16.12.2013 00:17 • 08.05.2020 #1


55 Antworten ↓


um eine ursache für ein verhalten aufzudecken, was du so bewusst nicht schaffst, ist eine Hypnose ratsam. Die greift auf dein Unterbewusstsein , indem das Ereignis festgehalten ist! Viel Glück

16.12.2013 14:29 • #2



Körperliche Beschwerden ohne Befund

x 3


Im SOmmer hatte ich mal Hypnose gemacht, acht mal. Aber irgendwie hat es nichts gebracht und ich konnte mich nicht abschalten. Bin nie in die Hypnose gefallen...... leider

16.12.2013 18:27 • #3


Hallo Delfi

ich kann Dich nur zu gut verstehen. Auch bei mir wurde vor einen Jahr eine Angststörung festgestellt und gerade jetzt habe ich wieder eine. Meine Geschichte ist auch schon hier gepostet worden, deswegen mache ich es kurz;
Suche Dir eine/n Psychotherapeuten/in. Möglicherweise benötigst Du auch Medikamente. Mir wurden Citalopram verschrieben die ich aber bis jetzt nicht genommen habe. Werde aber nicht darum herum kommen. Gerade jetzt macht mich meine Panik auch total fertig. Ich messe alle 10 min. meinen Puls und Blutdruck und jedesmal habe ich völlig verschiedene Werte. Der Auslöser meiner Panik ist die Angst zu sterben - heute wegen eines vermeintlichen Darmverschluss. Sonst war es immer das Herz oder der Kreislauf, Schwindel und unsicherer Gang. Ich trau mich nicht - wiedermal - den Notarzt anzurufen. Aber falls nötig werde ich das tun.

Es muss etwas gravierendes in Deinen Leben passiert sein und das gilt es heraus zu finden. Meine Psychotherapeutin ist hoffentlich dazu in der Lage. Hatte leider erst eine Sitzung. Morgen ist die zweite.

Ich hoffe für Dich alles gute und schreibe hier ruhig wie es Dir geht. Das hilft auch manchmal.

Liebe Grüße
Peter

16.12.2013 19:17 • #4


Hallo Delfi,
Ich kämpfe seit einiger Zeit mit den selben Symptomen. Ich möchte ebenso keine Tabletten nehmen, obwohl mir auch wie Peter citalopram verschrieben wurde.

Meinen Auslöser vermute ich jedoch im Stress. Sowohl zeitlicher Stress, als auch Auseinandersetzungen mit dem Partner oder auch der Job der überfordert.

Ich versuche jedenfalls für meinen Teil momentan mehr Ruhe für mich selbst zu finden. Aber das fällt mir oft nicht leicht weil ich es aufgrund meiner vorigen Lebensweise nicht gewohnt war.

Ich bin auch froh endlich nicht mehr mit diesen schrecklichen Panikattacken kämpfen zu müssen oder über irgendwelche Krankheiten nachdenken zu müssen. Das minimiert wirklich die Lebensqualität.
Ich hoffe wir packen das!

Lg Wakiza

17.12.2013 06:48 • #5


16.09.2015 20:01 • #6


schnatterschnat
Hallo Patrick, sei herzlichst gegrüsst.

Ich habe auch eine somatisierungsstörung und konnte mich auch sehr lange nicht mit der Psyche anfreunden. Habe auch ein Ärztemarathon hinter mir und nichts greifbares wurde gefunden.

Du bist also nicht alleine damit.

LG schnatterschnat

16.09.2015 20:07 • #7


Annika1984
Hallo,

also besonders Symptome die das Herz-Kreislauf-System und das Magen-Darm-System betreffen sind typisch für Somatisierungsstörungen. Ich habe auch eine. Von Atemproblemen über Herzprobleme bis hin zu Darmbeschwerden hatte ich auch schon einiges. Je mehr man auf seinen Körper achtet, desto mehr fühlt man und steigert sich rein.

Wer hat bei dir die Diagnose gestellt?

Liebe Grüße Annika

16.09.2015 20:13 • #8


BlackUnicorn
Hallo und willkommen

...wie äußern sich denn deine Beschwerden?

Bei einer Angststörung kann das Immunsystem sehr runterfahren und die Infektanfälligkeiten extrem erhöhen bei Stress durch Angst, Gedanken usw. Fühlst du dich durchgehend krank und erschöpft? Durch die Angststörung bin ich oft am kränkeln auch wenn es mir mal richtig gut geht.

Hattest du die Beschwerden auch während dem Aufenthalt in der Tagesklinik und Reha?

Ganz doof gefragt, aber vllt hast du immer noch eine Entzündung, die noch nicht auskuriert ist. Mit der Myokarditis macht mich auch ein wenig stutzig.

Ja, den lästigen Arztmarathon kenne ich gut x.X

16.09.2015 20:19 • #9


Vergissmeinicht
Hallo Patrick,

begrüße Dich herzlich bei uns.

Nun, das eine ist die körperliche Schiene und das andere sie Seelische. Wenn alles organisch abgeklärt ist bist Du im grünen Bereich. Der Körper spricht quasi mit seinen Störungen aus, das mit Deiner Seele was nicht ok ist.

Die ganzen Symtome beiseite. Was führst Du für eine Leben; Job, Familie, Freunde, Hobby´s. Wie war Deine Kindheit?

16.09.2015 20:30 • x 1 #10


Hallo,vielen Dank für die nette Begrüßung .
Meine Symptome ändern sich häufig damals war das Herz und Magen und Darm das Hauptproblem unzählige Kardiologen besuche Herzkatheter Sitigramme MRT echt schlimm .Habe jeden Tag Schwindel ,Sehstörungen Extrasystolen,Schmerzen meist linker Arm usw .Es kam von einem auf den anderen Tag bin seid 2011 Krankgeschrieben wieder Eingliederung hat aufgrund der Symptomatik nicht geklappt.Zu mir bin 40 Kfz Meister Verheiratet 4 Kinder. War vorher gesund .Diagnose stellte die Tagesklinik War aber zuerst Angstörung und dann Somatisierungstörung habe bestimmt im Laufe der Zeit 20 Diagnosen bekommen das hat mich verunsichert. weiß manchmal gar nicht wie ich über die Zeit gekommen bin mit den Symptomen.Es ist echt schlimm .

LG Patrick

16.09.2015 21:06 • #11


Vergissmeinicht
Hey Patrick,

nun, irgendwas ist in Deinem Leben nicht so rund gelaufen und fände eine ambulante Therapie schon hilfreich.

16.09.2015 21:13 • #12


Ich hatte das mit einer Ambulanten Therapie versucht leider keine Änderungen der Symptomatik .Die sich im Laufe der Zeit verändert hat war am Anfang ständig in der Notaufnahme .Das ist jetzt vorbei genau wie die vielen Arzt besuche .Aber trotzdem geht es mir schlecht es gibt kein Beschwerde freien Tag .

16.09.2015 21:20 • #13


Annika1984
Hattest du denn bei dem Therapeuten ein gutes Gefühl. Ich mache mittlerweile die dritte Therapie und habe das Gefühl, dass ich endlich verstanden werde. Vielleicht versuchst du noch mal einen neuen Anlauf?

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es dir schwer fällt zu aktivieren, dass es eigentlich deine Psyche ist, die dir Probleme bereitet.

Liebe Grüße Annika

16.09.2015 21:45 • #14


Vendetta1981
Hallo zusammen,

ich schreibe hier, weil ich nun seit mehreren Jahren unerklärliche Symptome mit mir herumschleppe und bisher kein Arzt etwas herausfinden konnte. Bevor mich jemand, in den folgenden Sätzen falsch verstehen könnte: Psychische Erkrankungen sind für mich keine Hirngespinste. Bis vor einiger Zeit, war ich jedoch der völligen Überzeugung, dass ich psychisch völlig in Ordnung bin und eine rationale Sichtweise auf alles hätte. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Der Post wird etwas länger, ich hoffe trotzdem, dass ihr euch die Zeit nehmt.

Angefangen hatte alles vor ca. drei Jahren. Damals war ich noch Raucher, aß ohne Ende Fastfood, nur Cola zu trinken, machte keinen Sport (bis heute nicht, ich will es unbedingt aber ich kriege den Ar. nicht hoch), ständig nur Online Games und natürlich mein Job. Ich wusste damals bereits, dass ich etwas ändern muss und fing an mir unterbewusst einzureden, was ich alles für Straftaten am eigenen Leib begehe. Dann war es eines Abends soweit. Ich lag im Bett und wollte meinen Puls checken, da ich mich etwas benommen gefühlt habe. Ich fand am Hals keinen und in mir schoss Panik hoch, dass mein Herz stehen geblieben wäre. Schwallartig überkam mich eine Todesangst und ich stand auf und rannte wild durch die Wohnung, überhaupt nicht in der Lage zu begreifen was gerade mit mir passiert. Ich legte mich auf die Couch, versuchte dieses widerliche Gefühl loszuwerden, mein Herz meldete sich mit einem stattlichen Herzrasen und alles um mich herum drehte sich nur noch. Ich weckte meine Frau auf und sagte, dass ich sofort ins Krankenhaus will. Da wir fußläufig 2 Stück hatten, sind wir los.

Dort angekommen, Notaufnahme, Blutdruck gemessen (170/110), EKG usw. Erster Befund: Sinustachykardie, zur Beobachtung musste ich da bleiben, daraus wurden dann 5 Tage stationärer Aufenthalt. Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Blutbild, Herzultraschall, alles in Ordnung. Mir ging es auch direkt am nächsten Tag nach der Einlieferung wieder gut. Der Arzt meinte noch, dass meine Blutwerte extrem gut wären, vorallem Cholesterin. In mich rein habe ich nur gekichert, weil ich mich so dermaßen ungesund ernährt habe, dass das eigentlich nicht möglich sein sollte.

Seit dem Aufenthalt im Krankenhaus hatte ich immer mal wieder einen Tag wo es mir schlecht ging. Zuerst war es ca. alle 3 Monate einmal, dann alle 6 Wochen, später 4 und schrumpfte irgendwann auf 2 Wochen zusammen. Alles aber wie ohne Panikattacken wie beim ersten mal. Dann vor ca. einem Jahr hatte ich wieder so einen Tag. Ich fühlte mich krank, hatte ein Benommenheitsgefühl im Kopf und den ganzen Tag dieses schleichende unterschwellige Angstgefühl in der Magengegend. An dem Tag war meine Frau zu einer Fortbildung weg und ich war alleine Zuhause. Ich maß meinen Blutdruck (155/100) und bekam leichte Panik, dieses Gefühl wurde wieder stärker und beruhigen war nicht drin. Ich bin dann duschen gegangen und eine Runde um die Häuser spaziert was etwas Beruhigung verschaffte. Kaum Zuhause ging es wieder von vorne los. Da ich Angst hatte plötzlich umzufallen oder zu sterben, habe ich das nötigste eingepackt, stieg ins Auto und fuhr ins Krankenhaus (wir sind zwischendurch umgezogen). In der Notaufnahme brach dann der Damm, die PA kam mit voller Härte durch, ich wurde verkabelt, mein Herz pochte wie verrückt und ich konnte mich nicht mehr beruhigen. Die Ärztin träufelte irgendwas in meine Venen und ganz langsam kam ich wieder runter.

Wieder stationärer Aufenthalt. Dieses mal war mein Blutdruck jedoch nicht mehr so zahm wie beim ersten. Zu den üblichen Untersuchungen gesellte sich dann noch ein Ultraschall des Bauchraums, der Halsschlagadern und der Nieren, da irgendein Nierenwert leicht erhöht war und ein Verdacht auf eine Zyste bestand. Heraus kam aber nichts. Auch hier, Blutbild sonst in Ordnung, EKG unauffällig, Ultraschall ebenfalls. Nur der Blutdruck blieb bei durchschnittlich 140/100, kühlte im Schlaf jedoch auf 100/70 runter.

Leider ist es seitdem so, dass es mir quasi jeden Tag mal mehr, mal weniger schlecht geht. Den Blutdruck kontrolliere ich mittlerweile nicht mehr, weil ich weiß, dass es mich ängstigt. Ich war deswegen auch nochmal in der Zwischenzeit (ein paar Monate später) bei meiner Hausärztin (Internistin). Dort gabs ein Belastungs-EKG (unauffällig), Blutuntersuchung und eine Langzeit-Blutdruckmanschette. Der Blutdruck blieb aber bei 140/110 im Durchschnitt. Medikamente bekam ich keine. Die Blutuntersuchung zeigte einen leicht erhöhten Harnsäurewert an. Auf meine Frage, warum es mir so schlecht geht, meinte sie nur, dass ich mich nicht verrückt machen soll. Organisch hätte ich nichts. Ich fragte nach psychischen Erkrankungen, daraufhin meinte sie dass das sein kann, aber ich sollte mich nicht zu sehr darauf einlassen.

Tja, was mache ich nun? Seitdem plagten (oder plagen) mich verschiedenste Symptome. Ich fange an mir irgendwelche Krankheiten auszumalen. Meine Mutter hatte Probleme mit dem Blutdruck und starb später mit 44 an einem Herzinfarkt. Dazu sei gesagt, dass in der Familie Herzprobleme nicht an der Tagesordnung sind. Meinte Mutter hatte starkes Übergewicht, starke Raucherin, den ganzen Tag nur Kaffee, 0 Bewegung und war generell in keiner guten psychische Verfassung. Trotzdem verfolgt mich das, weil ich praktisch ihren Todeskampf mitten in der Nacht live miterleben musste. Das ist jetzt 18 Jahre her und vor der PA vor 3 Jahren hatte ich überhaupt keine Schwierigkeiten mit dem Erlebten zu leben. Ich habe mittlerweile aufgehört zu rauchen (seit etwas mehr als einem Jahr nur noch Zig. mit sehr wenig Nikotin), ich habe 10kg abgenommen (1,87m, 90kg) und versuche so wenig wie möglich sonst an Substanzen zu mir zu nehmen. Generell bin ich ein Mensch der bisher äußerst selten körperlich krank geworden ist. Meine Frau fängt sich im Jahr 2 - 3 Sachen ein oder um mich herum grassiert die Grippe und der einzige der nichts hat bin ich. Über Jahre hatte ich nichts. Es ging soweit, dass, als ich mal tatsächlich krank war, garnicht einordnen konnte warum ich mich schlecht fühle. "Krank" zu sein, war für mich ein totales Fremdwort.

Heute ist das anders. Ich fühle mich seit dem zweiten Aufenthalt im Krankenhaus dauernd kränklich. Wie eine Grippe, die sich anbahnt, aber nicht zuschlägt. Eigentlich wechseln jeden Tag die Symptome in meinem Körper. Eine Zeit lang hatte ich ein ständiges Benommenheitsgefühl im Kopf, alles zog irgendwie nach, konnte mich schlecht konzentrieren, ganz leichter Schwindel. Das habe ich bis heute an manchen Tagen. Dann hatte ich einige Zeit Missempfindungen im linken Unterschenkel. Es fühlte sich an, als würde der Fuß einschlafen oder er wäre dauernd in kaltem Wasser, wie taub, aber er war es nicht. Irgendwann wechselte das dann rüber zu Muskelzuckungen, vorallem am linken Auge. Das ging wochenlang. Mittlerweile ist es weg. Dafür fingen Atmungsbeschwerden an, die bis heute auftauchen. An manchen Tagen fällt mir das atmen subjetiv schwer, bin jedoch bei Anstrengungen nicht aus der Puste, ich habe Kopfschmerzen, Schmerzen in der Herzgegend und vorne am Brustkorb, teilweise Rückenschmerzen, sowohl BWS als auch Lendenwirbelbereich. Die Hand/Augen-Koordination leidet ebenfalls ganz leicht. Keinem fällt was auf, aber ich habe das Gefühl ein Problem zu haben. Ein stetiger Begleiter ist zudem ein Tinnitus auf dem linken Ohr, der mal mehr, mal weniger ausgeprägt ist. Teilweise ist er wochenlang nicht da, an Tagen wo es besonders schlimm ist (heute z.B.) ist er nerviger. Manchmal höre und spüre ich bei lauten klickenden Geräuschen glasklar, wie das Trommelfell in Schwingung ist. Hin und wieder ein stechender kurzer Schmerz in der Magengegend. Nach dem Essen habe ich häufiger mal starkes Herz-Klopfen (regelmäßig in normaler Frequenz, aber eben sehr kräftig). Selbstverständlich dreht sich mein Verstand, egal ob unbewusst oder bewusst um sämtliche Weh-Wehchen.

All das tritt immer dann in Erscheinung, wenn dieses grippeähnliche Empfinden sehr stark ist. Das meiste davon aber nie gleichzeitig. Es gibt Tage, da habe ich nahezu keine Beschwerden und fühle mich befreit, denke dass es nun bergauf geht und dann passiert irgendwas und ich bin wieder in dem Gedanken-Empfindungs-Karussell gefangen. Von einem befreundeten Pärchen ist ein Freund an Hodenkrebs erkrankt, Metastasen im Kopf usw. Da ich hin und wieder ein Ziehen in der Leiste habe, projiziere ich das natürlich gleich auf mich. Ich kontrolliere mich regelmäßig und ich würde krankhafte Veränderungen sofort spüren. Vor ca. 4 Wochen hatte ich eine Phase, wo es mir fast 2 Wochen am Stück super ging. Dann erfuhr ich, dass eine Freundin mit 26 gestorben ist. Lungenembolie. Sie war Vegetarierin, sportlich, keine Vorerkrankungen. Von einem Tag auf den anderen weg. Natürlich schlug ich gedankliche Brücken zu meinen Symptomen. Ich habe im Prinzip jede ernste Krankheit schonmal gehabt. Von ALS/MS, über Krebs in jeder erdenklichen Form bis hin zum Herzinfarkt. Ich bin aber zumindest schonmal darüber hinweg, dass ich nicht mehr zweifle lange genug zu leben um irgendwelche Dinge zu planen und tun zu können. Ich habe zwischendurch immer mal wieder eine PA, aber damit kann ich mittlerweile halbwegs umgehen.

Wer es bis hier hin geschafft hat: Danke.

Die Kernfrage, die ich eigentlich lediglich stellen möchte: Wie soll ich nun weiter vorgehen? Ich bin einfach nur noch tierisch genervt. Ist es möglich, dass es psychische Ursachen hat oder ob ich doch nochmal die Tour durch sämtliche körperlichen Untersuchungen in Kauf nehmen sollte?

Ich habe schon versucht eine Psychotherapie zu bekommen, leider bisher ohne Erfolg. Bei einigen stehe ich auf einer Warteliste, die Krankenkasse nannte mir einige mit freien Plätzen, die jedoch nicht erreichbar sind. (1 x pro Woche für 30 Min und dann ist dauerbesetzt). Wie habt ihr eine Psycho-Therapie bekommen? Was wäre der effizienteste Weg dahin? Für mich fühlt sich das gerade als eine unüberwindbare Wand an. Nicht weil ich nicht will, sondern weil ich das Gefühl habe dass mir keiner helfen will.

Vielen Dank fürs lesen

Vendetta1981

28.04.2016 23:55 • #15


Hallo du und Willkommen hier

Therapieplätze sind rar, die Psychologen sind restlos überrannt, da mal einen Termin zu kriegen ist ne echte Katastrophe.. Da können wohl die meisten hier ein Lied von singen. Ich mach mittlerweile die 3. ambulante Therapie beim 3. Psychologen. Bin bei meinem jetzigen seit 3 Jahren und bin eigl nur so "schnell" dran gekommen (nach dem 1. Vorgespräch hat er mich gleich komplett aufgenommen), weil er mich als Notfall eingestuft hat. Sonst hätte mein Name auch eine weitere Warteliste geziert. Das Problem ist eben, wenn du dann doch mal nen Termin für ein Vorgespräch bekommst, muss die Chemie ja auch irgendwie stimmen. Bevor ich bei meinem jetzigen war, war ich bei 2 anderen zur Vorstellung und das war gar nix.
Mehr als permanent da anrufen und nach Möglichkeit auf Band sprechen, per Email oder tatsächlich direkt in die Praxis gehen, kannst du leider nicht machen. Es wird einem wirklich nicht allzu leicht gemacht. Dieses Gefühl "Niemand will/kann mir helfen" kenn ich auch nur zu gut und es ist einfach furchtbar. Als ob der eigentliche Schei* an deinen Hacken nicht schon reicht. Treibe das Spielchen mit Ärzten/Psychologen/Ämtern/Gutachten/blablabla jetzt seit 8 Jahren und wenn man da eins schnallt, dann, dass einem Hilfe nicht zufliegt. An der Stelle würd ich einfach nochmal sagen: Geh in die Praxen der Therapeuten, wo du versuchen willst einen Termin zu bekommen, wenn die telefonisch nicht erreichbar sind, geht ja offenbar nicht anders.

Du wirkst jetzt aber nach deiner anfänglichen Panikreaktionen, die dich ins KH geführt haben, relativ abgeklärt und scheinst dir klar machen zu können, dass du körperlich wirklich nichts hast oder versteh ich das falsch?
Ich selbst hab nach meiner ersten Attacke überhaupt nicht kapiert was los war, hatte aber auch nie das Gefühl oder den Gedanken, schwer krank zu sein oder dergleichen. Ich wusste nur, dass es mir (zum damaligen Zeitpunkt) in der Schule, im Bus und überhaupt dann außer Haus grottenschlecht ging, nur konnte ich absolut nicht einordnen, wieso. Mir war chronisch schlecht, daraus hat sich ne richtige Kotzphobie entwickelt, mir war schwummrig, ich war benommen und mein Herz fühlte sich an, als würde es explodieren. Bin aber auch in den ersten 4 Wochen nach der ersten Attacke direkt stationär auf ner psychosomatischen Station gelandet, da wurde dann eh alles von Kopf bis Fuß durchgecheckt und, wie zu erwarten, war ich kerngesund.

Ich glaub, die Untersuchung war nicht dabei oder ich habs überlesen, aber wurde deine Schilddrüse gecheckt?

29.04.2016 00:17 • #16


Vendetta1981
Hi fml,
dann muss ich wohl mal schauen. Da ich berufstätig bin, ist es natürlich nicht so leicht jeder Praxis einen Besuch abzustatten. Mein Arbeitgeber ist zwar äußerst kulant, aber selbst dort kann ich nicht jede Woche für ein paar Stunden auf Rundreise gehen, auf der Jagd nach einem Psychologen. Aber meine Befürchtungen scheinen zu stimmen.

zu deinen Fragen:

Zitat von fml:
Du wirkst jetzt aber nach deiner anfänglichen Panikreaktionen, die dich ins KH geführt haben, relativ abgeklärt und scheinst dir klar machen zu können, dass du körperlich wirklich nichts hast oder versteh ich das falsch?


Natürlich hege ich bei manchen Symptomen, die sich an manchen Tagen penetrant in den Vordergrund drängen Skepsis darüber, ob es wirklich nichts körperliches ist. Ich kann allerdings sagen, dass ich nicht derartig eingeschränkt bin. Ich kann alleine rausgehen, Auto fahren, alleine sein, mir wäre es sogar egal irgendwo einfach umzufallen. Die Skepsis dringt nur irgendwann in den Vordergrund, weil man vom Kopf her wohl unterbewusst müde davon wird, sich einzureden, dass das alles nur vom Kopf her kommt. Dann gibt man sich den Symptomen hin und es gipfelt in einem Abend mit starkem Herzklopfen, Beklemmungsgefühlen und wenn man sich nicht unter Kontrolle hat in einer PA.

Ich dachte schon mehrfach daran, ob ich irgendwas nicht vertrage. Aber ich kann kein Muster erkennen. Es gibt Tage, da esse ich etwas bestimmtes und es geht mir schlecht, an einem anderen Tag bei gleichem Essen nicht. Trotzdem assoziiert man das schlechte Erlebnis dann trotzdem mit dem Essen. Teilweise habe ich die letzten Monate wesentlich weniger gegessen (daher auch die 10kg abgenommen), einfach weil ich mich dadurch besser fühlte. Je satter ich bin, desto schlimmer das Herzklopfen.

Zitat von fml:
Ich glaub, die Untersuchung war nicht dabei oder ich habs überlesen, aber wurde deine Schilddrüse gecheckt?


Schilddrüsenwerte waren soweit in Ordnung. Allerdings wurde nicht gezielt die Schilddrüse untersucht und kann daher nicht sagen ob alle Schilddrüsenwerte berücksichtigt wurden.

Ciao

29.04.2016 00:31 • #17


Joa gut, mit Job ist das nochmal ne Schippe blöder, da nen Termin mal zu kriegen.. Aber da musst du dranbleiben bis es klappt. Ist kein Spaß, aber es hilft ja nix :/ Oder du fragst mal deine Hausärztin oder sogar die Kasse, ob die dir nen Termin machen, das ginge auch noch.

Du sagst es, man ist irgendwann einfach nur kaputt davon, den ganzen Tag mit seinem Kopf zu kämpfen, ist man auch ohne Angst vor körperlichen Krankheiten, das kann ich dir sagen x)
Haste dir vielleicht mal Entspannungsmethoden ausm Internet rausgesucht oder so, wenn die Beklemmungsgefühle einen Dämpfer brauchen, verschafft das ja vielleicht etwas Abhilfe.
Ich würd jetzt nichtmal unbedingt darauf tippen, dass du was mit der Schilddrüse hast, wenn die Werte ok waren, aber um das komplett abzuhaken kannste ja mal auch nen Ultraschall machen lassen davon, ist vielleicht nicht verkehrt, das abgeklärt zu haben.
Irgendwie medikamentös bist du nicht eingestellt, denk ich mal, oder? Nimmst du vielleicht irgendwas pflanzliches oder so zur Linderung/Beruhigung?

29.04.2016 00:45 • #18


Vendetta1981
Hi,

also Entspannungsmethoden sind eigentlich nicht so mein Ding. Ich liege Abends mit meiner Frau auf der Couch und schauen irgendwelche Serien zum abschalten. Ansonsten habe ich vor einiger Zeit angefangen Klavier zu spielen. Dabei merke ich dass es mich unheimlich ablenkt und entspannt. Aber, mein Leben lang, wenn es mir schlecht geht, mich ans Klavier zu setzen ist nun auch nicht die Lösung (es sei denn ich will mal Konzertpianist werden ).

Medikamente nehme ich nicht, mir wurden mal Betablocker verschrieben, die ich einnehmen soll, falls es mal wieder schlimm ist. Außerhalb einer PA sehe ich jedoch keinen Grund dazu und bisher gings auch immer ohne. Ich hatte Lasea mal ausprobiert, war teuer, brachte nix außer dass man beim Aufstoßen dauernd nach Lavendel gerochen hat. Meine Hausärztin hatte mir dann geraten mal Dysto Loges S auszuprobieren. Ist ein homöopathisches Mittel gegen Nervosität. Habs ein paar Tage eingenommen, aber keinen Effekt festgestellt. Vielleicht muss das über einen langen Zeitraum passieren. Andererseits möchte ich mich nicht davon abhängig machen, dass es mir nur dann gut geht, wenn ich irgendwas einnehme. Das wird umgehend mit dem Gemütszustand verknüpft und schon hat man keine Lust mehr auf Tabletten.

29.04.2016 01:02 • #19


Medikamente oder so sind ja auch nicht unbedingt als Dauerlösung ein Muss, aber bei vielen geht ohne Krücke eben gar nix mehr, wovon du ja aber (zum Glück) offenbar noch recht weit entfernt bist Viele brauchen sowas halt, um überhaupt halbwegs stabil genug zu sein, um ne Therapie anzufangen. Wenn du nix dergleichen brauchst, sei froh
Ich hab auch son homöopathisches Mittelchen hier, was mich tatsächlich n bisschen ruhiger macht, nehme das aber ziemlich selten. Wenn mich unangenehme Unruhe heimsucht oder ich merke, dass die Angst im Anflug ist (aber noch weit genug entfernt, um nicht gleich aufs harte Zeug zugreifen zu müssen). Arconitum C30 oder so ist das. Von Lasea hab ich auch schon oft gelesen, aber nie ausprobiert.
Du scheinst ja recht "gut" durch den Tag zu kommen, Entspannungsgedöns ist auch nicht so mein Fall, aber viele schwören drauf Und ja, Klavier spielen ist nicht wirklich als Dauerlösung geeignet, das ist wohl wahr
Versuchs zwecks Termin einfach mal über Hausarzt oder Kasse, wenn das nix bringt, musste da wohl oder übel doch mal aufschlagen. Oder schickst denen Briefe, Rauchzeichen, irgendwas um deren Aufmerksamkeit zu kriegen

29.04.2016 01:14 • #20



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Dr. Matthias Nagel