Nesquik
Gast
ich war ja ewig nicht online! Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der sich trotzdem noch an mich erinnert. Es ist viel passiert in der Zwischenzeit und ich will jetzt an dieser Stelle gar nicht alles aufrollen. Vielleicht nur soviel: Ich habe große Fortschritte in meiner Traumatherapie gemacht und habe nun endlich Antworten auf die Frage nach dem "Warum?". Das macht es doch in vielen Situationen leichter für mich, weil ich endlich eine Logik hinter all dem Chaos erkennen kann. Aber dazu vielleicht an anderer Stelle noch einmal mehr.
Heute geht es mir um ein ganz spezielles Thema, über das ich mich gern austauschen würde. Vielleicht gibt es ja sogar jemanden, die ähnliches durchgemacht hat.
Ich habe am Montag eine gynäkologische OP in Vollnarkose vor mir und sterbe fast vor Angst. Ich hab die OP nun schon fast ein ganzes Jahr lang geschoben und bin nun an einem Punkt angekommen, wo die Sache echt gemacht werden muss. Die Konsequenzen, sollte ich wieder kneifen, sind einfach zu weitreichend. Ich habe in den vergangenen Monaten schon zwei Mal auf dem OP Tisch gelegen und bin dann jedes Mal in schierer Todesangst und völlig im Trauma-Hirn wieder abgehauen. Montag soll alles besser laufen: Meine Therapeutin darf mich begleiten, ich habe eine Packung Tavor hier zu Hause, von der ich vorher eine oder zwei Tabletten nehmen soll. Wer mich kennt, weiß an dieser Stelle: Ich hab ne dicke Mediphobie und all das macht es nicht gerade leichter.
Warum schreibe ich jetzt hier? Ich glaube, weil ich mir einfach nur Austausch wünsche. Mit anderen, die ähnliches erlebt haben und die meine Ängste nachvollziehen können. Ich hab so schreckliche Angst vor der Narkose. Vor dem Einschlafen und auch vor dem Aufwachen. Aber vor allem vor dem Einschlafen. Sitze auch schon wieder seit Wochen vor dem Tavor, was ich hier zu Hause eigentlich vor dem Termin schon einmal genommen haben sollte, damit wir es am OP Tag besser dosieren können. Ach ja, die alte Leier..
Vielleicht mag mir ja jemand schreiben. Es mag nicht so klingen, aber mir geht es wirklich schlecht.
Liebe Grüße,
Nesquik
• • 13.12.2017 #1

Es sind ja sogar tatsächlich ein paar Mädels dabei, die genau das selbe schon einmal durchgemacht haben. Ich habe jetzt noch weniger als 12 Stunden und bin gerade in der Ruhe vor dem Sturm. Habe jetzt meine Tasche gepackt und werde gleich noch schnell duschen gehen. Bin absolut kein Morgenmensch und will dann nicht zu allem Stress auch noch aus dem warmen Bett in die nasse Dusche müssen.
Drückt mir die Daumen.. ich hoffe, dass ich das Tavor vorher nehmen kann (vielleicht auch gleich noch eine halbe zum Schlafen) und dass ich mich in dem Moment überwinde und es tatsächlich nicht so schlimm wird - so wie ihr alle es mir berichtet habt. Danke nochmal für eure Anteilnahme und ich werde (egal, wie es morgen ausgeht) auf jeden Fall in den nächsten Tagen von mir hören lassen! So long...