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Hey, ich meld mich mal wieder mit einer frage, ob es noch mehreren ähnlich geht wie mir hier.
meine tharapheutin/ärztin hat mir nach ca. 5 sitzungen im dezember die diagnose generalisierte angststörung/ abhängige persönlichkeitsstörung gestellt. sie betonte immer wieder am anfang, dass ich keine depression habe, da nur meine angststörung die angst vor einer depresson beimhaltet. das stimmt. seit 2 wochen zerbreche ich mir den kopf darüber, ob ich das hab, ich würde den leuten so gerne glauben schenken, einfhc zu sagen, hey, ihr habt recht, ich hab keine depression, doch kann ich das nicht. ich bin im moment quasi überzeugt davon, depressiv zu sein, mein leben lang mit wiederkehrenden episoden leben zu müssen und irgendwann suizidgedanken zu bekommen. ich google ununterbrochen nach statistiken, prognosen, symptomen, etc. dadurch ,dass ich mich so reinsteigere, hab ich seit längerem keine lust mehr mit freunden was zu unternehmen oder anderen hobbies nachzugehen, da ich einfach irgendwie nicht will, denke dann immer, ich kann das wohl nicht genießen mit solchen grüblereien. dazu kommt ein ständig mieses, bedrückendes bedrohliches gefühl. meine stimmung ist wirklich nicht sehr toll.
habe keine schlafstörung oder antriebsstörung, heißt, ich komme shcon aus dem bett und so, ich wollte nur fragen, ob es hier auch ein paar so geht mit dieser angst vor depressonen, wobei man nicht mal richtig eine angst merkt, sondern nur dieses miese gefühl?
Gruß Aletschhorn

19.04.2017 18:45 • 27.04.2017 #1


61 Antworten ↓


Hm keine Gleichgesinnten

20.04.2017 10:41 • #2



Gleichgesinnte bei Angststörung gesucht

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Klar kann man vor Depressionen Angst haben, aber gibt es da nicht Schlimmeres? Ich mein, alle paar Sekunden verhungert und verdurstet ein Baby in Afrika. Oder es wird ein mensch in Syrien erschossen. Jemand stirbt an Grippe, weil es keine medizinische versorgung gibt usw usw.

Eine Depression kann echt arg sein, aber sie ist in den meisten Fällen behandelbar. Vor allem, wenn man sie früh erkennt.

Mach dir nicht zu viele Gedanken. Geh raus und verbringe deine Lebenszeit so gut du kannst.


lg

20.04.2017 11:09 • #3


Trixie90
@MathiasT
Ich finde deine Antwort etwas unempathisch.
Natürlich gibt es schlimmeres als die Angst vor Depressionen. Aber nur weil du das jetzt in den Raum wirfst denkt sich derjenige nicht "ach klar ich könnte auch verdursten" und Bums ist die Angst weg.
Nicht sehr hilfreich. Es gibt zig verschiedene Ängste, für Außenstehende sind die häufig nicht nachvollziehbar.
Aber die Antwort es gibt doch schlimmeres geh raus und genieße dein Leben ist so hilfreich wie jemandem der Asthma hat zu sagen " atme doch ist genug Luft für alle da".
Hoffe du nimmst mir das nicht übel aber musste ich mal sagen.

@Aletschhorn
Ich selbst habe diese Angst nicht, jedoch weiß ich wie quälend das ist und wie sehr der Alltag darunter leiden/ dadurch beeinflusst werden kann.
Wenn ich so eine phase habe versuche ich mich zu zwingen "normale" Aktivitäten durch zu ziehen.
Einmal um mich nicht einzuigeln und auch um nicht der Angst so viel nachzugeben und Raum zu lassen.
Hab auch lange gebraucht um es zu schaffen aber jedes mal wenn ich etwas abgesagt habe, hatte ich das Gefühl "so siehste, schaffste nicht mehr. Bist wirklich schlecht dran."
Wenn ich gehe obwohl ich nicht will oder meine es nicht zu schaffen war das schlechteste das ich keinen übermässigen Spaß hatte aber ich habe es geschafft. Das beste war, man vergisst die Angst für die Zeit komplett weil man abgelenkt ist.

20.04.2017 12:05 • #4


Na Trixie, schon ok. Ich bin auch krankheitsbedingt unempathisch. Stimmt schon. Aber ich wollte ihm nur helfen, einen anderen Gedankengang einzuschlagen.

20.04.2017 12:08 • #5


Trixie90
Der zweite Teil der Antwort war auch super fand ich. Nur das runterspielen seiner Angst eben nicht. Aber angenehm das auch Kritik angenommen wird und nicht direkt als Angriff aufgenommen wird. Danke dafür

20.04.2017 12:26 • x 1 #6


Bitte gern.

20.04.2017 12:33 • x 1 #7


Trixie wie wirken sich deine Ängste aus? Schlägt dir das auch so auf die Stimmung?

20.04.2017 21:04 • #8


Trixie90
Es gab Tage da habe ich vor lauter Angst und Traurigkeit über das alles nur geweint. Und hatte schlimme Unruhe sodass ich nicht essen könnte.
Hab mich nur zuhause verkrochen und gegoogelt.
So ist es zum Glück nicht mehr. Das war viel Arbeit.

20.04.2017 23:38 • #9


Hallo zusammen...
Ich empfinde die Antwort auch als etwas dezent unpassend, da ich sehr gut nachvollziehen kann wie es ist sich ein solches Problem *einzureden*
Da aber schon hingehend darauf geantwortet wurde, belasse ich es dabei weiterhin.
@ Aletschorn:
Ich kann dein Problem sehr gut verstehen, leider neige ich auch seit Jahren dazu mir einige Dinge vorzustellen, daraus Angst zu entwickeln die dann durch Symptom suche noch begünstigt werden... Es ist ein Teufelskreis und ich bin dankbar dafür das ich in 9 Jahren erst 3 mal davon heimgesucht wurde... Bei mir äussert sich es dann, wenn ich sozialen Stress habe.
Mein Arzt hat demnach die Angststörung als Ventil für anhaltenden Stress genommen... Hilft mir recht wenig, da man ja gerade sozialem Stress immer irgendwie ausgeliefert ist...
Weißt du denn bei dir den Auslöser?

Liebe Grüße

Ice

21.04.2017 00:23 • #10


Trixie aber du hast auch keine klassische Depression oder? Ist ja dann ähnlich wie bei mir, durch diese miese Angst dir sich immer im Unterbewusstsein aufhält wird man einfach traurig logische Konsequenz ..Ich hab eigentlich auch Google Verbot aber hier ist das ja was anderes

@ice:
Auch wenn das vielleicht jetzt sehr unpassend wirkt, so bin ich wirklich in gewisser Weise froh darüber nicht alleine mit diesem Problem da zu stehen.
Mein Auslöser hängt glaub ich mit dieser abhängigen Persönlichkeitsstörung zusammen, dazu war ich schon immer sehr ängstlich und hab durch Massen an Alk. als ich 16-19 war diese Angststörung erst richtig ausbrechen lassen glaub ich...

21.04.2017 20:08 • #11


Hmmm noch jemand da?

22.04.2017 22:00 • #12


Ja hier ist noch jemand

22.04.2017 22:06 • #13


Habt ihr auch manchmal so ein allgemeines "in warnstellung" - befinden? keine äußerliche und innerliche unruhe, nur einfach gedanklich etwas angespannt...das ist grad bei mir so, nervig :/

22.04.2017 22:31 • #14


LakeSonne1
Zitat von Aletschhorn:
Hey, ich meld mich mal wieder mit einer frage, ob es noch mehreren ähnlich geht wie mir hier.
meine tharapheutin/ärztin hat mir nach ca. 5 sitzungen im dezember die diagnose generalisierte angststörung/ abhängige persönlichkeitsstörung gestellt. sie betonte immer wieder am anfang, dass ich keine depression habe, da nur meine angststörung die angst vor einer depresson beimhaltet. das stimmt. seit 2 wochen zerbreche ich mir den kopf darüber, ob ich das hab, ich würde den leuten so gerne glauben schenken, einfhc zu sagen, hey, ihr habt recht, ich hab keine depression, doch kann ich das nicht. ich bin im moment quasi überzeugt davon, depressiv zu sein, mein leben lang mit wiederkehrenden episoden leben zu müssen und irgendwann suizidgedanken zu bekommen. ich google ununterbrochen nach statistiken, prognosen, symptomen, etc. dadurch ,dass ich mich so reinsteigere, hab ich seit längerem keine lust mehr mit freunden was zu unternehmen oder anderen hobbies nachzugehen, da ich einfach irgendwie nicht will, denke dann immer, ich kann das wohl nicht genießen mit solchen grüblereien. dazu kommt ein ständig mieses, bedrückendes bedrohliches gefühl. meine stimmung ist wirklich nicht sehr toll.
habe keine schlafstörung oder antriebsstörung, heißt, ich komme shcon aus dem bett und so, ich wollte nur fragen, ob es hier auch ein paar so geht mit dieser angst vor depressonen, wobei man nicht mal richtig eine angst merkt, sondern nur dieses miese gefühl?


hi,
also wenn ich mir das so durchlese, kommt mir spontan in den Sinn, daß da irgendwas in deinem Leben/deinem Umfeld/deiner Zukunft/einer anstehenden Entscheidung sein muß, mit dem du dich partout nicht beschäftigen willst/kannst. Vor dem du regelrecht zurückschreckst.
Dein Hirn baut sich quasi als Schutz/Ausweg/Ablenkung eine so mächtiges Gedankenkonstrukt (Depressionsangst etc..) auf, mit dem es sich dann beschäftigt (muss es ja, ist ja dringend! weil Gefahr!), nur um nicht mit ...ja was denn?(das weißt nur du) konfrontiert zu werden.

Ok , das ist jetzt natürlich nur ins blaue Geschossen...aber es ist mir sofort einfallen, als ich deinen Text las.

22.04.2017 23:05 • #15


LakeSonne du triffst den nagel denk ich auf den kopf. Wow. diese abhängige persönluchkeitsstörung bezieht sich vor allem auf die abhängigkeit zu meiner mutter und das mit 24 (-.-) ich weiß, das ist alles andere als normal und ich wohne auch noch daheim, brauche ihre tägliche zuneigung und beruhigung, habe oft angst um sie, und wenn ich ein studium im herbst anfange, muss ich ausziehen und vor dieser zukunft ...ohje das ist wirklich eine ungewisse vorstellung. auf der einen seite will ich nicht weg, will bei meiner mutter bleiben (oh man, wie das klingt -.- ) und auf der anderen seite will ich ja ein tolles eigenes leben und weiß, dass das nicht gut ist, zu hause zu bleiben.

22.04.2017 23:20 • #16


Ich schätze das wir alle das ein oder andere Problem haben, was wir im Unterbewusstsein auch wissen, aber dennoch nicht angehen können...
Ich weiß zum Beispiel warum ich nun zum dritten mal einen solchen Schub habe, selbst ein Holzkopf würde zwischen den 3 Ausbrüchen eine Parallele ziehen. Was somit aber nicht heißt das ich sie gut bewältigt bekomme.

22.04.2017 23:45 • #17

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LakeSonne1
@aletschhorn:
Also ich bin auch erst mit 24 ausgezogen, mach dir mal da keinen Kopf.
Studium, Ausziehen, Fremde Stadt, enge Mutterbindung...das ist schon Holz.
Aber auf der anderen Seite weißt du ja dann sehr genau, woran du arbeiten kannst. Das ist super.
So etwas löst sich natürlich nicht von heute auf morgen, es ist ein Prozess.
Versuch diesen Prozess nicht negativ zu belegen, sondern es eher positiv; als Herausforderung, ein Ziel, als ein Abenteuer, das es zu meistern gilt. und so ein Prozess besteht aus vielen kleinen Etappen. und jede Etappe nimmst du dir einzeln vor, nicht alle auf einmal. da gibt es viele Siege zu feiern! (gut, ein paar schlachten verliert man auch; aber nur um gestärkt und mit neuem Plan zurückzukehren!). Hab Mut!
Übrigens: deine Mutter ist auch noch deine Mutter wenn du ausziehst. Und wird für dich da sein; das hört nie auf. So sind sie halt, die Mütter.

23.04.2017 00:08 • #18


@lakesonne
Danke, das macht mir wirklich mut. ich möchte diesen schritt ja auch irgendwie gemeistert bekommen, nur ist das für mich bis jetzt noch so ein ungewisser eher negativer nebel, bei dem ich nicht weiß, wie das alles weiter geht...
hab dazu diese komischen depressions-ängste, da ich mal vor ein paar jahren falsch diagnostiziert wurde weil ich den ärzten irgendwas von antriebslos erzählt habe, was einfach nur erfunden war.
manchmal werd ich davon richtig traurig, zu wissen, dass ich bald ausziehen muss und hab im moment noch kein gegenmittel parat, klar, ein abenteuer auf jeden fall und ich hoffe auch dass das alles gut geht, bin echt sehr zwiegespalten, gerade wegen der engen beziehung zu meiner mutter hab dann solche vorstellungen, komplett alleine zu sein ohne irgendwen ...

23.04.2017 00:17 • #19


Das hat noch ein anderes Problem. Die Gesellschaft an sich und das falsche Muster, das sie uns verkauft.

Ich habe einen Wechsel von Depressionen und der alles betäubenden Angst, von schlafangst über herzneurose, über Veränderungsangst, über Nachrichtenangst, über schuldgefühle bei jeder Kleinigkeit, sogar wenn ich damit nicht verantwortlich bin.

Das Positive ist das man hier gleichgesinnte findet, das negative, das es anderen erst schlecht gehen muss um hierher zu finden. Tolle ironie

23.04.2017 00:19 • #20



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