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200903.01




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hallo ihr,
gibt es bei euch jemanden, der sagen kann, er hat diese Angst besiegt?
Was hilft??Ich bin total ratlos. Von Tag zu Tag ergreift diese Angst mehr Besitz von mir, ich habe in den Momenten wo es besonders schlimm ist das Gefühl in einem Topf mit siedendem Wasser zu sitzen, würde am liebsten vors nächste Auto laufen.
Mein Schwiegervater ist letztes Jahr an Leberkrebs erkrankt, von meiner Seite her gab es bis auf eine Cousine keine Krebserkrankungen. Diese panische Angst an Krebs zu erkranken, lange dahin zu siechen und letztendlich doch zu sterben, die nimmt mir fast jede Freude an meinem ,abgesehen von den kleinen Alltagssorgen die jeder mal hat, recht sorgenfreien Leben. Geht es mir zu gut?
Kommt mir nicht mit Untersuchungen - nee, man könnte ja was finden!!
Zur Zeit stopfe ich mich mit den Diazepharmtropfen, die mir meine Hausärztin nach dem Tod meiner Mama vor 1 1/2 Jahren verschrieben hat und Johanniskrauttabletten voll. Aber ich kann nicht wirklich behaupten, dass mir das großartig hilft.
Komischerweise habe ich vor anderen Krankheiten, die ja auch schlimm sein können keine Angst, nur dieser verdammte Krebs, alleine das Wort versetzt mich schon in Panik.
Ich werde noch kirre! Bitte gebt mit einen Rat, sagt mir was ich machen soll, so kann es einfach nicht weitergehen.

ich grüße euch
conny

Auf das Thema antworten


401
9
Stuttgart
  04.01.2009 01:31  
Hallo Conny,

Deine Frage kann ich leider so nicht beantworten, da ich diese Ängste nicht habe. Das hängt wiederrum mit meinem Leben zusammen, in dem ich mit der Einsamkeit kämpfe und mich deshalb eher mit Beziehungsängsten und ähnlichem auseinandersetzen muss.

Aufgrund der gefühlten Einsamkeit, ist mir auch eine ganze Zeit lang, mein Leben "schei." geworden. Ich habe mir sogar den Tod gewünscht, denn wer tod ist hat keine Probleme mehr.

Ich weiß aber, dass ich früher auch so ähnliche Ängste hatte.
Meine Oma ist sehr früh an Kr... gestorben, etwas später hat man überall was von AIDS gehört, usw.
Warum, wieso und weshalb ich diese Ängste verlor, kann ich Dir nicht genau sagen und es fällt mir auch erst jetzt bewusst wieder ein.

Ein Grund warum ich Dir hier schreibe, ist Dein paradoxes Denkverhalten, dass Problem "Krebs" betreffend.


Conny hat geschrieben:
Diese panische Angst an Krebs zu erkranken, lange dahin zu siechen und letztendlich doch zu sterben, die nimmt mir fast jede Freude an meinem ,abgesehen von den kleinen Alltagssorgen die jeder mal hat, recht sorgenfreien Leben. Geht es mir zu gut?


Zitat:
Kommt mir nicht mit Untersuchungen - nee, man könnte ja was finden!!


Ich denke, die meisten wissen, dass vielleicht nicht jeder Krebs heilbar ist, aber wenn, dann im Frühstadium.
Du kannst natürlich auch noch zehn Jahre warten und Dich quälen.
Deine Ärztin hat bestimmt auch noch ein par andere "Blocker" für Dich.

Früherkennung!
Also ich würde mich untersuchen lassen.
Dann wüsste ich bescheid, müsste nichts verdrängen und wenn der Befund negativ (für den Krebs) ist, würde ich die Angst gleich beim Arzt liegen lassen

LG Renton





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  04.01.2009 12:16  
Hallo Renton,
rein rational betrachtet hast du vollkommen recht und ich glaube das iwäre wiederrum auch typisch für einen Hypochonder, beim geringsten Vedacht zum Arzt zu rennen. Ich war noch nie der Typ, der wegen dem kleinsten Wehwehchen zum Doc gegangen ist. Das eine oder andere wurde letztes Jahr auch abgecheckt, nicht wegen meiner Sorgen, sondern weil es einfach mal wieder Zeit dafür war.
Und ich glaube mir würde das auch nichts bringen, denn was hilft es mir zu wissen, dass ich grade kerngesund bin - wovon ich übrigends im Moment eigentlich überzeugt bin, wenn mich der Gedanke überhaupt einmal daran zu erkranken fast um den Verstand bringt. Und der Gedanke, dass ich bis dahin mein "gesundes" Leben mit solch trüben Gedanken verseucht habe....
Mein Problem liegt, da bin ich mir sicher in meinem Kopf, meine Gedanken, die sich nicht steuern lassen.... ddeswegen frage ich mich ja, ob man da überhaupt etwas machen kann.... Tabletten..... Therapie.... Hypnose....
Wo ist der Schalter zum Umlegen?
Conny



401
9
Stuttgart
  04.01.2009 13:07  
Hi Conny,

das "Kopfproblem" ist das, was wir hier alle gemeinsam haben.
Mir fällt eigentlich nur noch eine Frage ein; ob es vielleicht mit Deinem Schwiegervater zusammenhängen könnte?
Ich hoffe, andere können Dir hier besser helfen.

Viel Glück und LG

Renton



  04.01.2009 13:20  
hallo Conny,

wie gut ich diese Angst kenne!!

Rational kann man das nicht erklären und auch nicht dagegen ankämpfen.

Vom Verstand her habe ich mir schon so oft gesagt, du bist gesund, mach dich nicht verrückt. Aber das Gefühl ist ein anderes.

Ich bin eher so der Typ, gleich zum Arzt zu gehen und kontrollieren zu lassen. Aber das ist ja auch keine Lösung.

Hast du auch das Gefühl, ständig etwas kontrollieren, abtasten zu müssen? So geht es mir und ich habe den Eindruck, je öfter ich kontrolliere, desto schlimmer geht es mir.

Deswegen übe ich mich im Moment in Ablenkung und vermeide das Abtasten und kontrollieren.

Ich möchte mir nun auch einen Therapeuten suchen, der mir hilft.

Denn so möchte ich das nicht mehr.

Lg
Raphaela





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  04.01.2009 17:37  
@ Renton: Mit deiner Vermutung kannst du nicht unbedingt falsch liegen, ers macht mir sehr zu schaffen, sein Leiden mit anzusehen.

@ Raphaela,
immer nur rein rational zu denken, ist etwas, das ich normaler weise als negativen Charakterzug ansehe und im Moment brennend beneide. Wie gerne würde ich meine Emotionalität gerne mal abschalten.
Ich bin keine Arztrenner, muss dazu auch sagen, dass ich - toi,toi,toi - in meinem Leben noch nie ernsthaft krank war, ne Erkältung, mal ein Bein gebrochen... und groß kontrollieren, das mach ich eigentlich auch nicht.
Zur Zeit, ja, da tut mir eine Stelle unterm linken Rippenbogen etwas weh, was aber wohl eher daran liegt, dass ich ganz gegen meine Gewohnheit, nachdem es da mal kurz gezwickt hat ständig drauf rumdrücke.
Ich werd in den nächsten Tagen bei meiner Hausärztin vorbei schauen, die rät mir schon länger zu einer Therapie, aber die Wartezeiten auf einen Platz die sind sehr lange, und was mach ich bis dahin... Diazepam(hat mir meine HÄ zur Überbrückung verschrieben als meine Mutter gestorben ist) hab ich hier gelesen, das ist nicht so ne glückliche Wahl, ich nehm es trotzdem. Johanniskraut ist nichts für akut, ich schluck es trotzdem - es ist einfach sch.... am Mittwoch ist mein Urlaub rum und ich hab außer Festtagsstress und Angstattacken nichts gehabt, toll!
Trotzdem liebe Grüße
conny



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  06.01.2009 18:56  
Hallo,

also wenn ich Angst vor Krebs hätte und gegen so eine Erkrankung vorbeugend etwas machen möchte, würde ich mir Gedanken machen, wie ich mein Immunsystem stärken könnte und nicht Gedanken darüber ob ich an Krebs erkranken könnte. Und natürlich nicht nur Gedanken machen, sondern dann auch diese umsetzen, denn die Gedanken allein werden das Immunsystem sicher nicht stärken. Und bei diesen Überlegungen solltest du nicht in erster Linie bei der Ernährung oder bei Medikamente suchen. Suche in deinem Verhalten (Sport), Freizeitgestaltung etc., Dort liegen meiner Meinung nach häufig auch die Ursachen für ein schwaches Immunsystem.
Eine gesunde Lebensweise ist das A und O für das Immunsystem. Denke mal darüber nach, ob du da nicht was ändern müßtest oder könntest. Da werden auch die Ursachen für psych. Beschwerden sein. Ich kann dir aber nicht sagen was du tun solltest oder könntest. Du hast ja selbst ein Kopf zum denken.
Überlege mal, was dein Schwiegervater so für eine Lebensweise überhaupt hatte. Vielleicht ist diese insgesamt doch nicht so gut gewesen?

Da kann man sich ja für das neue Jahr was vornehmen. Ich mach auf diese Art und weise jedes Jahr etwas in diese Richtung - und das zahlt sich immer positiv aus, auch wenn es mal innerhalb des jahres etwas holprig wird auf dem Weg. Aufwärts geht es immer, wenn man für sich was gutes umsetzt. Und dann brauchst du dir auch gar keine Gedanken mehr um eine Krebserkrankung machen, denn du hast ja was dafür bzw dagegen getan. Das einzigste ist dann noch, das es eventuell mal zuwenig war, was du gemacht hast. Aber ich denke Mal, das wird wohl dann die Ausnahmen sein und vielleicht dann mit Erbfaktoren zusammenhängen. Wenn so was eine Rolle spielt, würde ich schon mächtig auf die Tube drücken um mein Immunsystem besser auf Trab zu bringen.

VG



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  06.01.2009 21:43  
@Queer Fellow:

Also sei mir nicht böse, aber wenn ich das lese, geht mir der Gaul durch:

"Überlege mal, was dein Schwiegervater so für eine Lebensweise überhaupt hatte. Vielleicht ist diese insgesamt doch nicht so gut gewesen?

Das ist überhaupt nicht bewiesen, was Du da schreibst.

Ich kann Dir aus persönlicher Erfahrung sagen, dass mein Vater nur Bio-Gemüse gegessen hat, 3 x die Woche Sport gemacht hat; keinen, absolut keinen, Alk. getrunken hat und nie auch nur eine Zig. geraucht hat und was hatte er: MAGENKREBS

Meine Cousine (seine Nichte) hat noch gesünder und ausgeglichener gelebt und ist mit 50 Jahren an DARMKREBS gestorben.

Und genau aus diesem Grund, habe ich nämlich Angst vor dieser Sch....krankheit; weil es eben nicht stimmt, dass nur die an der Krankheit sterben die eine schlechte Lebensweise gehabt haben.

Und noch eine Frage zum Schluss: Wenn es so wäre, wie Du schreibst, warum lebt dann unser Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt mit 90 noch und ist nicht schon längst an LUNGENKREBS gestorben?

Eine gute Lebensweise ist mit Sicherheit optimal, man tut für sich und seinen Körper etwas Gutes aber vor Krebs schützt sie leider nicht immer.

LG
Fantine



348
23
Lichtenfels
3
  06.01.2009 21:52  
@ Fantine: Recht hast du! Ich kenne inzwischen echt viele Menschen, die TROTZ einer gesunden, sportlichen Lebensweise an Krebs erkrankt sind. Klar kann man durch gewisse Dinge eventuelle Risiken verringern, aber niemals ausschalten. Es ist immer eine Glücksspiel.
Und unsere krankhaften Ängste sind auch nicht irgendwie rational lösbar bzw. man kann ihnen kaum entgegensteuern. Das heißt, auch wenn ich mein Leben jetzt total auf den Kopf stellen würde und so lebe, dass wirklich sämtliche Risiken ausgeschaltet werden KÖNNTEN, dann nimmt mir das mit Sicherheit nicht die Angst. Das ist ja grade das Blöde dran, wenn man angstKRANK ist.

Wonnie



28
3
Nähe Frankfurt am Main
  07.01.2009 14:10  
Hallo,

nun muss ich doch auch mal was dazu schreiben. Mich quälen seit der Geburt meines Sohnes Krankheitsängste, mal Thrombose, mal Herz usw. Kennen ja viele hier. Ich bin zu allem Übel auch noch Krankenschwester und deute natürlich jedes Zwicken als schlimme Krankheit, dann gibts ja noch google, das versuche ich gerade komplett einzustellen, denn wenn man dort Kopfschmerzen eingibt, hat man gleich einen Hirntumor.

Ich mache seit Juli 08 eine Verhaltenstherapie und meine Therapeutin rät mir immer und immer wieder, nicht ständig zum Arzt zu gehen ( außer ich hab wirklich was Akutes, aber mir fällt es schwer, das zu deuten ). Ich soll das Leben lockerer sehen, aber wenn ich dann wieder höre, der und der hatte das oder das, dann hab ich das natürlich sofort auch. Ich bin mittlerweile so angespannt, dass mir die linke Schulter weh tut, was natürlich auch das Herz sein könnte

Mich nervt das selbst und hätte ich ein Patentrezept zum Abstellen, ich würde es sofort hier bekannt geben.

Zum Thema Krebs kann ich nur sagen, dass ich selbst 6 Jahre auf solch einer Station gearbeitet habe und natürlich ist es ratsam gesund zu leben, aber eine Garantie ist das leider nicht. Ich habe Leute dort betreut, die haben nie was "Böses" zu sich genommen und wurden dennoch krank.

Wahrscheinlich sollten wir uns alle eine lockerere Einstellung aneignen ? Ich schaffs manchmal, manchmal eben nicht


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