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E
Hallo an alle,
Wie viele andere hier, weiß ich nie so richtig, wann mir mein Körper etwas vortäuscht und wann nicht. Ich hab mir sogar einmal eine Liste gemacht, mit den Krankheiten, von denen ich dachte ich würde sie haben. eine A4 hat gerade so gereicht. Ich habe bis jetzt noch niemandem in meinem Umfeld richtig erzählt, was in mir vorgeht und das habe ich auch nicht vor. Hilfe habe ich mir auch noch keine geholt, bis jetzt. Ich muss meinen Tages- und Wochenplanung danach richten, wie es mir geht und danach, wie heftig meine Symptome sind. Ich habe mir erst vor Kurzem selbst eingestanden, dass das nicht mehr normal ist und dass das auf keinen Fall so weiter gehen darf. Mich würde nun interessieren, wie andere Betroffene begonnen haben, etwas dagegen zu unternehmen. Wart ihr beim Arzt, oder direkt beim Psychologen oder habt ihr selbst was versucht? Ich weiß einfach nicht, wie man das Ganze am besten angeht.

Danke, an alle die das Ganze hier überhaupt bis zum Schluss lesen. Ich hoffe auf ein Paar Ratschläge

23.07.2019 00:39 • 23.07.2019 #1


11 Antworten ↓


Safira
Als erstes einmal glaube ich nicht dass dein Körper dir jemals irgendetwas vortäuschen könnte. Alles was man spürt ist auch da und echt. Ob es jetzt diese Bedeutung hat die man dann glaubt sei jetzt dahingestellt aber der Körper täuscht nichts vor.
Es sind einfach Signale die darauf hindeuten dass etwas nicht in Ordnung ist. Was jetzt nicht bedeutet dass du eine schwerwiegende Erkrankung hast wenn das Herz sticht. Ich hoffe du verstehst was ich meine?

23.07.2019 00:53 • #2


A


Täuscht mich mein Körper / Einbildung der Krankheiten?

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Danke für deine Antwort.
Ja, ich verstehe gut, was du meinst. Die Symptome sind da, aber mein Kopf denkt dann sofort an schwerwiegende Erkrankungen. Ich war schon so oft beim Arzt und jedes Mal war gar nichts.

23.07.2019 00:56 • #3


Safira
Hast du denn schon mal an eine Therapie gedacht?

23.07.2019 00:58 • #4


E
Ja, schon. Aber ich weiß nicht wie ich das angehen soll. Kann ich einfach so bei einem Psychologen anrufen oder muss ich da zuerst mit einem Arzt reden? Ich weiß gar nicht, was da so auf mich zukommen würde.

23.07.2019 01:00 • #5


Safira
Du rufst einfach bei Psychologen an und wartest ab was passiert. Viele haben unterschiedliche rangehensweisen. Wenn du die am Telefon erreichst dann Fragen die dich warum nur eine Therapie machen möchtest. Auf dem AB sprichst du kurz dein Anliegen und wirst zurückgerufen. Oder du schreibst eine Mail wenn die das so wollen.

Am besten ist wenn du ein paar Stunden Zeit hast dann setzt du dich hin und machst deinen Rechner an, und Google erstmal die Homepages. Und dort steht immer die jeweilige Kontaktmöglichkeit. Das ist etwas umständlich und ich würde mir auch Protokoll schreiben wo ich schon überall angerufen habe. Es ist nämlich nicht einfach einen Termin zu bekommen. Oder den Überblick zu behalten.

Wenn du einen Therapeuten gefunden hast dann kannst du fünf Probestunde nehmen. Wenn ihr euch dann grün seid dann beantragt der Therapeut bei der Krankenkasse die Kostenzusage. Das bürokratische erledigt immer der Therapeut. Du hast damit eigentlich überhaupt gar nichts zu tun. Du musst nur einen Therapeuten finden

23.07.2019 01:03 • #6


E
Also ganz so einfach hört sich das nicht an. Ich stell mir das irgendwie ziemlich unangenehm vor, mit einer fremden Person über meine Probleme zu reden. Hab aber auch keine Erfahrung damit. Können diese ganzen Symptome durch eine Therapie wirklich aufhören?

23.07.2019 01:11 • #7


Safira
Es ist auf jeden Fall eine Chance und Versuch wert.
In einer Therapie kannst du herausfinden woher diese Krankheitsängste kommen und was das verursacht hat. Dann kannst du auch etwas dagegen unternehmen.
Ängste sind immer nur Kopfsache.

Um Vertrauen aufzubauen sind ja auch diese ersten fünf Stunden da. Man lernt sich ja kennen. Man geht ja nicht gleich ans Eingemachte. Der Therapeut führt dich einfach dadurch. Und wenn du dir das nach den 5 Stunde nicht vorstellen kannst dann suchst du dir einfach einen neuen. Die Therapie startet erst nach Absprache oder ab der 6. Stunde.

23.07.2019 01:16 • #8


E
Vielen Dank für die vielen Infos. Muss ich das aus eigener Tasche zahlen oder übernimmt das sogar die Kasse? Ich stell mir das ansonsten ziemlich teuer vor. Ich kann nicht einmal sagen, seit wann ich diese Ängste habe, das kam irgendwie schleichend... Ich hoffe, dass ich den Mut finde, mal wo anzurufen und einen Termin auszumachen.

23.07.2019 01:22 • #9


Safira
Therapie zahlt die Krankenkasse. Es gibt natürlich auch Therapeuten die nur privat abrechnen. Das erkennst du aber. Man achtet ja schon vorher darauf ob die eine kassenärztliche Zulassung haben, das steht meist auch auf der Homepage. Die meisten rechnen aber über die Kasse ab. Musst du einfach nachfragen. Bei den kassentherapeuten ist die Warteliste natürlich deutlich länger.
Manchmal hat man auch Glück und bekommt sofort einen Platz. Du musst es einfach nur anfangen.

23.07.2019 01:29 • #10


E
Wenigstens müsste ich nicht selbst zahlen. Ich kann mein Problem nicht wirklich einordnen. Ich benehme mich und fühle mich so als ob ich krank bin, aber laut meinen Befunden habe ich einfach nichts. Ich habe nicht einmal gewusst dass so etwas von der Psyche ausgelöst werden kann.

23.07.2019 01:34 • #11


Safira
Deshalb gehst du ja zum Therapeuten. Weil du alleine nicht weiter kommst und dir nicht helfen kannst.
Google mal nach Verhaltenstherapie.

23.07.2019 01:36 • #12


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