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Juliet

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hallo zusammen!
ich bin 16 jahre alt und habe diese panikattacken seit ein paar monaten.
beim grund für die erste pa bin ich mir nicht 100 %ig sicher, aber immerhin 99 % denk ich dass es an einer überdosis Canna. lag,welche ich aus versehen in form von cookies konsumierte.
ich hatte in dieser nacht extremes herzrasen, zuckungen, schüttelfrost, halluzinationen, erstickungsängste und jedes mal wenn ich mich hinlegen wollte oder die augen schloss, fühlte es sich an als würde meine seele den körper verlassen und ich dachte ich würde sterben :S nach dieser erfahrung hörte ich jedoch nicht auf, auch wenn das herzrasen ein trauma für mich war. ich dachte es würde reichen weniger zu konsumieren. also Ar. ich weniger cookies mit jedoch denselben nebenwirkungen. dann beschloss ich, Canna. nur noch zu rauchen weil es so harmloser ist. als ich jedoch nach nur 3 zügen eines harmlosen joints wieder herzrasen bekam, fing ich an zu glauben das Canna. hätte mich verrückt gemacht. Ich sah mich selbst mit schizophrenie in einer Klinik dahin vegetieren und bei diesem gedanken bekam ich angst. als mein herz wegen der angst schneller schlug, war dies eine bestätigung für mich, dass ich tatsächlich aufgrund des *beep* verrückt geworden war. ich hatte angst in meinem eigenen zimmer, alles war unwirklich und ich schaffte es nicht mich abzulenken, bis wir glücklicherweise besuch bekamen und ich mich mit dem kleinkind beschäftigen konnte.
an diesem tag fiel mir auf, dass die panik nur auftauchte, wenn ich sie hervorrief. die nächsten wochen waren jedoch immer noch schrecklich, ich wusste nicht dass ich PAs hatte, dachte immer noch das Canna. sei schuld. ich versuchte, "normaler" zu werden. Ich machte einen Alk., lernte wieder in der schule, kleidete mich nach mode und beteiligte mich sogar an gesprächen meiner klassenkameraden
ab dieser zeit gings mir eigentlich super, bis ich im internet etwas über eisenmangel las. mir fiel auf, dass ich wahrscheinlich eisenmangel hatte und fing an mich auf meinen körper zu konzentrieren und den vermeintlichen eisenmangel. dadurch fielen mir allerlei macken an mir auf, zum beispiel die tatsache dass ich zum hyperventilieren neige, was mich im sport sehr einschränkt. diese gedanken führten wahrscheinlich dazu, dass ich an einem montag in der schule die ganze zeit dachte ohnmächtig zu werden. im sport kippte ich tatsächlich fast um, wodurch mein herz schneller schlug und ich angst bekam. (--- ich sollte hier noch anmerken dass ich immernoch nicht wusste, dass ich PAs habe, ich dachte es läge am eisenmangel...) mir war den ganzen morgen lang schwindelig und in mathematik verschwammen sogar die zahlen vor meinen augen. ich fühlte ein kribbeln in den händen und füssen, sie waren eiskalt und schwitzig, ich zitterte am ganzen körper und heulte beinahe los. man sah es mir wohl ziemlich gut an, denn ich wurde nachhause geschickt. komisch war, dass sobald ich das schulhaus verlassen hatte, ich mich super fühlte und keine angst mehr hatte. noch am selben tag ging ich zum arzt. dieser schloss den e-mangel aus, stellte bei mir jedoch ein herzgeräusch fest. ich bekam wieder PA weil ich fest davon überzeugt war, einen herzfehler zu haben und zu sterben.
bei einem herzspezialisten wurde aber klar, dass das herzgeräusch nicht der rede wert war. zuerst war ich erleichtert doch dann wollte mich der arzt zum psychiater schicken, weil körperlich nichts feststellbar war. dies führte wieder zu panik, weil ich mich abnormal fühlte und blossgestellt, wenn ich zum psychiater ginge.
schliesslich kapierte ich endlich, dass ich PAs habe. diese erkenntnis machte alles nur noch schlimmer. ich hatte angst, angst zu haben und bekam jeden tag panikanfälle, die ich jedoch unterdrückte durch Ablenkung. Gedanken wie: lalala das wetter ist schön, schau mal der vogel da, du bist gaanz normal, die panik gibts gar nicht- halfen mir, mich zu beruhigen. doch erst gestern fand ich diese website hier und las über die angst vor der angst- schon nur das zu lesen und zu wissen, dass andere dasselbe erleben wie ich, hat mich sehr beruhigt und der heutige schultag verlief ganz normal =D

ich hatte heute ein gespräch mit meiner schwester, die ebenfalls PAs hat. sie will mir nicht sagen warum sie sie hat. Ihre Pas sind im vergleich zu meinen wie ein elefant zu einer maus. Sie schluckt allerlei verschreibepflichtige medis sie wurde sogar mal durch eine PA ohnmächtig, mitten in der stadt und musste dauernd erbrechen. ich bin froh, dass meine Pas nicht so schlimm sind, doch ich mache mir sorgen um meine schwester.
was ich zum schluss noch sagen möchte, ist: ich habe mich in einen jungen verliebt und zwar so richtig. es ist zwar keine erwiederte oder glückliche liebe, jedoch lenkt es mich enorm von den PAs ab =D

bei mir ist etwas übrigens ganz anders als bei anderen. anstatt mich zuhause zu verkriechen, gehe ich immer raus, auf der suche nach ablenkung. mein terminplan ist voll. meine PAs treten eigentlich nur auf, wenn ich mich in der schule oder zuhause langweile und mich dadurch zu sehr auf mich selbst konzentriere. geht's jemandem auch so?

liebe grüsse

04.06.2010 20:13 • 07.04.2019 #1


9 Antworten ↓


Within


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Hallo Juliet.

Ablenkung, damit die PA'snicht kommen steht ganz oben an der Spitze von Vermeidungsverhalten. Die Pa's bei Langeweile kenn ich selbst zu gut und es ist schwer sich dem zu stellen und das ganze auszuhalten. Bei der Ablenkung ist es irgendwann so wie mit Dro... du brauchst immer mehr um dich auszulasten und dich nicht zu langweilen und das heisst wiederum die Angst wird noch mehr verstärkt wenn du dich nicht ablenken kannst.

Ein wichtiger Gedanke dabei ist, das du vieles nicht Ändern kannst und einfach akzeptieren musst, weil es sonst aus dem Kreislauf keinen Ausstieg gibt.

04.06.2010 20:52 • #2


Juliet


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danke für deine antwort, das mit dem akzeptieren ist so ne sache... ich versuche es eigentlich und im moment fühle ich mich dank dieser webseite auch nicht mehr abnormal, jedoch bin ich mir nie wirklich sicher, ob ich die PAs akzeptiert habe oder nicht klingt ein bisschen merkwürdig, aber ich bin mir tatsächlich nicht sicher ob es einfach reicht zu denken, ich akzeptiere es, oder nicht.
ich hab auch gehört, dass PAs ganz aufhören können, meine schwester hat von jemandem erzählt, der wegen eines verlustes PAs hatte, welche nach drei monaten jedoch völlig verschwunden waren. Ich hoffe dass es bei mir auch so sein wird

04.06.2010 20:58 • #3


Teemow


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Hallo liebe Forenmitglieder,
ich bin neu hier und hoffe auf ein bisschen Support und Tipps bei Panikattacken.
Ganz kurz zu meiner Person. Ich bin 33 Jahre alt, hab bis vor 5 Monaten ein ganz tolles und sorgenfreies Leben geführt. Ich lebe im Süden, hab immer Sonne um mich herum, bin Radiomoderatorin und hab einen ganz tollen Freund. So, und scheinbar aus dem nichts, saß ich vo 5 Monaten auf der Arbeit und hab plötzlich Herzrasen, Atemnos, schwitzige Hände usw. bekommen und dachte ich kippe um, habe einen Herzinfark und bin tot. Also bin ich sofort zum Arzt. Dieser hat ein EKG und einen Bluttest gemacht und mir am nächsten Tag mitgeteilt, dass ich kerngesund bin und das eine Panikattacke war.
Seitdem hat mich dieses Thema nicht mehr losgelassen. Ich hab ständig innere Unruhe und das Gefühl totkrank zu sein...ich war seit dem Vorfall mehrmals beim Arzt. In dieser Woche hab ich nei einem anderen Arzt ein großes Blutbild machen lassen und er hat festgestellt, dass ich einen erheblichen Eisenmangel hab. Nun soll ich 4 Monate lang Eisentabletten zu mir nehmen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Meine Sorge aktuell ist, dass die Panikattacken nicht verschwinden, auch wenn der Eisenmangel behoben wird.
Seit einer Woche nehm ich auch angslösende Medikamente, die möchte ich so schnell wie möglich absetzen, aber auch davor hab ich Angst.
Wegen Schmerzen im Brust und im Rücken war ich auch beim Chiropraktiker, durch die Anspannung der letzten Monate war ich total ausgerenkt, verschoben und verspannt.
Momentan macht mir vor allem ein Kribbeln in den Händen und Füßen zu schaffen, da ich ständig denke, dass das doch was schlimmes sein muss.
Ich bin echt verzeifelt und will einfach nur wieder, dass alles normal ist.
Ich war jemand, der nie krank war, nie zum Arzt musst und nie Medikamente nehmen musste....und plözlich das!?
Ich weiß mittlerweile (auch durch dieses Forum), dass ich nicht allein bin und hoffe auf ein paar Worte von euch!
Liebe Grüße

30.08.2017 14:07 • #4


petrus57

petrus57


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Zitat von Teemow:
Meine Sorge aktuell ist, dass die Panikattacken nicht verschwinden, auch wenn der Eisenmangel behoben wird


Kommt zum Teil auf dir an. Durch positives Denken können die Panikattacken wieder verschwinden. Du solltest dich nicht so viel damit befassen.

Der Eisenmangel wird wohl nichts mit deiner Panikattacke zu tun haben. Daher werden die auch nicht einfach so verschwinden wenn dein Eisenspeicher wieder aufgefüllt ist.

30.08.2017 16:00 • #5


nadine185


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Herzprobleme, bitte um Rat

Hallo ihr lieben.

Kennt sich jemand aus, seit vorige Woche Freitag hab ich ständig Herzrasen und es dauert ewig bis es sich beruhigt hat. Wenn es sich beruhigt hat geht es gleich wieder hoch. Bei Anstrengung ganz schlimm. Eventuell Eisenmangel?
Vielen lieben Dank fürs Lesen.

06.04.2019 16:30 • #6


med

med


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Nadine, das kann Dir per Ferndiagnose niemand sagen.

Erst mal muss geklärt werden, ob Du überhaupt eine Tachykardie ( Herzrasen ) hast, oder ob Du nur das Gefühl hast, dass Dein Herz rast ( Bei Anstrengung ist das doch nicht ungewöhnlich )
Dann, wenn Du welches hast, muss geklärt werden, woher es kommt. Ist das Herz selbst der Verursacher, oder evtl. die Schilddrüse, oder die Psyche etc.

Also Blutabnahme, EKG, BelastungsEKG und ggfs. Herzecho und Langzeit EKG.
Dann kann der Hausarzt oder Kardio was genaueres sagen. Alles andere hilft Dir nicht weiter.

06.04.2019 17:02 • x 2 #7


nadine185


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Wurde voriges Jahr alles gemacht und Blut dieses Jahr.

07.04.2019 07:43 • #8


med

med


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Wenn am Herzen nichts ist, die Schilddrüse ok ist und keine Kaliummangel vorliegt...... dann ist es die Psyche. Dafür spricht auch, dass Du das in einem Psychforum fragst, also mit Angst oder Depression zu tun hast

07.04.2019 07:54 • x 1 #9


nadine185


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Ja, ich habe Depressionen und Angststörung.

07.04.2019 08:51 • #10



Dr. Hans Morschitzky


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