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Hallo liebe Community. Ich nehme seit ca 7 Jahren Citalopram 10 mg(mit einigen Unterbrechungen wegen Schwangerschaften). Ich habe jedesmal, sobald es wieder ging die Tabletten wieder genommen. Ursprünglich verschrieb mein Hausarzt mir das Mittel wegen starker Hypochondrie während einer schwierigen Lebensphase. Zu dieser Zeit hatte ich mit verschiedenen Symptomen zu kämpfen, die für mich eindeutig, ohne Zweifel und nach exzessiven Recherchen bei Dr. Google auf jeden Fall auf MS hinauslaufen mussten. Das Mittel half mir sehr gut und beinahe sofort wieder auf die Beine. Ich hatte meine Lebensqualität zurück und musste nicht mehr zwanghaft über Symptome grübeln. In den letzten Monaten habe ich jedoch bemerkt, dass ich immer mehr abstumpfe. Keine echte Freude mehr empfinde und auch keine Trauer etc. Kurz gesagt, ich habe das Citalopram einfach zum Ende der Packung abgesetzt und es geht mir einigermaßen gut damit, wobei ich auch Absetzsymptome bemerke. Meins Frage ist nun- was ist, wenn mein Versuch schiefgeht, meine starke Angst Zurückkehrt? Kann ich Citalopram einfach wieder nehmen? Wird es wieder wirken? Hat jemand Erfahrung?

09.11.2019 23:35 • 11.02.2021 #1


63 Antworten ↓


Lottaluft
Zu dem einfach so weg lassen sage ich nichts außer das ich es deinem eigenen Körper gegenüber unverantwortlich finde.
Hast du nur die Medikamente genommen oder hast du dich auch in Therapie begeben ?
Ich kann aus Erfahrung sagen das mein altes Medikament beim zweiten Mal nicht abgeschlagen hat das ist aber glaube ich eher der Ausnahmefall

09.11.2019 23:38 • x 2 #2



Nach 7 Jahren Citalopram abgesetzt - Hypochondrie Rückfall?

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Ja, natürlich war ich seinerzeit auch in Therapie. Es hat auch geholfen. Wie gesagt, gab es damals einen konkreten und tragischen Auslöser. Das Problem besteht nicht mehr. Ich habe mit meinem Hausarzt über das Absetzen gesprochen (ich nehme es ja nun seit 7 Jahren- 5 davon irgendwie vorbeugend ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll) und er trug sich nicht mit Bedenken, aufgrund der niedrigen Dosierung. Ich habe einfach Angst, was nun passiert wenn die Angst zurückkommen sollte. Gibt es einen Weg zurück?

09.11.2019 23:46 • #3


Lottaluft
Zitat von Mayo:
Ja, natürlich war ich seinerzeit auch in Therapie. Es hat auch geholfen. Wie gesagt, gab es damals einen konkreten und tragischen Auslöser. Das Problem besteht nicht mehr. Ich habe mit meinem Hausarzt über das Absetzen gesprochen (ich nehme es ja nun seit 7 Jahren- 5 davon irgendwie vorbeugend ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll) und er trug sich nicht mit Bedenken, aufgrund der niedrigen Dosierung. Ich habe einfach Angst, was nun passiert wenn die Angst zurückkommen sollte. Gibt es einen Weg zurück?



Einen Weg zurück gibt es immer
Wenn es wieder soweit kommen sollte das deine Angst zurück Was ich nicht hoffe kommt bist du Ihr dieses Mal schon einen Riesen Schritt vorraus denn du weißt was es sein kann und kennst schon die Anlaufstellen bei denen du schnell hilfe bekommst
Ich drehe gerade auch die zweite Runde in der angstspirale ich spreche also aus Erfahrung
Rückschläge gehören leider zum Leben dazu und noch weißt du nicht was passiert also mache dich bitte nicht unnötig verrückt deswegen
Alles wird gut

10.11.2019 00:00 • x 1 #4


Oh, das tut mir sehr leid für dich.. ich hoffe es kommt bald alles wieder ins Lot!

Ich hoffe du hast recht...

10.11.2019 00:04 • x 1 #5


Hallo!
Wann hast du es denn abgesetzt? Wie lange bist du schon ohne?
Liebe Grüße

10.11.2019 02:19 • x 1 #6


Hallo Nektarine,
seit 8 Tagen. Lieben Gruß

10.11.2019 08:19 • #7


NIEaufgeben
Hypochondrie ist nicht heilbar....die trägt man für immer in sich drinn
Alles andere ist Illusion....

11.11.2019 16:10 • x 1 #8


...aber Nie aufgeben... Sorry, der musste

11.11.2019 21:51 • x 1 #9


NIEaufgeben
Zitat von Mayo:
...aber Nie aufgeben... Sorry, der musste

Hahahahaha

11.11.2019 21:51 • x 1 #10


NIEaufgeben
Aber leider ist es so,das ist Fakt...
Ich leide selber daran...weg gehen wird es niemehr....
Aber ich wünsche dir das du gut mit dieser Störung leben wirst und sie dich nicht mehr beeinträchtigt

11.11.2019 22:25 • #11


Ich weiß nicht... Es ist quälend. Deshalb habe ich auch große Probleme mit dem Absetzen des Medikaments... Aber was ist die Alternative?! Ich weiß es einfach nicht. Ich habe verschiedene Symptome seitdem ich Citalopram nicht mehr nehme und weiß nicht, ob sie vom Absetzen kommen oder ich wieder auf dem Weg in die Angststörung bin. Ich merke seitdem ich die Medikamente nicht mehr nehme, dass meine Gefühle stärker sind- negative ABER auch positive. Heut Nacht habe ich irgendwie intensiv geträumt und bin wach geworden. Hatte das Gefühl, dass ich nicht genug Luft bekomme- also dass ich atme, aber der Sauerstoff nicht ankommt. Das war ein ekliges Gefühl. Ich denke es hing mit dieser Träumerei zusammen... so intensiv hatte ich das noch nie! Ich war wieder kurz davor Panik zu bekommen...

11.11.2019 22:35 • x 1 #12


Nach Absetzen begann es bei mir auch wieder mit den Aengste _ ich nehme sie aber bewusst nicht mehr. Tabletten verhindern das Denken.

13.11.2019 22:43 • #13


Zitat von psychowrack:
Nach Absetzen begann es bei mir auch wieder mit den Aengste _ ich nehme sie aber bewusst nicht mehr. Tabletten verhindern das Denken.


Kommst du klar? Ich bin eingeknickt...

13.11.2019 22:51 • #14


Ich nehme die Medis jetzt auch fast so lange wie Du und setze grade ab, ABER in Milligrammschritten über Monate. Bin von Pillen auf Tropfen umgestiegen damit ich das ohne Diamantenwaage dosieren kann.

Ich empfehle Dir die Pillen wieder zu nehmen und es auch so auszuschleichen. Der Stoffwechsel im Hirn ist von der Dauermedikation beeinträchtigt. Was wird passieren, wenn der Wiederaufnahmehemmer von heute auf morgen ausbleibt? Richtig, einen Serotoninmangel. Muss nicht so kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch.

13.11.2019 23:51 • x 1 #15


Zitat von psychowrack:
Tabletten verhindern das Denken.


Das stimmt doch überhaupt nicht. Bei Benzos ja, aber doch nicht bei Antidepressiva. Ich hab noch nie zugedröhnte AD Konsumenten gesehen, die nicht mehr klar denken können.

14.11.2019 00:21 • x 2 #16


Icefalki
Zitat von psychowrack:
Nach Absetzen begann es bei mir auch wieder mit den Aengste _ ich nehme sie aber bewusst nicht mehr. Tabletten verhindern das Denken.


Da wundert es mich nicht, warum so viele User hier Angst vor Antidepressiva bekommen, bei solch einer Aussage. Meine eigene Erfahrung mit Antidepresiva war genau das Gegenteil. Bei meiner Panik und Depri war vernünftiges Denken nämlich nimmer möglich. Sinn und Zweck der AD ist m.M nach, an die darunterliegenden Ursachen ranzugehen und sie anzugehen.

Ohne Veränderungen im Leben, oder ohne andere Denkweisen, Lösungen beginnt nach dem Absetzen das Elend von Neuem. Und selbst dann kann es einem wieder erwischen, wenn alles zuviel wird.

14.11.2019 01:51 • x 3 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Mutexia:
Ich nehme die Medis jetzt auch fast so lange wie Du und setze grade ab, ABER in Milligrammschritten über Monate. Bin von Pillen auf Tropfen umgestiegen damit ich das ohne Diamantenwaage dosieren kann.Ich empfehle Dir die Pillen wieder zu nehmen und es auch so auszuschleichen. Der Stoffwechsel im Hirn ist von der Dauermedikation beeinträchtigt. Was wird passieren, wenn der Wiederaufnahmehemmer von heute auf morgen ausbleibt? Richtig, einen Serotoninmangel. Muss nicht so kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch.


Danke für deinen Kommentar! Ich bin wohl doch zu naiv daran gegangen ich habe mir einen Termin im Januar beim Arzt geben lassen. Ich werde das mit den Tropfen ansprechen. Wie geht es dir?

14.11.2019 07:28 • x 1 #18


Tabletten verhindern das Denken sagte ein Psychotherapeut. Nicht ausgedacht. Ohne Schaffen es viele aber nicht bis zur Therapie. Meine Aengste haben sie kaum beseitigt!

14.11.2019 16:51 • x 1 #19


Icefalki
Zitat von psychowrack:
Tabletten verhindern das Denken sagte ein Psychotherapeut. Nicht ausgedacht. Ohne Schaffen es viele aber nicht bis zur Therapie. Meine Aengste haben sie kaum beseitigt!


Vielleicht hat er auch gemeint, dass, sollten Sie greifen, der Patient dann nimmer an sich arbeiten würde, weil es ihm wieder gut geht.

Ich kann hervorragend mit AD denken.

14.11.2019 16:57 • x 3 #20



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