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Joji69

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Also Guten Morgen erstmal!
Ich bin neu hier im Forum und hab mich mehr oder weniger aus Verzweiflung angemeldet. Ich brauche nämlich dringend Hilfe von Leuten, welche mich auch verstehen:
(Vorne weg: bin kein Raucher, trinke sehr selten Alk., trainiere 4-5 mal die Woche Kraft, und ernähre mich sehr eiweißreich, und esse auch sehr viel. Gewicht liegt bei 70 kg derzeit, 179 cm)
Es begann am 02. Oktober dieses Jahres als ich ganz normal, so wie immer im Bett lag, meinen Fernseher ausschaltete und mich schlafen legte. Doch als ich mich auf die Rechte Seite drehte, spürte ich plötzlich ein ganz kurzes ziehen irgendwo in der Brust und von einer Sekunde auf die andere begann mein Puls hochzugehen. Ich hatte in Sekundenschnelle schlimmes Herzrasen und bekam schlecht Luft, meine erste Reaktion war aufzustehen und das Fenster zu öffnen. Des Weiteren wurde mir extrem schwindlig, alles begann sich zu drehen und mein einziger Gedanke war: Herzinfarkt und plötzlicher Herztod. (Obwohl ich mein ganzes Leben kerngesund war/bin und keinen Plan von sowas habe.) Bin dann nach einer Stunde als es immer mehr abflachte irgendwann eingeschlafen, am nächsten Tag war ich natürlich total kaputt...
Ich dachte mir noch nichts dabei, den ganzen nächsten Tag hatte ich nur ab und zu mal einen kleinen Schwindel und ab und zu stechen irgendwo in der Brust. Doch am Dienstag in der Schule ging es plötzlich wieder voll los:
Ich saß im Mathematik Unterricht und von einer Sekunde auf die Andere hatte ich wieder Herzrasen und Schwindel: Ich machte mir solche Sorgen dass ich Sofort zum nahe gelegensten Arzt ging: Diese schickte mich auch gleich weiter ins Krankenhaus, da mein Puls und Blutdruck viel zu hoch sind. Im Krankenhaus wurde Blutbild gemacht, keine Ahnung welches, kenn mich da nicht aus, dann wurde Schilddrüsenfunktion überprüft, EKG, und Herzultraschall gemacht. War alles perfekt, bis auf eine kleine Hypertrophie im Herz, die aber laut den Ärzten nix damit zu tun hatte. Dann machte ich 24h- Ekg plus 24h Blutdruck Messung. Alles fehlerfrei. Während die Kardiologie das Ultraschall machte war ich extrem aufgeregt und nervös, spürte während sie mein Herz anschaute ab und zu so ein Klopfen auf den Hals/Speiseröhre, als würde mein Herz rauswollen...
So, dann hieß es alles gut und falls keine Besserung eintrete, solle ich wieder kommen.
In der Woche darauf begann die Romreise meiner Klasse und ich fühlte mich davor sehr unwohl mitzufahren, weil ich große Angst hatte mir könnte etwas passieren, obwohl ich das Gefühl hatte dass sich meine Symptome bessern. Doch am Petersplatz hatte ich plötzlich eine Panikattacke mit Herzrasen, Taubheit am ganzen Körper, Atemnot und einer Rettungsfahrt mit Blaulicht durch den Vatikan. (yeyyyy xD) es kam bei EKG und Blutbild wieder nichts raus, alles top. Danach war ich noch bei einer Internistin, welche sagte ich KÖNNTE eine Herzrhytmus Störung haben, seither hab ich eigentlich nur mehr Angst vor allem... Ich nehme zusätzlich Magnesium welches meine Symptome meinem Gefühl nach gebessert hat. Ich spüre jetzt (1 Monat später) noch immer ab und zu Herzstechen, heißen Atem, diverse Schmerzen am ganzen Koerper, auch Rücken, Kopfschmerzen, Hals, Kiefer, Kloß im Hals, alles mögliche eigentlich... Zurzeit Plage ich mich damit dass ich in der Nacht aufwache, mich total schwach fühle und Angst habe mein Herz könnte jetzt den Geist aufgeben. Dann denk ich immer dran was ich alles verlieren würde, da ich mein Leben liebe und tolle Freunde, eine Freundin die in meinen Augen perfekt ist und mich auch über alles liebt, bin gut in der Schule, hab im Kraftsport gut aufgebaut, hab eine Familie die ich über alles liebe und mir immer hilft, einfach alles... Und diese Angst vor dem Tod, oder dem sozialen Rückzug ist das was mich plagt. Meine Frage nun: Was meint ihr, sollte ich wieder ins Krankenhaus/zum Arzt/Kardiologen o.ä., oder Abwarten und Tee trinken?
Der Text ist mittlerweile so lang dass ich sicher einiges vergessen habe, könnt mich ruhig fragen falls ihr noch irgendetwas wissen wollt. Stand der Dinge ist dass mir alle sagen ich leide an Stress odersowas, irgendwas psychischem und ich will doch einfach nur mein Leben so weiterleben wie vor diesem Herzrasen.
Mit freundlichen Grüßen, ein neuer besorgter Member.

13.11.2016 09:46 • 17.11.2016 #1


8 Antworten ↓


petrus57

petrus57


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Da körperlich alles abgeklärt wurde, solltest du dich nicht noch weiter hineinsteigern. Laut ärztlichen Aussagen bist du vollkommen gesund, darauf solltest du vertrauen.

Deine körperlichen Schmerzen und das "Herzstechen" kommen wohl eher von Verspannungen.

13.11.2016 09:56 • x 2 #2


Stamper

Stamper


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Ich denke auch, Steiger dich da nicht so rein. Das häufige Nachdenken darüber, lassen solche Symptome auch auslösen. Da du wie bereits erwähnt abgecheckt wurdest ist alles in Ordnung. Du sagtest du hattest eine Panikattacke und Taubheit. Danach war aber alles wieder in Ordnung, das bedeutet, es ist rein psychisch. Du steigerst dich in so einer Situation so tief hinein, das dir schwindelig wird. Obwohl du eig. Gesund bist! Das wird schon wieder, solltest du noch mal Herzrasen haben, versuch es zu ignorieren und nicht Panik zu schieben.

13.11.2016 10:24 • x 2 #3


Nataraja

Nataraja


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Ich geben meinen Vorrednern recht.

Es handelt sich um klassische Panikattacken, die sich leicht durch einen Psychotherapeuten behandeln lassen, erst recht, wenn du gleich am Anfang dagegen angehst.

Herzrhythmusstörungen haben viele Menschen und sind für sich kein Grund zur Besorgnis. Sie sind nicht ursächlich, sondern Begleitsymptom. In deinem Fall durch den Stress. Welcher Stress? Der, den du durch deine Angst verursacht hast. Den musst du erst mal los werden.

Du solltest unbedingt zum Ausgleich Ausdauersport machen, weil das am besten Adrenalin abbaut.

Meiner Meinung nach ist das ohnehin etwas viel Krafttraining. Vielleicht probierst du mal die klassische Variante "ein Tag Krafttraining, ein Tag Ausdauer" damit deine Muskeln einen Tag Erholung dazwischen haben.

13.11.2016 11:17 • x 1 #4


Joji69

Joji69


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Meint ihr dass diese täglichen Schmerzen durch meine Angst ausgelöst werden? Im Moment schmerzt mir der Rücken auf Höhe der Brust bei der Wirbelsäule ein wenig, was für mich gleich sehr besorgniserregend ist...
Und jede Nacht aufzuwachen und zu denken das Herz fliegt aus dem Rhytmus mit sehr unwohlem Gefühl im Brustkorb ist auch eine Einbildung meiner selbst?
Ich versuche echt mich nicht reinzusteigern, aber es fällt mir total schwer da ich noch so jung bin...

13.11.2016 17:04 • #5


Nataraja

Nataraja


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Ja.. durch deine Angst, hast du eine innerliche Anspannung.
Versuch mal bewusst darauf zu achten. Oft ziehen wir am Computer unbewusst die Schultern hoch und bücken uns auch oft. Wenn du das merkst, nimm die Schultern runter und wieder nach hinten, setz dich gerade hin, streck dein Kreuz durch.

Viele von uns werden zwischenzeitlich nachts von Herzrasen und anderen Beschwerden geweckt. Auch ich hab das schon oft erlebt.
In diesem Fall ist die beste Erfahrung, die ich machen konnte, aufstehen, bewegen..etwas räumen, einen Tee ohne Teein machen, also Rotbusch oder Kamille tut mir da ganz gut.
So..durch die Bewegung müsstest du schon mal den ersten Stress in deinem Körper ne Möglichkeit gegeben haben, rauszukommen. Der Tee lässt sich dann wieder etwas runter kommen..
lenk dich dann irgendwie ab. Ich konnte mich nie auf was andres konzentrieren, als die Thematik selbst. Deshalb hab ich ein Buch gelesen, das beschreibt, wie die psychosomatischen Beschwerden entstehen und wie wir durch unsere Ängste Einfluss auf unseren Körper nehmen. Ich weiß nicht mehr, wie das hieß..es war nur geliehen. Darauf konnte ich mich dann gut konzentrieren und habe den Fokus von meinem Körper weglenken können.

13.11.2016 17:15 • x 1 #6


Joji69

Joji69


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Heute fühle ich mich beispielsweise ziemlich schlapp, bin in der Nacht 2 mal aufgewacht und hab wieder etwas Panik geschoben... hab totale Angst vor dem Herzinfarkt, aber sowas ist doch unmöglich in meinem Alter und ohne Vorerkrankungen in der Familie oder? müssten die Ärzte sowas gesehen haben... ich verzweifle, ich weiß nicht mehr was ich mir einrede/einbilde und was nicht. was mich zudem beunruhigt ist dass ich meinen Puls am Bauch deutlich sehe, zum Beispiel wenn ich am rücken liege: ich weiß ihr werdet sagen das ist normal, aber ich weiß nicht ob ich das vorher auch schon hatte oder erst seit neuem

14.11.2016 08:15 • #7


Nataraja

Nataraja


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Genau..du sagst es schon. Es ist völlig normal. Wenn ich nervös bin, sehen auch andere, wie mein Herz aus meiner Brust springen will, oder aus dem Hals oder sonst wo.

Du bist jetzt ausführlich untersucht worden und Angsterkrankte Mitglieder dieses Forums haben dir erklärt, dass das psychisch bedingt ist.

Wenn du jetzt weiter darauf beharrst herzkrank zu sein, hast du wirklich ne Herzneurose entwickelt und solltest dich auf Hypochondrie behandeln lassen.
Das wird dir aber ein Psychologe richtig diagnostizieren. Da solltest du wirklich dringend hin, denn du machst dich immer mehr verrückt und steigerst dich immer weiter rein.

14.11.2016 11:43 • x 1 #8


Ex-Mitglied


Hallo,
ich will dir keine Angst machen, aber umkippen kann jeder zu jeder Zeit in der heutigen Zeit.
Aber das ist nicht wichtig. Du wurdest untersucht, du wurdest für Gesund befunden.
Damit ist ist schon mal ein Grundstein gelegt.
Und jetzt beweise es deinen Kopf auch das du gesund bist.
Bring dein Kreislauf in Wallung und strenge dich an. Hast du Herzschmerzen? Nein, dann ist dein Herz auch völlig in Ordnung.
Das ist ein guter Selbsttest. Ich merke das bei mir immer beim Sport und beim Sex.
Das funktioniert weitgehend recht gut. Es gibt sogar Tage da fühle ich mich richtig Vital und bin stolz auf meine sportliche Leistung.
Das ist für mich ein Zeichen das mein Herz in Ordnung ist. Mach das mal. Du wirst zum selben Ergebnis kommen.

Dieses ziehen, zwicken und drücken, wo auch immer sind Nervenenden oder Verspannungen.
Das ist vollkommen normal und wirst du dein ganzes Leben haben. Mal ein bisschen, mal ein bisschen mehr
Es gibt da son Sprichwort. Du darfst nicht alt werden...
Besser wirds im Alter nicht, das heist aber nicht das man automatisch krank wird.
Man gewöhnt sich an die Kleinigkeiten.

17.11.2016 10:57 • x 1 #9



Dr. Matthias Nagel


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