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Prati

Prati
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Sammelthema
In meiner Vorstellung schrieb ich von Angst vor dem Tod, welche eine Panikattacke auslöste. Seit den Pfingstferien fahre ich Achterbahn - mal geht es mir "gut". Dann falle ich wieder in ein Loch. Rauf, runter, rauf, runter. Mein grösstes Problem derzeit - ich kann das, was passiert in/mit mir nicht länger einschätzen.

Derzeit erfahre ich u.a.:
Schwäche, Schwindel, Schmerzen(Stechen) in der Brust, Herzstolpern gehäuft (also nicht das "normale", welches die Meisten gar nicht wahrnehmen), Kopf- und Gliederschmerzen, sehr schwammiges Körpergefühl zT. wie als wäre "ich" irgendwie nicht richtig da, Enge ums Herz herum bzw. Druck im Brustkorb, Verdauung ausser Rand und Band, erhöhter Harndrang, Unruhe, Kribbeln und Jucken in der Brust...

Was mich so irritiert ist der Umstand, dass ich die meiste Zeit über gar keine "Attacke" wahrnehme - das ist quasi ein Dauerzustand. Und ich bin auch nicht dauerhaft total "panisch" und fühle mich trotzdem so wie oben beschrieben bzw. erfahre diese Symptome. Es gibt quasi Angstspitzen - also "Attacken", die gegen Abend auftreten. ZT. bleiben diese auch aus. Ich fühle mich trotzdem - mit und ohne - "schei."...

Deswegen - sind dies Eurer Erfahrung nach Symptome, welche im Rahmen einer "Attacke" auftreten können? Und halten diese bei Euch im Zweifel über mehrere Tage an? Oder könnten dies zT auch quasi Folgeerscheinungen eines total überreizten/überspannten Nervensystems sein?

Freue mich über Rückmeldungen,
Prati

08.04.2021 #1


28 Antworten ↓
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FreyaA
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Hallo Ihr lieben,

Nun muss ich leider doch ein Thema eröffnen, weil ich nicht mehr kann. Kurz zu meiner Situation:

Ich hatte im April 2019 eine emotional Schlimme Phase. Sonst war ich aber gesund, bis ich einmal beim Einkaufen an der Kasse plötzlich Herzrasen bekommen habe. Mir war auf einmal so mulmig zumute, dass ich nur noch raus wollte. Habe alles stehen und liegen lassen und bin nach Hause gelaufen. Danach war ich nur noch müde und mir war furchtbar kalt. Nach der Situation hab ich mir etwas um mein Herz Sorgen gemacht, wäre nie auf eine Panikattake gekommen. Dann war ein halbes Jahr Ruhe.
Im Oktober sass ich gemütlich beim Kaffee trinken. plötzlich wurde mein Gesicht kalt, mir wurde wieder komisch und mein Herz raste und hämmerte gegen die Brust. Mich überkam zwar ein komisch Gefühl, aber keine Todesangst. Danach hab ich stark gezittert und mir war furchtbar kalt. Am nächsten Tag war ich beim Arzt und da hörte ich das erste mal etwas von "Panikattacken". Ich war danach mit einem etwas mulmigem Gefühl unterwegs. Also ziemlich ängstlich. Der Alltag musste aber weiter laufen. mit Kind und Job. Durch das googeln kam ich auf die Antibabypille, dass es ein Auslöser sein kann. Habe sie darauf auch schnell angesetzt. Nach etwa 2 Wochen hatte ich Angstzustände. Es fühlte sich an wie Wellen. Alles gut und auf einmal wie eine Welle der Angst überkam mich. Und das mehrmals täglich. Irgendwann ließ es nach. Ab dem Zeitpunkt war ich schon viel ängstlicher unterwegs. Irgendwann fühlte ich mich aber sicherer. Vor etwa 2 Wochen hatte ich wieder energy ohne Ende und ich fühlte mich angstfrei und glücklich. bis zum letzten Samstag. Ich war arbeiten. Den ganzen Tag hatte ich schon so merkwürdige Verspannungen im Nacken und Kopfbereich, mir war leicht schwindelig. Und auf einmal kam alles zurück. Mir wurde kalt, mein Herz raste, mir wurde wieder komisch. Ich bin raus gelaufen und hatte furchtbare Angst umzukippen. Mit zittrigen Händen rief ich eine Kollegin an, die mich schließlich ablöste und ich ins Krankenhaus fuhr. Bis ich dort ankam, war alles vorbei. Trotzdem haben sie ein ekg geschrieben und Blut abgenommen. Alles bestens. Auch dort hiess es "panikattacke ". Und seit dem hab ich täglich Ängste und Panik. Gestern den ganzen Tag nervosität, unterschwellige Angst und Abend wie eine panikattacke. Heute war es tagsüber besser und gerade wieder wie eine art panikattake, aber ohne herzrasen . Ich bin gerade sehr verzweifelt. Sind es wirklich Panikattacken von der Psyche? Oder kann es auch andere Auslöser geben?

Tut mir leid für den langen Text

LG FreyaA

12.02.2020 21:08 • #18


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Lösen Panikattacken wirklich all DAS aus?

x 3


A

Anti3112
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Hallo Zusammen!
Ich bin neu hier. Vermutlich gab es ähnliche Beiträge schon oft. aber ich verzweifle zunehmend.

Zu meiner Geschichte:
Ich habe im Dezember zum ersten Mal Panikattacken gehabt. Anfangs oft in Kombi mit Schwindel, es war, als würde mir schwarz vor Augen werden, oder als fiele ich in Ohnmacht. Dies ist aber nie passiert. Ich habe dann nach mehrmaligen wöchentlichen Arztbesuchen (Hausarzt, HNO, Gyn) erst Sertralin bekommen. Dies hab ich nicht gut vertragen. Dann habe ich auf Opipramol gewechselt. Zusätzlich habe ich Tavor als Notfallmedikament.

Ich weiß, dass ich eine harte Zeit hinter mir habe (mein Noch-Mann ist Alk., Kiga Kind, voll berufstätig, lange die ganze Verantwortung alleine getragen). Im Sommer letzten Jahres habe ich endlich die Trennung geschafft und wie durch ein Wunder im Herbst einen tollen, fürsorglichen Mann kennen gelernt. Es könnte also alles endlich toll sein.
Stattdessen hänge ich. immer wieder Attacken, mal leicht, mal heftig (ich zittere dann am ganzen Körper und bin gefühlt bewegungsunfähig, vor 3 Wochen bin ich sogar in der internistischen internistischen Notaufnahme Notaufnahme gelandet - immerhin weiß ich nun, dass mein Herz in Ordnung ist). Manchmal sind es auch "nur" Schmerzen/ Stiche an irgendeiner Körperstelle. Ich habe meine Lebensfreude zur Zeit fast verloren. plage mich oft mit Fragen:
Warum? Was ist das bloß? Wieso jetzt?

Ich konnte glücklicherweise schnell bei meiner Psychotherapeutin (Verhaltenstherapeutin) andocken, aber gefühlt komm ich nicht voran. Ich mag meinen Job wieder machen können, für mein Kind da sein. vielleicht auch mit diesem tollen Mann was aufbauen. aber so? Nein, so mag ich nicht mehr.

Ich mag doch nur mein Leben zurück.

Ich war immer ein Stehauf-Mensch. Mein Standard Spruch war: mich haut nichts um. und nun? Ich könnte wirklich nur noch heulen.

Habt ihr Ideen? Tipps? Was hat euch wirklich geholfen?

07.04.2021 21:41 • #23


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miriam0707
Hallo nochmal,
also mir geht es ähnlich. Ich habe nicht mehr so wirklich Panikattacken. In meinem Kopf Kreisen diese Gedanken, Gedanken an Krankheiten und sterben. Ich achte ganz genau auf meinen Körper. Jedes ziepen und ziehen macht mich verrückt. Dann Male ich mir die schlimmsten Gedanken aus und zack fängt mein Herz an zu rasen. Manchmal kann ich mich ablenken aber an schlechten Tagen funktioniert das garnicht. Den ganzen Tag diese Gedanken im Kopf, dass macht einen verrückt ...

#2


R
Hallo,
ich verstehe die Frage nicht ganz. Irgendwie liest sich das wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Rolling Eyes Bei mir genügt es schon, wenn jemand sagt: "Ich muß dir unbedingt was erzählen." und schon habe ich Panik, weil ich dann so wichtig bin, nicht aufstehen und weggehen kann. Es ist, als wenn mich jemand anbinden will. Wenn ich das Gefühl der Vereinnahmung habe, dann habe ich Panik. Und dabei renne ich nicht nervös panisch rum, sondern werde ganz regungslos, kann der Erzählung gar nicht folgen und habe das Gefühl, aus mir 'herauszutreten', mein Blut scheint zu erstarren und ich würde am liebsten weglaufen. Auch Orte und bestimmte Situationen lösen Panik aus. Insoweit ist für mich klar, daß nicht Panikattaken der Auslöser sind, sondern das Ergebnis meiner Angst.

Grüße

x 1 #3


Prati
Hallo Reenchen,

stimmt, dass war missverständlich ausgedrückt.

Was mich derzeit quält - neben dem Kopfpanikkino - ist die Frage - sind all die erlebten Symptome Teil einer Panikattacke bzw. evtl. auch Folgen dieser? Ich beobachte es bei mir in Etwa so...

- beim Treppensteigen der Gedanke was jetzt passieren könnte (Herz, xyz)
- umgehende körperliche Reaktion (zB. erhöhter Puls, Blutdruck steigt/fällt...)
- Panikattacke, so fern ich mich nicht "runter fahren kann"
- je nach "Stärke" fühle ich mich dann müde, schwach usw.

Aber ich fühle mich unabhängig von diesen Situationen wie eingangs beschrieben. Und da frage ich mich und Euch - erfahrt Ihr Ähnliches? Bei mir lassen bestimmte Symptome gar nicht nach.

Vielleicht ist es ja auch so, dass ich regelmässig kurz "panisch" reagiere und mein Körper mittlerweile "platt" ist vom vielen Angst haben. Das erlebe ich als fast noch schlimmer als die Angst an sich - weil es mir total die Kraft nimmt und mich komplett ausbremst. Und noch zusätzlich das Kopfkino befeuert, weil dann Gedanken aufkommen wie "so geht das doch nicht weiter", "mit mir muss doch körperlich was nicht stimmen"...

Hoffe, jetzt wird es etwas klarer... Smile
Prati

Zitat von Reenchen:
Hallo,
ich verstehe die Frage nicht ganz. Irgendwie liest sich das wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Rolling Eyes Bei mir genügt es schon, wenn jemand sagt: "Ich muß dir unbedingt was erzählen." und schon habe ich Panik, weil ich dann so wichtig bin, nicht aufstehen und weggehen kann. Es ist, als wenn mich jemand anbinden will. Wenn ich das Gefühl der Vereinnahmung habe, dann habe ich Panik. Und dabei renne ich nicht nervös panisch rum, sondern werde ganz regungslos, kann der Erzählung gar nicht folgen und habe das Gefühl, aus mir 'herauszutreten', mein Blut scheint zu erstarren und ich würde am liebsten weglaufen. Auch Orte und bestimmte Situationen lösen Panik aus. Insoweit ist für mich klar, daß nicht Panikattaken der Auslöser sind, sondern das Ergebnis meiner Angst.

Grüße

#4


R
Panik ist Fight-or-flight. https://de.wikipedia.org/wiki/Fight-or-flight
Wenn man Panik hat, stellt der Körper alle Stoffe zur Verfügung, die für einen plötzlichen Kampf oder Flucht nötig sind. Der Herzschlag und die Atmung erhöht sich, es wird mehr Sauerstoff durch Blut und Muskeln gepumpt, Hormone sorgen dafür, das du weniger Schmerz empfindest und die Organe arbeiten beschleunigt. Das sind ureigendste Verteidigungsstrategien des Menschen, sonst gäbe es ihn heute nicht mehr.

Es gibt Auslöser, bei denen unser Gehirn reagiert, als würden wir gerade von einem Löwen gejagd. Natürlich sind unsere Ängste keine Löwen, aber unser Körper denkt, er müßte sich verteidigen und diese Fehlreaktion läuft bei uns ab. Wovor man Angst hat, kann bei jedem Menschen völlig unterschiedlich sein - die Panikreaktion läuft aber körperlich immer gleich ab. Die Wahrnehmung bei jedem Menschen ist genauso unterschiedlich, wie die Angst, die Panik auslöst. Der eine nimmt das Schwitzen mehr wahr, der andere den Herzschlag und wieder andere haben plötzlich das Gefühl, sie müßten schnell aufs Klo. Wink

PS: der Körper kann bereitgestellte Stoffe nicht einfach selbst zurück nehmen. Am Besten du versuchst mit Sport (mal auspowern), die Stoffe wieder aktiv abzubauen.

x 2 #5


Prati
So weit so klar. Der Körper haut alles raus was geht, sobald das Nervensystem auf Überlebensmodus schaltet.

Also ist es quasi "normal" sich nicht nur während einer Attacke sondern auch weit darüber hinaus schlecht zu fühlen und die von mir beschriebenen Symptome (so, oder ähnlich) wahrzunehmen..?

Was mich halt enorm wurmt ist - selbst dann, wenn ich mich "gut" fühle und keine Attacke habe, bin ich körperlich mehr als nur ein wenig eingeschränkt. Aber das ist dann wohl Ergebnis des "Angstmarathons" der letzten Wochen...

Das macht mir zusätzlich Angst bzw. löst Spannungszustände aus durch entsprechende Gedanken. Eine Spirale...

#6


Prati
Zitat von miriam0707:
Den ganzen Tag diese Gedanken im Kopf, dass macht einen verrückt ...


Hallo Miriam,

wie geht es Dir an den Tagen nach Attacken?

Prati

#7


miriam0707
Hey, im Moment bin ich generell so gut wie immer unruhig, hibbelig und nervös. Ich bin dann immer total erschöpft und mein Kopfkino lässt mich nicht in Ruhe. Ich achte einfach auf alles, gegen Abend wird es dann meist etwas besser.
Liebe Grüße

#8


R
Adrenalin ist das beste Beispiel. Wenn vom Körper plötzlich mehr Adrenalin zur Verfügung gestellt wird, dann erwartet z.B. das Herz, daß es jetzt ackern soll. Du merkst, daß dein Herz pocht und vielleicht denkst du, daß es jetzt Herzstolpern ist. Die Panik geht vorbei und du merkst aber immer noch, daß das Herz mehr schlägt und weil du mehr darauf achtest, holpert es natürlich oder zittert oder tickt... auch der Panikmodus geht nur langsam vorbei. Du wirst körperlich aber nicht aktiv, damit das Adrenalin auch verbraucht wird. So verbleibt das erhöhte Adrenalin und weicht nur langsam. Wenn du ständig täglich über Stunden in diesem Modus verbleibst, kann dein Körper das nicht abschalten.
Adrenalin baut man durch Bewegung ab. Wenn man sich einfach nur hinlegt oder sich mit TV ablenkt, wird das erhöhte Adrenalin irgendwann wirklich den Körper schädigen.

x 1 #9


Prati
Und das ist die Krux - als Laie weiss ich eben nicht, was von der Panik kommt und was evtl. doch eine andere Ursache hat. Könnte die Schilddrüse sein, oder eine Darmentzündung, oder, oder oder.

Wenn ich zB. während des Unterrichts die Schwäche und das merkwürdige Körperempfinden wahrnehme, geht der Kopfkasper ab. Ich kann mich zwar ganz gut runter fahren, aber nichts desto trotz denke ich sofort - "das kann doch nicht alles von der Angst kommen". Aber dann lese ich andere Beiträge hier und denke - "sehr wohl".

@Miriam
Bei mir ist es abends immer schlimmer - bis dahin bin ich weit aus besser beeinander. Für den Kopf muss ich wirklich einiges tun, damit der nicht komplett durch dreht. Das "was wäre wenn" spiele ich regelmässig durch - stelle mir das Schlimmste vor was passieren könnte. Übe mich in Akzeptanz - "dann ist es eben so" usw.

#10


miriam0707
Wenn ich beschäftigt bin geht es mir eindeutig besser, zum Beispiel auf der Arbeit. Vielleicht geht es mir auch Abends besser weil ich dann entspannen kann, ich male unheimlich gerne. Das mache ich jeden Abend zum runterkommen. Was machst du beruflich und in deiner Freizeit gerne?

#11


Prati
Musik! Klavier, leider nicht zuhause. Dann säße ich bei jeder Attacke sofort am Klavier. Smile Malen sollte ich auch mal wieder probieren. Schön, dass du etwas hast, was dich beschäftigt/runter bringt! Hatte heute diverse Termine und während dessen keine Spur von "Panik" usw. Erst hinterher war da wieder Zeit für Gedanken... bäh!

#12


miriam0707
Ja richtig, sobald man zur Ruhe kommt, dann kommen diese blöden Gedanken. Ich versuche im Moment sobald diese Gedanken kommen an etwas schönem aus meinem Leben zu denken, klappt sogar manchmal. Ich kann nur empfehlen etwas zu suchen was einem Spaß macht und wenigstens etwas runter bringt. Ich weiß, leichter gesagt als getan ....

#13


Prati
... aber etwas was wirklich hilft, so scheint es. Mir hat vor kurzem jemand gesagt - nur "fühlen" hilft. Soll heissen - die jeweilige Empfindung einfach nur fühlen. Habe es ein paar Mal ausprobiert - ziemlich, äh, starke "Medizin". Dachte ich werde verrückt... Smile

#14


miriam0707
Das nenne ich auch mal harte Medizin, habe ich aber auch schon oft gehört. Bei mir hilft es am besten wenn ich mich ablenke. Seit dem AD habe ich ja auch keine wirklichen Panikattacken, aber diese blöden Gedanken bekomme ich nicht aus dem Kopf und dieses blöde gleich passiert etwas ... man hat doch Vorstellungen im Kopf das ist der Hammer, kein Wunder das man da mal am Rad dreht. Spazieren gehen hilft mir auch super

#15


Phänomen
mir geht es genau wie dir, prati. ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine wirkliche panikattacke erfahren zu haben. musste mich einmal übergeben und das herz raste auch schonmal; aber so, dass ich das gefühl hatte, gleich die kontrolle zu verlieren, war es noch nie.
nichtsdestotrotz geht es mir momentan wieder total beschissen. ich habe permanentes völlegefühl und keinen wirklichen hunger oder appetit, power und antrieb fehlen schon unlängst. blutbild war natürlich wie immer bestens, trotzdem bleibt die angst. Sad

#16


Prati
Hallo Phänomen,

das ist es ja! Ich verstehe - mittlerweile - das eine Panikattacke und/oder auch starke Ängste den Körper enorm belasten können. Scheinbar geht es nicht wenigen so, dass sie auch manchmal über Tage hinweg bestimmte Symptome erleben, sich schwach/müde usw. fühlen.

Aber bei mir wie heute - morgens Sport, danach 20 Minuten Rad. In der Arbeit dann Blutdruck niedrig. Später Kopfschmerzen. Schmerzen in den Beinen. Zuhause angekommen - total platt. Vor 5 Wochen habe ich noch jede Woche 100 km mit dem Rad zurück gelegt. 2-3 Mal zusätzlich Fitness. Jetzt - alles zuviel.

Habe später einen Arzttermin und mittlerweile hoffe ich fast, dass einer Mal sagt - da ist doch was. Weil dieser Zustand keiner mehr ist. Und das ist doch total schräg wenn man schon hofft, dass der Arzt eine (körperliche) Erkrankung bestätigt...

Prati

#17

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F

Sind das wirklich Panikattacken?

Hallo Ihr lieben,

Nun muss ich leider doch ein Thema eröffnen, weil ich nicht mehr kann. Kurz zu meiner Situation:

Ich hatte im April 2019 eine emotional Schlimme Phase. Sonst war ich aber gesund, bis ich einmal beim Einkaufen an der Kasse plötzlich Herzrasen bekommen habe. Mir war auf einmal so mulmig zumute, dass ich nur noch raus wollte. Habe alles stehen und liegen lassen und bin nach Hause gelaufen. Danach war ich nur noch müde und mir war furchtbar kalt. Nach der Situation hab ich mir etwas um mein Herz Sorgen gemacht, wäre nie auf eine Panikattake gekommen. Dann war ein halbes Jahr Ruhe.
Im Oktober sass ich gemütlich beim Kaffee trinken. plötzlich wurde mein Gesicht kalt, mir wurde wieder komisch und mein Herz raste und hämmerte gegen die Brust. Mich überkam zwar ein komisch Gefühl, aber keine Todesangst. Danach hab ich stark gezittert und mir war furchtbar kalt. Am nächsten Tag war ich beim Arzt und da hörte ich das erste mal etwas von "Panikattacken". Ich war danach mit einem etwas mulmigem Gefühl unterwegs. Also ziemlich ängstlich. Der Alltag musste aber weiter laufen. mit Kind und Job. Durch das googeln kam ich auf die Antibabypille, dass es ein Auslöser sein kann. Habe sie darauf auch schnell angesetzt. Nach etwa 2 Wochen hatte ich Angstzustände. Es fühlte sich an wie Wellen. Alles gut und auf einmal wie eine Welle der Angst überkam mich. Und das mehrmals täglich. Irgendwann ließ es nach. Ab dem Zeitpunkt war ich schon viel ängstlicher unterwegs. Irgendwann fühlte ich mich aber sicherer. Vor etwa 2 Wochen hatte ich wieder energy ohne Ende und ich fühlte mich angstfrei und glücklich. bis zum letzten Samstag. Ich war arbeiten. Den ganzen Tag hatte ich schon so merkwürdige Verspannungen im Nacken und Kopfbereich, mir war leicht schwindelig. Und auf einmal kam alles zurück. Mir wurde kalt, mein Herz raste, mir wurde wieder komisch. Ich bin raus gelaufen und hatte furchtbare Angst umzukippen. Mit zittrigen Händen rief ich eine Kollegin an, die mich schließlich ablöste und ich ins Krankenhaus fuhr. Bis ich dort ankam, war alles vorbei. Trotzdem haben sie ein ekg geschrieben und Blut abgenommen. Alles bestens. Auch dort hiess es "panikattacke ". Und seit dem hab ich täglich Ängste und Panik. Gestern den ganzen Tag nervosität, unterschwellige Angst und Abend wie eine panikattacke. Heute war es tagsüber besser und gerade wieder wie eine art panikattake, aber ohne herzrasen . Ich bin gerade sehr verzweifelt. Sind es wirklich Panikattacken von der Psyche? Oder kann es auch andere Auslöser geben?

Tut mir leid für den langen Text

LG FreyaA

#18


zWo3
Hallo,

Was soll man groß dazu sagen, du bist eine von Millionen denen es so geht du bist keine Ausnahme und nichts besonderes. Ja du hast wirklich Panikattacken. Versuche dir einen Termin bei einem Psychologen / Psychiater deiner Wahl zu bekommen, und gehe dem ganzen auf den grund. Der Arzt wird dir wohl zu einer Verhaltenstherapie und einem SSRI raten. Was du damit machst ist alleine deine Entscheidung.

Alles gute und gute besserung.

#19


F
Vielen Dank für deine Antwort. Es fällt mir wirklich schwer damit umzugehen. Aber so ist es wohl bei allen. Wie genau geht man denn vor? Den Hausarzt darauf ansprechen?

Lg

#20


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Dr. Matthias Nagel
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