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Hallo zusammen - Ich lese schon länger im Stillen mit. Jetzt hoffe ich hier auf ein paar beruhigende Worte. Zu mir: Ich bin 23 , Mann, nicht-raucher und habe bis vor ca. 8 Wochen ein ziemlich unbeschwertes Leben geführt.. Daseinzige Problem was ich hatte, waren Probleme mit dem Magen und dem Darm (Arzt diagnostizierte einen Reizdarm). Die Sympthome waren unter anderem Oberbauchschmetzen, heller Stuhl, usw.. Mein Unterbewusstsein hat sich aber irgendwie nie damit zufrieden gegeben und meine Gedanken haben sich dauernd um dieses Thema gekreist. Plötzlich kamen Rückenschmerzen dazu (im kreuz) und ich machte den grossen Fehler zu googeln... Bauchspeicheldrüsenkrebs! Mein Arzt hat gelacht und meinte, dass dies nicht sein könne. Ich fühlte mich nicht ernstgenommen und wechselte den Hausarzt. Der neue Arzt meinte auch, dass dies nicht sein kann! Ich rauche nicht, bin sportlichund hatte noch nie einen Krebsfall in der Familie und ich sei allgemein noch zu jung für sowas. Er machte dann einen kleinen Bluttest, wo eine Entzündung angezeigt wurde. Dies hat er aber auf meine Halsschmerzen abgetan. Jetzt nach 8 Wochen kommt noch eine Erkältung dazu und die hält schon seit 2 Wochen an. Wie es auch nicht anders sein kann, kam im TV eine Reportage über eine Frau die an Lungenkrebs erkrankt ist und logischerweise spüre ich jetzt alle Sympthome.. (Müdigkeit, Lungenschmerzen, Husten, Rückenschmerzen).

Ich frage mich langsam ob ich mich mit meiner Psyche so stark in was reinsteigere, dass ich die Sympthome tatsächlich spüre? Ist dies möglich?

Was würdet ihr mir empfehlen, was ich tun sollte? Meine Eltern sind sich 100% sicher dass ich gesund bin. Ich leide jedoch so stark unter meinen Angstattacken, dass ich mein Leben nicht mehr geniessen kann! Ich habe nächste Woche einen erneuten Termin beim Arzt (er macht ein Ultraschall um mich zu beruhigen).

Ich danke euch für eure Antworten!

10.05.2015 23:18 • 11.05.2015 #1


3 Antworten ↓


Hotin
Hallo ymera,
Zitat:
und habe bis vor ca. 8 Wochen ein ziemlich unbeschwertes Leben geführt


schön, das Du das so empfunden hast. Ich vermute jedoch, Du hast schon früher häufiger
unter Ängsten gelitten. Kann es sein, das Dein Selbstbewusstsein ehern nicht so toll ist?

Wenn Dein Hausarzt davon ausgeht, das Du organisch gesund bist,
lasse Dich mal zu einem Psychologen überweisen.
Keine Furcht vor Gesprächen mit Fachleuten.
Was belastet Dich denn schon länger? Ist Dir das nicht bewusst?

Viele Grüße

Hotin

11.05.2015 00:05 • x 1 #2



Hypochonder! Leben wird ungeniessbar!

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Danke für Deine Antwort. Ich bin eine Person die sehr offen auf solche Dinge anzusprechen ist. Leider verliere ich momentan das Vertrauen in meine Psyche und bin mir allgemein nicht mehr so sicher, ob ich Signale falsch deute. Vom Selbstbewusstsein her, hatte ich nie das Gefühl, davon zu wenig zu haben. Ich habe auch ziemlich konkrete Ziele im Leben die ich erreichen möchte und auch denke erreichen zu können.

Ich war nie „hypochondrisch“ veranlagt (Zumindest habe ich das nie so empfunden). Ich dachte bis anhin immer, dass ich mich auf mein Denken verlassen kann. Jedoch merke ich jetzt wie einem die Psyche einen Strich durch die Rechnung machen kann. Ich kann die schönsten Momente im Leben nicht mehr geniessen.

Ich habe in zwei Tagen den nächsten Termin beim HA. Ich glaube er schätzt mich als „starke“ Persönlichkeit ein. Ich habe ihm mehrmals mitgeteilt, dass ich nicht mehr schlafen kann und dass es mir psychisch sehr schlecht geht. Er meinte dann, dass er noch eine Ultraschall-Untersuchung durchführen könne um mich zu beruhigen, alles andere sei aber nicht mehr zu verantworten. Ich habe natürlich dieser Untersuchung zugestimmt. Ich weiss jedoch nicht, ob es mich wirklich beruhigen wird.

Jetzt kommt dazu, dass ich mich sehr benommen fühle und mir übel ist. Es fühlt sich an, als ob es immer schlimmer wird. Ein Freund hat mir gesagt, das seien Sympthome für ein "Burn-Out"... Wäre aber komisch für einen Mann in den 20ern?!

Angst vor Gesprächen mit Fachleuten habe ich nicht. Ich begrüsse es sogar. Den so kann und will ich nicht weitermachen!
Danke Dir nochmals herzlich für deine Zeit!

11.05.2015 10:34 • #3


MissMuffet
Hallo ymera,

Fakt ist, dass es möglich ist von der Psyche her "echte" Symptome zu entwickeln, wie
Schmerzen et cetera. Gerade, wenn man totale Angst und oft an diese Symptome denkt,
spielt der Körper einem da einen Streich.
Man kann sich das so vorstellen: Wenn du daran denkst, wie du in eine Zitrone beißt
und dir den sauren Geschmack vorstellst, läuft dir automatisch mehr Speichel in den Mund, obwohl du überhaupt keine isst.
Das ist in etwa dasselbe Prinzip.

Das du an Lungenkrebs erkrankt bist, halte ich für sehr unwahrscheinlich, zumal deine Symptome erst auftraten, nachdem
du die Reportage gesehen hast. Dennoch kann es nicht schaden sich mal von einem Arzt durchchecken zu lassen, um
dich vielleicht ein wenig zu beruhigen, vielleicht ist auch eine Therapie sinnvoll.

Liebe Grüße

11.05.2015 15:28 • x 1 #4




Dr. Matthias Nagel