Zitat von Vergissmeinicht:Liebe xo,
vielleicht setzt Du mit kleinen Dingen da an @ Entscheidungen. Hm, was meinst Du; ein Versuch ist es wert, oder?
Entscheidungen treffe ich jeden Tag

Aber ich kann sie nicht mehr unbeschwert treffen. Alles ist ein abwegen von Für und Wider mit dem Unterschied, dass ich mir meiner Entscheidung trotz einer Wahl nicht sicher bin.
Zitat von Faultier:So einfach ist das nicht.
Selbst wenn die Ängste oder Depressionen weg sind bist du nicht automatisch wieder *der/die alte*
Laut mehreren Ärzten bin ich wieder *gesund* (keine Panikattacken,Ängste,Depression seit 2 Jahren) und leide trotzdem noch unter Restsymptomen die wahrscheinlich nie wieder ganz verschwinden.
Bei nicht wenigen Menschen bleibt nach jahrelanger Krankheit eine *Behinderung* zurück und sie können nie wieder so unbeschwert leben wie vor ihrer Erkrankung.
Meiner Meinung nach ist es
nicht erstrebenswert zu seinem alten Ich zurück zu kehren. Egal durch welche äusseren/inneren Einflüsse eine psychische Krankheit ausgebrochen ist, sie wurde durch unseren Umgang mit ihnen zu einer schwerwiegenden Behinderung im Alltag. Die Person die ich früher war hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Ich möchte als gestärkte Person aus der Krankheit gehen, die nicht mit der Vergangenheit hadert. Wozu auch, ich kann es eh nicht ändern - ich kann nur meine Zukunft gestalten.
Die Krankheit hat mich mein Studium gekostet, ich musste für die Therapie in eine neue Stadt ziehen, meine Familie lebt hunderte Kilometer entfernt und durch die Krankheit habe ich nach 18 Monaten immer noch keine eigenen Sozialkontakte in der neuen Stadt aufbauen können, sondern bin eine "Mitläuferin" im Freundeskreis meines Partners. Ich habe Monate gebraucht um zu verstehen, dass mir die Sehnsucht nach "früher" hier nicht weiterhilft. Ich muss einfach nochmal alles auf null setzten und aus der Gegenwart starten.