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Lukemeatsix
Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ich mach das hier so richtig, wenn nicht seit mir bitte nicht böse ich habe gerade solche Ängste und muss mir das einfach mal von der Seele schreiben.
Also mir wurde 2015 eine generalisierte Angststörung mit Panikattacken diagnostiziert. Damals hat sich das Ganze hauptsächlich auf die Angst vor dem Schlaganfall begrenzt (Meine Mutter hatte 2013 einen und ich hab das scheinbar nicht richtig verarbeitet. War dann 3 Monate in einer psychiatrischen Klinik und danach ging es mir auch wieder gut, bzw. ich konnte besser mit den Attacken umgehen. Außer die eine oder andere sporadische Panikattacke war seitdem auch nicht mehr viel los.

Im Juli diesen Jahres hatte es mich dann voll erwischt- bakterielle Bronchitis mit Atemnot, Entzündungswerte massiv erhöht, drei Tage Krankenhausaufenthalt, da ich auf das Antibiotikum, das mir vom Hausarzt verschrieben wurde, allergisch reagiert habe. Mir ging es aber nach den drei Tagen wieder gut, nach zwei Wochen wurden die Blutwerte kontrolliert, alles wieder im Rahmen, die Hausärztin meinte auch es wäre allgemein ein sehr gutes Blutbild.
Leider habe ich seitdem sehr belastende Symptome entwickelt, denen ich ´gar nicht Herr werden kann. Ich habe immerzu ein starkes Druckgefühl direkt auf dem Brustbein oder auf der linken Seite, es zieht in den Bauch manchmal merke ich es auch im Rücken. Ich habe ständig das Gefühl ich kann nicht mehr atmen, das ich gleich ersticke und keiner kann mir helfen, weil ich alleine wohne. Meine Familie nimmt mich seit dem Aufenthalt in der Klinik nicht mehr ernst, bzw. meint ich soll mich nicht so anstellen das geht alles vorbei. Ich nehme es Ihnen auch nicht übel, ich war damals sehr anstrengend mit mehreren großen Panikattacken am Tag.. aber es macht es mir schwer mit jemandem darüber zu sprechen, ohne gleich als psychisch krank abgestempelt zu werden.

Ich war schon bei diversen Ärzten, mir wurde die Lunge mehrmals abgehorcht, alles frei. Lungenfunktionstest war bei 126% also auch ok denke ich?
Von Juli 2015-Oktober 2015 wurden außerdem folgende Untersuchen gemacht:
MRT vom Kopf (Unauffällig)
Langzeit EKG (Unauffällig, Herzschlag etwas erhöhr, aber ich habe mich auch nicht geschont und bin viel rumgelaufen)
Mehrere "normale" EKG's (alle unauffällig)
seeeehr viele Blutuntersuchungen
Ultraschall vom Herzen und
diverser anderer Organe

Also alles unauffällig gewesen, das hat mir damals dann auch irgendwann die Angst genommen. Allerdings hatte ich damals keins der oben genannten Symptome, vor allem nicht dieses Druckgefühl auf der Brust, das macht mich total wahsnsinnig. Ich habe auch das Gefühl der Schmerz wandert total, mal spüre ich ihn direkt auf dem Brustbein, mal unter den Rippen, aber prinzipiell immer mittig oder linksseitig, nie auf der rechten Seite. Außerdem habe ich das Gefühl ich bekomme total schlecht Luft, will immer tief einatmen, habe aber das Gefühl es kommt nicht an..

Jetzt habe ich wieder totale Angst vor einem Herzinfarkt o.ä. meine Hände/Füße und Gesicht kribbeln die ganze Zeit, es fängt auch gerade wieder an zu "brennen" auf der linken Seite, also ja da wo das Herz auch ist. Mein Neurologe meinte mal zu mir, das es in meinem Alter höchst unwahrscheinlich wäre das ich eine Gefäßverkalkung/verengung habe, das sich sowas über Jahre erstmal entwickeln muss, aber ich habe auch schon so viel gelesen, dass sowas total altersunabhängig ist. Und ich habe so viele Risikofaktoren, Übergewicht das ich einfach nicht in den Griff kriege, die blöden Zig... ich habe es zwar stark reduziert und rauche "nur" noch max 2-3 Stück am Tag, aber trotzdem.. habe ich es mir vielleicht schon vermasselt und das sind doch alle vorboten? Kann sich sowas überhaupt in drei Jahren entwickeln? Ich habe gerade so eine Angst und will auch nicht schon wieder zum Hausarzt oder ins Krankenhaus rennen, die halten mich schon für total bescheuert..

Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit diesen Symptomen und kann mich beruhigen..

Liebe Grüße

25.09.2018 14:17 • 25.09.2018 #1


2 Antworten ↓


Ich glaube du suchst nach Beschäftigung und hast welche gefunden. Ich hatte auch mal im Rahmen einer Therapie Druck am Brustbein. Der Therapeut hat mich gefragt "was mir auf dem Herzen" liegt. Nach der Beantwortung dieser Frage war der Schmerz weg. Der Körper zeigt einem manchmal wo "der Knoten" liegt. Beschäftige dich am besten damit was dir fehlt und wie du wieder zurück ins Leben kommst. Ist schwer, ich weiß, aber selbst wenn du nur einen Millimeter weiter kommst, ist schon viel getan.

25.09.2018 14:25 • x 1 #2


Lukemeatsix
Hallo, danke für die schnelle Antwort!
Ich hab gerade was zur Beruhigung genommen, aber es wird einfach immer schlimmer. Mir ist total schwindelig und schlecht alles zittert..
Du hast warhscheinlich recht, ich weiß nur nicht wie ich überhaupt anfangen soll Atemübungen, Muskelentspannung, nichts hilft. Einen Termin beim Therapeuten habe ich erst im Januar.. und ich will nicht wieder in eine Klinik.. wollte eigentlich mein Studium im Oktober anfangen, aber wenn das jetz schon so anfängt..
Ich werd versuchen mich irgendwie zu beruhigen, aber danke für die schnelle ANtwort nochmal .

25.09.2018 14:46 • #3




Dr. Matthias Nagel