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Hallo,

ich bin neu hier 29 Jahre und leide seit 7 Monaten unter Panickattacken,Herzneurose,Depression (die Ärzte sind sich noch nicht einig ,bin auch schon in Therapie) ,angefangen hat alles mit komischem Gefühl in der Burst ,Krankenwagen und darauffolgendem Ärztemarathon (EEG ,MRT ,l.EKG ,b.EKG ,6xBlut ,HNO etc.) natürlich alles Ohne Befund.Mit den meisten Symptomen habe ich mich angefreundet (eher abgefunden) nur heute Nacht war der Horror.Ich bin ungef. 15 mal hochgeschreckt ,mein ganzer Körper fühlte sich komisch an (taub/blutleer) und mein Kopf hat (immernoch) so ein komisches unbeschreibliches Gefühl (eine Mischung aus Ohnmacht ,Schwindel,Sehstörung und als ob etwas fehlen würde) .Das einzige was ich gespürrt habe war mein Herzschlag (der auch bei Panickattacken relativ langsam ist (Ruhepuls 51-60,bei Panickattacken ziemlich gleich ,selten mal Herzrasen).Es hat sich angefühlt als würde jedes bisschen Leben meinen Körper verlassen.....kennt das irgendjemand (wie bei vielen hier ist es auch wenn es morbide klingt schon eine beruhigung dass man nicht alleine ist)


MfG Zotl

Ps: Im Vorraus schonmal entschuldigung für alle Rechtschreibfehler die ich machen werde

31.01.2017 13:00 • 02.02.2017 x 1 #1


10 Antworten ↓


Hallo Zotl,

Du sagtest du bist in Therapie, hattet ihr zuletzt schwere Themen oder vielleicht nen Knoten lösen können? Ich kenn jedenfalls ähnliche Symptome und unruhige Nächte. Ich hatte das früher öfters, natürlich auch meist Nachts, besonders dann, wenn die dauerhafte Tiefenanspannung nachgelassen hat und somit alles mehr in Bewegung kam (Im übertragem Sinne). Die Seele versucht Nachts viel zu verarbeiten, was dann auch zu unruhigen Nächten führen kann, vorallem mit angeschlagenem Nevenkostüm. Am besten mal beim nächsten Einzelgespräch ansprechen und es keinesfalls überbewerten, zumal du auch davon sprichst dabei eher ruhig gewesen zu sein. Die Nerven können echt schräge Dinge anstellen ubd meine erste Vermutung war halt, das sich was verändert und vor Veränderung steht oftmals Unsicherheit.

31.01.2017 13:23 • #2



Nacht aufschrecken alles Taub ,komisches Gefühl im Kopf

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Hallo,

Danke für die Antort,die letzte Sitzung war eigendlich nicht sehr Tiefgreifend .Allerdings war gestern wirklich viel los was mich beschäftigt ,hatte auch "übliche Smyptome" (in letzter Zeit Schwindel ,Übelkeit ,linke Seite verspannt ) was ich aber mitlerweile einigermaßen ignorieren kann .Was ich am Anfang garnicht konnte ,da war eigendlich immer Notaufnahme oder Arzt angesagt ,,das wäre jetzt die größte Veränderung ,,,hab auch ein wenig das Gefühl dass sich die Nerven wenn man sie ignoriert immer was neues zum ärgern suchen...

31.01.2017 13:37 • #3


petrus57
Zitat von Zotl:
und mein Kopf hat (immernoch) so ein komisches unbeschreibliches Gefühl (eine Mischung aus Ohnmacht ,Schwindel,Sehstörung und als ob etwas fehlen würde)


Das habe ich oft wenn ich massiv unter psychischen Stress stehe. Das dauert dann lange bis das wieder weg ist.

31.01.2017 13:42 • #4


Ja, Angst sucht sich immer neue Wege um einen zu Verzweiflung zu bringen. Ich kenn das mit den Verspannungen genauso, mal links, mal rechts, mal taub, mal brennen. Ich für meine Teil hab gelernt, das dort Gefühle hinterstehen mit dessen Verarbeitung ich oft überfordert war. Links die emotionale Seite, Rechts die Rationale. Jedenfalls, versuch der Symptomatik nicht zuviel Aufmerksamkeit zu schenken. Ich wünsch dir weiterhin Erfolge in deiner Therapie und das du weitere Blockaden lösen kannst, dann wird die Symptomatik auch nach und nach weichen.

31.01.2017 13:56 • #5


Danke für die Aufmunternden Worte.
@petrus ,hast du einen Trick wie es weg geht oder auch nur aushalten?


LG Zotl

01.02.2017 14:58 • #6


cube_melon
Zitat von Zotl:
Ich bin ungef. 15 mal hochgeschreckt ,mein ganzer Körper fühlte sich komisch an (taub/blutleer) und mein Kopf hat (immernoch) so ein komisches unbeschreibliches Gefühl (eine Mischung aus Ohnmacht ,Schwindel,Sehstörung und als ob etwas fehlen würde)

Hast Du dich je einmal mit dem Thema Schlafapnoe beschäftigt?

01.02.2017 15:30 • x 1 #7


Hab 2 Langzeit Ekg´s hintermir ,da wäre es doch aufgefallen oder?.Hab es auch nicht immer ,alle paar Tage mal ,nur dieses mal war es richtig fies.

01.02.2017 19:37 • #8


cube_melon
Hm - nicht zwangsläufig. Ist hat die Frage ob die auch darauf achten.
Während eines Atemstillstandes ist die Herzfrequenz niedrig, danach eine Zeit lang deutlich erhöht. Auffallen müsste es in der Theorie.

Mir wurde gesagt, dass ca. 25% der Menschen mit psychischen Diagnosen, wie z.B. Angststörungen, Schlafapnoe haben.
Ob man die Diagnose hat hängt von vielen Faktoren ab.
Ein paar wichtige Faktoren sind:
- Anzahl der Atemaussetzer >10 Sek.
- Sauerstoffsättigung
- Anzahl der Weckreaktionen

Es gibt Fragebögen im Internet. Danach kann man selbst entscheiden ob man ein nächtliches Screening zu Hause durchführt (ist relativ harmlos).

Jeder gesunde Mensch hat Atemaussetzer in der Nacht. Ein Wert >15/Stunde gilt als pathologisch.
Was vielen nicht bewusst ist. Auch bei einem selbst diese Diagnose nicht gestellt wurde, Weckreaktionen stören alle Phasen des Schlafes. Dies kann zu dem führen was Du in dieser einen Nacht mitgemacht hast.
Das Stichwort lautet "Schlafhygiene". Das ist jetzt nicht das Allheilmittel, aber es ist ein wichtiger Bestandteil der Selbstfürsorge und Eigenliebe.
Wenn man anfälliger für "schlechte" Nächte ist, tut man gut daran sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Wobei es eigentlich so ziemlich jeder tun sollte.
So Dinge wie Alk. oder berauschende Substanzen im Blut und während der Nacht wirken ungünstig auf die Apnoe oder den Schlaf an sich.
Sedierende Medikamente können die Anzahl und Intensität der Atemaussetzer verstärken.

Das was Du bei den Panikattacken als " jedes bisschen Leben meinen Körper verlassen" nennt man Depersonalisation. Das ist eine normale Schutzfunktion der Psyche. Kennt man es nicht, kann es sich bedrohend und unangenehm anfühlen. Um das auszuhalten, bzw. wieder in den normalen Zustand zurückzukehren, gibt es Übungen die man im Rahmen einer Therapie erlernen kann. Beispiele "Erden und Zentrieren", "Ich höre, sehe und spüre drei Dinge", Atemkontrolle, Fokussierung auf einen Gegenstand (Beispielsweise einen Mass. in der Hand). Wenn Richtung Stresstoleranzgrenze geht nehmen Betroffene gerne auch man Fisherman's Friend (die weißen), Centershock apple oder Chili.
Das sind Dinge die kurzfristig helfen.

01.02.2017 20:54 • x 1 #9


Hallo ,

werde morgen mal meinen Arzt nach dem Screening fragen ,vielen dank dafür .Auch für die erklärung mit der Depersonalisation ,ich hoffe das es nicht nochmal passiert hab mir aber Sicherheitshalber mal ein paar FF nebens Bett gelegt .Hier noch ein Link den ich zum Thema Schlafhygiene gefunden habe ,für alle Betroffenen und Interesierten : http://www.schlafgestoert.de/site-48.html


LG Zotl

02.02.2017 19:30 • x 1 #10


cube_melon
Da hast Du eine gute Seite hersausgesucht

Die Fishermans bitte wirklich nur nehmen wenn es nicht anders geht. Denn danach bist Du glockenhellwach.

Vor wieder hinlegen unbedingt ausspucken (!) Es besteht die Gefahr das man die Verschluckt und die Atemwege blockiert werden.

02.02.2017 20:02 • #11



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