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squashplayer
Hallo zusammen,

nach 8 Wochen in einer psychosomatischen Station, die mir sehr gut getan haben, möchte ich jetzt eine berufliche Wiedereingliederung machen. Hierzu soll bald ein Vorgespräch mit der Personabteilung stattfinden. In dem Gespräch soll es auch um meinen "Gesundheitszustand" gehen und es soll vertraulich sein.

Ich bin da nun etwas skeptisch, da ich die Arbeitswelt kenne. Soll ich denen etwa meine Diagnose (Angststörung) erzählen? Muss ich das? Ist es sinnvoll? Ich würde da lieber nichts sagen, weil ich nicht meine mögliche Entlassung wegen "Psycho" riskieren möchte.

Vielleicht hat da jemand schon Erfahrungen mit sowas?

23.07.2018 16:24 • 25.07.2018 #1


13 Antworten ↓


Bauer-Jani
Hallo Squashplayer!

Ich habe dadurch meine Ausbildung zum Ende gemacht.
Sei ein bisschen vorsichtig mit dem erzählen, du wirst bei kleinsten Auffälligkeiten, auch wenn sie mit der Angst nichts zu tun haben, sofort in die Ecke geschoben und es wird gezweifelt ob du schon stabil bist. Ich habe mich geoutet und musste daraufhin ganz schön kämpfen.

Wünsche dir alles Gute!

Liebe Grüße

23.07.2018 16:41 • #2


Ich habe Anfang des Jahres eine Wiedereingliederung gemacht. Ich bin zu meinem Hausarzt gegangen. Er hat dann mit mir einen Plan aufgestellt, wie die Wiedereingliederung gemacht werden soll. Mit dem Plan bin ich dann zur Firma gefahren. Die Sie müssen noch ihr ok geben. Das hat auch geklappt. Sie wären auch schön dumm, wenn sie dem nicht zustimmen werden. Denn in der Zeit der Wiedereingliederung bist du ja noch krank geschrieben und bekommst weiter Krankengeld von der Krankenkasse. Stimmen Sie nicht zu, bleibst du weiterhin zu Hause. Du musst auch nicht sagen, was für eine Krankheit du hast. Das geht sie nichts an. Ich habe es freiwillig gesagt, ich bin auch schon 26 Jahre in der Firma. Da kennt man sich. Ich hoffe, ich könnte dir weiter helfen.
LG Violetta

23.07.2018 17:16 • #3


squashplayer
Danke für eure Antworten!

Ich werde meine Krankheit vermutlich nur sehr vage beschreiben, das muss reichen.

VG

24.07.2018 11:23 • x 2 #4


Zitat von Violetta:
Ich habe Anfang des Jahres eine Wiedereingliederung gemacht. Ich bin zu meinem Hausarzt gegangen. Er hat dann mit mir einen Plan aufgestellt, wie die Wiedereingliederung gemacht werden soll. Mit dem Plan bin ich dann zur Firma gefahren. Die Sie müssen noch ihr ok geben. Das hat auch geklappt. Sie wären auch schön dumm, wenn sie dem nicht zustimmen werden. Denn in der Zeit der Wiedereingliederung bist du ja noch krank geschrieben und bekommst weiter Krankengeld von der Krankenkasse. Stimmen Sie nicht zu, bleibst du weiterhin zu Hause. Du musst auch nicht sagen, was für eine Krankheit du hast. Das geht sie nichts an. Ich habe es freiwillig gesagt, ich bin auch schon 26 Jahre in der Firma. Da kennt man sich. Ich hoffe, ich könnte dir weiter helfen.
LG Violetta


Aber teilt die Krankenkasse nicht dem Betrieb mit welche Diagnose man hat?

24.07.2018 11:33 • #5


Schlaflose
Zitat von Filoubee:
Aber teilt die Krankenkasse nicht dem Betrieb mit welche Diagnose man hat?


Nein, das dürfen sie nicht.

24.07.2018 11:39 • x 1 #6


Wie schlaflose geschrieben hat...das dürfen sie nicht, auch nicht auf Anfrage..wenn du dir AU abgibst, steht nur auf der AU für die Krankenkasse, was du hast. Auf der für den Arbeitgeber steht nur, von wann bis wann du krank geschrieben bist.

24.07.2018 11:44 • #7


Zitat von Violetta:
Wie schlaflose geschrieben hat...das dürfen sie nicht, auch nicht auf Anfrage..wenn du dir AU abgibst, steht nur auf der AU für die Krankenkasse, was du hast. Auf der für den Arbeitgeber steht nur, von wann bis wann du krank geschrieben bist.


@Violetta
@Schlaflose

Okay gut zu Wissen Danke.

24.07.2018 12:11 • #8


squashplayer
Die Frage ist nur wie ich das wohl formuliere im Gespräch.

"Ich habe manchmal Herz- und Kreislaufprobleme" ... oder was

24.07.2018 12:19 • #9


Bauer-Jani
Ich würde erstmal gar nichts erwähnen, dazu bist du nicht verpflichtet

24.07.2018 12:36 • #10


la2la2
Haben deine Symptome Auswirkungen auf deine Arbeit? Also dass du plötzlich mal Panikattacken bekommst oder anderweitig nicht so belastbar bist oder auffällst?

Wenn das nicht der Fall ist, könntest du es auch mit Konflikten in der Partnerschaft oder Familie erklären, dass es der Auslöser war, dass es dir so schlecht ging.
Bei mehreren Monaten Ausfall und keinen sichtbaren Narben von Verletzungen wird sicher jeder in der Firma psychische Gründe annehmen (auch wenn du es nicht aussprichst)......

Das ist wirklich ein riesen Problem, bei dem man erst hinterher weiß, wenn man sich für die falsche Möglichkeit entschieden hat....

24.07.2018 12:38 • x 2 #11


squashplayer
Ich weiß ich bin nicht verpflichtet. Der erste Teil des Gesprächs ist aber über meinen "Gesundheitszustand".

Ok ich könnte da auch einfach sagen, der ist ok

24.07.2018 13:12 • x 2 #12


squashplayer
Hallo la2la2,

ich habe ja eine generalisierte Angststörung. Problem ist dass ich schneller erschöpfe als sonst und mehr ruhige Phasen brauche. Gespräche mit anderen können mich Poten. stressen. Zum Glück arbeite ich aber meist isoliert am PC, das ist das gute!

Ja denke auch die können 1+1 zusammenzählen. Ich habe ja auch gesagt, ich gehe "8 Wochen in ein Krankenhaus zur Behandlung", da kann sich jeder denken, dass es irgendeine Form von Psycho-Station ist.

Das mit der Freundin hatte ich auch schon gedacht, da sich meine Ex ja tatsächlich getrennt hatte. Ich glaube, ich werde "Herz- und Kreislaufprobleme" sagen, das ist vage genug. Nur direkt werde ich es wohl lieber nicht sagen, nachher bin ich noch auf deren schwarzer Liste

VG

24.07.2018 14:08 • #13


Schneesturm93
Also ich denke "viel denken" ist auch so eine unterstellung. Ich kenne einige Fälle, wo Leute nicht-psychisch ähnliche Ausfälle haben. Ein paar Beispiele sind:
- OP im Bauchraum, z.B. Tumorentfernung mit Reha danach
- Rückenschmerzen
- Tinitus(-behandlung)
- Operationen am Auge
oder oder oder...

Fühl dich nicht abgestempelt, machen sicher nicht alle, will ich sagen.

25.07.2018 20:47 • #14




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