Hi Linus.!
Als erstes.zieh dich hier nicht zurück. Hier gibt es immerhin Menschen,die deine Ängste verstehen.
Das ist ein großer Mehrwert.
Unser Familienclan ist ziemlich gross. Aber bei psychischen Belastungen sind wir fast genauso vollständig vertreten. Trotzdem muss ich immer wieder feststellen, dass vielen das Verständnis für wirklich Betroffene fehlt. Und darin liegt die Schwierigkeit. Wer selber noch nie erfahren hat, wie sich z.B. eine Panikattacke an fühlt, kann dies überhaupt nicht nachvollziehen. Da hilft nicht Mal Intelligenz.
Bezüglich deiner Mutter kann ich dich will kommen verstehen. Meine Mutter ist seit 1,5 Jahren nur noch krank. Ein Krankenhausaufenthalt nach dem anderen. Auch immer wieder mal was Neues. Und manches dabei, wo wir Geschwister denken,: Das hätte nicht sein müssen.! So hat sich meine Mutter das Bein gebrochen, weil sie sich an einem Griff fest gehalten hat, den mein Bruder, in dessen Haus sie lebt, an einen Schrank geschraubt hat, der nicht mit dem Unterteil verbunden war. Ergo ist sie gestürzt, weil der Schrank hinter her kam. Ihre Geschichte, würde Seiten füllen. Sie war selber 40 Jahre Krankenschwester und hat immer alles gegeben. Jetzt ist sie zusammen gerutscht und braucht massive Hilfe. Was ihr aber schwer. fällt und sie nach wie vor alles klein redet.
Aber eins bemerke ich immer wieder. Meine Befindlichkeit stelle ich immer wieder hinten an. Ich bin auf die Seite gestossen, weil ich auf gewacht bin, weil mir extrem schwindelig war. Und ich im Netz nach Antworten gesucht habe.
Auch für mich ist das Leben nicht immer leicht. Ich bin jetzt 57 und seit 2000 berentet. Zum Glück bin ich Optimistisch veranlagt. Aber glaube mir, wenn ich meine Kinder nicht gehabt hätte,, weiss ich nicht, ob der Gedanke an meine Eltern mich zurück gehalten hätte.
Um meiner Freundin mental bei zu stehen, habe ich Mal gesagt :". Wir machen das Beste draus Schnegge., das Leben ist schön."
Mein eigenes Lebensmotto habe ich mir nach dem Tot meines Vaters auf den Arm tätowieren lassen " Ich bin im Leben - hier und jetzt! "
Möglich das dir das gerade nicht hilft.
Ich kenne es zur genüge, wenn es sich die Gedanken im Kreis drehen. Und man kommt aus der Situation nicht raus.
Aber wenn du dich in deinem Privaten Bereich so einsam fühlst, Versuch es doch mal mit einer Selbsthilfegruppe.
Hier ist es ja immerhin so ähnlich. Aber du brauchst Menschen aus Fleisch und Blut.
UND SEI DU SELBST.
Als ich als Erwachsene das erste Mal so richtig Single war , habe ich überlegt, ob ich auf die Suche gehen sollte. Ich habe mich für NEIN entschieden. "Und? Wie verhältst du dich Männer n gegen über ?" ,War meine nächste Überlegung. "Du bleibst, wie du bist!"
Und genau das habe ich auch getan. Ich hab noch viele Frösche geküsst. Aber heute bin ich seit 8,5 Jahren mit meinem Freund zusammen. Er ist 22 Jahre jünger als ich. Aber es ist die beste Beziehung meines Lebens. Und hätte ich damals nicht zu gegriffen, wäre er nicht mehr gewesen, als eine flüchtige Begegnung.
Versuch nicht nur dein Kopf oben zu lassen sondern auch dein Herz. Im Grunde bist du nicht allein. Hier gibt es so viele Menschen, die dir " zu hören ".und dich verstehen. Das ist mehr als viele Andere haben.
Mir fällt gerade ein, vielleicht solltest du dir wirklich auch Menschen suchen, denen DU helfen kannst.
Alles Liebe ellinori
