Pfeil rechts
6

_Noah_
Guten Abend an alle hier.
Ich hatte meine hypochondrischen Ängste die letzten paar Monate und Wochen ziemlich gut unter Kontrolle, doch jetzt habe ich das Gefühl, dass es nur noch am eskalieren ist und ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen. Daher schreibe ich hier mit der Hoffnung, dass mir evtl. wie so oft wieder jemand anderes helfen kann. Mir geht es momentan psychisch ziemlich dreckig seit ca einer Woche, was ich bereits in einem anderen Threat geschrieben habe.

Die Geschichte bzw mein Problem ist folgendes: Ich bin letzten Freitag bei der Arbeit umgekippt und wurde im Klinikum für ca. 3 bis 4 Stunden an eine Infusion gehängt. Soweit so gut. Konnte mich halt nicht großartig bewegen, außer dass ich einige Male auf die Toilette bin. Habe dann am Samstag Abend ohne Grund eine Art Krampf im linken Bein bekommen bzw es war nur ein ganz leichter, der innerhalb von einigen Minuten wegging, dennoch tut meine Wade bis heute noch etwas zicken bzw hatte gestern Nacht kurz eine Art Stechen dort. Heute war es eher weg, wobei es vorhin wieder kurz gepiekst hat. Habe jetzt auch ein sehr unangenehmes Stechen und gefühlte Atemnot im Brustbereich, was bei mir nun komplette Panik ausgelöst hat.

Bin momentan körperlich wie auch psychisch einfach nur am Ende. (und ja, ich bin in Therapie und sehe meine Therapeutin diesen Donnerstag) Ich habe das Gefühl ich kann erschwert atmen und das stechen in der Brust macht mir am meisten Angst, da es egal in welcher Position da ist, egal ob ich atme oder nicht. Einen erhöhten Puls habe ich ebenso, jedoch tippe ich da eher auf die Aufregung und meine Sauerstoffsättigung schwankt zwischen 97 bis 99% (hab dieses Fingerteil aufgrund von meinem allergischen Asthma bekommen, wobei ich niemals im Leben Asthmaanfälle hatte)

Glaubt ihr das alles ist etwas schlimmes? Letzte Woche am Freitag ist trotz allem im Klinikum Blut abgenommen worden, obwohl ich 'nur' an die Infusion musste. Rein logisch gesehen, hätten die dort schon wahrscheinlich im Labor gesehen, dass ich evtl eine Thrombose oder ähnliches habe, oder? Bzw ist es möglich innerhalb von 2 Tagen sowas zu entwickeln? Ich habe in den 3 bis 4 Stunden im Krankenhaus meine Kompressionstrümpfe getragen, da ich die generell immer trage wegen meinem Lymphödem und diese helfen ja bekanntlich auch, dass das Blut besser durch die Venen fließt + die Ärztin hat warum auch immer einen Ultraschall vom Herzen und den Bauchorganen gemacht wo auch alles unauffällig war.

Habe auch beim nach vorne bücken ein Ziehen im Rücken. Evtl kommt das Stechen im Brustbereich auch vom Rücken und immer noch von einer Magenverstimmung, die ich ebenso vor einigen Tagen hatte. Sorry, dass ich so viel vor mich hin-philosophiere aber ich habe gerade einfach nur Panik.

26.10.2021 00:18 • 26.10.2021 #1


8 Antworten ↓


Schlaflose
Krampf im Bein kommt meist von Magnesiummangel. Wenn du umgekippt bist, hast du wahrscheinlich Mängel an Mineralstoffen. Eine Infusion reicht nicht aus, um die Speicher wieder zu füllen. Und nsch einem Wadenkrampf tut einem eben das Bein noch tagelang weh. Das ist wie starker Muskelkater. Manchmal kommt es dabei auch zu einer Muskelzerrung oder Faserriss.
Zitat von Zi-zi:
Habe auch beim nach vorne bücken ein Ziehen im Rücken. Evtl kommt das Stechen im Brustbereich auch vom Rücken

Das liegt an Verspannungen und Untrainiertheit.

26.10.2021 06:53 • x 1 #2



Rückfall Angststörung / Hypochondrie

x 3


Dany76
Guten Morgen,
ich sehe das auch so wie Schlaflose schon geschrieben hat.

Dass deine Angst und Panik jetzt wieder hoch kommt ist völlig nachvollziehbar. Ich kenne das auch.... Du musst jetzt quasi wieder vertrauen in den eigenen Körper finden und sehen dass du nichts schlimmes hast, das hätten die im Krankenhaus dann gesehen.

Normalerweise bekommt dein Hausarzt ja einen Arztbrief, da kannst du ja mal nachfragen, ob dir Mineralstoffe, Vitamine etc fehlen....

Liebe Grüße.

26.10.2021 07:00 • x 1 #3


_Noah_
@Schlaflose Ich habe an sich vor 4 Monaten angefangen etwas Sport zu machen. Also jetzt nix extremes aber eben leichten Ausdauersport auf Anweisung meiner Physiotherapeutin und versuche zumindest etwas mehr Bewegung in den Alltag einzubauen (neben der Arbeit eben). Bin selbstverständlich alles andere als durchtrainiert bzw Leistungssportler aber mir ging bisher seitdem ich eben etwas Sport gemacht habe besser. Jetzt wo seit neustem die Angst wieder da ist, hat sich der gesamte Allgemeinzustand extrem verschlechtert, inklusive zu dem blöden Zwischenfall wo ich bei der Arbeit zusammengesackt bin. :/

26.10.2021 07:11 • #4


_Noah_
@Dany76 Ich habe mir gestern auch Magnesium aus der Apotheke geholt, als ich mich von der Apothekerin hab beraten lassen. Habe es im Anschluss auch eingenommen und hatte schon das Gefühl, dass es ziemlich zügig was gebracht hat, denn gegen gestern Abend hatte ich zumindest gefühlt überhaupt nicht mehr das Gefühl, dass mein Bein schmerzt bzw durch den vorherigen Krampf gereizt ist. Heute früh dementsprechend Gott sei Dank auch nicht. Das einzige was mir eben Angst macht sind immer noch die Brustschmerzen und der erhöhte Puls, inklusive die Atemnot (die in dem Fall wahrscheinlich durch die Panik kommt).

Habe echt keine Ahnung was ich machen soll. Konnte die halbe Nacht deshalb nicht schlafen, weil ich entweder Angst oder Schmerzen hatte und fühle mich allgemein einfach nur schlecht. Habe bereits vieles versucht, was ich in der Therapie gelernt habe um mich entweder abzulenken oder um mir selbst die Panik zu nehmen aber aktuell schlägt halt überhaupt nichts an und ich habe das Gefühl, die Situation eskaliert früher oder später.. Könnte momentan einfach nur noch durchgehend weinen.

26.10.2021 07:17 • x 1 #5


Schlaflose
Zitat von Zi-zi:
@Schlaflose Ich habe an sich vor 4 Monaten angefangen etwas Sport zu machen. Also jetzt nix extremes aber eben leichten Ausdauersport auf Anweisung meiner Physiotherapeutin und versuche zumindest etwas mehr Bewegung in den Alltag einzubauen (neben der Arbeit eben). Bin selbstverständlich alles andere als ...

Ausdauersport trainiert aber nicht die Rücken und Bauchmuskulatur. Das kann man nur durch gezielte Übungen.

26.10.2021 07:28 • x 1 #6


Dany76
Zitat von Zi-zi:
@Dany76 Ich habe mir gestern auch Magnesium aus der Apotheke geholt, als ich mich von der Apothekerin hab beraten lassen. Habe es im Anschluss auch ...


Ja, Magnesium hilft schon wirklich gut bei solchen Beschwerden.

Im Krankenhaus wurde ja, wie ich lesen konnte, auch ein Ultraschall vom Herz gemacht. Da bist du dann eigentlich auch auf der sicheren Seite was eben das Herz angeht.

Daher denke ich dass die Schmerzen in der Brust auch vom Rücken kommen. Auch das kenne ich persönlich auch....
Durch deine Angst und die Anspannung verkrampft dein Körper auch dauerhaft und es fängt an, überall zu schmerzen und zu verspannen.
Vielleicht hast du ja ein Wärmekissen das du dir mal auf den Rücken legst, so in brusthöhe....

Wenn du Donnerstag deine Therapeutin siehst, kannst du ja alles besprechen und sie wird dir sicher noch mehr helfen!

26.10.2021 07:43 • x 1 #7


_Noah_
@Dany76 Sorry, bin kurz darauf nachdem ich das geschrieben habe eingeschlafen da ist so müde war Bin gerade von einem Frauenarzt Termin zurück und etwas genervt, da mir aufgrund von einer Untersuchung wieder Blut abgenommen wurde und ich ja schon am Freitag mit der Infusion bissl Ärger hatte, da die Ärzte Schwierigkeiten hatten eine passende Vene zu treffen.. Frauenärztin hatte heute dasselbe Problem, sodass ich wieder einige Male angestochert wurde, was mich psychisch auch bisschen runtergezogen hat, da ich dadurch getriggert wurde.

Habe eine Vorgeschichte mit einer Essstörung, die ich mir als Form von Selbstverletzung in meinen Teenager-Jahren angeeignet habe und hing dementsprechend auch regelmäßig entweder an Infusionen oder bekam Blut abgenommen, da meine körperliche Verfassung damals katastrophal war und meine Arme durch die ständigen Blutuntersuchungen oder Infusionen echt so aussahen als ob ich mir selbst irgendwas spritzen würde, so blau und angeschwollen wie die waren..

Nicht meine Zeit momentan bzw einfach nur eine ziemlich besch*ssene Phase, die durch solche kleinen Dinge zusätzlich erschwert wird aber gut.. Gibt schlimmeres. Das mit den Brustschmerzen hält sich aktuell recht gut in Grenzen. Habe vorhin mit einer Wärmflasche gepennt und jetzt gerade mache ich mir wieder eine, da ich schon das Gefühl habe, dass es mir gut tut.

26.10.2021 09:54 • x 1 #8


_Noah_
@Schlaflose Ich habe Ende dieser Woche wieder einen Termin zur Physio. Ich spreche meine Therapeutin mal darauf an, dass die mir paar gezielte Übungen zeigen kann oder informiere mich im Internet. Dennoch ist glaub ich meine Physiotherapeutin die beste Ansprechpartnerin, da die mich und meine Vorgeschichte sehr gut kennt.

26.10.2021 09:57 • #9




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Christina Wiesemann