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Hey Leute,

ich muss das jetzt einfach los werden.

ich war vor ungefähr vier wochen beim Orthopäden wegen meiner anhaltenden verspannungen im Rücken. Das war so schlimm, dass mir ständig schwindelig davon geworden ist und ich auch nicht mehr richtig gucken konnte.
Der Orthopäde hat dann den ganzen rücken abgetastet und blockaden im nacken gefunden. Daraufhin meinte er, dass er die einrenken würde und danach sich die Beschwerden verbessern müssten. Ich hatte richtig panik vorm einrenken und horrorvorstellungen aus dem fernsehen im kopf, wo jemand mit ruck und unter lautem knacken den kopf eingerenkt bekommt. Ich hatte herzrasen und war schon durchgeschwitzt bevor überhaupt irgendetwas passiert ist.
da vorm einrenken noch eine Röntgenaufnahme gemacht werden sollte, musste ich noch etwas im wartezimmer warten. Habe dann gleich gegoogelt - ICH IDIOT! - und gelesen, dass man durch nacken einrenken auch einen schlaganfall bekommen könnte. Das hat noch alles schlimmer gemacht und ich wäre am liebsten einfach weggerannt. Habe mich aber zusammen gerissen und es durchgezogen. Es war die Hölle und mir ging es danach erstmal überhaupt nicht besser und ich wäre fast zusammengebrochen. Ich glaube aber dass es mehr die angst war als alles andere.

Jetzt ist mir aber seitdem immer wieder aufgefallen, dass mein nacken beim kopf drehen direkt am haaransatz ganz eklig knirscht. Es tut nicht mehr weh oder so, aber es knirscht halt. Außerdem habe ich ständig ein kribbeln in der rechten Handfläche und bei bestimmten bewegungen habe ich hitzedurchströmungen im rechten Fuß. Habe totale panik, dass beim einrenken irgendetwas beschädigt wurde, irgendwelche nerven oder so. Traue mich aber auch nicht nochmal zum arzt. Kriege schon herzrasen nur bei dem gedanken daran.

Kennt das vielleicht irgendjemand? Oder hat jemand sich auch schon mal den nacken einrenken lassen und dann irgendwelche beschwerden gehabt?

ich konnte mich bislang davon abhalten wieder zu googlen, aber es juckt mir täglich in den fingern.

Danke euch!

06.04.2014 09:12 • 07.01.2020 #1


26 Antworten ↓


Tini213
Guten morgen ,
ich denke ich kann dich da etwas beruhigen ..... das knirschen beim drehen habe ich auch , es kommt durch verspannungen , diese sind dann auch so stark, dass man kribblen und aufsteigende Hitze bekommen kann .... Ich habe es übrigends auch bis ins Bein ausstrahlend .... die Beine sind meist von der LWS ausstrahlend , aber es kan durchaus auch von der HWS kommen , denn die Wirbelsäule muss man ja als ganzes sehen ....
Hättest du einen Bandscheibenvorfall in der HWS, würdest du strake schmerzen haben , mit Lähmungserscheinungen im ober und unterarm... kribbeln alleine sind nur die nerven geklemmt durch die Muskeln , also keine panik ....vom einrenken selbst ( das ich mehrmals bekommen habe ) kann ich Dir abraten .... es ist oft gar nicht notwendig ! ich habe übrigends durch das ständige Einrenken einen BV bekommen .... also lieber nicht zu oft machen lassen ....
Es gibnt aber eine möglichkeit, sich selbst schonend zu dehnen und auch teilweise einzurenken ... ich habe es gestern das erstre mal probiert und es geht mir heute schon viel besser ..... Ich habe auch ausstrahlungen mit kribblen bis in die Füße, was aber auch von der Angst kommt ....
schau mal hier .......es hilft wirklich ....


generell sind alle Übungen von Ihr gut, es gibt auch ein Video speziell für den nacken

06.04.2014 09:33 • x 2 #2



Nacken einrenken / Folgeschäden möglich?

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Hey Tini,

danke für deine ausführliche Antwort.

Genau, vom einrenken hatte ich auch schon oft gehört, dass es bei ständiger Anwendung nicht gesund ist. War in den letzten zwei jahren zwei mal zum einrenken. Wollte das jetzt auch nicht mehr machen lassen. Bei mir sind diese empfindungsstörungen aber nicht ausstrahlend, sondern lokal. Also an der hand kribbelt es wirklich nur in den fingern und in der Handfläche, aber nicht im arm. Und die hitze ist auch nur im Fuß und nicht im bein. Bin aber schonmal beruhigt, dass es eher nicht die bandscheiben sind.

Danke auch für den tipp mit dem video. Das werde ich nachher gleich mal ausprobieren.

06.04.2014 10:39 • #3


Ich denke nicht, dass du irgendeinen Schaden davon erlitten hast. Aber nun werde ich mich wohl wieder unbeliebt machen, weil ich zu diesem Thema schon einmal etwas geschrieben habe und dann wurde mir vorgeworfen, ich würde Angst verbreiten. Aber meine Meinung ist: Ich würde mich niemals im Bereich der Halswirbelsäule einrenken lassen. Eine frühere Freundin von mir hat als Neurologin in der Notambulanz gearbeitet und hat Fälle erlebt, wo junge Menschen mit einem Schlaganfall eingeliefert wurden, die vorher eingerenkt worden waren. Sie war nie eine Frau, die irgendwelche Ängste hatte, aber sie hat mir damals eindringlich davon abgeraten, mich jemals an der Halswirbelsäule einrenken zu lassen. Und das mache ich auch nicht. Ich lasse niemanden an meinen Nacken.

Das soll nun keine Angstverbreitung sein, sondern nur ein Ratschlag für das nächste Mal.

06.04.2014 12:21 • #4


Liebe Mortica,

ja einrenken ist nicht gut und tatsächlich kann sowas passieren..aber das hättest du schon gemerkt.
Besser ist wennman damit zh einem erfahrenen Osteopathen geht denn der mobilisiert es sanft
das mit dem Knistern knacken kenne ich auch..das ist nicgg schlimmm nur ein Zeichen dafür das etwas in Bewegung kommt. REGELMÄSSIG Gymnastik zb aus der LNB und wärmen.

06.04.2014 12:27 • #5


Hallo Morticia,

mir hat mein Physiotherapeut auch vom Einrenken abgeraten. Er hätte das ja sowieso nicht gemacht, aber er sagte, das Problem sei dann nur kurz behoben und man müßte regelmäßig zum Einrenken und es kann auch Beschwerden verschlimmern.

Liebe Grüße

06.04.2014 12:29 • #6


Huhu alle zusammen,

danke für eure Antworten.

@islandfan: Also ich sehe es nicht als Angstverbreitung. Es ist ja leider wohl tatsächlich so, dass es nicht ganz ungefährlich ist und die Augen vor der Wahrheit sollte man nicht verschließen. Ich lasse das jetzt auch nicht mehr machen und versuche meine Verspannungen so in den Griff zu bekommen. Hatte im Internet auch von den Fällen gelesen, bei denen junge Menschen nach dem Einrenken Schlaganfälle erlitten habe... Ich bin der Meinung, dass der Orthopäde mich über dieses Risiko hätte aufklären müssen. Hat er nicht gemacht.

@bleeny: Ich werde jetzt versuchen regelmäßig Gymnastik zu machen. Sitze aufgrund meines Studiums viel am Schreibtisch, dadurch kommen sicherlich die Blockaden in der Wirbelsäule. Hoffe, dass es durch gezielte Bewegung besser wird. Und hoffentlich verschwinden dann auch wieder diese Empfindungsstörungen in Fuß und Hand.

@Prinzessin: Okay, dass das Problem nur kurz behoben ist, habe ich leider auch schon festgestellt. Beim Abtasten tut es schon wieder mächtig weh im Nacken. Aber zum einrenken gehe ich nicht nochmal.

Liebe Grüße

06.04.2014 14:52 • #7


MrsAngst
Tini ich hab gerade das video nachgemacht! Und es tut gerade VIEL mehr weh
ich hoff ichs habs jetzt nicht schlimmer gemacht!

07.04.2014 03:38 • #8


Hier auch einmal feedback von mir: ich denke auch dass bei dir alles gut gegangen ist. sonst hättest du jetzt schon was gemerkt. Trotzdem auc hvon mir der Ratschlag: In meiner Familie gibt es zwe iSpezialisten für den Bereich Kopf/Nerven und die hatten schon so viele junge menschen mit schlaganfällen, blutungen und ähnlichem durch nackenwirbeleinrenken auf dem tisch, dass ich bestätigen kann, dass das wirklich gefährlich ist.

07.04.2014 08:43 • #9


Hey püppi,

danke auch für dein Feedback.

Bin mittlerweile schon etwas beruhigt wegen Schlaganfall etc. Das hätte sich dann wohl schon gleich bemerkbar gemacht.
Aber diese Angst, dass irgendetwas "kleineres" beschädigt wurde, ist immer noch da. Weil diese Empfindungsstörungen in Hand und Fuß erst nach dem Einrenken aufgetreten sind. Vorher hatte ich sowas gar nicht...

Werde mich nachher auch mal an das Video von Tini ran wagen. Mal gucken, wie es damit ist, wenn ich das ein paar Tage gemacht habe.

07.04.2014 08:50 • #10


Hallo zusammen,

mich plagt mal wieder ein Rückenproblem.

Reite seit einigen Wochen und hatte bislang nach dem Reiten nie Probleme mit dem Rücken. Höchstens mal in den Beinen habe ich es gemerkt.
Letzte Woche beim Reiten im Galopp hatte ich ganz plötzlich Schmerzen im unteren Rücken. Bin dann sofort langsamer geworden, weil die Schmerzen echt heftig waren. Danach hatte ich ganz merkwürdige Schmerzen, bei jeder Erschütterung hat es sich angefühlt wie ein Schlag im Rücken. Sowie die Erschütterung vorbei war, wurden die Schmerzen besser und waren dann auch wieder weg.

Am nächsten Tag hatte ich dann Muskelkater im Rücken und habe mir nichts weiter beigedacht. Ein paar Tage später wollte ich etwas heben und zack da war wieder dieser Schlag im Rücken. Kann das kaum beschreiben, sind aber höllische Schmerzen. Und seitdem - das war Samstag - ist es von Tag zu Tag schlimmer geworden. Jetzt tut es auch zwischendurch einfach mal so weh, ganz schlimm ist es morgens nach dem Aufstehen, da könnte ich echt heulen, weil es so weh tut. Habe mich gestern mit Schmerzmittel über Wasser gehalten, dadurch wurde es auch besser. Aber die sind mir schon auf den Magen geschlagen, sodass ich jetzt zusätzlich noch Magenschmerzen und Durchfall habe. Fühle mich echt beschissen gerade. Und kämpfe jetzt auch wieder zusätzlich mit der Angst. Hatte mich in den letzten Wochen echt sehr gut im Griff und kaum Ängste, aber bei sowas kommt es immer wieder durch. Habe jetzt Angst, dass es ein Bandscheibenvorfall oder so was ist. Hat damit jemand Erfahrung und weiß wie sich das anfühlt? Habe gelesen, dass die Schmerzen beim BSV ausstrahlen und Arme und Beine sogar kribbeln können. Das habe ich alles nicht. Wirklich "nur" der Rücken tut in bestimmten Situationen weh. Durch Bewegungen kann ich die Schmerzen nicht direkt auslösen, aber wenn ich etwas doller auftrete schlägt es halt im Rücken... Das fühlt sich auf jeden Fall nicht so an, wie irgendwelche Schmerzen, die ich schonmal hatte. Daher schließe ich Verspannungen und dergleichen aus...

Versuche gerade kurzfristig einen Termin beim Orthopäden zu bekommen, aber das ist echt eine Herausforderung. Mein Hausarzt ist im Urlaub und die Vertretung hat erst morgen wieder Termine frei... Ach mann, ist doch alles blöd...

10.06.2014 09:34 • #11


Schlaflose
Ich würde mal sagen, das ist ein klassischer Hexenschuss, den du da hast.

10.06.2014 11:00 • #12


Ich hoffe du hast recht.
Habe nun kurzfristig noch einen Termin beim Orthopäden bekommen. Mal gucken, was der sagt.

10.06.2014 12:11 • #13


War nun zwei Stunden beim Orthopäden - ohne Ergebnis. Er konnte nichts an der Wirbelsäule finden, was diese Art der Schmerzen erklärt... Er meinte, dass man nun außerhalb der Wirbelsäule suchen muss.
Bin mir sehr sicher, dass ich mir die Schmerzen nicht einbilde und die sind echt heftig. Nehme sonst nie Schmerzmittel und versuche immer alles so auszuhalten, aber jetzt geht das nicht, so schlimm ist das.
Er hat mir jetzt stärkere Schmerzmittel verschrieben und ich soll in zwei Tagen nochmal vorbei kommen.... Aber damit löst sich das Problem ja nicht..
Gehe morgen nun noch zum Vertretungsarzt. Vielleicht übertreibe ich ja auch schon wieder total, aber durch diese ganzen Krankheitsängste habe ich überhaupt kein Gefühl mehr dafür, wann etwas ernst ist und wann nicht.
Im Moment bin ich wieder ziemlich aufgewühlt und habe einfach nur Angst, dass es was schlimmes ist.

10.06.2014 14:47 • #14


Habe mich mittlerweile wieder beruhigt und einen gewissen Abstand zu meinen Katastrophengedanken gewonnen. Schmerzen sind noch da. Am Freitag wird MRT gemacht. Eine Röntgenaufnahme wurde schon gemacht, war aber unauffällig. Ich hoffe einfach mal, dass es eine etwas hartnäckigere Entzündung ist... Nächste Woche weiß ich dann hoffentlich mehr.

16.06.2014 21:44 • #15


Sooo, ich wollte hier nochmal schreiben was sich nun ergeben hat, falls es irgendwer liest.

War heute beim Arzt wegen der Auswertung des MRTs und ich habe mir tatsächlich nichts eingebildet. Wirbelbruch in der Brustwirbelsäule. Bin im ersten Moment richtig erschrocken, als der Arzt mir seine Diagnose unterbreitet hat. Klingt ja auch schlimm diese Aussage...
Ich wundere mich nur, wie das passieren konnte. Bin nicht gestürzt oder so was in der Art. Der Arzt vermutet, dass der Wirbel schon vorher instabil war und dann würden auch kleinere Erschütterungen ausreichen für einen Bruch. Komisch ist das alles schon.
Muss nun nächste Woche erneut zum MRT und dann wird entschieden, was gemacht wird. Da es sich offensichtlich um einen stabilen Bruch handelt, könnte es sein, dass man es einfach ausheilen lassen kann und gut ist.

25.06.2014 16:38 • #16


ein wirbelbruch?
du bist doch nocht recht jung, oder? ich drück dir die daumen, dass kein weiterer handlungsbedarf besteht.

25.06.2014 16:51 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ja. So habe ich auch geguckt.

Bin 25. An spröden Knochen sollte es also noch nicht liegen. Hoffe ich. Bin vor zwei Jahren mal in der Badewanne ausgerutscht und mit dem Rücken auf den Wasserhahn geknallt. Vllt war dadurch schon was instabil und durch das Reiten, was ich jetzt neu angefangen habe, wird der Rücken ja schon mehr belastet als gewöhnlich und wenn da was nicht in Ordnung ist, kann es dann brechen... Also das ist meine Vermutung, ob's stimmt keine Ahnung. Nach dem nächsten MRT weiß ich dann vllt mehr.

Danke fürs Daumen drücken!

26.06.2014 09:15 • #18


morticia, wie geht es dir?

04.08.2014 23:42 • #19


Hallo abra,

Danke für die Anfrage. Psychisch geht es mir im Vergleich zu sonst nach wie vor viel besser und ich arbeite jetzt seit einem Monat auch wieder vollzeit. Bin deswegen zurzeit auch nicht so aktiv.

Die Sache mit meinem Wirbelbruch hat sich noch nicht so wirklich geklärt. Nehme immer noch starke Schmerzmittel. Eine Untersuchung der knochendichte hat ergeben, dass ich schon im osteopeniebereich bin. Ein zweites Mrt hat zusätzlich zum Wirbelbruch noch einen Bandscheibenvorfall in der Brustwirbelsäule ergeben...
Bin echt geschockt, dass sie so viel gefunden haben und froh, wenn mir endlich mit diesen schmerzen geholfen wird.

Liebe Grüße

06.08.2014 16:22 • #20



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