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Hallo,
Ich war bisher nur stille Mitleserin in diesem Forum aber momentan geht es mir so schlecht, dass ich mir einfach alles mal von der Seele schreiben muss.
Ich bin 26 und seit ca. 5 Jahren bin ich ziemlich auf mein Herz fixiert. Angefangen hat alles mit Herzstolpern, vorher hab ich mein Herz gar nicht wahrgenommen. Das heißt die Angst ist erst mit den Symptomen gekommen. Nach einem Arztbesuch ist auch festgestellt worden, dass ich Bluthochdruck habe und Hashimoto. Ich nehme für beides inzwischen Tabletten (Metoprolol und L-Thyroxin). Das Stolpern wurde dadurch zwar erst mal besser kommt aber etappenweise immer wieder.
In den letzten Jahren kam dann noch anfallsartiges Herzrasen dazu, das immer wieder von selbst verschwand und nie von einem EKG aufgezeichnet werden konnte.
Seit ca. einem Jahr belastet mich nun das Folgende: Ich habe immer wieder das Gefühl nicht ganz durchatmen zu können und Beklemmungsgefühle. Beides kann sich bis zur schlimmen Panik steigern, aber immer sind erst die körperlichen Symptome da. An machen Tagen ist gar nichts, an anderen mehrmals am Tag. Seit ein paar Wochen/Monaten fast täglich und auch schon mal so schlimm, dass ich denke es muss ein Herzinfarkt sein. Musste deswegen dieses Jahr sogar meinen Urlaub abbrechen. Inzwischen ist es so schlimm, dass es mir davor graut in die Uni zu gehen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, weil ich dann der Situation nicht entfliehen kann. Die Symptome treten aber auch immer wieder zuhauss in absoluter Ruhe auf und unter (vermeintlicher?) Entspannung.
Ein Besuch beim Kardiologen hat nichts ergeben, außer den bekannten Bluthochdruck, der evtl mit einer weiteren Tablette angepasst werden soll, falls sich der Blutdruck durch Abnahme nicht normalisiert. Aber er hat mich mit der Aussage: "Etwas gefährliches haben Sie nicht" entlassen. Problem ist nur, es fühlt sich verdammt gefährlich an. Es macht mich jeden Tag mehr fertig, weil meine Lebensqualität dadurch momentan fast gleich 0 ist.
Klingt das für euch wirklich nach PA? Ich bin überzeugt, dass man sowas nur spüren kann, wenn mit einem etwas körperlich nicht stimmt. Ich habe es die letzten Woche mit probatorischen Sitzungen bei einem Psychotherapeuten versucht, aber habe gemerkt, dass ich mich darauf nicht einlassen kann, weil ich so fest überzeugt bin, dass es körperlich sein muss.
Sorry für den Roman, aber ich kann nicht mehr und musste alles los werden. Ich fühle mich zu jung um sich so krank zu fühlen wie ich es tue.
LG
Sevenbark
01.10.2019 20:37 •
#49
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