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42

Katali

Katali
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Hallo ihr Lieben,

ich bin verzweifelt.
Ich habe vor 9 Jahren Citalopram aufgrund von Depressionen und Panikstörung verschrieben bekommen.
Vor 5 Jahren wurde ich dann auf 20 mg Escitalopram umgestellt.
Mir ging es dann so gut, dass abgesetzt werden sollte.

3 Monate nach Null kam dann der große Knall- nichts ging mehr.
Escitalopram wurde dann wieder eindosiert.
Soweit, so gut.
Die ganz krassen Ängste sind schon besser geworden
Allerdings zieht es sich, ich fühle mich nervös und ängstlich.
Es ist so unangenehm !

Ich habe solche Angst, dass es immer so bleibt und ich mir das Gehirn zerschossen habe.

Hat jemand Erfahrung und kann mir Mut zusprechen?

Danke

02.05.2026 x 3 #1


39 Antworten ↓
P

Pauline333
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Zitat von Kentucky:
Es gibt nicht immer ein psychisches Grundproblem, nicht immer ist eine schlechte Erfahrung, Erlebnis....wie auch immer,
die Ursache.

Das Grundproblem kann auch der Gehirnstoffwechsel sein, der nicht so schnackelt wie er sollte.
Ein Gehirn-organisches-Stoffwechsel-Problem......oder auch eine genetische, familiäre Disposition....ist möglich.

Das ist nur ein Kommentar meinerseits, keine versuchte Belehrung oder Klugsch.rei an deine Adresse.


Habe ich auch so nicht verstanden Smile
Dies ist nun ebenfalls kein Angriff oder Klugsch.rei:

Ein rein körperliches/Gehirnstoffwechsel Problem, das nur mit Medikamenten in den Griff zu kriegen ist und so eine lebenslange Medikamenteneinnahme zwingend erfordert, halte ich - bei Depression und Angsterkrankungen - für allerhöchstens äußerst selten.
Auch eine genetische Disposition ist kein Grund für lebenslange oder überhaupt eine Medikamentengabe. In meiner Familie gibt einschließlich mir viele Depressive und Ängstler. Das bedeutet aber lediglich, dass man auf - ich kürze mal ganz stark ab - "Stress" mit Depression und/oder Angst reagiert, wo andere vielleicht ein Magengeschwür oder Schlimmeres bekommen.
Lernt man damit umzugehen, passt seinen Lebensstil an, kann man sehr gut für immer ohne Medikamente auskommen.

Meine Mutter war manisch-depressiv, da geht es nur mit Medikamenten, aber gerade bei Depressionen und Angst wird nicht ohne Grund in erster Linie Verhaltenstherapie und Lebensanpassung empfohlen und dass, wenn man doch Medikamente braucht, nach stabilem Abklingen der Symptome, diese abzusetzen sind.

05.08.2024 14:22 • x 2 #22


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Escitalopram nach 9 Jahren abgesetzt - Verzweifelt

x 3


Dianaross

Dianaross
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Zitat von Katali:
3 Monate nach Null kam dann der große Knall- nichts ging mehr.
Escitalopram wurde dann wieder eindosiert.
Soweit, so gut.
Die ganz krassen Ängste sind schon besser geworden
Allerdings zieht es sich, ich fühle mich nervös und ängstlich.
Es ist so unangenehm !

Ich habe solche Angst, dass es immer so bleibt und ich mir das Gehirn zerschossen habe.

Hat jemand Erfahrung und kann mir Mut zusprechen?

Ich bin Anhänger von kritischen Theorien gegenüber Medikamenten, die in den Stoffwechsel eingreifen.
Auch kritisch gegenüber Erfolgsmeldungen hinsichtlich der Wirksamkeit von Medikamenten.

Die Nebenwirkungen sind in der Regel die Lösung, welche aber nicht das Problem lösen.
Zitat von Katali:
der letzte Schritt von 5 auf 0 zu groß war.

Wenn das stimmt, davon gehe ich aus.. - einfach noch einmal und diesmal sanft ausleiten.
Zitat von levana:
du hast viel zu schnell abgesetzt. ok wären 10% aller 4 wochen.

.. okay
Zitat von Katali:
von dem Absetzsyndrom habe ich mittlerweile gelesen.

dadurch dass du es jetzt selbst verinnerlicht hast und der Quelle glaubst, kannst du neu durchstarten und sanft ausleiten.
Zitat von Sprotte:
ich habe auch Escitalopram vor neun Jahren bekommen - ob das damals wirklich nötig war, weiß ich gar nicht genau. Es hat mir aber sehr schnell geholfen.

Sprotte zweifel hier - zurecht wie ich finde - ob es wirklich nötig war..
Die frage ist, was hat denn eigentlich "schnell geholfen"?

Dass man durch das Medikament ruhig gestellt wird, nix mehr merkt und die ganzen Nebenwirkungen hat, die von dem eigentlichen Problem ablenken, indem es überdeckt ist von den Nebenwirkungen?
..
Vielleicht hilft die Schema-Therapie oder sie trägt dazu bei dass die Themenstarterin ihre Problemlagen über veränderte Interaktion und Zustände und/oder aufbrechen von "Schemata" verändern kann.
..
Zugleich empfehle ich, dass Zeug wieder abzusetzen durch sinnvolle Ausleitung.. - Nochmal versuchen, bitte

05.08.2024 15:22 • x 1 #23


Zum Beitrag im Thema ↓


Windy
Zitat von Katali:
Ich habe solche Angst, dass es immer so bleibt und ich mir das Gehirn zerschossen habe.

Hast du nicht, dein Gehirnstoffwechsel war vorher schon instabil. Bei manchen Menschen muß er lebenslang durch ein Medikament unterstützt werden, weil er von Natur aus zu schwach ist, diesen so aufrechterhalten zu können, daß es einem gut geht.

x 5 #2


P
Es wird wieder besser, keine Sorge.
Beim nächsten Mal sehr langsam und kleinschrittig absetzen. Und vor allem das Grundproblem lösen. Die Tabletten heilen nicht.

x 4 #3


Katali
@Windy @Pauline333

Vielen Dank!
Ich weiß mittlerweile, dass der letzte Schritt von 5 auf 0 zu groß war. Es wurde mir allerdings ärztlich so empfohlen. Schöne sch.… So ein Mist, und jetzt hänge ich hier.

Ich bin aktuell in einer Tagesklinik und mache dort eine Schematherapie.
Ob es nützt? Mal sehen …

x 3 #4


Windy
Wünsche dir gute Besserung! 💐

x 1 #5


levana
schau mal auf psyab.net. du hast viel zu schnell abgesetzt. ok wären 10% aller 4 wochen.

x 2 #6


Katali
@levana

Ja, da hast du absolut recht.
Auch von dem Absetzsyndrom habe ich mittlerweile gelesen.
Ich frage mich nur, wird das wieder besser? Das macht mir solche Angst.

#7


levana
Zitat von Katali:
@levana Ja, da hast du absolut recht. Auch von dem Absetzsyndrom habe ich mittlerweile gelesen. Ich frage mich nur, wird das wieder besser? Das macht ...

ja, wird besser, dauert nur etwas. stecke selbst gerade in dem schlamassel.

x 1 #8


Katali
@levana

Wie lange ist das bei dir schon so und was hilft dir aktuell dagegen ?

#9


Sprotte
Hallo, ich habe auch Escitalopram vor neun Jahren bekommen - ob das damals wirklich nötig war, weiß ich gar nicht genau. Es hat mir aber sehr schnell geholfen. Der erste Absetzversuch war viel zu schnell, da bin ich bis vier mg gekommen…dann vor vier Jahren der nächste Versuch. Bis auf null für zwei Monate. Ich hatte Symptome, die ich niemals zuvor hatte und dazu einen Sch….. Tinnitus. Ich Habe Escitalopram dann wieder genommen und es hat aber nie wieder so gut geholfen. Der dritte Bersuch ist leider auch bei vier mg wieder gescheitert und jetzt bin ich bei 7 mg und versuche, jedes Jahr oder wie auch immer lange lange Zeit bei einer Dosis zu bleiben. Es ist echt irre. Ich wünsche dir, dass es bei dir besser klappt. LG

x 2 #10


Luce1
@Windy ich würde für Dich hundert Danke anklicken wenn es möglich wäre 🩷

x 1 #11


Luce1
Zitat von Windy:
Hast du nicht, dein Gehirnstoffwechsel war vorher schon instabil. Bei manchen Menschen muß er lebenslang durch ein Medikament unterstützt werden, weil er von Natur aus zu schwach is

👍👍👍

x 1 #12


levana
Zitat von Katali:
@levana Wie lange ist das bei dir schon so und was hilft dir aktuell dagegen ?

seit 12 Monaten arbeitsunfähig deshalb...leider hilft mir nix dagegen...nur Zeit und abwarten

x 1 #13


Katali
@Sprotte geht es dir denn mittlerweile wieder besser?

#14


Katali
@levana Was hast du für Symptome?

#15


Sprotte
@Katali naja, der Tinnitus schränkt mich schon ein ; ich brauche viel Ruhe. Ich laufe zweimal die Woche und gehe oft Salsa tanzen, arbeite und habe guten Kontakt zu meinen vier Kindern und Freunden. Aber ich habe viele Angstsymptome, Depression und versuche trotzdem weiterzumachen. Langfristig möchte ich vom Escitalopram weg, aber dieses Mal werde ich mir sehr viel Zeit nehmen- und wenn es Jahre dauert……es gibt gute Tage und schlechte. Alles ist anstrengender geworden und schwieriger. Akzeptanz ist ein wichtiges Tool und für mich Bewegung. LG

x 2 #16


U
Zitat von Katali:
Ich habe solche Angst, dass es immer so bleibt und ich mir das Gehirn zerschossen habe.

Nein ....aber dein Gehirn muss sich wieder umstellen auf das, was du ihm weggenommen hast und es nun wieder gibst..
Das dauert erstmal wieder etwas..
Zitat von Pauline333:
Und vor allem das Grundproblem lösen. Die Tabletten heilen nicht.

Es gibt nicht immer ein psychisches Grundproblem, nicht immer ist eine schlechte Erfahrung, Erlebnis....wie auch immer,
die Ursache.

Das Grundproblem kann auch der Gehirnstoffwechsel sein, der nicht so schnackelt wie er sollte.
Ein Gehirn-organisches-Stoffwechsel-Problem......oder auch eine genetische, familiäre Disposition....ist möglich.

Das ist nur ein Kommentar meinerseits, keine versuchte Belehrung oder Klugsch.rei an deine Adresse. 😉

x 2 #17

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levana
Zitat von Katali:
@levana Was hast du für Symptome?

sehr viele. manche sind ggü der akutphase milder geworden. manche nicht: akathisie, angst 24/7, panik, unruhe, derealisation, depersonalisation, tremor, zervikale dystonie, muskelkrämpfe, zähneklappern, heulen, schwere depression, tinnitus, suizidgedanken (+ versuch im dez), hirnkrämpfe, brain zaps, sehstörungen

#18


Katali
@levana Wie äußert sich die Akathisie bei dir ?

#19


levana
Zitat von Katali:
@levana Wie äußert sich die Akathisie bei dir ?

die hatte ich in den ersten monaten dauerhaft. jetzt ab und zu.
ständiges auf- und ablaufen (bewegungsunruhe).

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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