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Hallo liebes Forum!

Habe ständig Angst vor schlimmen Krankheiten. Habe seit 7 Jahren ständige Angst, nehme seit dieser Zeit auch Antidepressiva.

Jeden Tag grüble ich vor mich hin. Da ich seit einigen Jahren auch Beinschmerzen habe, die bei Bewegung vergehen und in Ruhe gleich wieder kommen, verstärken sich meine Ängste noch.

Ich glaube dann wieder an Parkinson etc. erkrankt zu sein. Das Schlimme an der Sache ist, dass ich auch noch Medizinstudent kurz vor Ende meines Studiums bin. So kenne ich natürlich viele Symptome etc....

Mittlerweile glaube ich auch, dass das mit den Beinschmerzen auch von der ständigen Angst kommt.

Bin wiedermal am Verzweifeln!

Liebe Grüße

Tom

26.01.2013 20:01 • 28.01.2013 #1


30 Antworten ↓


Hallo, mir geht es ganz ähnlich. Ich leide an dem brown-sequard-Syndrom. Ich weiß nicht ob dir das was sagt. Ich hatte durchblutungsstörungen im rückenmark und habe einige Bandscheibenvorfälle an der BWS. Das ganze passierte 1998 und seitdem hatte ich es eigentlich wieder im Griff. Ich konnte bzw kann ziemlich normal laufen, damals war ich im Rollstuhl. Mein Problem ist, dass ich mich jetzt bei jeden ziehen oder Schwächegefühl im Bein in das Gefühl steigere das es wieder soweit ist. Ich bin Arzthelferin und kenne damit auch so einiges... habe auch schon antidepressiva genommen, das will ich aber nicht weil ich schon genug Schmerzmittel nehme. Wie gehst du mit deiner Angst im allgemeinen um? Lg sanny

26.01.2013 20:57 • #2



Wie bekomme ich die Angst nur in den Griff?

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Giftzwerg
Hallo surfmaster,

das deine Beinbeschwerden etwas schlimmes ist, glaub ich nicht da sie bei Bewegung und nicht dran Denken, ja nicht da sind. Weißt du, unsere Angst vor schlimmen Krankheiten ist so eingefahren, das unsere Psyche uns viele Krankheitsbilder vorgaukeln kann. Ich habe mindestens jeden 2 Tag neue Krankheitsbilder und Symtome, so das ich in 26 Jahren schon sehr viele Ärzte glücklich gemacht habe

Mein Tipp an dich um wieder zur Ruhe zu kommen, geh zum Arzt und lasse dein Beinschmerz abklären.

Darf ich fragen, wie kann man Medizinstudent sein/werden, wenn man seit 7 Jahren an Angst vor Krankheiten leidet?

Viele Grüße
Gifti

26.01.2013 21:20 • #3


Hi Gifti!

Du hast recht, es ist seltsam, Medizinstudent mit Angst vor Krankheiten zu sein. Jedoch geht es mir immer dann gut, wenn ich anderen Menschen helfen kann. Ich habe zwar Angst vor Krankheiten, die mich selbst betreffen könnten, jedoch kann ich sehr gut mit Menschen umgehen, die an schweren Krankheiten leiden.
Wollte immer schon Arzt sein! Etwas paradox

Hi Sanny!

Ich versuche zurzeit, mich mit Sport abzulenken! Immer wenn es mir schlecht geht, nehme ich meinen Heimtrainer zur Hilfe!

Außerdem versuche ich, mich meiner Angst in gewisser Weise zu stellen. Werde nächste Woche nach Ägypten zum Tauchen fliegen, obwohl meine erste Angstattacke damals bei einem Ägyptenurlaub auftrat. Hab seitdem Angst vor Ägypten.

Werde am Montag das erste Mal zu einem Psychotherapeut gehen, obwohl ich so was immer vermeiden wollte. Aber ich glaube dass das der einzige Weg aus meiner blöden Situation ist.

Eine weitere Möglichkeit mich zu Entspannen ist die Badewanne . Immer wenn ich bade, sind meine Beinschmerzen weg und mir geht's gut! Könnte den ganzen Tag in der Badewanne verbringen!

Lg

26.01.2013 21:54 • #4


@surfmaster: Habe dir eine PN geschrieben!
LG, Charly

26.01.2013 22:14 • #5


Darf ich fragen, wie kann man Medizinstudent sein/werden,

27.01.2013 08:41 • #6


Ganz einfach : Man macht ein Einser Abi und bewirbt sich damit um einen Studienplatz - schon ist man Medizinstudent. Noch Fragen gerad10 ?

27.01.2013 11:05 • #7


Wenn die Eltern Kohle haben geht es auch ohne einser-abi - leider.

27.01.2013 11:15 • #8


Zitat von majabe:
Ganz einfach : Man macht ein Einser Abi und bewirbt sich damit um einen Studienplatz - schon ist man Medizinstudent. Noch Fragen gerad10 ?


gerad10 ist ein Fake, zitiert immer nur Sätze die weiter oben geschrieben wurden. Von denen gibt es hier im Moment wirklich viele, manche haben einfach zu viel Zeit.

27.01.2013 11:21 • #9


Schlaflose
Ich glaube, es ist immer der selbe, der sich jeden Tag unter einem neuen Namen anmeldet.

27.01.2013 11:38 • #10


Irgendwie finde ich es beängstigend, dass Ärzte rum laufen, die selbst krank sind und seit vielen Jahren Antidepressiva nehmen. Ich kann nur hoffen, dass dich das in deinem Berufsleben nicht beeinträchtigt. Kann mir aber nicht vorstellen, dass ein psychisch angeschlagener Mensch lange mit dieser Belastung leben kann. Ich denke da an 24-Stunden-Dienste etc. In welche Fachrichtung möchtest du denn mal gehen?
Ich möchte dich nicht persönlich angreifen. Aber bei den Neurologen, die ich kennengelernt habe, hatte ich bisweilen immer das Gefühl, dass sie eine große Portion der Medikamente getestet haben, die sie ihren Patienten verschreiben.
Ein Arzt, der selbst an einer Angsterkrankung leidet?! Das ist wie ein Pilot, der Flugangst hat.

27.01.2013 13:20 • #11


Schlaflose
Ärzte sind auch nur Menschen und leiden an denselben Krankheiten wie ihre Patienten. Ich stamme aus einer Ärztefamilie und und habe das alles selbst erlebt. Meine Cousine z.B. ist manisch-depressiv und nimmt seit ca. 25 Jahren Neuroleptika. Sie kann trotzdem ohne Einschränkungen leben, hat Mann und 2 Kinder und praktiziert erfolgreich als Ärztin.

27.01.2013 13:38 • #12


Inwieweit kann man denn erfolgreich praktizieren? Wenn man unter Psychopharmaka steht. Ich traue mich halt, das offen zu sagen. ICH hoffe, dass ich nicht mal einem Arzt in die Finger komme, der womöglich unter Benzodiazepinen steht. Oder säuft. Das ist so ein verantwortungsvoller Beruf. Ich finde, Leute wie Ärzte, Piloten, Hebammen, eben alle, die die Verantwortung für das Leben anderer tragen, sollten uneingeschränkt psychisch gesund sein. In welchen Berufen könnte das denn wichtiger sein?

27.01.2013 18:33 • #13


@ Aladin, hey, ich hoffe immer, daß der Taxifahrer nicht selbst besoffen ist, wenn ich mal eines brauche, wenn ich nicht mehr fahren kann! Was soll das?? Viele von uns stehen aktiv im Berufsleben!. Ich selbst habe tagtäglich Verantwortung anderen Menschen gegenüber und meine Erkrankung hat mich sensibilisiert und wesentlich weitergeholfen im Umgang mit anderen Menschen! Wer, wenn nicht ein Betroffener selbst könnte dich besser verstehen? Und wenn dieser jemand auch noch Arzt ist, besser kann es doch garnicht sein!! Glaubst du etwa diese weltfremden Zivilversager, die oftmals auch noch hochqualifiziert und ohne emotionale Intelligenz ausstaffiert sind, könnten dir helfen?? Sry, aber ich bin grad ziemlich verärgert, weil ich nicht möchte, daß man mir meine beruflichen oder Alltagskompetenzen abspricht! Denk mal drüber nach!

27.01.2013 19:44 • #14


Hallo,

ich denke oft sind Ärzte die psychisch angeschlagen sind sogar die Besseren. Warum? Weil man mit psychischen Problemen oft auch sehr genau wird und perfektionistisch veranlagt ist. Ein Chirurg der den Zwang hat alles perfekt machen zu wollen wird üben, üben, üben und liest lieber alles mehrfach damit er sich bloß keinen Fehler erlaubt. Sicherlich kann es auch in die andere Richtung gehen, aber das bemerkt man dann auch viel schneller und kann den entsprechenden Arzt meiden.

Ich würde einen Doktor der selbst psychische Probleme hat jedenfalls nicht meiden, sondern ihm eher Bewunderung schenken, da er es trotz Angst, Panik, Depression und/oder Zwang sehr weit gebracht hat. Dazu braucht man Durchhaltevermögen und sehr viel Kraft.

Ärzte die trinken sind wieder eine andere Hausnummer.

Liebe Grüße und einen schönen Abend noch,

BrainTrain

27.01.2013 20:48 • #15


Schlaflose
Zitat von Aladin:
Inwieweit kann man denn erfolgreich praktizieren? Wenn man unter Psychopharmaka steht. Ich traue mich halt, das offen zu sagen. ICH hoffe, dass ich nicht mal einem Arzt in die Finger komme, der womöglich unter Benzodiazepinen steht. Oder säuft. Das ist so ein verantwortungsvoller Beruf.

Du hast absolut falsche Vorstellungen von der Wirkung von Psychopharmaka. Antidepressiva und Neuroleptika sind keine Benzodiazipine. Wenn man sie nimmt ist man genau so normal, wie jeder andere Mensch auch. Nur in der Anfangsphase, so die ersten 2-3 Wochen, hat man Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Benommenheit oder Übelkeit. Danach merkt man überhaupt nichts mehr davon, sondern nur noch diepositive Wirkung. Ich kann das ja selbst nach 15 Jahren von Antidpressivaeinnahme aus eigener Erfahrung bestätigen. Nur wenn man ein Medikament nicht verträgt, gibt es Probleme. Da muss man auf ein anderes ausweichen. Nur die wenigsten Menschen vertragen sie allgemein nicht. Du wärst erstaunt, wenn du wüsstest, wer alles welche nimmt, von denen du es überhaupt nicht vermuten würdest, und denen man es absolut nicht anmerkt.

28.01.2013 08:56 • #16


Man wird doch noch seine Meinung vertreten dürfen. Ich bleibe dabei: Für meine Begriffe dürften nur psychisch und körperlich absolut gesunde Menschen derart verantwortungsbewusste Berufe ausüben! Mir kann niemand erzählen, dass ein psychisch kranker Mensch ebenso leistungsfähig sein kann wie ein gesunder Mensch. Das ist eben so. Ein Einbeiniger kann auch, selbst mit Prothese, nicht so schnell rennen wie ein Gesunder.
Ich finde, dass das mit den Antidepressiva sehr oft beschönigt wird. Mag sein, dass es bei bestimmten Krankheitsbildern eine große Linderung und Abhilfe schafft. Die Leute sind aber für meine Begriffe deshalb nicht geheilt und 100% leistungsfähig.
Ich kenne komischerweise einige Leute, die Psychopharmaka nehmen oder nahmen! Bei meiner Oma lösten diese (die man ihr ohne unsere Zustimmung verabreichte!) eine Demenz aus. Und ich kenne auch Leute, die Antidepressiva nehmen. Die, die ich kenne, sind in ihren Bewegungen verlangsamt. Und sorry, man sieht es ihnen auch an. Sie starren einen an und mit ihnen ist oft nur ein Gespräch Übers Wetter möglich. Vielleicht kenne ich ja nur Extremfälle. Ich unterstelle euch nicht, dass es bei euch auch so ist.
Ich finde es nur extrem erstaunlich, WIE sehr Antidepressiva als Wunderpille bis aufs Blut verteidigt werden. Man kann es nicht verhindern. Aber ein Arzt, der ANGST vor KRANKHEITEN hat, ist für mich wie ein Pilot mit Flugangst oder ein Dachdecker mit Höhenangst. Die werden sich eben NIE mit völliger Hingabe und Konzentriertheit behaupten können. Denn dafür sorgt nur ein Medikament. Das versagen kann oder Nebenwirkungen haben kann.
Ich habe ja nichts dagegen, wenn es auch Ärzte gibt, die Antidepressiva nehmen. Mein Hausarzt ist zuckerkrank. Ich hoffe aber, dass solche kranken Menschen dann ein Einsatzgebiet finden, wo sie eben nicht einen halben Tag operieren müssen oder 24 Stunden-Dienste in der Notaufnahme schieben müssen. Oder meint ihr, dass das förderlich bei einer Angsterkrankung ist?
Ich mag nicht abstreiten, dass ein Arzt vielleicht ein guter Neurologe oder Hausarzt sein kann. Aber ich hätte Angst davor, psychisch angeschlagenen Ärzten in Extremsituationen im Krankenhaus zu begegnen.

28.01.2013 14:28 • #17

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Schlaflose
Nach deinen Ansprüchen müsste die Hälfte der Menschheit aufhören zu arbeiten. Es hat aber nicht jeder das Glück wie du, zuhause bleiben zu können, wenn man sich nicht belastbar fühlt und versorgt zu werden.

28.01.2013 14:45 • #18


Hallo,

im Prinzip ist es egal ob man das in Ordnung findet oder nicht. Niemand wird es an die große Glocke hängen dass er krank ist und Mittel dagegen nimmt und deshalb wird man das wohl auch niemals erfahren, zumindest nicht als Patient.

Das mit der Reaktionsfähigkeit muss ich aber bestätigen. Ich hatte unter Antidepressiva sehr langsame Reaktionen und käme deshalb schon gar nicht auf Idee einen Beruf in dem schnelle Reaktionen gefordert sind auszuüben, bis das Medikament abgesetzt ist.

Im Prinzip ist man auf die Vernunft der Ärzte und Piloten angewiesen und muss seinem eigenen Gespür vertrauen, denn auch ein gesunder Arzt/Pilot kann bei, zum Beispiel familiären Problemen in seinen Reaktionen stark beeinflusst sein.

Ich habe auch schon Ärzte gewechselt, weil sie mir ein wenig balla vorgekommen sind, ob wegen einem schlechten Tag oder irgendwelcher Mittelchen ist für den einzelnen Patienten ja dann letztlich auch egal.

Liebe Grüße und einen schönen Tag noch,

BrainTrain

28.01.2013 14:54 • #19


Schlaflose
Antidepressiva beeinträchtigen das Reaktionsvermögen nicht, wenn man sie verträgt und man gut eingestellt ist. Man darf ja auch ausdrücklich damit Autofahren, außer in den ersten Tagen, wenn man sie neu nimmt. Mir würde kein Mensch anmerken, dass ich welche nehme. Ich bin körperlich und geistig voll fit, treibe viel Sport, muss bei meiner Arbeit voll konzentriert sein. Ich habe sowohl beim Psychiater als auch in der Reha Konzentrationtests machen müssen, bei denen ich sehr gut abgeschnitten habe, mit den Medikamenten, die ich damals in einer ziemlich hohen Dosis genommen habe. Das war dann wohl auch der Grund, warum ich von der Rentenversicherung als voll arbeitsfähig eingestuft wurde.

28.01.2013 16:09 • #20



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