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blackandwhite
Hey, ich war im April-Mai letzten Jahres in einer Zahnklinik und musste mich dort einer Kiefer-OP unterziehen. Auf den Röntgenuntersuchungen war zufälligerweise noch eine Problem meines rechten unteren Backenzahns zu erkennen. Dieser wurde vor geraumer Zeit wurzelbehandelt, laut der Ärztin aber wohl unprofessionell. Sie meinte er habe sich leicht entzündet. Ich hatte bis dahin absolut keine Schmerzen. Leider hatte ich die Behandlung des Zahns vorerst auf die lange Bank geschoben, weil ich mitten in der Klausurphase steckte und wie ein Irrer gelernt habe. Jede kleinste Ablenkung war mir schon zu viel und da ich keine Schmerzen hatte geriet die Sache in Vergessenheit. 2-3 Monate später begann mein Leben gänzlich aus dem Ruder zu laufen und ich fing an über einen Zeitraum von 4-5 Monaten fast täglich zu trinken und einen regelrechten Burnout zu entwickeln. Mein Leben wurde zu einer einzigen Katastrophe. Ich ging nicht mehr zur Uni, hab Klausuren geschoben und in den Semesterferien war ich dann jeden Tag betrunken und nicht mehr in der Lage ein normales Leben zu führen. Alles bis auf Schlafen, Alk. beschaffen und saufen war mir schon zu viel. Erst vor einem Monat zirka hat sich die Entzündung dann etwas schmerzhafter bemerkbar gemacht. Der Zahn schmerzt nicht von selbst und ist auch nichts so wirklich geschwollen. Er fühlt sich seltsam an und ab und an habe ich deutliche Druckschmerzen.

Naja, ich bin ein absoluter Idiot dafür, dass ich nicht früher zum Zahnarzt gegangen bin. Habe nun einen Termin für Montag und vermutlich ist noch viel mehr an meinen Zähnen behandlungsbedürftig, da sie generell ziemlich beschädigt sind (fast alle Backenzähne sind schon irgendwie behandelt). Hab euch die Situation geschildert um halbwegs nachvollziehbar zu machen, warum ich einfach nicht gegangen bin. So blöd es klingt... das Problem war, dass es einfach nicht richtig wehtat und wenn war ich sowieso betrunken. Mittlerweile hab ich mein Leben wieder im Griff, aber mach mir natürlich riesige Sorgen, da eine so lange unbehandelte Entzündung am Zahn ja durchaus gefährlich sein kann? Denkt ihr, das kann schlimme Folgen haben? Es ist ja fast 8-9 Monate her, dass es entdeckt wurde.

05.01.2018 20:34 • 09.01.2018 #1


16 Antworten ↓


laribum
bist du angstpatient?

05.01.2018 20:36 • #2



Zahnentzündung gefährlich? lange unbehandelt

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blackandwhite
Ich bin absolut kein Angstpatient. Wie gesagt, fast alle Backenzähne sind schon behandelt worden. Ich habe schon etliche Spritzen über mich ergehen lassen müssen, das ist überhaupt kein Ding mehr für mich. Bin sowieso lange extremer Hypochonder gewesen, Spritzen waren zeitweise alltäglich für mich...

Das Problem war halt, dass ich über 4-5 Monate in eine brutale Depression verfallen bin. Wer gar nicht mehr so recht leben will und tagtäglich nur noch mit Alk. durch den Tag kommt macht sich keine Gedanken um den Zahnarzt, wenn der Zahn nicht wirklich schmerzt. Natürlich war das seltendämlich, aber ich sag das nur um halbwegs nachvollziehbar zu machen, warum es so gekommen ist.

05.01.2018 20:38 • #3


laribum
Es ist so das bei einem entzündeten Zahn Bakterien in die Blutbahn gelangen können und auch an anderen Organen wie zb. dem Herzen Entzündungen hervorrufen könnten. Kann sein, muss nicht hängt auch davon ab wie gut das immunsystem eines jeden funktioniert...

06.01.2018 08:38 • #4


blackandwhite
Genau davor hab ich Angst. Aber das würde sich doch auch bemerkbar machen oder?

06.01.2018 09:08 • #5


Schlaflose
Ich bin einmal monatelang mit einer einer eiternden Fistel im Backenzahn herumgelaufen und es ist nichts passiert.

06.01.2018 09:33 • x 1 #6


blackandwhite
Und warum bist du nicht zum Arzt?

06.01.2018 10:28 • #7


Schlaflose
Zitat von blackandwhite:
Und warum bist du nicht zum Arzt?


Ich bin kein Arztgänger Zuerst dachte ich auch, es sei nur ein Pickel am Gaumen und habe die Flüssigkeit und den Eiter immer mit dem Finger ausgedrückt, es hat sich aber jedesmal wieder gefüllt. Irgendwann hatte ich es dann meiner Mutter gezeigt und sie meinte gleich, es sei eine Fistel. Dann erst bin ich zum Zahnarzt und es wurde tatsächlich so diagnostiziert. Mein Zahnarzt war aber in Urlaub und nur eine Vertretung da, die mir riet, mit der Behandlung zu warten, bis der Arzt wieder da wäre, weil das eine längerwierige Behandlung werden könnte. So wartete ich noch 1 Woche. Dann wurde geröngt und der Zahn aufgebohrt, damit der Eiter abfließen konnte. Als sich kein neuer Eiter mehr bildete, wurde eine Wurzelbandlung gemacht. Das ist jetzt an die 15 Jahre her und den Zahn habe ich immer noch.

06.01.2018 11:28 • x 1 #8


blackandwhite
Da bist du ja glücklich davongekommen Ich schätze grundsätzlich, dass mein Immun- und Abwehrsystem auch recht stabil ist, aber es ist auch sone lange Zeit vergangen und ja... es kann ja auch das Herz entzündlich "befallen" - aber sowas hätte sich ja schon bemerkbar gemacht oder?

06.01.2018 13:01 • #9


laribum
ja hätte

06.01.2018 16:51 • #10


blackandwhite
Okay, mein Leben ist wieder ne Katastrophe... War beim Zahnarzt und ja... chronische Entzündung am Wurzelkanalende. Die Entzündung ist zwar "klein", aber der Zahn ist quasi schon kaputtbehandelt worden und die einzigen Möglichkeiten auf Erhalt sind schweineteuer. Ich bin viel zu lange mit dieser Entzündung rumgelaufen... Hab Angst, dass das schon längst Folgen nach sich gezogen hat. Und jetzt weiß ich nicht was ich machen soll... Ich möchte unbedingt, dass die Entzündung verschwindet, aber ohne Zuschüsse kann ich mir Behandlung bzw. Zahnprothese (was mir am liebsten wäre) nicht leisten. Und meine anderen Zähne sind auch ne Katastrophe... hab noch zwei weitere wurzelbehandelte Zähne und würde mich nicht wundern, wenn die das gleiche Problem hätten... Ich will echt nicht mehr...

09.01.2018 21:22 • #11


Ich glaube nicht, dass die Entzündung schon Folgen hatte. Mach Dir da mal keine Sorgen. Wenn ein Zahn wurzelbehandelt ist, dann tut er nicht mehr weh und man merkt deshalb oft auch gar nicht so schnell, dass eine Entzündung darunter ist. Ich würde aber jetzt schon zeitnah was unternehmen.

Ich kenne nur die Möglichkeit, eine Wurzelresektion zu machen oder den Zahn zu ziehen. Bei einer Wurzelresektion werden seitlich durch den Kiefer die Wurzelspitzen gekappt, wonach dann meist die Entzündung verschwindet und der Zahn erhalten werden kann. Sicher ist es aber nicht, dass er damit gerettet wird.
Ich persönlich lasse mir den Zahn dann lieber gleich ziehen. Dann braucht man ein Implantat oder eine Brücke. Das kostet natürlich einiges. Ich weiß jetzt nicht, ob es sonst noch Möglichkeiten gibt.

Ob unter den anderen wurzelbehandelten Zähnen eine Entzündung ist, kann man durch Röntgen feststellen. Ich habe welche, die schon ganz lange gehalten haben ohne Probleme zu machen.

Man sollte wurzelbehandelte Zähne aber sowieso alle 2 Jahre röntgen lassen, da die Wurzelkanäle an den Spitzen manchmal so eng sind, dass der Zahnarzt bei der Behandlung nicht immer ganz bis in die letzten Enden zum Reinigen hineinkommt und somit Bakterien drin bleiben können, die dann irgendwann eine Entzündung auslösen.

Wenn Du so viel Angst hast, dass Dir die Entzündung schon geschadet hat, kannst Du ja (nur zu Deiner Beruhigung) die Entzündungswerte im Blut untersuchen lassen. Das ist aber unwahrscheinlich.
Auch über ein Antibiotikum kannst Du mit dem Zahnarzt reden.

09.01.2018 22:02 • #12


blackandwhite
Danke für die Aufmunterung, das Problem ist eben, dass es eine absolute Katastrophe für mich ist: Ich bin ja so schon Hypochonder, wenn es dann auch noch nen echten Anlass dafür gibt, dass ich Krankheiten haben könnte dreh ich komplett durch. Ich hab wirklich Angst. Ich laufe quasi mit einer Krankheitenschleuder 24/7 durch die Gegend. Ich hab auch an den anderen Zähnen Schmerzen, leichte. Da mach ich mir natürlich auch Sorgen. Noch mehr Ärger damit kann ich nicht gebrauchen. Es ist furchtbar Denkst du wirklich, es ist unwahrscheinlich? Ich hoffe auch, dass es was ausmacht, dass die Entzündung nicht so groß ist.

09.01.2018 23:53 • #13


Es ist natürlich gut, dass es nur eine kleine Entzündung ist. Sowas hatte ich schon öfters und es ist nie etwas passiert.
Der Zahnarzt hat doch bestimmt die anderen Zähne auch alle kontrolliert. Und falls das nicht schon geschehen ist, kannst Du auch die kompletten Zahnreihen mal röntgen lassen. Das mache ich auch ab und zu mal. Dann kannst Du bei den anderen Zähnen schon mal beruhigt sein.
Leichte Schmerzen haben nicht unbedingt etwas zu bedeuten. Manchmal kann auch eine Erkältung schuld sein oder man hat einen Zug bekommen. Oder es ist nur die Angst.

Und den Zahn mit der Entzündung würde ich jetzt eben so bald wie möglich behandeln lassen. Hast Du denn schon einen Termin?

Also ich sehe jetzt keinen Grund für Dich zu verzweifeln.

10.01.2018 00:19 • #14


Angor
Wegen den Kosten würde ich mir jetzt nicht so die Sorgen machen, bei den meisten ZÄ kann man die Behandlung in Raten abbezahlen, ich bezahle auch noch bis dieses Jahr August meine Raten für meine Zahnbehandlung vom vorletzten Jahr ab.

Mein Gebiss war auch kathastrophal, unter der Brücke waren die meisten Zähne schlecht, etliche mußten gezogen werden, und fast jeder Zahn hatte eine Eiterblase an der Wurzel.

Die ZÄ meinte auch zu mir, das wäre höchste Eisenbahn gewesen.

Eine Fistel muss unbedingt behandelt werden, die sucht sich sonst ihre Bahn bis durch den Kiefer in die Mundhöhle und kann auch den Kieferknochen angreifen.

10.01.2018 00:28 • #15


Zitat von Angor:

Eine Fistel muss unbedingt behandelt werden, die sucht sich sonst ihre Bahn bis durch den Kiefer in die Mundhöhle und kann auch den Kieferknochen angreifen.


Ich glaube, das mit der Fistel war Schlaflose.

10.01.2018 00:49 • #16


Angor
Oh Sorry, das hab ich wohl durcheinandergebracht, eine Fistel ist echt fies.

10.01.2018 00:54 • #17



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