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Hallo Euch,

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet um mal eine zweite Meinung zu bekommen, eine Neutrale zweite Meinung.

Seit einigen Wochen ist mir schwindelig, mein Arzt untersuchte mich kurz und konnte eigentlich alles ausschließen, da keine anderen Symptome da waren, zumal er erst vor kurzen wieder Schilddrüse Kontrolliert hat, im letzten Jahr fand mein Jährliches Belastungs- EKG statt, auch mein Asthma wurde dabei wie jedes Jahr kontrolliert! Alles gut, nicht perfekt aber gut!

Vor 3 Wochen ist mir nach dem Renovieren auf dem Sofa der Hinterkopf eingeschlafen, klar hat meine bessere Hälfte Angst bekommen und mich in die Klinik gefahren. Hintergrund ganz klar: Zu hart gelegen, die Arterie etwas abgedrückt und dadurch wurde der Kopf kurz unterversorgt, Untersuchung überflüssig da normale Augen und Reaktionen......

Vor 2 Wochen wurde ich Nachts wach mit derben Brustschmerzen, ich dachte an das schlimmste, fuhr nochmal zur Klinik.... 3 Stunden EKG und dutzende Blutabnahmen später: Alles in Ordnung es konnte nichts gefunden werden!

Letzte Woche saß ich in der Badewanne, entspannte mich und von einem Moment auf den anderen wurde mir leicht schwummerig in der Rübe, ein Druck baute sich auf Kopf, Hals und Brust auf... Habbe gestottert und gezitter.... Ich bin fast aus der Wanne gefallen vor Schreck, beim Arzt angekommen Diagnostizierte er folgendes:

Blutdruck 140 / 40 Puls 92 Ich bekam Tropfen die meinen Kreislauf nicht nur auf Vordermann brachten sondern mich auf Wolke 7 beförderten ( weiß nicht was es war den Pupillen zu Urteilen war ich auf Dope )

Er meinte es sei eine der klassischsten Formen einer Panimattacke gewesen, aber das mein Blutdruck so weit unten war, das bezweifle ich das es wirklich von einer Panikattacke ausgehen kannn?!? - Ich weiß es aber nicht unmöglich ist es sicherlich nicht sind die Symptome ja sehr verschieden.....

Er stellte außerdem eine Mandelentzündung fest und schlussfolgerte folgendes: Ich habe zu heiß gebadet, der Körper wollte der Wärme entgegenwirken, da ja auch eine Infektion da war und senkte den Blutdruck, das bekam ich zu aktiv mit und habe da heraus eine Panikattacke bekommen!?!

Ich weiß es nicht ich würde mal gerne Eure Meinungen hören, seit dieser Attacke geht es mir aber definitiv immer schlechter, ich bin Dauermüde total überreizt und leicht aufbrausend, mache mir zu oft Gedanken über alles Mögliche und jede kleinste Kritik nehme ich als absoluten Angriff wahr. - Weiter habe ich seit der Badewanne auch öfter diese Anwandlungen - kann sie aber zu 99% im Keim ersticken in dem ich mich entspanne....

Ich hatte die letzten 3 Jahre viel Stress

Haus wird seit drei Jahren Saniert immer wieder in kleinen Schritten
Da ich es mit den Rücken habe musste ich meinen Job aufgeben
beginne bald meine Ausbildung zum Kinderpfleger
Habe Stress mit dem Arbeitsamt welches sauer ist das ich Privat Umschule und nicht über deren Förderbudget!
Das Bafög ist ein anderes Kapitel
1 Jahr hat es in der beziehung gehakt eh ein Zusammenleben Möglich war
Das Geld wird auf dem letzten Meter zur Schule immer Knapper

Ich habe binnen eines Jahres viele Diagnosen zu hören bekommen

Asthma
Wirbelbruch ( der bis vor kurzen unentdeckt blieb )
Brauche ne Brille
Schilddrüsenunterfunktion

Dazu kommt das ich 2008 – 2010 meinen Vater gepflegt habe der einen Hirntumor hatte


Also ich denke Gründe liegen ja vor! Definitiv und unbestreitbar – Aber wie passt der fallende Blutdruck da hinein, kann es wirklich auch durch die Psyche verursacht werden, ich assoziiere Panik mit einem enorm Hohen Blutdruck!


?

FG Boris

04.06.2014 11:58 • 10.06.2014 #1


9 Antworten ↓


Plumbum
Huhu Boris (Sag jetzt nicht, Deine Eltern waren Tennisfans )

Klingt alles ziemlich plausibel was Dein Onkel Dottore da so von sich gibt. Der fallende Blutdruck lässt sich so erklären, Dir hat es quasi die körperliche Sicherung rausgehauen. Eine Panikattacke läuft (meist) so ab, erst kommt der Schwindel (der Körper sagt Dir damit, STOP! Nicht so schnell!) durch den Schwindel wiederum erschrickst Du ( omg was geht jetzt ab?) und das wiederum führt dazu das Du Panik bekommst weil Dein Körper durch Adrenalinzufuhr dafür sorgt, dass Du dich aus einer (in diesem Falle vermeintlichen) Gefahrensituation retten kannst. Voila Panikattacke!


LG
PB

04.06.2014 13:22 • #2



Habe ich wirklich Panikattacken?

x 3


Hi Danke für die Antwort,

Zum Namen: Real heiße ich wie der Herr Borg und den Namen habe ich bekommen weil meine Mutter ihn mochte..... Bpris ergab sich mal später in anspielung auf mein russiches aussehen

Im Moment ist es so das ich halt diese Symptome, wenn man sie so nennen mag täglich habe, mal mehr mal weniger. Es ist belastend, aber noch irgendwie aus zu halten. Ich habe nur „Angst“ das ich in meine Teeniephase zurückgeworfen werde wo ich durch Mobbing eine starke Sozialphobie hatte und schon damals leichte Angststörungen ( aber anderes Ausmaß ) ! Ich habe das alles selber in den Griff bekommen, mit viel Mühe und Durchhaltevermögen, wobei ich sicherlich noch heute Auswirkungen spüre ( mangelndes Vertrauen ) . Dennoch ist das was mit mir im Moment so passiert nicht mehr wirklich lustig über meine Sozialphobie konnte ich damals zumindest noch lachen... Da bin ich einfach 1-2 mal überlegend zur Tür der kneipe des Kinos etc. gegangen habe mich nicht getraut mich selber ausgelacht für meine „Dummheit“ und bin einfach rein..... Aber bei den körperlichen Symptomen ich sie Momentan habe vergeht einem das Lachen! Damals wie heute kann ich da mit keinem drüber sprechen meine Mutter tut es ab als sei es nichts und erwiedert immer „...Ja und ich habe.... „ das will man nicht hören wenn man gerade eine Attacke schiebt.... Meine bessere Hälfte überspielt es als „ … alles halb so wild...“ und bleibt penetrant ruhig was mich dann wieder wütend macht.....

Dazu sollte ich erwähnen das gerade meine Mutter vor einiger Zeit ihre eigene Panikattacke schob dennoch ist die ampathie dadurch nicht gestiegen!


Therapie oder so sollte ich nicht machen wegen meiner Berufswahl im Pflegerischen ist das ein K.O Grund und im zweifel bei einer Arbeitstechnischen Untersuchung muss ich es später angeben ….

04.06.2014 13:40 • #3


Zitat von Boris85:
Hi Danke für die Antwort,

Zum Namen: Real heiße ich wie der Herr Borg und den Namen habe ich bekommen weil meine Mutter ihn mochte..... Bpris ergab sich mal später in anspielung auf mein russiches aussehen

Im Moment ist es so das ich halt diese Symptome, wenn man sie so nennen mag täglich habe, mal mehr mal weniger. Es ist belastend, aber noch irgendwie aus zu halten. Ich habe nur „Angst“ das ich in meine Teeniephase zurückgeworfen werde wo ich durch Mobbing eine starke Sozialphobie hatte und schon damals leichte Angststörungen ( aber anderes Ausmaß ) ! Ich habe das alles selber in den Griff bekommen, mit viel Mühe und Durchhaltevermögen, wobei ich sicherlich noch heute Auswirkungen spüre ( mangelndes Vertrauen ) . Dennoch ist das was mit mir im Moment so passiert nicht mehr wirklich lustig über meine Sozialphobie konnte ich damals zumindest noch lachen... Da bin ich einfach 1-2 mal überlegend zur Tür der kneipe des Kinos etc. gegangen habe mich nicht getraut mich selber ausgelacht für meine „Dummheit“ und bin einfach rein..... Aber bei den körperlichen Symptomen wie ich sie Momentan habe vergeht einem das Lachen! Damals wie heute kann ich da mit keinem drüber sprechen meine Mutter tut es ab als sei es nichts und erwiedert immer „...Ja und ich habe.... „ das will man nicht hören wenn man gerade eine Attacke schiebt.... Meine bessere Hälfte überspielt es als „ … alles halb so wild...“ und bleibt penetrant ruhig was mich dann wieder wütend macht.....

Dazu sollte ich erwähnen das gerade meine Mutter vor einiger Zeit ihre eigene Panikattacke schob dennoch ist die Empathie dadurch nicht gestiegen!


Therapie oder so sollte ich nicht machen wegen meiner Berufswahl im Pflegerischen ist das ein K.O Grund und im zweifel bei einer Arbeitstechnischen Untersuchung muss ich es später angeben ….

04.06.2014 13:42 • #4


Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass der Blutdruck ein wenig als Rettungsanker fungiert. Als letzte Hoffnung, dass es doch keine Angststörung ist. Stattdessen etwas "greifbares", das man behandeln kann. Alles ist besser, als festzustellen, dass es im Kopf steckt....
Für mich klingt so gut wie alles, das du schilderst mehr als bekannt. Ich habe im Moment auch am meisten mit Mangelndem Vertrauen in meinen Körper zu kämpfen. Die Symptome sind so real, dass man felsenfest überzeugt ist, dass man sich das nicht einbilden kann. Da versagt jede Ratio in dem Moment. Nur ist es eben auch so, dass ich dann schon vor 5 Jahren hundertfach gestorben wäre.

Ich verstehe nicht ganz warum du angeben musst, dass du eine Therapie gemacht hast!? Kann man das irgendwie nachvollziehen? Ansonsten würde ich es einfach verschweigen. Meiner Meinung nach gefährdet das doch nicht die Kinder mit denen du zu tun hast.

04.06.2014 14:32 • #5


Zitat von Domo:

Ich verstehe nicht ganz warum du angeben musst, dass du eine Therapie gemacht hast!? Kann man das irgendwie nachvollziehen? Ansonsten würde ich es einfach verschweigen. Meiner Meinung nach gefährdet das doch nicht die Kinder mit denen du zu tun hast.


... Nein in der Regel sieht es so aus das gerade über diverse Träger Amtsärztliche Gutachten erforderlich sind, verschweigen hilft nichts da man in der Regel sein Einverständnis erteilt das die alles einsehen dürfen. Dieses Bekommt dann nicht der Arbeitgeber sondern der bekommt nur ein "Tauglich" oder " Untauglich" Ohne Begründung zugeschickt. Ich habe in meinem Bekanntenkreis eine Person die wegen einer Depression in der Jugend 15 Jahre später als untauglich gekündigt wurde, trotz Anwalt etc, kam es nur zu einem Vergleich was ihr die stelle nicht retten konnte. Kann sich auch wieder etwas geändert haben, das will ich aber nicht riskieren....

Nun Gut zu meiner Sache: Es kann sein das ich etwas körperliches haben will, an sich akzeptiere ich aber auch die Psychische Komponente, sonst wäre ich nicht in dieses Forum gekommen Ich bin ein ziemlich reflektierter Mensch, der sich selber in der dritten Person beschreiben kann, was auch Fluch und Segen ist, das half aber und hilft mir mit mir selber klar zu kommen gerade in diesen Attacken.... Auch wenn es momentan noch wenig hilft, sie sind in dem Sinne ja auch erst seit einigen Wochen da, wie kann man denn damit generell umgehen außer Atemübungen ( die hab ich ma zwecks asthma gelernt helfen aber auch hierbei ab und an ) .... vielleicht habt ihr ja noch ratschläge für mich

04.06.2014 15:40 • #6


Zitat von Boris85:


Therapie oder so sollte ich nicht machen wegen meiner Berufswahl im Pflegerischen ist das ein K.O Grund und im zweifel bei einer Arbeitstechnischen Untersuchung muss ich es später angeben ….



definitiv ein ganz klares, lautes NEIN! das ist KEIN k.o. grund, um im pflegerischen Bereich tätig zu sein.

04.06.2014 16:21 • #7


lieber boris,
erstmal: JA das war eine panikattacke
und
JA dein arzt hat recht mit dem was er sagt, es hört sich so an als wenn er ahnung hätte (was rät er denn als behandlung?)
ich denke, dein stress war letzter zeit einfach zu viel.
dir scheint es ähnlich zu gehen wie mir, ich habe meine frühere ängste auch überwunden gehabt und plötzlich gings jetzt los, diesmal aber richtig, mit heftigen körperlichen symptomen.

ich verstehe dich SEHR gut, dass du keine therapie machen willst. ich muss auch aufpassem mit wem ich über was rede, bei meinem beruf ist man da auch schnell unten durch.
du könntest höchstens eine privat bezahte therapie machen - aber sieht wohl eher schlecht aus bei dir.

du hast recht, gerade staatliche institutionen fragen oft ob man körperlich und psychisch belastbar ist und fordern nachweise. gerade wenn man mit labilen kindern oder kinder die aus schwierigen verhältnissen kommen arbeitet.
also richtig, dass du da vorsichtig bist.

tipp: selbsthiilfegruppe, da kannst du lernen wie du damit umgehst, was man noch abklären kann usw.
liebe grüße

05.06.2014 21:44 • #8


filigrantechniker
Bei mir ist es auch so, dass der Blutdruck nicht übermäßig hoch ist und ich habe normalerweise auch kein Herzrasen während meiner PAs und genau deshalb glaube ich auch nie daran, dass ich eine PA habe, wundere mich dann aber stets dass Benzos helfen.

Eingeschlafener Hinterkopf und Brustschmerzen, dazu Asthma und Renovierung. Könnten Wirbelblockaden sein. Vielleicht mal vom Orthopäden durchchecken und einrenken lassen

08.06.2014 12:02 • #9


Zitat von filigrantechniker:
Bei mir ist es auch so, dass der Blutdruck nicht übermäßig hoch ist und ich habe normalerweise auch kein Herzrasen während meiner PAs und genau deshalb glaube ich auch nie daran, dass ich eine PA habe, wundere mich dann aber stets dass Benzos helfen.

Eingeschlafener Hinterkopf und Brustschmerzen, dazu Asthma und Renovierung. Könnten Wirbelblockaden sein. Vielleicht mal vom Orthopäden durchchecken und einrenken lassen


Hallo filigrantechniker,
Benos helfen ja nicht nur bei PA,sondern auch bei Anspannungen und Ängsten und Ängste arten nicht immer in Pa aus. Also ich habe ganz oft tagsüber Angstsymptome, wie Druck im Kopf, KLoß im Hals Gummibeine, das Gefühl als ob ein STein auf der Brust liegt. Aber es ist längst keine PA. Bei einer PA bekomme ich das Gefühl weglaufen so wollen, Fluchtgefühl und totales herzrasen. Man wird ja praktisch für die Flucht vorbereitet. Aber es gibt Leute mit Angststörungen, die keine PA haben, aber stets Ängste und Unruhe empfinden.

10.06.2014 14:46 • #10



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Dr. Reinhard Pichler