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Guten Abend,
ich möchte mal fragen wer von euch mein Problem evtl. kennt.
Ich habe zzt. panische Angst vor dem Schluckreflex. Ich habe Angst dass er nicht mehr funktioniert.
Komischerweise kann ich essen und trinken.
Zum Arzt werde ich nicht gehen, da ich weiß dass es nur psychisch ist.
Der Reflex funktioniert ja, mein Kopf bereitet mir aber die Sorge dass er woanders
(in anderen Städten, mit mehreren Leute) einfach mal ausfallen wird.
Vielleicht kennt diese Problematik jemand, ich würde mich freuen.
lg Alex

25.09.2017 16:54 • 05.10.2017 #1


31 Antworten ↓


Schlaflose
Da könntest du genauso Angst haben, dass die Schwerkraft plötzlich ausfällt und dir dem Mond auf den Kopf fällt

Der Schluckreflex kann nur ausfallen, wenn durch einen neurologischen Schaden (z.B. durch Gehirntumor) die entsprechenden Nerven geschädigt werden.

25.09.2017 17:10 • #2



Schluckreflex - wer kennt das Problem?

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Liebe Schlaflose,
ich weiß dass ich mich selbst manchmal darüber lustige mache, dass dies einfach gar nicht gehen kann. Also einfach ausfallen.
Ich habe die Störung z.b. in der Stadt, ich bleibe einfach mal mitten in der Stadt stehen und mein Reflex funtkioniert nicht.
Ich verkrümmel mich dann in eine Ecke schlucke 2-3 mal und schaue dass ich weg komme.
Also ne ganz Crazy Sache, mir wurde schon ein CT gemacht. Alles perfekt
und insgeheim weiß ich ja dass da nichts ist.
Hast du oder ihr ein Tipp wie ich diesen bescheuerten Gedanken loswerde?
Vielleicht jemand aucb Erfahrung damit gemacht?
LG

25.09.2017 17:13 • #3


Hallo,
leider kenne ich das Problem und habe hier auch schon öfter zu geschrieben. Ich habe Angst,das Essen bleibt im Hals stecken,ich könnte ersticken,mich verschlucken oder das mein Gaumensegel nicht schließt und Essen oder Trinken in die Nase kommt. Wie soll man da noch normal schlucken können? Es gibt gute und schlechte Zeiten. Ich weiß leider auch nicht,wie man das wieder weg kriegt. Ich habe zudem Angst nicht mehr richtig sprechen zu können. Ich bin völlig auf meinen Mund/Halsbereich fixiert.
Bin in Therapie. Und langsam verstehe ich warum ich diese Ängste habe(ich habe seit über einem Jahr Angst vor bulbärer ALS-ich weiss,dass es absurd ist,aber emotional kommt es nicht an) und welche Funktion sie erfüllen sollen,es sber letztlich nicht tun.
Für mich ist es übrigens total schlimm,wenn mich jemand ansieht,wenn ich trinke oder Essen schlucken möchte. Ich kann dann nicht schlucken und behalte es im Mund,weil ich Angst habe,dass ich mich verschlucke und dann los huste oder die Person ggf.noch anhuste.
Mein Neurologe meint,schlucken ist wie Fahrrad fahren,das verlernt man nicht. Und das ich offen damit umgehen soll unter Freunden und so,damit ich nicht so angespannt bin. Und zudem soll ich mich nicht dagegen ankämpfem,also gegen dieses Problem,weil es dadurch wächst. Vielleicht hilft dir das?
Liebe Grüße

25.09.2017 18:01 • #4


kopfloseshuhn
agoraphobie-panikattacken-f4/schluckreflex-fehlt-essen-bleibt-stecken-t82009.html

Hey.
Wie du hier lesen kannst, ja ich kenne das auch gut. AUßerdem ist in dem Thread am Ende irgendwo ein gutes Video das die Sache einbisschen beleuchtet.

Ich merke selbst, dass es immer besser läuft, wenn ich mich nicht fokussiere. Wenn es so nebenher läuft und man sich nicht darauf konzentriert ist es besser.
Und je mehr es dann wieder aus dem Bewusstsein rückt umso besser wirds auch wieder.
Leider ist es bei mir ein auf und ab. Einen Tag gehts super. Einen Tag besch...

Mir wurde Logopädie empfohlen. Die kennen da wohl Tricks. Das nehm ich demnächst mal in Angriff.

LG

25.09.2017 18:40 • #5


Hallo kopfloseshuhn,
wie ich in deinem Thread gelesen habe,überlegst du dir auch so Dinge wie:ob es normal ist,dass man das Essen erst nach hinten schiebt/legt,bevor man schluckt. Genau so ist es bei mir auch.Alles wird analysiert und beobachtet. Scheußlich.
Bei einer Logopädin war ich auch.Die war damit aber überfordert und hat letztlich meine Krankheitsangst unbeabsichtigt geschürt,da sie immer so Krafttests und Übungen gemacht hat.Eben wie bei einem Erkrankten und hat mir letztlich zur Therapie geraten.
Vielleicht hast du da mehr Glück. Ich denke es macht Sinn, vorher nachzufragen,ob der Logopäde dieses Problem kennt. Und falls du da Erfolg hast,würde ich mich freuen,wenn du die Tricks mitteilen könntest!
Liebe Grüße

26.09.2017 08:39 • #6


Wurde mir auch mal emphole.
Wie steht ihr zu antodepressiva bei dem Problem bzw. Überhaupt zur Medikamentem Einnahme... Es sind ja dennoch nur Ängste. Lg

26.09.2017 09:11 • #7


kopfloseshuhn
Ich persönlich nehme keine Medis. Aus verschiedenen Gründen.
Aber das steht ja jedem selbst zur Wahl das auszuprobieren.

Ich hab schon von einer Freundin, die ebenfalls eine Schluckangst hat gehört, dass das mit der Logopädie super war und sehr geholfen hat.
Aber natürlich hängt das immer am Therapeuten. Da muss man sicher auch oft ein bisschen suchen.

26.09.2017 09:22 • #8


Mir wurde Opipramol verschrieben. Nehme ich aber nicht,weil ich irgendwie keine Medis nehmen mag. Vor allem aus der Angst heraus,das meine Aktivität gehemmt wird und ich nur noch müde bin...

26.09.2017 10:07 • #9


@ schneekoenigin... woher weißt du was ich schreiben wollte.Bei mir liegt unangerührt Citalopram, Lyrik, Mitrazipin, Tavor, Remergil im Schrank.

Das bin exakt ich. Wie stark hemmt dies euch beide im Alltag.gibt es di geht die ihr nicht machen könnt !?

26.09.2017 10:25 • #10


kopfloseshuhn
Da das nicht mein einziges Problem ist, kannich dir darauf gar nicht so richtig antworten.
Ich brauche zum Essen jetzt immer sehr lange und etwas zu trinken wenn ich den Bissen so gar nicht runterkriegen will.

Ich bin komplett Mediphobisch. Ich trau mich ja nichtmal ne Vitamin C Tablette zu nehmen.

26.09.2017 10:41 • #11


Abendschein
Hier gab oder gibt es ja schon einige Threads diesbezüglich.,
Schlucken geht von selbst, wie Atmung auch. Wenn jemand Gehirnkrank ist, dann kann der Schluckreflex
gestört sein, alles andere kommt vom Kopf her. Je mehr man darüber nachdenkt umso schlimmer
wird das Ganze,. Ich hatte 2 Jahre lang die Symptome und Heute klappt es wieder. Aber ich esse auch sehr
langsam.

26.09.2017 11:08 • #12


2 Jahre? War es reine gedankliche einstellung?
Dieser Reflex ist ja aber vom Gehirn gesteuert. .. Ist es dann einfach nur von mir gedanklich manipuliert. .. Dass ich mir einbilde dass es nicht funktioniert.

26.09.2017 11:13 • #13


Abendschein
Zitat von alexwi29:
2 Jahre? War es reine gedankliche einstellung?
Dieser Reflex ist ja aber vom Gehirn gesteuert. .. Ist es dann einfach nur von mir gedanklich manipuliert. .. Dass ich mir einbilde dass es nicht funktioniert.



Bei mir waren es die Gedanken, mein ganzes Dasein drehte sich nur um das Schlucken, das es nicht geht.
Und es ging nicht. Ich hatte ein Erlebnis vorher gehabt und hatte mich verschluckt und da ging auch nichts
mehr, aber das hatte schon etwas mit dem Nicht schlucken zu tun. Ja es ist eine Manipulation an sich selbst
und es ist schwer da wieder raus zu kommen.

Wie ist das bei Dir?

26.09.2017 11:27 • #14


kopfloseshuhn
Es ist wie es immer ist: Mach dir einen sonst automatischen Ablauf sehr bewusst und du weißt nciht mehr wie es geht.
Denk mal beim Laufen über jeden Schritt nach und es wird minimum seltsam maximum stolpert man so durch die Gegend.
Oder beim Autofahren läuft ja auch irgendwann alles automatisch. Man muss nicht mehr darüber nachdenken.
So macht man sich die Blockade dann selbst. Das merke ich detlich.
nehme ich zum beispiel einen Bissen Keks und flitze durch die Wohnung und hab ebenmal was auf das ich mich konzentrieren muss. Kurze Zeit später wunder ich mich "wo ist denn mein keks"?
ich hab ihn runter geschluckt ohne drüber nachzudenken, ohne Probleme ohne haken ohne schwitzen ohne Kampf.
Ja man stellt sich das Bein selbst.
Aber es ist enorm schwer das wieder aus dem Bewusstsein raus zu streichen.

Ja es ist meinst ein Auslöseerlebnis bei dem man sich mehr oder weniger verschluckt. Das ist total typisch. Und schon ist die Angst geboren.
Das Video in meinem Thread erklärt das supergut.

26.09.2017 11:28 • x 1 #15


Zitat von Abendschein:


Bei mir waren es die Gedanken, mein ganzes Dasein drehte sich nur um das Schlucken, das es nicht geht.
Und es ging nicht. Ich hatte ein Erlebnis vorher gehabt und hatte mich verschluckt und da ging auch nichts
mehr, aber das hatte schon etwas mit dem Nicht schlucken zu tun. Ja es ist eine Manipulation an sich selbst
und es ist schwer da wieder raus zu kommen.

Wie ist das bei Dir?


Durch einen stationären Aufenthalt hatte ich viel Zeit um mich auf problene zu konzentrieren ... Ich hatte 2007 die selbe Symptomatik schon mal weiß aber beim besten willen nicht mehr win ich da rauskam. Zur Zeit ist der Fokus fast nur auf dem schlucken ... Gestern bekam ich Panik weil Freunde meinten dass es nicht mehr ohne Tabletten gehen würde. Ich bekam direkt ein Anfall mit schwindel. Kennst du die angst irgendwo alleine zu stehen km weit weg und du denkst es geht mit dir dem nach runter weil mam einfach nicht mehr schlucken kann!?

26.09.2017 11:37 • #16


Abendschein
Zitat von alexwi29:

Durch einen stationären Aufenthalt hatte ich viel Zeit um mich auf problene zu konzentrieren ... Ich hatte 2007 die selbe Symptomatik schon mal weiß aber beim besten willen nicht mehr win ich da rauskam. Zur Zeit ist der Fokus fast nur auf dem schlucken ... Gestern bekam ich Panik weil Freunde meinten dass es nicht mehr ohne Tabletten gehen würde. Ich bekam direkt ein Anfall mit schwindel. Kennst du die angst irgendwo alleine zu stehen km weit weg und du denkst es geht mit dir dem nach runter weil mam einfach nicht mehr schlucken kann!?


Ich habe Früher als ich das mit dem Nicht schlucken hatte, andere Menschen beobachtet und dachte,
die können alle schlucken nur ich nicht. Da sah das Schlucken immer so leicht aus, weil sie gar nicht darüber nachgedacht
haben. Ich hatte noch viele andere Symptome, viele viele Jahre. Ich habe mich immer auf eins konzentriert und hatte das
dann Monatelang, wenn nicht sogar Jahre. Das findet alles im Kopf statt, aber es hat natürlich auch tiefliegende
Gründe warum und weshalb so etwas ist.

26.09.2017 11:47 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Wie bist du es letztendlich losgeworden! .? Hast du eine Therapie deswegen gemacht? Konntest du diesen zwngsgedanken letzendlich kontrollieren !?

26.09.2017 12:14 • #18


Es ist wahnsinn,auf was man sich konzentrieren und bewusst machen kann. Bei mir ist es neben dem Schlucken das Sprechen. Ich achte immer darauf,wie sich meine Zunge anfühlt und kann auch nicht mehr "unbewusst" sprechen,alles fühlt sich angespanbt an. Ganz selten geht es mal,aber dann erinnere ich mich wieder dran und schwups ist es wieder da.
So,eben beim Schreiben mal nebenbei mein Brot gegessen,ohne drüber nachzudenken. Seltene Momente sind das.
Wie kann man sich diese Vorgänge,die eigentlich unbewusst ablaufen, wieder aus dem Hirn schaffen? Manchmal ertappe ich mich dabei,dass ich auch über das Laufen nachdenke,aber da kann ich innerlich ein Stopschild setzen und das nicht mehr machen.

26.09.2017 13:15 • #19


petrus57
Durch meine Rückenschmerzen habe ich mir angewöhnt zu humpeln. Das ist jetzt gut 4 Jahre her. Auch wenn ich mal keine Schmerzen habe humpel ich immer noch. Ist einfach nicht aus meinem Kopf zu kriegen. Nehme ich aber genügend Tavor geht es viel besser.

26.09.2017 13:22 • #20



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