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4

Vergissmeinicht

Vergissmeinicht
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Ihr Lieben,

ich habe dieses Thema schon einmal in einem anderen Forum eingestellt und war mehr als erstaunt über die Resonanz.

Wir alle können den Tag füllen mit unseren Gedanken, Kontrollen, Arztbesuchen, Therapien, googlen, Foren etc. pp. und schon ist ein Tag wieder um und wieder ist nichts geschehen.

Was wäre nun, wenn dies alles wegfallen würde; was würdet Ihr tun; wie würdet Ihr die Zeit nutzen?

Bin echt gespannt.

17.08.2015 #1


54 Antworten ↓
X

xoxoxoxo
Gast

Zitat von Vergissmeinicht:
Liebe xo,

vielleicht setzt Du mit kleinen Dingen da an @ Entscheidungen. Hm, was meinst Du; ein Versuch ist es wert, oder?

Entscheidungen treffe ich jeden Tag Wink Aber ich kann sie nicht mehr unbeschwert treffen. Alles ist ein abwegen von Für und Wider mit dem Unterschied, dass ich mir meiner Entscheidung trotz einer Wahl nicht sicher bin.

Zitat von Faultier:
So einfach ist das nicht.
Selbst wenn die Ängste oder Depressionen weg sind bist du nicht automatisch wieder *der/die alte*
Laut mehreren Ärzten bin ich wieder *gesund* (keine Panikattacken,Ängste,Depression seit 2 Jahren) und leide trotzdem noch unter Restsymptomen die wahrscheinlich nie wieder ganz verschwinden.
Bei nicht wenigen Menschen bleibt nach jahrelanger Krankheit eine *Behinderung* zurück und sie können nie wieder so unbeschwert leben wie vor ihrer Erkrankung.

Meiner Meinung nach ist es nicht erstrebenswert zu seinem alten Ich zurück zu kehren. Egal durch welche äusseren/inneren Einflüsse eine psychische Krankheit ausgebrochen ist, sie wurde durch unseren Umgang mit ihnen zu einer schwerwiegenden Behinderung im Alltag. Die Person die ich früher war hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Ich möchte als gestärkte Person aus der Krankheit gehen, die nicht mit der Vergangenheit hadert. Wozu auch, ich kann es eh nicht ändern - ich kann nur meine Zukunft gestalten.
Die Krankheit hat mich mein Studium gekostet, ich musste für die Therapie in eine neue Stadt ziehen, meine Familie lebt hunderte Kilometer entfernt und durch die Krankheit habe ich nach 18 Monaten immer noch keine eigenen Sozialkontakte in der neuen Stadt aufbauen können, sondern bin eine "Mitläuferin" im Freundeskreis meines Partners. Ich habe Monate gebraucht um zu verstehen, dass mir die Sehnsucht nach "früher" hier nicht weiterhilft. Ich muss einfach nochmal alles auf null setzten und aus der Gegenwart starten.

15.08.2015 14:31 • #24


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A


Keine Angst/Attacke mehr; was tun?

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Black-Sheep

Black-Sheep
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Zitat von Faultier:
So einfach ist das nicht.
Selbst wenn die Ängste oder Depressionen weg sind bist du nicht automatisch wieder *der/die alte*
Laut mehreren Ärzten bin ich wieder *gesund* (keine Panikattacken,Ängste,Depression seit 2 Jahren) und leide trotzdem noch unter Restsymptomen die wahrscheinlich nie wieder ganz verschwinden.
Bei nicht wenigen Menschen bleibt nach jahrelanger Krankheit eine *Behinderung* zurück und sie können nie wieder so unbeschwert leben wie vor ihrer Erkrankung.


Es bleibt was zurück, soweit gebe ich dir recht, das als Behinderung zu bezeichnen finde ich allerdings übertrieben, so wie ich es übertrieben finde wegen Ängsten einen Behindertenausweis zu beantragen, aber das ist ein anderes Thema.

Was meiner Meinung nach zurück bleibt ist ein dunkler Schatten im Hinterkopf, eine Erinnerung an eine schlimme Zeit, es ist als hätte man eine bittere Mandel gegessen, man spürt noch ziemlich lange einen schlechten Nachgeschmack, und hat wenig Lust noch Mandeln zu essen.....vergessen wird man diese Erfahrungen, und Erinnerungen nie, aber sie verblassen immer mehr, und irgendwann stören sie überhaupt nicht mehr.....du wirst nie wieder der "Alte" sein, du hast ja eine Menge neue Erfahrungen gemacht, du bist ab jetzt der "Neue"....Faultier 2.0

Dann darfst du auch nicht vergessen das du in der Zeit in der du dich mit deinen Ängsten herumgeschlagen hast älter geworden bist, dein Körper wurde vernachlässigt, und mir Chemie bombardiert, wo soll die Kraft die du dir wünschst denn herkommen.

Eine wichtige Hilfe für mich war die Erkenntnis das meine Kraft, erst da anfängt wo ich dachte völlig am Ende zu sein.....in dem Moment wenn du denkst es geht nichts mehr....fängt deine wahre Kraft erst an.

17.08.2015 08:24 • #45


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L
Hallo Vergissmeinicht,

ist ein gutes Thema.

Also angenommen alles ist wieder gut dann hätte ich mein Leben wieder.

Arbeiten gehe ich ja jetzt auch aber die Freizeitaktivitäten leiden extrem darunter z.B. gerade eben habe ich Kino abgesagt.
Normalerweise wäre ich aber ins Kino mit gegangen danach was schönes essen und anschließend in einer Bar bis in die Nacht Zeit
In Freundeskreis verbringen. Ich hab immer viel unternommen, Kurzurlaub an der Nordsee, mal einfach am Wochenende mit Freunden am Wasser irgendwo zelten, da fallen mir unzähliege Sachen ein.

#2


Vergissmeinicht
Hey Lockenkopf,

hm, wann hast Du das letzte Mal in der Richtung was unternommen und spannt Dich der Beruf so ein?

Mir geht es darum, was wir tun würden, wenn nichts mehr von den Ängsten blieb. Es vergehen Tage, Wochen, Monate und gar Jahre die wir eigentlich nicht wirklich leben.

Bin nach wie vor gespannt, was hier alles niedergelegt wird.

Danke Dir für Deine Zeilen.

#3


Ruby_
Heyy Smile

Alsoo Ich würde wieder ganz viel lachen, viele Witze machen. Viel unternehmen, und einfach unbeschwert leben! Oh man wie Ich mich nach diesem Gefühl der unbeschwertheit und freiheit sehne.. Sad

Leider begleitet mich diese Angst fast immer und überall.

#4


X
Keine Angststörung würde für mich vor allem bedeuten nicht mehr alle meine Entscheidungen zu hinterfragen und mir und meinem eigenen Urteilsvermögen wieder zu 100% zu Vertrauen - auch wenn Mal etwas schief läuft.

#5


Vergissmeinicht
Liebe Ruby,

das liest sich richtig gut. Dabei ist Lachen so einfach; es kostet nichts und tut keinem weh. Warum tun wir es nicht?`Was genau würdest Du unternehmen wollen?

#6


Vergissmeinicht
Liebe xo,

vielleicht setzt Du mit kleinen Dingen da an @ Entscheidungen. Hm, was meinst Du; ein Versuch ist es wert, oder?

#7


Ruby_
Hm,

Ich würde wieder öfter mit Freunden raus gehen, shoppen, in eine bar, ins Kino.. und halt alles wieder normal machen und nicht ständig nur mit sich beschäftigt sein und alles andere nicht richtig mitbekommen Sad ..

Oh man Vergissmeinnicht.. ist echt schwierig wenn die psyche einen so einschränkt!

#8


F
Zitat von Vergissmeinicht:
Hey Lockenkopf,

hm, wann hast Du das letzte Mal in der Richtung was unternommen und spannt Dich der Beruf so ein?

Mir geht es darum, was wir tun würden, wenn nichts mehr von den Ängsten blieb. Es vergehen Tage, Wochen, Monate und gar Jahre die wir eigentlich nicht wirklich leben.

Bin nach wie vor gespannt, was hier alles niedergelegt wird.

Danke Dir für Deine Zeilen.


So einfach ist das nicht.
Selbst wenn die Ängste oder Depressionen weg sind bist du nicht automatisch wieder *der/die alte*
Laut mehreren Ärzten bin ich wieder *gesund* (keine Panikattacken,Ängste,Depression seit 2 Jahren) und leide trotzdem noch unter Restsymptomen die wahrscheinlich nie wieder ganz verschwinden.
Bei nicht wenigen Menschen bleibt nach jahrelanger Krankheit eine *Behinderung* zurück und sie können nie wieder so unbeschwert leben wie vor ihrer Erkrankung.

#9


Vergissmeinicht
Hey Faultier.

Nun, ich abe es mal 20 Jahre geschafft und das Leben war schöner, bewusster ... als vor der Angsterkrankung.

Welche Restsymtome sind bei Dir zurückgeblieben und konntest Du nichts aus den Störungen mitnehmen?

#10


L
Zitat von Vergissmeinicht:
Hey Lockenkopf,

hm, wann hast Du das letzte Mal in der Richtung was unternommen und spannt Dich der Beruf so ein?

Mir geht es darum, was wir tun würden, wenn nichts mehr von den Ängsten blieb. Es vergehen Tage, Wochen, Monate und gar Jahre die wir eigentlich nicht wirklich leben.

Bin nach wie vor gespannt, was hier alles niedergelegt wird.

Danke Dir für Deine Zeilen.



Hallo Vergissmeinicht,

ich bin selbstständig und daher auch schon mal im stress aber das hat mir nichts ausgemacht, jetzt ist es etwas anderes.

Du hast aber vollkommen recht, ein Leben ist das nun wirklich nicht.
Ich hoffe, dass wenn die Angst oder aber auch die Symptome nicht mehr da sind ich überhaupt noch weiß was leben genießen ist.

Lieben Groß
Lockenkopf

#11


Vergissmeinicht
Hey Lockenkopf,

darf ich fragen, was Du beruflich machst?

#12


F
Zitat von Vergissmeinicht:
Hey Faultier.

Nun, ich abe es mal 20 Jahre geschafft und das Leben war schöner, bewusster ... als vor der Angsterkrankung.

Welche Restsymtome sind bei Dir zurückgeblieben und konntest Du nichts aus den Störungen mitnehmen?


Zum Glück gibts auch viele Menschen bei denen nix zurückbleibt.
Das größte Problem bei mir ist diese Müdig und Kraftlosigkeit...
Du gehst zum Einkaufen und bist danach fix und fertig.

Vor der Erkrankung konnte ich 8-12 h arbeiten,bin für kranke Kollegen eingesprungen und bin trotzdem am abend noch mit Freunden um die Häuser gezogen.
Jetzt kann ich nicht mal 3 h täglich arbeiten weil einfach keine Kraft mehr da ist.
Ich hab auch oft gedacht,wenn du den ganzen schei. hinter dir hast wird alles wieder so wie früher Rolling Eyes

#13


L
Zitat von Vergissmeinicht:
Hey Lockenkopf,

darf ich fragen, was Du beruflich machst?


Na klar darfst Du fragen, bin ein offener Mensch Smile

Ich arbeite als System Administrator für kleine Firmen und Privatschulen, für die ein fest angestellter IT Fachmann zu teuer wäre.

Die Arbeit macht auch Spass, der Papierkram eher nicht, gehört aber leider dazu.

LG
Lockenkopf

#14


Vergissmeinicht
Liebe Ruby,

das ist falsch; wir schränken uns ganz alleine selbst ein. Ich habe festgestellt während der damaligen Ängste und auch heute wieder, wenn ich mich was traue o.ä. klappt es immer und immer ging es mir dann besser.

Trau Dich.

x 1 #15


Vergissmeinicht
Lieber Lockenkopf.

Danke. Ist aber eher ein "trockener" Job. Machst Du was kreatives o.ä. als Ausgleich?

#16


Vergissmeinicht
Hm Faultier.

Nimmst Du noch Medis die vielleicht für die Müdigkeit verantwortlich sind?

#17

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N
Hi,

ich würde all das machen, was mir im vorherigen Leben Freude gemacht hat und was ich seit meiner Somatisierungsstörung und Angststörung nicht mehr mache. Kino, Tierpark, an die Nordsee fahren, und ganz einfach mal lachen....all das ist mir verlorengegangen in den letzten Monaten. Unglaublich, was man alles verpasst.....übrigens höre ich das auch häufiger von Aussenstehenden, die so etwas noch nie selbst erlebt haben. Soll wohl Motivation sein, positiv zu denken und kommt aber meist als Vorwurf rüber.

#18


Vergissmeinicht
Hallo Nordlicht.

Nun, ich bin selber Betroffene und um Vorwürfe geht es hier nicht.

Was denkst Du würde geschehen, wenn Du ins Kino gingst oder in den Tierpark?

#19


L
Zitat von Vergissmeinicht:
Lieber Lockenkopf.

Danke. Ist aber eher ein "trockener" Job. Machst Du was kreatives o.ä. als Ausgleich?



Liebe Vergissmeinicht,

früher, ja. Habe bevor das alles angefangen hat immer gerne als Hobby fotografiert so richtig mit Film und selbst entwickelt.
Habe auch viel gebastelt. Mir war nie langweilig, Ich habe ein recht breites Interessen spectrum doch jetzt ist es vorerst alles weg.

LG
Lockenkopf

#20


A


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Dr. Matthias Nagel
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