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Guten Abend oder besser guten Morgen,

ich bin jetzt fast 18 Jahre alt und habe schon seit Jahren mit Herzrasen zu kämpfen. Ich weiß hier im Forum gibt es einige Hypochonder wie mich, aber ich fühle mich irgendwie so unnormal (wie ein Psychopath) Kein Mensch versteht mich, weil nur ich dieses Herzrasen beschreiben kann und niemand kann mir helfen

Einige haben versucht mir zu helfen aber es geht nicht. Ich beschreibe mal wie das ganze abläuft und bitte lacht mich nicht aus, weil sich das ganze ziemlich verrückt anhört. Und zwar auftreten kann das in verschiedenen Situation, wenn ich lache, wenn ich schwimme oder wenn ich Sport mache. Und ja viele denken, dass das vom Sport kommt und ganz normal ist, dass man durch körperliche Bewegung einen erhöhten Puls bekommt, aber so ist das nicht. Das kann man nicht beschreiben. Das ist so wie, es schlägt ganz normaler, dann zwickt es in der Brust und mein Puls liegt dann bei ca. 200. Und es geht auch nicht einfach wieder weg, sondern ich muss mich beruhigen, hinlegen oder ablenken, meistens ist es nach 10 Minuten wieder vorbei. Dann zwickt es wieder und ist dann sofort von 200 auf 90 runter. Klar das ich in dieser Situation Todesängste habe und einfach Angst vor einem Herzinfarkt habe, aber dass ich vor 2 Tagen (an den ich es wieder hatte) soweit war einen Krankenwagen zu rufen, überrascht und schockiert mich zugleich. Ich hatte als Kind etliche Untersuchungen am Herz, weder Herzrhythmusstörungen noch Herzfehler. Alles klar dachte ich mir, aber es verschwand nicht. Letztes Jahr hatte ich das ca. 4 mal im Jahr und dieses Jahr bis jetzt 1 mal. Ich nehme Antidepressiva, weil ich es sonst einfach nicht vor die Tür, geschweige denn in die Schule schaffe.

Durch das Herzrasen und etliche andere Gründe habe ich auch die 10.Klasse abbrechen müssen und kam in eine Psychatrie, hat alles nichts gebracht. Auch war ich schon zweimal beim Kardiologen, hatte Ultraschall, EKG und Langzeit-EKG - alles unauffällig, alles gesund. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, jeder sagt es käme von meiner Psyche und nicht von meinem Körper, aber ich habe das Herzrasen doch

Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Das ständige Herzrasen kann doch nicht gesund sein oder? Ich bin verzweifelt und habe einfach nur Angst. Ich bin doch erst 17

18.04.2014 01:45 • 18.04.2014 #1


6 Antworten ↓


Lindas wars
eDas herzrasen ist deine Angst denke ich wenn du organisch gesund bist super treu dich ich bin selbst erst 18 .. Hatte letzte woche ein ekg war Super aber ich hinterfrage alles und dann kommen auch die Symptome und es ist nicht schlimm dein Herz ist ein Muskel der kann belastet werden .... Ps ich habe jeden Tag beklemmende gefühle in der Brust also Kopf hoch vielleicht an eine ambulante Therapie gedacht ?

18.04.2014 02:00 • #2



Undefinierbares Herzrasen?!

x 3


MrsAngst
Nein, du musst dir gar nicht wie ein psychopat vorkommen
Und hier lacht dich auch niemand aus
Dein herz ist ja scheinbar gesund wie die vielen untersuchungen zeigen,ich denke eher das du durch die angst verspannt bist irgendwo im brustwirbelbereich und das dann zieht!
Vorallem wenns beim lachen ist,also wenn du auch die rückenmuskeln anspannst!

18.04.2014 02:27 • #3


Danke für die Antworten,

ich glaube mir würde es auch besser gehen, wenn ich mal rundum durchchecken lasse. Also bei meinem Arzt. Ich glaube ich bin in dem Forum gut aufgehoben!

18.04.2014 02:32 • #4


nanetou
ich kann deine Angst sehr gut verstehen. Ich leide ebenfalls unter Herzrasen seit meinem 35. Lebensjahr und Extrasystolen seit ich 21. bin. Ich bekomme Betablocker damit der Herzschlag etwas ruhiger wird. Mein Arzt sagte mir damals es könnte bei mir eine zweite Leitung zum Herzen hin führt. Das könne etliche Jahre gut gehen ohne das man Beschwerden bekommt, und dann kann es ganz plötzlich auftauchen. Das könne man dann mit einer Herzkatheder Untersuchung beheben. Mit dem Betablocker ist es fast 6. Jahre lang gut gegangen, dann tauchte es wieder auf. Habe mich dann letztes Jahr dazu aufgerafft das dann mal näher untersuchen zu lassen ob das was mir mein Arzt sagte bei mir zu treffen würde. Ich hatte damals riesige Angst diesen Eingriff machen zu lassen da er nicht ganz ungefährlich ist. Mit dem Eingriff lösten sie dann bei mir das Herzrasen aus. Aber leider nicht so wie ich es empfinde wenn ich es habe. Da ich ja auch schon sämtliche Untersuchungen hinter mir habe die das Herz betreffen, wird es bei mir wohl Psychischer Stress sein der das alles immer auslöst.

LG. nanetou

18.04.2014 13:00 • #5


FrozenSun
Hey ihr,

stelle in letzter Zeit fest, dass ich zu sehr vielen Dingen hier sagen kann: "Kenn ich , hab/hatte ich auch. Aber sosehr wie dein Herzrasen meinem Herzrasen ähnelt, finde ich es schon überraschend. Angefangen hat alles mit Herzrhythmusstörungen. Die hatte ich zu Ende hin quasi jede fünf Minuten. Ich hatte dann ein großes Blutbild und ein Langzeit- EKG. Dort sah man: Ja, Extrasystolen vorhanden, bringen mich aber vermutlich nicht um. Als die ES dann endlich langsam besser wurden, hatte ich plötzlich Anfälle von Herzrasen während des Sports. Plötzlich, von einem Moment auf den anderen, fühlte es sich an als habe mein Herz sich verschluckt und raste wie verrückt. Während dieser Anfälle hatte ich meist auch die ziemliche Panik... Habe dann irgendwann, nicht zuletzt weil auch meine Freunde immer sagten: Ja beim Sport ist das doch normal! eine Pulsoxymetrie mitgenommen, um in diesen Augenblicken zu messen. SO. War dann leider 216 rpm. Fand ich persönlich etwas schnell. Da meine Angst vor so etwas wie Kammerflimmern ziemlich hoch war, ich aber dennoch weiter Sport machen wollte, habe ich dann vorm Sport immer einen Betablocker genommen, das ging etwa zwei, drei Wochen. Ich bin Medistudent und hab die Betablocker irgendwann mal von einem netten Arzt in der Notaufnahme bekommen. Da ich aber selbst wusste, dass nicht eingeschlichene Betablocker zu einer Herzinsuffizienz führen können, wollte und konnte ich das irgendwie nicht so weiter machen. Drum habe ich wieder mit den Pillen aufgehört. Ich hatte zu dieser Zeit dann auch wieder eine andere Körperangst, ich weiß garnicht mehr so genau welche eigentlich, wechselt bei mir ja ab und an . Und da ich mir irgendwie keine Sorgen darum mehr gemacht habe, waren die Attacken plötzlich einfach weg. Ich verstehe es nicht und werde wohl nie wissen, woran es lag, aber was solls. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich durch meine Ängste mein vegetatives Nervensystem unbewusst auf Touren gehalten habe und beim Sport der Herzschlag deshalb etwas weiter hochging als es eigentlich unter körperlicher Betätigung normal wäre. Mein Arzt meinte damals, als ich ihn nochmals fragte, was es denn sein könnte, ich könne ein Stress-MRT machen, unter Spritzen von Dobutamin und daraus resultierendem Herzrasen in einer MRT- Röhre liegen also. Das hat mich nicht sonderlich gereizt, vor allem weil ich den Eindruck hatte, mein Arzt wollte mir so nur durch die Blume sagen, ich solle endlich Ruhe geben, es komme von der Psyche. Außerdem habe ich auch befürchtet, dass durch die Untersuchung wieder iatrogene Fixierung entsteht und meine Ängste nur wieder getriggert werden. Nun, was soll ich sagen, ich hab im Moment häufiger noch Herzstolpern, aber ich versuche, damit zu leben. Beim Herzecho damals wurde unter anderem gesehen, dass ich einen ganz leichten, angedeuteten Mitralklappenprolaps habe, also eine Vorwölbung des Mitralsegels in den Vorhof, eine strukturelle Anomalie die Herzrhythmusstörungen auslösen KANN. Wer weiß, vllt kommt es daher. Aber dagegen kann ich eh gerade nichts tun und deshalb versuche ich so gut es geht damit zu leben

Liebe Grüße,
Frozensun

18.04.2014 13:49 • #6


nanetou
eine leichte Auswölbung an der Herzscheidewand wurde bei mir letztes Jahr bei einem Herzecho auch festgestellt. Ich hatte dem Arzt gesagt, suuuper wieder mal was neues. Da sagte er mir nö, das haben sie schon seit ihrer Geburt. Die Extrasystolen habe ich zwischenzeitlich auch noch. Manchmal sind es sogar 3-5 Stolperer hintereinander. Da ich mich ja dann auch immer noch schön dort hinein steigern kann obwohl ich ja auch eigentlich weiß das es mich nicht umbringt, wirds dann natürlich noch schlimmer. Ja und dementsprechend lange dauert es dann bis es mal wieder vorbei ist. Teilweise sogar Wochen.

18.04.2014 18:01 • #7




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