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Hallo Zusammen!

Zunächst einmal möchte ich ein RIESIGES Lob an dieses Portal aussprechen. Gerade eben habe ich mir die ganzen Videos von Dr. Merkle angeschaut. Es ist das Beste, was ich im ganzen Internet zu meinem Problem gefunden habe und wahrscheinlich das sinnvollste, was ich in letzter Zeit sowieso im Internet gemacht habe. Ich habe mich richtig verstanden gefühlt, da gerade in den ersten Minuten mein Thema angesprochen wurde, auf das ich mich total eingeschossen habe: Lymphknoten!

Bei mir fing diese schlimme Störung schon vor geraumer Zeit an... ich kann es aber nicht genau datieren; es war ein extrem schleichender Prozess. Heute sage ich "Hätte ich gleich erkannt, was die Psyche für eine Macht hat, dann wäre alles wahrscheinlich gar nicht so weit gekommen. Damals waren es noch "Hamlose Symptome" wie zb. Zuckungen, heute viel schlimmere".

Es fing konkret damit an, dass ich hin und wieder ein Stechen in den Beinen oder den Armen hatte. Anfangs habe ich es ignoriert. Irgendwann habe ich gegoogelt. Aber da war ich noch locker und plötzlich bekam ich großen Gefallen an Dr. Google. Ich konnte alles,was mir jemals an meinem Körper auffiel (zb. rote Flecken auf den Oberarmen, pickel-ähnlich) , eintippen und bekam eine Erklärung und - Ich war nicht die Einzige mit diesen "Problemen".! Also alles recht normal anfangs. ... Das war Anfang vom Ende für mich.

Irgendwann hat es sich dann gewandelt. Da waren es dann keine Pickelchen mehr, nein dann habe ich dieses Stechen weiter "erforscht". Irgendwann kam ich dann auf den gedanken, es sei eine Thrombose. Oder Arteriosklerose. Dies ging eine laaaange Zeit. Irgendwann kamen blaue Flecken hinzu. Früher hatte ich auch schon viele - Hab mir NIE Gedanken drum gemacht. Dank Google brachte es mich gleich auf eine neue Krankheit: Leukämie. Auch wenn ich sonst keine Symptome hatte, wie zb. Müdigkeit. Für mich war klar: Ich habe Leukämie. Nach ca. 2 Monaten Leukämie Angst (und Angst vor einer Blutabnahme aufgrund der Befürchtung, ein negatives Ergebnis zu erhalten) , hat sich das wieder gelegt und wurde durch etwas neues ersetzt. Gelegt hat es sich damit, dass mir von einer Bekannten geraten wurde, mal ein Vitaminpräparat auszuprobieren, bzw. Eisen. Seit ich diese Tabletten nehme, habe ich keinen einzigen blauen Fleck mehr bekommen und dieses Stechen ist komplett weg. ... Heute weiß ich, dass mein erblich bedingtes schlechtes Bindegewebe seinen Teil dazu beigetragen hat und ich mich damit umsonst verrückt gemacht habe.

Dann ging es weiter mit einem Hirntumor. Ich bin ein Mensch, der eigentlich nie unter Kopfweh leidet. Als ich dann mal KOpfschmerzen bekam , dachte ich sofort an das schlimmste. Zumal ich monate davor einen Drehschwindel in bestimmten Positionen hatte. Mein Freund fand im Internet Übungen und als ich die machte, wurde es besser. Trotzdem glaubte ich, das hänge alles "irgendwie zusammen". Doch auch diese Angst konnte ich abbauen und reagiere auch heute zum glück nicht mehr über, sage mir einfach "dann hast du eben eine Verspannung, oder zu wenig getrunken". Also soweit so gut. Doch nun das neuste und das Schlimmste.

Im Fernsehen lief ein Beitrag zur Brust-Selbstuntersuchung. Gut, dachte ich mir, du bist jetzt 20 Jahre alt, kannst du ja mal machen. Ich tastete meine Brüste ab. Dann der Schock: Beide!! Brüste KOMPLETT knotig. In beiden Brüsten exakt, fast schon symmetrisch, das Selbe. Ich habe Herzrasen bekommen, mir wurde schwindelig und für mich war klar: Brustkrebs! Dann habe ich im Internet gegoogelt. Nach dem ich mich etwas beruhigt hatte (Eine Freundin erzählte mir, sie habe auch ziemlich knotiges Gewebe in der Brust, dies sei bei Frauen in dem Alter absolut normal und käme vereinzelt vor.)
Nachdem ich das wusste und ich mich objektiv über die Wahrscheinlichkeit, mit 20 tatsächlich Brustkrebs (und ich dachte da schon an Metastasen!) informiert habe, wurde es besser. Und seit ich mich beruhigt habe, empfinde ich diese "Knoten" gar nicht mehr so "knotig", sondern eher als Gewebe, das sich zum Teil sogar vermindert je nach Zyklushälfte. Noch dazu zeigte sich kein weiteres Symptom, auch die Achselhöhlen hatten zb.keine geschwollenen Lymphknoten. Ich bin trotzdem in Panik verfallen.
Nun, wo ich ruhiger bin, habe ich auch vor, zum Frauenarzt zu gehen. Auch wenn ich weiß, dass da nichts schlimmes owhl rum kommen wird - Einfach zur Beruhigung! Schaden kann es ja sowieso nichts.

Nun aber das Schlimme.
Leicht paranoid geworden durch die Brustkrebs - Sache, bildete ich mir ein bzw. dachte an geschwollene lymphknoten in der Achsel. ich muss dazu sagen, dass ich in letzter Zeit 25 kg abgenommen habe , bin aber immernoch gut übergewichtig. Ich tastete mehrmals und mir kam es so vor, als wäre meine linke Achsel geschwollen. Das lies mir keine Ruhe mehr und auch die Besorgung bzgl. des Brustkrebs war dahin.
Im Internet las ich dann noch weiter über Lymphknoten. Ich begann, mich ab zu tasten. Dann entdeckte ich an meinem Hals (aber nur bei Neigung des Kopfes nach rechts) eine Art "Schwellung". Ich dachte sofort an Lymphknoten.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ichmich nie getraut, zum Arzt zu gehen. Doch in diesem Moment war mir klar: Jetzt MUSS ich. Unterstützt wurde ich durch die kurze Zeit vorher neu aufgetretene (und immer noch anhaltende Angst) vor Lymphdrüsenkrebs.
Ich ging zum Hausarzt.
Ich erzählte ihm von meinen Befürchtungen, geschwollene LK in Achsel und Halsbereich zu haben und bat ihn, mich ab zu tasten, da ich auch keine Lust mehr hatte, selbst an mir herum zu doctern. Er tastete - meiner Meinung nach - gründlich und intensiv ab. Sofort sagte er "Nein junge Dame, da ist nichts".
Ich war sooo erleichtert, dass mir die Tränen flossen! Das an meinem Hals seien also keine Lymphknoten! Was ein Glück. Ich war ein Tag lang wirklich beruhigt. Doch diese Verhärtung, nenne ich es mal einfach, ist immer noch da... Auch wenn ich mittlerweile selbst glaube, es sind Sehnen und - MUskeln. Ich erkenne wirklich minimal bei tiefem Tasten und auch nur in einer bestimmten Position einen länglichen Knubbel, nicht sehr groß, verschiebbar. Mein Freund zeigte mir seinen Hals, er hat einen ( sogar größeren) LK am Hals, er hat ihn lt. eigenen Angaben seit 5 Jahren und mehr.
Das half mir und ich konnte mich in den letzten Tagen immer mehr beruhigen! Doch dann schießt manchmal wieder der Gedanke Lymphknoten in Achselbereich durch meinen KOpf. Was mache ich? Tasten. In meiner Achselhöhle- Nichts! Aber drum herum irgendwie, unter der Haut, ganz minimale , kleine knoten. das sind bestimmt tausende, aber so klein, vielleicht 2 mm. Die habe ich auch an meinen Oberarmen (vorallem Unterseite, habe durch das Abnehmen auch einige Geweberisse). Mein Vater sagte mir, das seien einfach Fettzellen. Wäre ja auch nicht unpassend bei meinem Übergewicht ( immer noch 20 kg zu viel obwohl ich 25 kg abgenommen habe.)

Gut, das konnte ich annehmen.
Doch dann der nächste "Hammer". Ich dachte mir, okay, Fettzellen. Das könnte passen, schließlich sind diese Viecher ja auch rundlich. Schau ich mir mal meinen ganzen Arm einfach mal an, um es mir zu bestätigen. Was finde ich...? In meiner linken Armbeuge (unterarm) einen riesen Knoten oberhalb dieser. O.O Er tut nicht weh beim Drücken, er ist einfach nur da. Er lässt sich sehr gut verschieben.
Mein Gedanke ? Sicher ein weiterer Lymphknoten, sicher lymphdrüsenkrebs. Oder eine Brustkrebs-Metastase.
Mein Vater, der selbst übersät ist von sog. Lipomen (Fettgeschwulsten) , sagte, das sei sicher sowas.
Ich wollte es trotzdem wissen und bin Freitag morgen zum Arzt - Doch der Arzt hatte ausgerechnet an diesem Tag eine Fortbildung, konnte mich also nicht rück - versichern.
Das Schlimme ist ja, da ich mich erst seit geraumer Zeit abtaste, kann ich auch nciht sagen, wie lange dies und das schon da ist. Bei dieser Schwellung am Arm weiß ich nur noch, das sich vor ca. 2 Wochen plötzlich ein komisches Gefühl in diesem Arm hatte (ähnlich einer Allergischen reaktion)... vielleicht daher? Oder doch nur Fett? Hmm..

Ja, und diese ganzen Dinge machen mich wahnsinnig. Auf der einen Seite der Gedanke an Brustkrebs (Okay, unwahrscheinlich aber nicht unmöglich mit 20, wobei ich meine Beobachtungen in der brust absolut relativiere und alles gar nichtmehr so schlimm finde. Bei einer Freundin ist es zb. ganz genau so). Kann ich dies ablegen, dann kommt gleich der Gedanke an Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin) Denn, dieses Ding am Hals - auch wenn mein Arzt sagte, das seien keine geschwollenen Lymphknoten), irritiert mich. Genau so diese kleinen Knötchen überall, eben auch UM die Achsel. Abe auch an den Oberarmen. Und zu guter letzt dieser Knoten.

Zu mir allgemein: Ich bin 20 und bis auf diese beobachteten Symptomen geht es mir gesundheitlich so gut wie nie.
Ich habe erst kürzlich mein Vorpraktikum (drei Monate) für das im Oktober beginnende Studium erfolgreich ( Note 1,0) absolviert und meine Arbeitsleistung war besser wie je zu vor.
Andere Krebs - Symptome, wie zb. nachtschweiss, jucken usw. habe ich GAR NICHT. Absolut nicht. Seit 2Wochen mache ich täglich 25 minuten Ausdauer sport und anschließend Meditation. ich habe gemerkt, dass ich seit dem auch ruhiger geworden bin und der Sport mir das Gefühl gibt "so krank gar nicht sein zu können". Meine Kondition hat sich enorm verbessert. Mein Freund ist sogar der Meinung, dass ich trotz Übergewicht eine "ganz gute Fitness" habe.

Aber diese schei. Krebsangst ist eben da... Diese Angst lähmt mich. Es ist wirklich schon besser geworden; ich verfalle nicht mehr sofort in Panik und überbewerte nicht alles. Doch bei lymphknoten eben schon. Auch wenn das womöglich gar keine sind.

Das Schlimmste Laster ist dieses verdammte Body-Checking. Würde ich mir das konsequent untersagen und auch durchziehen, ginge es mir besser. irgend wie findet man ja immer irgend was!

Ich WILL wieder die Alte werden!! Denn allgemein bin ich ein sehr lebensfroher Mensch, ich weiß das Leben zu schätzen - Vielleicht mehr, als je zu vor - Kein Wunder, in meinen Augen bin ich ja sowieso tot krank und dem Tode geweiht. Vielleicht ist auch objektiv einfach alles zu perfekt für mich.... Ich bin seit 6,5 Jahren glücklich mit meinem Freund und unser leben verläuft planmäßig genau so (Studium...) wie wir es uns schon vor 6 Jahren ausgemalt haben. Aber ich zerstöre alles mit meinen blöden Gedanken.
Auch wenn mir in manchen Situationen mein Verstand sagt "Du spinnst, du fühlst dich doch super", kommt dieser Wahn eben durch manchmal.

Bekannte Krankheiten hab ich keine, außer eine leichte Rosazea im Gesicht und eine Neigung zu chronischen Harnwegsinfekten (schon seit der Kindheit)

Es tat einfach gut, mir mal alles von der Seele zu schreiben.
Vielleicht geht es da draußen ja jemandem ähnlich und jemand kann mir Tips an die Hand geben, wie ich es in Zukunft schaffe, mich von diesen Sch.. Gedanken zu befreien. Auch wenn ich eine Besserung merke, das reicht mir noch nicht. Immer wieder ertappe ich mich bei dem gedanken "Du könntest trotzdem schwer krank sein, wenn du das jetzt ignorierst, dann ist alles im A..."

Ich habe schon bei einem Therapeuten angerufen, muss aber noch 3 Monate bis zu einem Termin warten. Mein Ziel: Es bis zur Therapie womöglich sogar selbst schaffen, diesen verdammten Teufelskreis zu durchbrechen und wieder gesund zu werden.... Mehr wünsche ich mir nicht, als gesund sein und bleiben. Ich gebe mir auch wirklich Mühe durch regelmäßigen Sport und ich weiß auch, dass ich mehr als Vorbeugen nicht tun kann.

Alles Gute für euch alle!

18.06.2012 06:08 • 18.06.2012 #1


2 Antworten ↓


Keiner nen Tipp für mich?

18.06.2012 16:05 • #2


Hmmmm, liebe Cynthia, wenn wir hier DIE Tipps hättenwie man 1,2,3 seine Ängste im Griff hat, dann wäre das Forum überflüssig
Ich kann dir nur raten: COOL DOWN, du warst beim Arzt, er hat dir bestätgt, dass du ORGANISCH GESUND bist! Und für deine Psyche tust du ja schon was, du hast dir eine Therapeuten gesucht

18.06.2012 17:14 • #3




Prof. Dr. Heuser-Collier