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hallo,

ich habe grad das typische verhalten eines hypochonders. vor 3 wochen war ich bei der hautkrebsvorsorge und denke nun immer noch, dass ich hautkrebs habe, obwohl der arzt nichts gefunden hat, was ihn beunruhigt. das hat mich anfangs kurz beruhigt, nun ist aber wieder die angst da. dieses verhalten kennt sicherlich jeder von uns, und deshalb würde mich mal interessieren, was ihr für strategien oder tipps habt, mit dieser angst umzugehen. es ist nämlich unschön für mich und "in den wahnsinn treibend", dass man die bestätigung hat, dass alles in ordnung ist aber dennoch angst hat.

danke und gruß

26.02.2011 00:09 • 26.04.2011 #1


10 Antworten ↓


Schokokeks
mich mit was anderem beschäftigen..lenk dich ab und vergiss deine Haut... so schnell bildet sich kein Hautkrebs! Und du wurdest erst untersucht

01.03.2011 08:31 • #2



Typischer hypochonder

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Mir hilft es manchmal, wenn ich mir noch mal ganz genau vor Augen führe, was der Arzt gesagt hat. War nämlich auch vor zwei Wochen beim Hautcheck und kenne deine Ängste. Also zu sich selbst sagen: Ich wurde gründlich untersucht, der Arzt war sehr kompetent, es wurde NICHTS gefunden!

Und ablenken...

01.03.2011 12:18 • #3


die ablenkung kommt dann meist im negativen sinne: mit einem neuen symptom! ich habe mir aber ein googleverbot verhängt. es geht schon ein wenig besser. vielleicht sollte man in erwägung ziehen, die seite im browser ganz zu sperren.

@little_mermaid: ich weiß. meine hautärztin hat ein sehr gutes auge. vor ein paar monaten habe ich mir mal 2 muttermäler auf dem rücken angucken lassen (sie hat wirklich nur höchstens 5 sekunden draufgeguckt.) und hat danach mindestens 10 zeilen zur befindlichkeit meines rückens in den computer getippt (was für wucherungen sich dort befinden oder auch welche art von leberflecke usw). ich war erstaunt. aber auch hier zeigt sich, dass das, was wir im internet lesen nur "billiges" halbwissen ist.

01.03.2011 14:46 • #4


Ja...dafür studieren Ärztinnen und Ärzte und sammeln jahrelang Erfahrung. Wenn das GOOGLE könnte, dann bräuchten wir keine ÄrztInnen mehr! Auch ich war ganz erstaunt, was mir mein Hautarzt alles erzählt hat. Zum Glück alles sehr positiv.

Also: Es ist alles okay bei dir. Du beobachtest deinen Körper sowieso und wenn es Veränderungen gibt weißt du, dass du jederzeit zu deinem Arzt gehen kannst und kompetent beraten wirst.

Und Tange Google möglichst nicht befragen...ich weiß wie schwer das ist.

01.03.2011 19:20 • #5


ich hab mir mal eine stratgie überlegt. immer wenn sich ein gedanken anbahnt, einfach stopp sagen. immer und immer wieder. vielleicht prägt sich mein gedächtnis dieses "stopp" ein und die gedanken minimalisieren sich.

heute übrigens ein neues symptom: armschmerzen! mal stechend, mal dumpf, mal ziehend, mal am oberarm, mal an der schulter, mal am unterarm... mist you psyche!

02.03.2011 12:29 • #6




Eine richtige Methode habe ich für mich leider auch noch nicht endeckt. Ich denke was mir am meisten hilft ist die Angst zulassen und mir klar zu machen das doch wieder nichts passieren wird. Das nimmt der Angst den Schrecken!
Bei mir ist die größte Angst ohnmächtig zu werden und doch ist es bis heute noch nicht passiert

Ich habe auch schon Bachblüten ausprobiert. Die erste Flasche ist leer und ich muss rückwirkend betrachtet wirklich sagen das sie mir geholfen haben. Habe mir heute eine neue Flasche bestellt...

02.03.2011 12:40 • #7


meine armschmerzen äußern sich eher in einem zentrum, was einzelne stiche verschickt. mal schulter, mal nacken, mal oberarm, mal ellenbogen, mal unterarm. ich hoffe, dass sich das nur auf den linken arm beschränkt. der andere + beine, und ich würde mich am liebsten für 2 wochen einschläfern lassen.

mit der angst zulassen ist auch eine gute methode. das hat mich knapp 2 jahre angstfrei gelassen. ich habe mir immer gesagt: wie es kommt, geht es auch wieder weg. mir kann also nichts passieren.

ich hab wegen diesen armschmerzen den ganzen morgen in der notaufnahme verbracht. im ersten gedanken verständlich, weil armschmerzen auch u.a. auf einen herzinfarkt deuten können. im nachhinein aber mal wieder ärgerlich um die 10€ notfallgebühr, weil nichts gefunden wurde (chirugisch, kardiologisch (ekg) und orthopädisch + blutwerte) und man das irgendwie schon vorher wusste. für die 10€ hätte man sich eine blu-ray kaufen können.

naja, jetzt heißt es die armschmerzen (die sich im moment in grenzen halten) überstehen. meist dauert so eine phase mit symptomen bei mir eine woche. solange brauch meine psyche die diagnose der ärzte zu verdauen.

02.03.2011 13:33 • #8


ja wie wahr, das ging mir auch schon ein paar mal so, unbedingt in die Notaufnahme weil 100% irgendwas ist und sobald ich dann da gesessen hab und alle außer mir total locker waren kam ich mir schon total fehl am Platz vor!

Wieso ist die Angst denn dann wider gekommen? Und warum kannst du es im Moment nicht einfach auch wieder so machen?!

02.03.2011 13:49 • #9


aus der panikstörung entwickelte sich die hypochondrie. da ist es nicht so einfach bzw. ich habe bislang noch keinen richtigen (langfristigen) weg gefunden. bei sovielen körperlichen symptomen wie ich sie habe, müsste ich jede fachrichtung aufsuchen (gefühlt auch einen gynäkologen ).

im nachhinein betrachtet muss ich sagen, dass ich mit der alleinigen panikstörung besser leben konnte, als mit der hypochondrie.

02.03.2011 14:03 • #10


ich erkenne mich selbst sehr gut in diesem beitrag wieder:
hyperhondrie ist ein fester bestandteil meiner generalisierten angst. letztes jahr war ich mir sicher, ich hätte aids. hatte ich aber nicht (fällt ja auch nicht vom himmel... ... trotzdem hab ich mir das eingeredet wie wild). seit einem halben jahr, ist es das hautmelanom.

ich saß bei einer freundin, und die erzählte mir, ihre mutter habe einen VERDACHT auf HK gehabt...der sich als falsch herausgestellt hat. bumms...ich war mir sicher, ich komm auch für HK in frage. ich hab von natur aus massen an pigmentflecken und muttermalen und hatte auch schon einige sonnenbrände...also, es stand für mich fest: ich habe bzw. werde sehr bald HK bekommen. bei zwei ärzten war ich innerhalb von drei wochen und habe mir für den 2. termin sogar das geld zusammenkratzen müssen (ich bin erst 27 und muss für die untersuchung zahlen), da ich noch studentin bin und nicht immer wirklich viel geld über habe...
obwohl beide ärzte sagten, ich hätte nichts, checke ich meinen körper jeden tag nach dem duschen. neuerdings denke ich, ich bekomme jeden tag mind. 5 neue flecken (was ziemlich unrealistisch ist) und es brennt mich schon wieder zu einem dritten arzt zu gehen...ständig beäuge ich meine haut und finde keine ruhe.
Google macht tatsächlich alles schlimmer...lauter horrormeldungen über statistiken, in denen das HK-risiko immer höher wird und die versicherung (zumindest kommt es mir so vor), dass es uch mich treffen MUSS. ICH bin schließlich in der risikogruppe...
hyperhondrie ist etwas schlimmes. mein mann hat google auf meinem laptop gesperrt. so dumm sich das anhört...das hat geholfen.

26.04.2011 15:17 • #11



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