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Hallo ihr lieben,

ich habe seit ca 2 Jahren verschiedene Krankheitsängste. Mal ist es ein Krebs, Hirntumor, etc .

aktuell geht's um einen Herzinfarkt. Seit Tagen achte ich ständig auf meinem Puls, da ich Montag nachts mit 130 Puls wach wurde.
Ich habe mit Schilddrüse und Nebennieren zu tun und wohl mit Koffein übertrieben.
Wir waren auch im Urlaub und es war teilweise sehr heiß.
Mein Pulsuhr zeigt eigentlich normalen Puls an, bis auf manche Ausreißer. Einzig der Stress Level ist zu hoch. Kann aber sein das es an der Aufregung im Urlaub lag.

Heute sind wir heimgekommen und ich habe mich nachmittags auf der Couch ausgeruht. Plötzlich hatte ich einen Stich in der linken Brust. Es stieg natürlich gleich Panik auf. (rechts wäre es mir garantiert egal gewesen). Der Stich war nur kurz, und es zieht momentan eigentlich nur mehr. Gefühlsmäßig würde ich es auch eher in der Brust Orten

Muss ich mir Gedanken um einen Herzinfarkt machen? Puls war bei 120, ist jetzt aber wieder bei 80.
Aber wäre es bei einem Herzinfarkt nicht sowieso nach einer Stunde vorbei? Ich denke mir nämlich immer, wenn es länger als eine Stunde dauert wird's schon nicht das Herz sein.

Meine ehem. Psychologin ist erst ab Montag wieder da. Ich habe nämlich häufig mit Zwangsgedanken und Kobtrollzwängen zu tun. Seit 2Jahren halt auch leider mit Krankheiten. Die richtige Dosis für die Schilddrüse fehlt halt leider auch noch.

Edit: jetzt zieht es eher in der Mitte vom Brustkorb. Ich werde noch wahnsinnig mit den Ängsten. Man sollte sich doch entspannen, sonst wird es ja nicht besser.

Edit2: Es dürfte wandern zwischen links und Mitte oder sich ausbreiten.

02.09.2022 16:02 • 03.09.2022 #1


8 Antworten ↓


Tänzerin82
Von einem Erste-Hilfe-Kurs weiß ich noch, dass sich bei uns Frauen ein Herzinfarkt mit aufsteigender Übelkeit bemerkbar macht, etwa wie wenn man zu viel Fettiges gegessen hat. Und von einem Ratgeber-Youtube-Video, dass Brustschmerzen in Angstsituationen vom Muskel herkommen, also von der Anspannung, nicht vom Herzen.
Ich glaube, du befürchtest schon so sehr alles mögliche, dass du das schon so als Mechanismus hast, dass ständig scheinbare Symptome auftauchen.
Durch die Angst oder Panik, die du dann bekommst, verspannst du dich ja noch mehr und so geht das dann immer weiter.

02.09.2022 16:23 • x 3 #2



Stich in linker Brust - Angst vor Herzinfarkt

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@Tänzerin82 Das denke ich auch. Übel ist mir auch häufig, aber immer nur kurz. Mein Hausarzt meinte das ein Herzinfarktrisiko nicht so wahrscheinlich ist. Aber wissen kann man es halt nie. Und das ständige hin und her macht mich mittlerweile auch schon depressiv. Andere Leute machen sich da überhaupt keine Gedanken und achten weit weniger auf Risikofaktoren.

02.09.2022 16:27 • x 1 #3


Tänzerin82
Die Übelkeit kann auch von Ängsten und Depressionen kommen, das ist da auch ein typisches körperliches Symptom.

02.09.2022 16:32 • #4


Afraid1992
@Verteidigerin nein, du musst dir keine Gedanken um einen Herzinfarkt machen. Vorallem nicht aus den genannten Gründen.
Ein Puls von 130 in der Nacht ist absolut normal. Meiner geht teilweise auf 160 und noch höher. Laut Arzt absolut ok. Man träumt und verarbeitet nachts ja auch. Ein Herzinfarkt äußert sich auch nicht unbedingt durch einen zu hohen Puls. Der kann auch niedrig oder normal sein.
Und diese "Stiche" in der Brust kommen wahrscheinlich eher von Verspannungen. Ich habe sie seit Monaten und lebe zum Glück noch. Aber ich verstehe deine Ängste sehr gut. Schau mal hier in den Thread "Herzneurose oder Anzeichen auf Herzinfarkt?" Da geht es uns allen so wie dir. Alles Gute wünsche ich dir

02.09.2022 16:42 • x 1 #5


Danke Euch beiden. Das beruhigt schon einmal. Ich bin in dieser woche Urlaub leider überhaupt nicht dazu gekommen auf meine Nebenniere zu achten.

Ausserdem gehe ich heute auf ein Konzert, evt bin ich dadurch ja auch aufgeregt.

Mit Verpannungen habe ich übrigens links oft zu tun. Trapezmuskel und Verspannungen rund um das linke Schulterblatt.

02.09.2022 17:19 • x 1 #6


Schlaflose
Zitat von Verteidigerin:
Heute sind wir heimgekommen und ich habe mich nachmittags auf der Couch ausgeruht. Plötzlich hatte ich einen Stich in der linken Brust. Es stieg natürlich gleich Panik auf. (rechts wäre es mir garantiert egal gewesen). Der Stich war nur kurz, und es zieht momentan eigentlich nur mehr. Gefühlsmäßig würde ich es auch eher in der Brust Orten

Das hatte ich zum ersten Mal, als ich 18 war und abends im Bett lag, sogar mehrmals hintereinander. Es war wie Messerstiche ins Herz. Und danach kam es jahrelang zeitweise immer wieder vor. Da sonst nichts passierte und es mir trotzdem gut ging, habe ich mich gar nicht mehr darum gekümmert. Jahrzehnte später erfuhr ich, dass es sich um Intercostalneuralgie handelt - eingeklemmte und entzündete Nerven in der Zwischenrippenmuskulatur ausgelöst durch Verspannungen oder Blockaden.

03.09.2022 06:05 • x 5 #7


Ich kann deine Ängste so sehr gut verstehen. Ich habe auch seit 4 Jahren mit Krankheitsängsten und entsprechenden Panikattacken zu tun. Ich hatte 20 Jahre lang anfallsartiges Herzrasen, was immer nur kurz andauerte und zunächst sehr selten auftrat. Man konnte trotz vieler Untersuchungen nichts finden und schob es auf die Psyche. Vor vier Jahren wurde es ganz schlimm und dauerte stundenlang. Wieder konnte man kaum etwas finden. Aber mein Gedankenkarussell war jetzt nicht mehr zu stoppen. Schlimmste Attacken von Blutdruckkrisen und Panik. Ich war teilweise arbeitsunfähig und machte eine Therapie. Dann endlich bei mehreren Notarzteinsätzen und im Krankenhaus eine richtige EKG Aufzeichnung des Geschehens, Diagnose AV Knoten Reentry Tachykardie. Eine angeborene Extraleitung zuviel. Es sollte eine Katheterablation erfolgen. Ein Jahr habe ich es aus Angst und mit dem Alibi Corona verschoben. Dann letztes Jahr habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und das machen lassen. Es war nicht so schlimm wie gedacht und mein Herzrasen ist verschwunden. Das ist unglaublich und in der Hinsicht bin ich ein neuer Mensch und befreit. Hatte auch eine Therapie wegen meiner Ängste. Das Schwerste ist, die Angst aus dem Kopf zu kriegen. Mir hilft es, wenn ich mir sage, dass die Angst nur in meinem Kopf sitzt. Habe nach wie vor mit Attacken zu kämpfen, z.B. gestern sah ich meinen Puls am Handgelenk. Kann dann in Panik abdriften. Ich muss dann versuchen. mich anders zu fokussieren. Es wird besser, aber manchmal holt einen das ein. Ich wünsche dir., dass du das auch schaffst.

03.09.2022 18:06 • x 1 #8


Celia
Zitat von mada1957:
. Dann letztes Jahr habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und das machen lassen. Es war nicht so schlimm wie gedacht und mein Herzrasen ist verschwunden

Das finde ich so klasse, dass es bei dir super funktionierte! Meinen Glückwunsch dazu! Jede Ablation ist eine Chance!

03.09.2022 18:21 • x 1 #9




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