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201229.07




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Hallo,
Immer wieder lese ich, dass viele die an Angst und Panik erkrankt sind nach 10 Jahren immer noch erkrankt sind, trotz Medikamente und terapie etc...
das gibt mir wenig Hoffnung mein gesundes leben wieder zurück zu bekommen.
wer von euch lebt angstfrei?
Ist eine angststörung heilbar?

Auf das Thema antworten


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  29.07.2012 14:52  
Das kommt doch auf die Ursachenbeseitigung an!

Meiner Meinung nach sind Panikstörungen, Depressionen und Burnouts nur da, wenn etwas im Menschen extrem nicht stimmt. Der Mensch ist eine lebende Seele, Körper und Psyche! Gerät irgendetwas deutlich aus dem notwendigen Gleichgewicht, reagiert der Körper nur entsprechend. - Und die Reaktion wird deutlich in oben genannten Störungen.

So sind z.B. Autoimunerkrankungen, Stoffwechselstörungen, chemische Ungleichgewichte, Hormonstörungen, Vergiftungen, psychischer Stress und vieles mehr Auslöser für die Störungen / Ängste.

Auch wenn dein EKG und dein Blutbild gut sind, können Stoffwechselstörungen, chemische Ungleichgewichte und Co vorliegen - sind nur schwer nachweisbar. Psychischer Stress kann ebenso sehr viele Auslöser haben. Da ist nun mal bei jedem anders! Findest du die Ursache deiner Ängste heraus, kannst du was dagegen tun!

Danke1xDanke


  29.07.2012 14:58  
Und wie ist das bei dir? Bist du angstfrei?



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  29.07.2012 15:15  
Es gibt noch Umstimmigkeiten in meinem Körper, aber die Ursachen sind gefunden.

Ich vertrage keine dauerhafte Östrogendominanz! Sogar ausgetestet. Ich bekomme sofort eine Panikattacke, wenn ich ein Östrogenhaltiges Mittel zu mir nehme. Eine dauerhafte Östrogendominanz schadet meinem Stoffwechsel, was wiederum zu Dezifiten führt. Die Östrogendominanz ist abgestellt und seitdem habe ich von Monat zu Monat weniger Panikattacken. Seit zwei Monaten gar keine mehr. Zuvor konnte ich die Uhr danach stellen. zurzeit habe ich noch eine Schwermetallvergiftung. - Die sorgt für Schmerzen, Erschöpfungszuständen, Appetitlosigkeit, Lähmungen (zeitweise auftretend), Konzentrationsproblemen (aber nicht so schlimm), Kopfschmerzen (aber nicht so schlimme), Hautveränderungen, Sehstörungen (zeitweise auftretend), geht leider auf Herz, Lunge, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse, Nieren und ... und ... und... Aber ich bin dabei der Schwermetallvergiftung entgegen zu wirken und sie zu beseitigen, so weit das möglich ist. Und baue meinen Körper wieder auf!



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  29.07.2012 15:25  
hallo,aero
so finden wir heute doch nochmal zusammen. Die erste Frage, die du dir stellen kannst
ist, wie sehr dich die Angst belastet.Hast du Angst davor, dass die Angst wieder auftritt?
Dann frage dich: Was kann denn schon passieren, wenn sie auftritt? Angst ist eine Reaktion
deines Körpers auf eine gefahr, real oder nicht real. Wenn du mal gelernt hast, dass eine PA
mit entsprechendem Verhalten (Atemtechnik z.B. ) immer besser zu überstehen ist,
dann hast du damit schon eine erste Verbesserung erzielt. Dann fragst du dich, was es
ist, das dir Angst macht und kannst daran gezielt arbeiten. Angst ist am besten von allen
psychischen Krankheiten behandelbar, mit sehr guter Aussicht auf dauerhafte Heilung.
Positives Denken ist dabei enorm wichtig, und das ist kein Esoterik-Quatsch, denn jeder
Gedanke löst chemische Reaktionen in deinem Hirn aus und verändert dessen Struktur.
ich habe dazu vorgestern "lesetips" gepostet und kann dir die aktuelle Ausgabe von
GEO Wissen dazu empfehlen. Eines vorab: Du kannst wieder genauso glücklich und angstfrei wie zuvor werden, ein etwas anderer wirst du danach aber wohl dennoch sein.
Diesen plötzlichen Adrenalinschub, diese Nervosität wirst du vielleicht noch Jahre lang
immer wieder spüren, aber wenn du das akzeptierst und lernst zu ignorieren, wird es
dich nicht mehr belasten. So habe ich das schon von einigen Leuten gehört. Ich selber
war schonmal 9 Jahre beschwerdefrei, habe gedacht, es wäre komplett überstanden.
Das Wiederauftauchen hat mir erst mal schwer zugesetzt, bis ich erkannt habe, dass
ich mich gar nicht so hätte reinsteigern müssen. Wahrscheinlch wäre die Geschichte dann innerhalb von 2 Wochen, statt 4 Monaten über die Bühne gegangen.



  29.07.2012 15:32  
9 Jahre beschwerdefrei ist super. Bei mir war's knapp über ein Jahr.
einschränken und einsperren lasse ich mich von der Angst nicht.
Ich habe unruhezustände und Angst vor der Angst immer. Und Angst körperlich kranke Menschen zu sehen. Nehme seit 3 oder 4 Wochen sertralin. Spüre keine Besserung.
ab September Therapie. Jetzt Gesprächstherapie.



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  29.07.2012 15:53  
wird schon alles werden. Gesprächstherapie hört sich gut an. Ich habe am FR. meinen
ersten Termin bei einem Psychiater. Bin gespannt, wie es dann weitergeht. Bisher war
ich nur bei einer Beratungsstelle, wo freie Psychologen mehr oder weniger ehrenamtlich
neben ihre Haupttätigkeit Ansprechpartner sind für Leute, die erst mal nirgends richtig
unterkommen. Dort ist aber natürlich auch nicht rund um die Uhr jemand erreichbar.
Hoffe, der "neue" Psychiater nimmt mich dann gleich dauerhaft auf. Habe ehrlich gesagt,
keine Ahnung, wie so was normalerweise läuft. Medikamente nehme ich keine.



  29.07.2012 16:43  
Normalerweise nimmt der dich dann schon fest auf.

Wie sieht's denn bei den anderen so aus?



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  30.07.2012 03:11  
Hallo,
mit Sicherheit ist eine manifestierte Angststörung nicht heilbar. Wobei schon dieser Ausdruck einen faden Beigeschmack hat!
Wenn, dann ist das Ganze beherrsch- und kontrollierbar. Dies allerdings, das habe ich erlebt, ist sehr lange möglich.
Was aber immer, Deine Leben lang bleibt, ist die Gefahr eines Rückfalls!
Bestimmte Menschen, die erleben aus bisher unerklärbaren Gründen, Angst auch dann, wenn keine Gefahr droht. Bisher gibt es keine realen Erkenntnisse. Nur Theorien. Ein Teil ist sicher Veranlagung, ein Teil durch Erlebnisse begründet.
Was diese Tatsachen betrifft, sind alle selbst ernannten Helfer überfordert.
Aber wenn es positive Dinge gibt, Menschen, Erfolge, dadurch gute Gedanken, kann diese bösartige Krankheit zurück gedrängt werden. Durch das Leben an sich, die Fakten des Erlebens. . Das bedarf auch glücklicher Umstände. Drehen sich sich diese wieder, kann es auch bitter werden.
Deshalb rate ich jedem betroffenen Menschen, die eigenen Ansprüche zu relativieren. Ausgleich und Zufriedenheit sind nicht an gesellschaftlichen Erfolg oder die Karriere gekoppelt.
Die Freude über die Kleinigkeiten kann riesiges bewirken. Es sei denn, es treten wieder alte traumatische Dinge in den Vordergrund!
Gruß
Rainer

Danke1xDanke


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  30.07.2012 06:26  
Ich glaube das hängt davon ab, welche Ursachen die Angst hat, wie schnell nach den ersten Symptomen man sich in Therapie begibt und wie umfassend man sich darauf einlässt. Vor 12 Jahren hatte ich meine erste PA, nach 3 Monaten habe ich meine analytische Therapie begonnen. Die hat sie etwa über 3 Jahre gezogen. Die Therapie war oft viel schlimmer als jede PA, aber ich habe nicht aufgehört. Seit Abschluss also über 8 Jahr, bin ich absolut symptomfrei. Da, ja eine angststörung kann heilbar sein. Aber es kommt auf viele Faktoren an. Ich glaube auch, je schneller man akzeptiert nicht körperlich krank zu sein und demnach aufhört von Arzt zu Arzt zu rennen und einen Therapeuten sucht, ist entscheident.


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