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Guten Morgen! Habe jetzt auch so ne Phase hinter mir und habe sie auch noch. Dieses ständige nicht ernstgenommen werden und das ständige "Ihnen fehlt nix" macht einen noch mehr krank. War in den letzten Tagen ein richtiger Kotzbrocken. Nun entschied ich mich, wieder hier aktiv zu sein. Der Austausch tut wahnsinnig gut. Endlich Menschen, die verstehen wie das ist. Die Symptome werden schlimmer wenn du dich reinsteigerst. Was bei mir, je nach Symptom, hilft ist das provozieren. Bei Schwindel forderte ich diesen beispielsweise heraus. Hatte zu Beginn immer Panikattacken, die sich wie ein Herzinfarkt anfühlten. Schmerzen im linken Arm, Herzrasen. Natürlich hörte man in sich hinein und es wurde schlimmer. Nach so ner Attacke hatte ich echt ständig armweh. Nun lass dir mal von dem Arzt sagen, da ist nix! Irgendwann fasste ich meinen ganzen Mut zusammen und wollt es wissen: Ich, der nicht grad sportlich ist, machte Sport bis an meine Gremzen. Keine Symptome trotz heftiger Belastung. Machte mich stutzig. Das gute ist, diese Attacken kamen nicht mehr, das schlechte, die Symptome suchten sich neue Wege. Wenn mal wieder der Kopfweh tut, dann versuch ichs auf Spannungsschmerz zu schieben, indem ich Dehnübungen mache. Dann spürt man schon ob es von der Wirbelsäule oder Muskel ist. Macht einen innerlich ruhiger. Bei Atmung hilft mir Pranayama. Ist eine Art Yoga speziell für Atmung. Youtub befragen, gibt zig passende Übungen. Gegen den Tinnitus hab ich noch keine Lösung gefunden. Genauso über den Zorn und den zwischendurch aufkeimenden Angstschüben, die mich dann für paar Tage lähmen. Hab zwar nun nen Freund, der mir mit seiner Art durch den Alltag hilft, aber angenehm ist es nicht. Ständig will man flüchten und glaubt, gleich umzufallen oder sowieso schwer krank zu sein. Dies hält bei mir paar Tage an und geht dann wieder. Früher noch isoliert in solchen Momenten, also vorwiegebd im Bett, denn man vegetiert doch eh schon, schaffe ich es jetzt zumindest schon meinen Alltag unter erschwerten Dingen zu meistern. Sofür bin ich halt wie ein Autist. Im Restaurant im hintersten Eck mit Blick auf den ganzen Laden, in Vorlesungen direkt am Rand und vieles mehr! Lass dich nicht entmudigen. Hier bist du richtig und findest Rückhalt und was noch viel wichtiger ist, mit jedem aktiven Schritt gegen die Krankheit verliert man ein Stück Angst!
08.04.2017 09:12 •
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