du fantasierst dir einfach zusammen, wie unglaublich toll eine Beziehung mit diesem Mann sein könnte. Dagegen kann ein "echter" Mensch natürlich nicht anstinken. Du solltest dir darüber klar werden, daß es nur eine reine Wunschvorstellung ist, die mit der Realität nicht das geringste zu tun hat. Der Mensch, den du in diesen Mann hineininterpretierst, dieser Mensch existiert überhaupt nicht. Bzw. nur in deinen Gedanken.

x 3 #3


N

Angst den Freund nicht mehr zu lieben Realität?

Hallo,

ich sitze gerade hier und bin mal wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und bin gefangen.

Ich bin seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen und wir leben seit längerer Zeit in einer gemeinsamen Wohnung. Als ich mit ihm zusammenkam war ich der glücklichste Mensch und auch die ersten beiden Jahre der Beziehung. Eigentlich läuft alles perfekt.

Selbst als mich meine Ex-Affäre (in die ich damals sehr verliebt war) erneut kontaktiere ließ mich das kalt. Um nichts in der Welt hätte ich meinen Freund eintauschen wollen.

Vor ca. 2 Jahren bekam ich wie aus heiterem Himmel Angst vor Krankheiten. Erst Darmkrebs, dann Hautkrebs, Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, wieder Hautkrebs. ein ewiger Kreislauf. Zwischendurch abgelöst durch Angst vor Krebs bei meinem Freund.

Der einzige mit dem ich darüber reden konnte war mein Freund. Er ist auch der einzige der mich bei einem akuten Schub wieder runterbringen kann.

Nun habe ich letztes Jahr mal die Angst gehabt mein Freund könnte gleichgeschlechtlich sein, die Angst wurde jedoch wieder schnell durch Krankheitsängste abgelöst.

Zuletzt hatte ich jedoch immer längere Zeiträume wo es mir relativ gut ging und ich glücklich mit meinem Leben war. Ich konnte mir mit meinem Freund alles vorstellen.

Nun habe ich seit letztem Wochenende Angst ich könnte meinen Freund nicht mehr lieben. ein verdammt schlimmes und mich zerreißendes Gefühl. Meine Gedanken drehen sich den ganzen Tag nur noch darum. Der erste Gedanke früh nach dem Aufstehen, der letzte Gedanke vor dem Einschlafen. Lebensfreude gleich null. Ständiges Gedankenkarussell: liebe ich ihn, ist er der richtige, wenn ich sowas denke kann ich ihn doch nicht lieben, habe ich eigentlich noch Gefühle für meinen Ex und wäre er der richtige gewesen, hat mein Ex doch noch Gefühle für mich und traut sich nur nicht mir das zu sagen (nach 5 Jahren?) und mich wieder zurückwill, kann ich nur nicht alleine sein, wie soll ich reagieren wenn mein Freund mir einen Antrag macht, soll ich mich trennen damit es endlich aufhört. ständig versuche ich zu prüfen ob ich Gefühle für meinen Freund habe.

Mit ihm darüber reden kann bzw. will ich nicht, da ihn das zu sehr verletzen würde.

Als akuten Auslöser kann ich, wenn es überhaupt einen gibt, die Hochzeit meiner Ex-Affäre deuten.

Ich bin so am Ende und will einfach nur noch meinen Kopf ausschalten.

Vielleicht ist es aber auch einfach die Realität und ich rede mir nur ein unter einer Störung zu leiden. Vielleicht liebe ich ihn einfach nicht bzw. nicht genug. Vielleicht sollte ich mich einfach trennen.

Ich bezweifel jedoch das es einen passenderen Partner gibt, der mich genauso nimmt wie mein Partner. Mich so akzeptiert wie ich bin. Das Problem liegt wahrscheinlich eher an mir selbst. Aber auch da denke ich dann immer, vielleicht rede ich mir das nur ein und alles ist eigentlich Realität.

So kann ich nicht weiterleben. Ich will einfach nur wieder das glücklich Mädchen sein was ich noch vor zwei Jahren war.

Das einzig gute an der Situation ist die Tatsache dass ich derzeit nicht an Krankheiten denken muss.
Leider ist die derzeitige aber noch sehr viel belastender als das mit den Krankheiten.

Nun komme ich mir fast beim Schreiben meiner Probleme schon wieder blöd vor und denke mir wie dumm ich ich eigentlich bin und es eigentlich Menschen gibt die wirklich Probleme haben.

Traurige Grüße

x 1 #4


Lottaluft

#5


A
Hallo grüße dich,

das sind schon beängstigende Gedankengänge,gab es denn einen Auslöser dafür oder hattest du früher auch solche Gedanken?
Es hört sich teilweise nach Verlustängsten an und das du zuwenig an dich glaubst,die schône Zeit machst du dir kaputt,anstatt sie zu genießen.
Vielleicht solltest du dir professionelle Hilfe holen um zu ergründen woher diese Ängste kommen.
Liebe Grüße

#6


FeuerWasser
Zitat von Naila:
Das einzig gute an der Situation ist die Tatsache dass ich derzeit nicht an Krankheiten denken muss.

Das ist eine Symptomverlagerung. Mit dem nächsten scheinbaren Auslöser kann das wieder ganz anders aussehen.

Machst du eine Therapie?

#7


N
Hallo, ich habe mal einen Termin bei einem Psychotherapeuten gehabt, hat mir aber nichts gebracht. Ich sollte doch einfach zum Arzt und meine Symptome klären lassen ... sinnlos.

Woher genau die Angst kommt weiß ich nicht, ich bin nicht sehr selbstbewusst und denke es hängt evtl. auch damit zusammen.

Ich habe mittlerweile auch gemerkt dass es ein wenig zyklusabhängig ist, zum Ende hin ist mein Zustand am schlechtesten. Zur Mitte des Zyklus wird es besser.

Vor ca. einem halben Jahr habe ich die Pille abgesetzt, ich konnte schon eine leicht positive Wirkung meines Zustands bemerken. Aber nun dieser enorme Rückschlag der mich komplett aus der Bahn wirft. Dazu diese nicht enden wollenden Gedanken, die mir jegliche Lebensfreude nehmen.

#8


N
Weiß vielleicht jemand ein Medikament auf pflanzlicher Basis das mich in solchen Situationen unterstützen kann?

#9


A
Ja es gibt sicher Medikamente auf pflanzlicher Basis,dass musst du aber auch mit dem Arzt abklären, da sie nicht immer mit anderen Medikamenten kompatibel sind.

x 1 #10


Hoffnungsblick
Zitat von Nordhörnchen:
Das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner (so wirkt es jedenfalls oft).



Zitat von dont_panic:
Du solltest dir darüber klar werden, daß es nur eine reine Wunschvorstellung ist, die mit der Realität nicht das geringste zu tun hat. Der Mensch, den du in diesen Mann hineininterpretierst, dieser Mensch existiert überhaupt nicht. Bzw. nur in deinen Gedanken.


Dem kann ich nur zustimmen.

Wenn du immer etwas oder jemanden anderen willst, als das oder den du gerade hast, wirst du nie zufrieden sein. Hättest du den anderen, würdest du an den denken, mit dem du zur Zeit zusammen bist.

Kann es sein, dass du dich von Bauchgefühlen bestimmen lässt? ero. ist ein flüchtiger Duft. Darauf allein kann man sein Leben nicht aufbauen. Der Mensch hat nicht umsonst außerdem Kopf und Herz. Darum solltest du nur tun, was auch Kopf und Herz gut finden.

#11


A


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Dr. Reinhard Pichler
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