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Hallo!
Ich habe vor ca 3 Wochen auf Facebook eine Anzeige für einen neuen Krebs-Vorsorgetest gesehen (PanTum Detect), und da es in meinen Augen eine hervorragende neue Untersuchungsmöglichkeit ist und in meiner Nähe durchgeführt werden kann, sofort einen Termin vereinbart. Die Blutabnahme war letzte Woche und ich muss noch auf das Ergebnis warten. Meine Gedanken kreisen sich seitdem nur noch um das Ergebnis - ich bekomme meine Gedanken nicht in den Griff. Was, wenn was Schlimmes rauskommt?

20.04.2021 07:49 • 04.05.2021 #1


28 Antworten ↓


SaraLinton
Dann weisst du es rechtzeitig und kannst es behandeln lassen eh es vielleicht zu spät ist.

20.04.2021 07:51 • #2



Neuartigen Krebstest gemacht - jetzt Angst vor Ergebnis

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Vielleicht kommt aber auch etwas raus, was schon im späten Stadium ist. Habe tierische Angst! Ärgere mich, den Test überhaupt gemacht zu haben. Aber ich wollte es ja so!

20.04.2021 08:04 • #3


Calima
Sehr vertrauenswürdig klingt der Test nicht. Man findet im Netz keine aktuellen Studien und kaum Informationen, die nicht vom Hersteller stammen. Stattdessen viele Einschätzungen darüber, dass das bislang höchstens Zukunftsmusik ist.

Da würde ich persönlich nichts auf ein Ergebnis geben.

20.04.2021 08:09 • x 5 #4


Hallo!
Danke für die Einschätzung! Ich bin eigentlich eher skeptisch und finde, dass sich das sehr gut anhört. Das mit der Studie stimmt natürlich, aber die anderen Eckdaten fand ich durchaus vertrauenserweckend. Allerdings ist dieser lange Zeitraum der Wartezeit etwas zermürbend. =(

20.04.2021 10:50 • #5


fr_78, ich kann deine Ägste sehr gut nachvollziehen.Es wird höchstwahrscheinlich alles in Ordnung sein.Ich verstehe dass du jetzt sehr beunruhigt bist aber wenn alles gut ist dann kommt die große Erleichterung.Bis dahin halte ich dir die Daumen.Wieviel hast du die Untersuchung bezahlt?Ist der Bluttest für alle Krebsarten?

20.04.2021 16:12 • #6


Hallo Olla!

Vielen Dank für's Daumen drücken.

Ja - es ist ein neuer Test, der schon seit vielen Jahren entwickelt wurde und nun langsam in den Städten und auch anderen Ländern ausgerollt wird und im Grunde alle Krebsarten im Frühstadium erkennen kann / erkennen können soll. Die Zuverlässigkeit wird mit 97,5 % angegeben. In der Theorie wäre es dann so, dass man wahrscheinlich Krebs im Frühstadium "erwischen" kann, wenn man den Test regelmäßig (1x/Jahr) macht und dann die Prognose deutlich besser wäre. Allerdings ersetzt der Test bislang keine andere Vorsorge und kostet 139,- Euro. Die Krankenkassen übernehmen bislang noch nicht, aber wenn das wirklich so funktioniert, wird sich das bestimmt in Zukunft ändern. Ich bin sofort auf das Angebot angesprungen, da ich seit Jahren regelmäßig diverse Krankheitsängste habe, die mich im Alltag regelrecht "lähmen" können. Krebs ist da auch oft gedanklich Thema bei mir.
Anfang des Jahres habe ich sogar in Erwägung gezogen, ein Ganzkörper-MRT durchführen zu lassen, welches man auch aus eigener Tasche bezahlen muss (Kosten rd. 1.000,- Euro). Ich habe sogar schon den Kontakt aufgenommen, aber die Untersuchung dann doch wieder verworfen, da dabei relativ oft etwas gefunden wird, was näher untersucht werden muss.

Ich hoffe einfach nur, dass es bald eine gute Nachricht bzgl. des Bluttests gibt. Ab ca. 20 Uhr abends drehen sich die Gedanken nur noch darum.

LG,
fr_78

20.04.2021 18:01 • #7


Ich finde es super,das es den Bluttest gibt.Ich wurde den sofort machen,weiss nicht ob es in AT gibt.Meine Angststörunge sind ekstrem auf Krebs bezogen.Hat zu dir der Arzt gesagt das beim MRI oft was gefunden wird?Wann bekommst du deine Ergebnisse?

20.04.2021 20:31 • #8


Hallo Olla,

die Ergebnisse bekommt man 2-3 Wochen nach der Blutentnahme - diese war gestern vor einer Woche. Muss mich wohl noch ein wenig quälen.

Das mit dem MRT habe ich mir selbst "erlesen". Kritische Stimmen aus der Medizin sagen, dass die Ganzkörperuntersuchung keinen Sinn macht. Finde es auch logisch, dass bei der Auswertung einer solch komplexen Untersuchung schnell mal was Unbedenkliches gefunden oder etwas Bedenkliches übersehen werden kann.

LG,
fr_78

21.04.2021 11:21 • #9


Angor
In Kürze startet eine Feldstudie mit 5.000 Patienten in Deutschland. Die Studie läuft unter dem Namen Darmstadt-sorgt-vor und hat das Ziel, die Anerkennung der Krankenkassen zu bekommen.
https://www.darmstadt-sorgt-vor.de/

Entwickelt wurde der Test von der Bio-Tech Fa Zyagnum.
https://www.pantumdetect.com/

21.04.2021 11:50 • x 1 #10


Ich wünsche dir viel kraft in dieser Zeit bis du deine Befunde bekommst,ich weiss wie schwierig es ist für jemandem der Angst von Krebs hat auf die Befunde zu warten.Ich glaube wenn ich in deiner Situation jetzt wäre,wurde ich von lauter Panik nicht in der Lage normal zu funktionieren den meine Angst von Krankheiten ist sehr stark ausgeprägt. Ich hoffe das bei dir der Test negativ wird diese Freude wird unbeschreiblich gross.Wenn man dann den Test einmal im Jahr macht,dann hat man das sehr gut unter kontrolle und weniger Angst.Weiß wer ob es auch in Österreich die Möglichkeit gibt den Bluttest zu machen?Ich habe gegoogelt aber nichts gefunden.

21.04.2021 12:15 • #11


Susanne05
Ich würde sowas gar nicht mehr machen. Bei mir hat der Arzt paar Tumormaker gemacht und mich Lunge röntgen geschickt weil er mich beruhigen wollte. Nun ist ein Maker mehr als grenzwertig. Das könnte auch vom Rauchen kommen. Könnte.
Und nun? Angststörung gefüttert!

22.04.2021 18:14 • #12


@susanne: Stimmt - eigentlich bei Angststörungen nicht hilfreich.
War das jetzt erst mit den Untersuchungen bei dir?

22.04.2021 18:24 • #13


Susanne05
Ja, vor Ostern.

22.04.2021 19:08 • #14


marialola
Nie im Leben würde ich so etwas tun.
Diese Sachen können extrem nach hinten losgehen, wenn nämlich ein unklares oder falsch positives Ergebnis kommt.
Gesunde Menschen, ohne konkrete Beschwerden, sollten nie nach etwas suchen, das sie gar nicht finden möchten.
Nur mal ein Beispiel auf das MRT bezogen:
Eine Bekannte ließ ein solches anfertigen, um vor einer Zahn Op die Wurzeln zu lokalisieren. Dabei kam es zu einem Nebenbefund. Ein Aneurysma. Sie hätte von dieser Anomalie nie etwas erfahren und wäre nach menschlichem Ermessen damit uralt geworden. Nun zerfraß die Angst ihr gesamtes Leben. Sie fand keine Ruhe mehr. Ein Arzt riet von einer Op ab, ein anderer riet zu. Entscheiden musste sie alleine. Sie ließ sich operieren, erlitt dabei Schlaganfälle und ist behindert.
Das Beispiel ist krass, aber kein Einzelfall. Wer sucht der findet und bei fast jedem Menschen wird man einen Zufallsbefund finden, wenn man lange genug sucht.
Gerade für Menschen, die zu Ängsten neigen, kann das das ganze Leben zerstören.
Auch ein Bluttest kann falsch positiv sein. Das hat man unter anderem auch bei den PSA Tests der Prostata.
Erstaunlich viele Menschen haben im hohen Alter Tumore, von denen sie nichts wussten, die ihnen nie Beschwerden bereiteten und nur zufällig bei der Obduktion gefunden wurden.
Es gibt sicher robuste Menschen, die mit so etwas sehr gut umgehen können, der Sache ins Auge sehen und sich vorsorglich dann einer schwerwiegenden Behandlung unterziehen für etwas, das ihnen nie etwas getan hätte.
Umgekehrt kenne ich leider persönlich Menschen, die vorbildlich sämtliche Untersuchungen und Igelmaßnahmen durchführen ließen und dann trotzdem gestorben sind, weil es besonders schwerwiegende Diagnosen waren.
Das muss jeder für sich entscheiden, aber gerade bei Ängstlern sehe ich einen Teufelskreis. Man will dann immer mehr, immer neue Untersuchungen und immer mehr Sicherheit, die es so aber nicht gibt. Teufelskreis eben.
Ich gehe aber davon au, dass bei dir nichts gefunden wird.
Ich drücke die Daumen dass die Zeit schnell herumgeht.

23.04.2021 19:36 • x 4 #15

Sponsor-Mitgliedschaft

Susanne05
Zitat von marialola:
Nie im Leben würde ich so etwas tun. Diese Sachen können extrem nach hinten losgehen, wenn nämlich ein unklares oder falsch positives Ergebnis ...


Da hast du Recht.
Ich hatte den Arzt nicht danach gefragt.
Hab mich da ausgekotzt:
-Kann meine Arbeit nicht mehr machen, vertau mir dabei nicht mehr, kontrollier mich, müde, traurig, Leben ist ne Qual, leichter Husten - Krebsangst kommt....
Er wollte mir wohl schwarz auf weiß was bieten was mich beruhigt.
Ne Woche später bin ich zum Psychologen. Burnout out. Wär ich mal eher gegangen - aber ich habs nicht mehr gesehen und wollte wohl auch nicht.
Weiß noch nicht was ich jetzt mit dem Blutbefund mache. Ist schwierig das einfach zu vergessen. Ist ein völlig unspeziefischer Maker, wo man überall suchen müsste.
Jetzt will er mich ins CT schicken - aber eben auch bloß für mich. Bei anderen würde er in 3 Montaten nochmal Blutwerte machen. Und im CT?- würde man auch irgendwas finden was man dann wieder abklären müsste.
Keine Ahnung was ich mache, ich ruh mich erstmal noch ne Woche aus, dann hab ich wieder Termin beim Psychologen.
Die Überweisung gild ja noch fürs Quartal.

23.04.2021 20:00 • #16


SaraLinton
Genau das ist der Grund, warum ich wegen den Rückenbeschwerden nie ins MRT wollte. Ich habe Angst, dass es einen Nebenbefund gibt.
Und so lange die Behandlung mit MRT nicht anders aussieht als ohne, habe ich es vermieden

23.04.2021 20:56 • #17


Zitat von marialola:
Nie im Leben würde ich so etwas tun. Diese Sachen können extrem nach hinten losgehen, wenn nämlich ein unklares oder falsch positives Ergebnis ...


Ich denke, es hängt sehr von den Untersuchungen ab. Die normalen bzw. üblichen Vorsorgeuntersuchungen machen mE wirklich Sinn. Rechtzeitig entdeckt kann so manch schwerer Verlauf verhindert werden. Mit dieser neuen Blutuntersuchung bin ich jedoch wohl über das Ziel hinausgeschossen. Wahrscheinlich aber trotzdem "besser" als das vorsorgliche Ganzkörper-MRT, das ich ja zum Glück abgesagt habe.

Es fällt mir sehr schwer, zu akzeptieren, dass man krank werden kann.

23.04.2021 22:27 • #18


Acipulbiber
@marialola
Absolut meine Meinung

24.04.2021 10:40 • #19


marialola
Danke, dass ihr mich nicht falsch verstanden habt. Ich kenne das, dieses Schwanken von "alles, aber auch alles absichern", hin zu "lieber nicht erst etwas lostreten", das unnötige Folgen und neue Ängste nach sich zieht. Dann will man immer wieder neue Tests und wieder sucht man neue Sicherheit. Das ist eine Qual.
Vor Jahren hat mir ein Neurologe einen ganz klugen Satz mit auf den Weg gegeben:
"Es bringt nichts, sich vorher verrückt zu machen, solange man nichts hat. Wenn es dann soweit ist, kann man anfangen. Aber nicht vorher und ohne Grund, das vermiest nur das Leben."
Daran denke ich oft, wenn die Angst mich mal wieder verschlingen will.
Haltet die Ohren steif.

24.04.2021 12:43 • x 1 #20



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