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Hallo miteinander.

ich hab mal wieder Angst. Diesmal vor Magen- oder Darmkrebs.Ich habe schon seit ca.2 Jahren starken Eisenmangel und Anämie.Kriegte immer in regelmässigen Abständen Infusionen, worauf die Werte sich besserten und nach wenigen Monaten wieder so tief waren, dass neue Infusionen fällig waren.
Ich bin weiblich, 22 Jahre alt und treibe sehr viel Sport. Meine Menstruation ist unregelmässig und seit vielen Monaten gar nicht mehr vorhanden,weshalb Blutverlust dadurch ausgeschlossen wird. habe in den letzten Monaten viel Gewicht verloren, aber langsam. Nun mache ich mir Sorgen dass ich Darm oder Magenkrebs habe, da es mir einfach völlig unglaublich erscheint, dass ich derart starken Eisenmangel habe obwohl kein sichtbarer Blutverlust (ausser durch Sport?) vorhanden ist.Mein Arzt meinte nur auf meine sorgen hin: "ja das ist schon eine gute Idee das mal abklären zu lassen, können wir mal machen" als hätte ich nebenbei vorgeschlagen mal Pingpong spielen zu gehen.
einerseits habe ich Angst, andrerseits denke ich, ist es wirklich nötig, mich einer Darmspiegelung unterziehen zu lassen, soll ich auf weitere Symptome warten wie Blut im Stuhl, aber ist es dann nicht schon zu spät, ich weiss nicht weiter...

16.07.2014 08:25 • 27.07.2014 #1


14 Antworten ↓


Hallo, Eisenmangel ist bestimmt nicht angenehm, kann ja aber wie bei dir mit Ersatzpräparaten behandelt werden. Jetzt verstehe ich nicht, wieso du auf Magen-Darm Krebs kommst. Gewichtsverlust kann viele Ursachen haben. Wenn du keine weitere Symptome hast, wie du selbst schreibst, zum Beispiel Blut im Stuhl, macht eine Darmspiegelung doch überhaupt keinen Sinn. Das ist doch einfach nur ein blinder Aktionismus, man macht jetzt irgendeine Untersuchung, genauso könntest du jetzt zum Augenarzt gehen.
Ich würde das mit dem Gewicht im Auge behalten und dann mal ein Blutbild machen lassen, wenn sich das fortsetzt.
Liebe Grüße

16.07.2014 09:29 • #2



Eisenmangel - Angst vor Krebs

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Die Angst vor dem Darmkrebs kommt nicht vom Gewicht,sondern vom Blutverlust her. Ich kann mir nicht erklären,wo mein ganzes Blut hingeht, bzw. eine Erklärung wäre eben, dass in meinem Magen-Darm-Bereich ein Tumor für unbemerkte Blutungen sorgt. Dafür würden auch Nachtschweiss und Blähungen sprechen. Natürlich würde ich bei Blut im Stuhl SOFORT in den Notfall rennen, aber in der Regel ist das ja ein Symptom das auftritt wenn der Krebs schon weit fortgeschritten ist, im Frühstadium verursacht er noch kleinere Beschwerden. ich habe heute um 11 Uhr einen Infusionstermin und werde diese Angst auf jeden Fall nochmal ansprechen...

16.07.2014 09:42 • #3


Schlaflose
Gewichtsverlust bei Krebs tritt erst im fortgeschrittenen Stadium auf, wo man auch schon andere Symptome hat wie z.B. starke körperliche Schwäche, Übelkeit, Schmerzen usw. Wenn es so wäre, hättest du keine Kraft und Energie überhaupt Sport zu machen, geschweige denn so viel wie du schreibst.
Warum machst du überhaupt so extrem viel Sport? Isst du entsprechend viel und gesund? Wer viel Sport macht, verbraucht viele Kalorien, die man über die Nahrung wieder aufnehmen, sonst nimmt man ab.

16.07.2014 09:50 • #4


Warum denn schon wieder Gewichtsverlust? DAS ist für mich nicht das Krebs-Alarmzeichen,sondern eben, die Blutarmut!

16.07.2014 17:07 • #5


Schlaflose
Dann sage ic h jetzt mal ganz ehrlich, was ich aus dem, was du an Informationen geliefert hast, schließe: du hast eine Essstörung. Dafür spricht sowohl der Gewichtsverlust, der exzessive Sport, der starke Eisenmangel und die ausbleibende Monatsblutung, d.h. die typischen Zeichen von Anorexie.

16.07.2014 17:29 • #6


Die Vermutung, die Schlaflose hier anstellt, ist nicht abwegig. Zumindest spricht einiges für eine massive Mangelernährung. Deshalb mal die Frage, wie ernährst du dich?

Wie oft isst du Fleisch? - Das ist ein Eisenlieferant. Vegetarier rutschen, wenn sie nicht aufpassen, in den Mangel?
Wie oft isst du Hülsenfrüchte? - Das ist ebenfalls ein Eisenlieferant.
Wie oft isst du Vitamin C-haltiges Gemüse? - Vitamin C ist wichtig für die Eisenaufnahme im Körper.
Wie oft und wieviel an Milchprodukten isst du? - Calcium blockt die Eisenaufnahme, Vitamin B12 ist allerdings für den Ferritinspiegel wichtig.
Wie viel Kaffee trinkst du? Wie viel Cola? Wie viel Alk.? Nimmst du Dro gen? Isst du häufig Junk-Food? - Kann alles die Eisenaufnahme reduzieren.

Dann gibt es noch viele andere Möglichkeiten außer einer Krebserkrankung. Z.B. Zahnfleischbluten, eine Schilddrüsenerkrakung, eine Eisenverwertungsstörung, anderweitige Stoffwechsel- und Verwertungsstörungen, entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie, Morbus Crohn etc.

Ich sehe jedenfalls meine Aufgabe hier nicht, dir die Angst vor einer tödlichen Krankheit wegzureden, sondern mehr darin, dir zu raten, dich einmal gründlich von einem Internisten und Gastroenterologen untersuchen zu lassen und auch mal deine Ernährungsweise unter die Lupe zu nehmen und sich bestimmtem Fehlverhalten zu stellen.

16.07.2014 17:51 • #7


also ich habe bestimmt ein nicht ganz normales Essverhalten,aber magersüchtig bin ich nicht.

ich hab einfach noch ein bisschen mehr Angst jetzt...hm.gut,ich ernähre mich sicher nicht bewusst genug für das,was ich an Sport treibe. Alk. leider viel zu oft-ansonsten achte ich sehr auf ausgewogene,gesunde Ernährung. vor allem jetzt,seit 3 Wochen.mein Arzt vermittelt mir ne Darm/Magenspiegelung,nur leider dauert das noch ewig bis ich da hin kann. ich versuche halt nicht zu verzweifeln.

22.07.2014 22:14 • #8


Mit 22 Krebs im Magen-Darmbereich halte ich eigentlich für ausgeschlossen. Ein Eisenmangel kann sehr viele Ursachen haben. Du schreibst, dass du viel zu oft Alk. trinkst, das ist ein Aspekt, den ich sehr ernst nehmen würde. Was heißt denn sehr oft? Täglich? Mehrmals die Woche? Ein exzessiver Alk. kann im Körper für allerlei Mangelerscheinungen verantwortlich sein.
Das wäre in meinen Augen das wichtigste, woran du arbeiten solltest.
Eisenhaltige Nahrungsmittel sind vor allem Linsen, Hirse, getrocknete Aprikosen, Sesam (es ist ein Mythos, das nur Fleisch viel Eisen enthält, das trifft hauptsächlich auf die Innereien zu). Ich würde versuchen, viel eisenhaltige Nahrungsmittel zu dir zu nehmen und vielleicht statt der Infusionen einfach täglich ein Eisenpräparat zu nehmen (solange bis der Mangel behoben ist).

23.07.2014 11:10 • #9


Was ist denn ein nicht ganz normales Essverhalten? Was hast du gestern z.b. alles gegessen? Eisenmangel ist schon fast eine volkskrankheit, auch bei durchschnittlicher Ernährung. Wie sieht denn dein ferritinwert aus?

23.07.2014 11:27 • #10


Eisenmangel ist ja nicht ungewöhnlich. Ich hatte schon sehr starken Eisenmangel, obwohl ich regelmäßig Fleisch esse. Fleisch hat nicht mehr Eisen als andere Lebensmittel, aber das Eisen im Fleisch kann der Körper besonders gut verwerten. Die Mens bleibt vllt aus wg. geringem Gewicht+Eisenmangel. Irgendwo muss der Körper ja sparen. Wenn sich der Eisrnmangel nicht beheben lässt, ist eine Abklärung zur Sicherheit! durchaus nicht übertrieben. Aber mit 22 einfach unwahrscheinlich, dass das Krebs ist.

23.07.2014 11:31 • #11


also, ich esse sehr ausgewogen. so um die 3000-3500kcal am Tag, gehe aber wie gesagt auch viel laufen,so 3-4 Stunden, das heisst ich verbrauche auch sehr viel.
Ja,ich trinke mehr oder weniger täglich. Nicht immer viel, aber schon meist so an die 3 Gläser Wein. Ich bin aber dabei, das zu ändern, gehe auch seit letzter Woche zur Suchtberatung. Mein Ferritinwert war letztmal (vor der Infusion) bei 3,Hömoglobin betrug 10,8...

27.07.2014 07:14 • #12


Guten Morgen, Aril.

Drei Gläser Wein, fast täglich, dass ist schon bedenklich viel. Gut, dass Du zur Beratung gehst, die Suchtfalle kann schnell zuschnappen. Pass bitte auf Dich auf.

27.07.2014 07:42 • #13


Schlaflose
Zitat von Aril:
gehe aber wie gesagt auch viel laufen,so 3-4 Stunden,


3-4 Stunden am Tag? Wenn du Krebs hättest, würdest du das gar nicht schaffen. Durch das viele Laufen verbrauchst du einfach so viele Kalorien, Nährstoffe, Mineralien etc. dass du das mit deiner Nahrungsaufnahme gar nicht wieder aufstocken kannst. Leistungssportler, die so viel trainieren wie du, haben Ernährungsberater, die ihnen ihren Bedarf an allem genau ausrechnen und ihr Essen wird daraufhin zusammengestellt und bei Bedarf auch mit hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln ergänzt.

27.07.2014 08:08 • #14


Ja, zurzeit sind es tatsächlich 3-4h am Tag, und das seit gut 4 Monaten, davor warens lang so um die 2 Stunden,selten mal ein Tag Pause pro Woche. Meinst du echt? Also ich hab viele Erfahrungsberichte gelesen wo Leute die eine Krebsdiagnose erhalten haben, berichteten,dass sie vorher sportlich sehr aktiv waren und nichts bemerkt hatten..na ja. Ist das wirklich so, haben Leistungssportler Ernährungsberater? ich dachte immer das sei so ein Hype,dass es auch reicht einfach gesund und genügend zu essen...hm.

27.07.2014 23:23 • #15



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Dr. Matthias Nagel