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U
Hallo,

ich schreibe mal wieder weil mich die Hypochondrie mal wieder fertig macht. Was heißt mal wieder - haha - eigentlich ja die ganze Zeit. Jetzt hab ich mal ne Frage: Googelt ihr? Warum ? Wenn nein - warum nicht? Wie schafft man es vom googeln los zu kommen?

Also bei mir ist das so: ich nehme mir immer vor NICHT zu googeln WEIL:
- ich immer wieder auf schlimme Krankheiten stoße
- ich immer wieder Angst bzw. Panik bekomme und denke ich muss SOFORT zum Arzt
- das googeln sowieso nix bringt - was bringts mir wenn ich dann zb denke ich hab nen herzinfarkt? ich muss schon nen Arzt aufsuchen!

aaaaaaaaaaaaber es gibt eben noch eine Seite an mir die denkt, dass das Googeln eben doch was bringt und zwar weil:
- ich dann auch harmlose Ursachen finde (ich denke halt immer es MUSS was schlimmes sein auch wenn ich nicht mal weiß vor was ich Angst habe und Google sagt auch ab und zu mal, dass es an was weniger schlimmen liegen kann)
- ich insbes. Erfahrungsberichte lesen die mich oft beunruhigen ABER auch manchmal beruhigen
- ich irgendwie das Gefühl habe ich muss googeln um zu wissen was zb schlimme symptome sind wo man sofort zum arzt muss
- ich auch wissen will, wie ich mich vor dem was ich befürchte schützen kann
- ich wissen will welche behandlungsmethoden üblich sind, damit ich einschätzen kann, ob der Arzt seine Sache auch richtig macht oder ich einen neuen arzt aufsuchen muss

wie ihr seht hab ich immer noch zuviele Gründe PRO googeln. Und das zeigt sich leider in meinem Verhalten: ich google einfach viel zu viel..

was macht ihr dagegen?

27.11.2014 22:10 • 10.12.2014 #1


29 Antworten ↓


Icefalki
Hallo unique,

Ich sehe das so, der Hypochonder muss lernen, nicht zu googeln, nicht nachschauen und der paniker muss seiner Angst ins Gesicht schauen. Beides ist unheimlich schwer.

LG,icefalki

27.11.2014 22:18 • #2


A


Dr Google - ja oder nein?

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Kuntergrau
Also das Phänomen Dr. Google kenne ich eher aus dem psychologischen Bereich. Wenn ich mir z.b. die Wikipedia-Artikel zu irgendwelchen Persönlichkeitsstörungen anschaue, dann passen irgendwie alle zu mir
Ich könnte damit auch praktisch Jedem bescheinigen, dass er eine Psychose o.ä. hat. Daher machen mir auch Psychiater Angst bzw. Diagnosen, weil man irgendwie und irgendwo immer Anzeichen für Irgendwas finden kann.
Ich dachte auch mal an Hautkrebs, weil mir ein Leberfleck zum ersten Mal aufgefallen ist. Beim Abgleich mit den Google-Bildern von Hautkrebs sah der dann nicht so wirklich danach aus. Daher weiß ich dann schon immer, dass es eigentlich Unsinn ist. Ich bin aber auch kein Hypochonder.

Bei kleineren Sachen (z.b. eine Mandelentzündung oder eine Sehnenscheidenentzündung) kann ich den Ärzten damit auch schonmal den Spaß am rumdoktern nehmen. Wollen wir denn den Ärzten überhaupt den Spaß an Ihrem Beruf nehmen?

28.11.2014 02:43 • #3


N
Dr. Google befragen ist das Schlimmste was man tun kann als Hypochonder! Hab ich am eigenen Leib spüren müssen. Dort ist jedes Kratzen oder Zwicken eine tödliche Krankheit! Eigentlich sollte man sämtliche Krankheiten aus Google rausnehmen oder so! Ich bin inzwischen aber soweit, dass ich ohne weiteres Dr. Google außer Acht lassen kann! Da geh ich lieber ne Runde in Facebook stöbern Und ich bin auch soweit schon, dass ich nicht mehr rund um die Uhr denke, dass ich schwer oder tödlich krank bin! Mein Leben ist grad wieder auf dem Weg der Besserung....zum Glück!

28.11.2014 07:09 • #4


G
Hallo Unique,

dem was Nakito geschrieben hat, stimme ich voll und ganz zu. Symptome und Krankheiten goggeln kann horrende Folgen haben, speziell für sensible Menschen.
Ich kann dir nur abraten, das zu machen. Ich denke, jeder Mensch hat die Stärke, auch wenn er die Seite schon aufgerufen hat, diese wieder zu schließen.

Google ist eine wunderbare Sache, jedoch für Krankheiten googeln völlig ungeeignet!

Zitat:
Ich sehe das so, der Hypochonder muss lernen, nicht zu googeln, nicht nachschauen und der paniker muss seiner Angst ins Gesicht schauen. Beides ist unheimlich schwer.




LG und alles Gute

Gerd

28.11.2014 07:20 • #5


Black Sheep
Vielleicht hilft es einfach mal die eigene Sichtweise zu überprüfen, warum man überhaupt im Netz sucht, vordergründig denkt ihr, das ihr euch beruhigen wollt, das schreibt ihr ja auch selbst, unterbewusst wünscht ihr euch aber eine Bestätigung eurer schweren Krankheit, eine Bestätigung dafür das eine Schwere Krankheit die Schuld trägt das ihr nicht klar kommt, und nicht etwa ihr selbst, aber das ist nur meine Meinung, die Wahrheit weiß jeder selbst.

Zum Begriff Dr. Google....finde ich persönlich vollkommen bekloppt, man sollte sich mal fragen was ist das Internet, Das Internet ist eine Ansammlung von Wissen, aber eben auch von persönliche Erfahrungen, und den dazugehörigen Gefühlen, von Wahrheit und Halbwahrheit, und zum Teil auch komplettem Quatsch, der von Leuten geschrieben wurde die denken etwas zu wissen, und das gespeichert auf Millionen von Servern, die Google nach eurem Suchwort durchforstet, solange ihr es nicht drauf habt das für euch zu trennen, und Information auch als Information zu erkennen, und solange ihr nicht gelernt habt auch die richtigen Suchworte einzugeben, macht es einfach wie der Großteil der Menschheit und sucht nach P.o.r.n.o.s

Zitat von Icefalki:
Ich sehe das so, der Hypochonder muss lernen, nicht zu googeln, nicht nachschauen und der paniker muss seiner Angst ins Gesicht schauen. Beides ist unheimlich schwer.


Hallo Icefalki

Meinst du damit, das ein Hypochonder, keine Panik hat, und einer der Panik hat, keine Angst vor Krankheiten, Meinst du das ein Mensch der eine Panikattacke hat weil er denkt das er im Moment gerade eine Herzattacke hat, sollte in diesem Moment googlen, um sich seiner Angst zu stellen?

Oder verstehe ich deinen Beitrag vollkommen falsch?

28.11.2014 09:47 • #6


G
Zitat:
unterbewusst wünscht ihr euch aber eine Bestätigung eurer schweren Krankheit, eine Bestätigung dafür das eine Schwere Krankheit die Schuld trägt das ihr nicht klar kommt, und nicht etwa ihr selbst, aber das ist nur meine Meinung, die Wahrheit weiß jeder selbst.


Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass jemand eine Bestätigung einer schweren Krankheit sucht, die Suche nach Beruhigung ja, und dass man durch die Suche im Google dann auf die schwersten Erkrankungen gelangt, ist vorprogrammiert!

LG

Gerd

28.11.2014 09:58 • #7


N
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendjemand der googelt die Bestätigung einer schweren Krankheit sucht. Wenn ich das gemacht habe, dann habe ich eher nach Beruhigung für mich gesucht....nach harmlosen Sachen! Und meist solange bis ich dann auch teilweise echt der Meinung war, dass ich nichts schlimmes habe. Aber leider ist es halt so, das zu 90 % die schlimmen Sachen zuerst auffallen und halt auch überwiegen!

28.11.2014 10:19 • #8


Icefalki
@ Black Sheep,

Das kam ja völlig daneben rüber. Ich wollte eigentlich damit sagen, dass es für beide schwierig ist, mit seinen Problemen umzugehen. Der eine spürt den Zwang nachzuschauen, der andere geht uU in die Vermeidung. Beide machen das, das nicht gut für sie ist. Das war eigentlich mitfühlend gedacht.
LG icefalki

28.11.2014 10:58 • #9


Black Sheep
Hi Icefalki

Ich weiß, das du es gut meintest, und wollte dich mit dieser Frage auf gar keinen Fall angreifen, es geht mir eher um deine Meinung die dahinter steht, ich wollte bloß wissen ob ich die richtig verstanden habe, ich versuche mal deutlich zu fragen, Meinst du das Hypochondrie, und Panik, getrennt voneinander, gesehen werden sollten, ich bin nämlich der Meinung das eine ist das Symptom, das andere die Reaktion.

Ich und alle anderen verstehen das du nur helfen willst, keine Sorge.

28.11.2014 11:12 • #10


M
Also ich persönlich finde Dr. Google schon gut - weil ich mich da auch informiere über viele naturheilkundliche Verfahren. Erst gestern habe ich eine Klinik gegoogelt die für alle Allergiepatienten sehr interessant ist und auch von den Krankenkassen voll bezahlt wird - die Ergebnisse sind echt erstaunlich - vor allem Neurodermitis.

Wen es interessiert: http://www.spezialklinik-neukirchen.de

Habe mir mal Infos auf den Postwege geholt, mit Fragebogen - weil ich allergisches Asthma auf Duftstoffe habe - und da finde ich es wieder gut dass es Dr. Google gibt.

Doch wenn ich mich bezüglich einer Krankheit dann total verrückt mache und nur noch mich darauf fixiere - dann wirds gefährlich - ich denke die richtige Mischung zu finden und auch mal eine Grenze zu ziehen ist bei Hypochondern nicht einfach.

Auf der anderen Seite, kann man vieles finden - wo ich schon Jahre danach suchte - wie mein o.g. Beispiel.
(Wollte keine Werbung machen - nur, es kann ja sein, dass es Jemand hier gibt - der genau solche Probleme hat wie ich!)

28.11.2014 11:39 • #11


Black Sheep
Zitat von Gerd49:
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen


Zitat von Nakito:
Ich kann mir auch nicht vorstellen


Ich finde es etwas merkwürdig, das ihr euch so schwere Krankheiten vorstellen könnt, das ihr mit Angst und Panik darauf reagiert, aber euch nicht vorstellen könnt, unterbewusst nach etwas zu suchen, dem ihr die Schuld daran geben könnt das ihr nicht funktioniert, die Schuld daran das euer Leben nicht so läuft wie es sollte.

Zum Verständnis, mit Sichtweise überprüfen, meine ich darüber nachzudenken ob es so sein könnte, und da kann man mal mit der eigenen Vorstellung arbeiten...

Have a nice Weekend

28.11.2014 11:43 • #12


Icefalki
Hi Black Sheep, alles gut. Ich kann nur mal von meiner Seite aus erzählen. Ich hatte PA mit alles körperlichen Symptomen und Gedanken, aber es ging bei mir nicht um körperliche Krankheiten. Mehr ums psychische Leiden. Auf die Idee, dass etwas körperliches dahinterstecken könnte, bin ich gar nicht gekommen.
Dass wir alle entsetzlich darunter leiden - keine Frage.
Ich kriege es nicht so richtig erklärt. Mit meiner PA wäre ich manchmal froh gewesen, ich hätte eine körperliche Ursache gefunden, so blöd es klingt, dann hätte ich eine Antwort gehabt, warum ich so leiden muss. Dass die Hypochondrie die gleichen Ängste verursacht ist mir schon klar.
Der Zwang, zu googlen bei einem krankheitsängstler verstärkt doch seine Symptome, und der an generalisierten Angsterkrankung leidende meidet die Situationen, die die Anfälle auslösen oder ausgelöst haben. Also sollten beide erstmals genau das machen, was sie eigentlich nicht machen wollen /sollen.


Puh, du machst es mir nicht leicht. Ist irgendwie schwierig, meine Gedanken darüber mitzuteilen.
LG icefalki

28.11.2014 11:46 • #13


Kuntergrau
Das Problem ist wohl auch, dass man heutzutage für jeden Mist einen Namen hat. Z.b. ist ja heute fast jedes Kind hyperaktiv. Früher hätte man gesagt Der ist einfach aufgedreht und will lieber spielen, als in der Schule zu sitzen.
Oder bei mir: Sozialphobie, Hochbegabung, Asperg-Autismus, Generalisierte Angststörung, ängstlich-vermeidende PS, schizoide PS, emotional Instabile PS, Depression ... was ich schon alles gehört habe.

Man könnte es z.b. auch einfach mit sensibler, nachdenklicher und intelligenter junger Mann, der schüchtern und zurückhaltend ist umschreiben. Das das nicht zur Norm passt, hab Ich z.b. auch nicht beschlossen. Man versucht letztenendes nur zu verstehen warum man nicht in die Norm passt und sich selber ein Schritt weit zu verstehen.

28.11.2014 11:57 • #14


G
ohh lieber Black Sheep, ich mache mir keine Vorstellung von solchen Krankheiten, ich bin gesund und habe kein derartiges Problem, ich weiß nicht, wie du auf das kommst

Ebenfalls ein schönes Wochenende

28.11.2014 12:06 • #15


Black Sheep
Zitat von Gerd49:
ohh lieber Black Sheep, ich mache mir keine Vorstellung von solchen Krankheiten, ich bin gesund und habe kein derartiges Problem, ich weiß nicht, wie du auf das kommst


Weiß auch nicht, wahrscheinlich habe ich gedacht, das wäre ein Forum für Betroffene, schön das du gesund bist, bist dann aber, für mich der falschen Ansprechpartner.
Ich weiß gar nicht wie man immer so mitfühlend sein kann, wenn man sich gar keine Vorstellung von solchen Krankheiten macht.....aber gut, ist dein Ding, mir egal.

28.11.2014 12:25 • x 1 #16


G
Dass ich jetzt gesund bin heißt ja nicht, dass ich diverse Probleme nicht einmal hatte.....

28.11.2014 12:29 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Icefalki
Also ich finde es gut, wenn sich hier Menschen, die wieder gesund sind, anderen mitteilen und ihnen helfen. Es gibt hier tolle unterschiedliche Meinungen, Tipps, Ansichten, Anregungen und und und. Jeder kann sich das raussuchen, das ihm hilfreich erscheint. Keiner hat vergessen, wie es sich in den schlimmsten eigenen Momenten angefühlt hat. Und dass der eine oder andere es geschafft hat ist doch wunderbar. Das heißt es gibt Hoffnung.
Icefalki

28.11.2014 12:40 • x 2 #18


amelie2020
Ich bin auch auf den weg der Genesung also keine panikattacken und ja ich kenne doc. Google ich bin der Meinung ich suche einen weg mich in der Hinsicht selber zu verstehen . Google ist nicht der der mich fertig macht . Es ist ja meine Entscheidung zu Googlen . Und wo nach . Was alles verschlimmert sind die täglichen Nachricht nur negativ und traurig

28.11.2014 18:43 • #19


U
Hm rege Diskussion, nur fehlt mir hier noch die Lösung bzw. auch Tipps, wie man aufhört mit dem Sch***

Mein Problem ist, dass ich zwanghaft google. Wirklich. Ich will es gar nicht, aber ich mach es trotzdem immer wieder. Was es bringt? Angst, Panik, manchmal auch Beruhigung, meistens aber Angst.

Früher - als ich noch kein Hypochonder war - habe ich NIIIIEEEEEE nach iwelchen Gesundheitsthemen gegoogelt. Ich finde das jetzt total nachlässig im Nachhinein (bzw meine Hypochonderseite).

Was ist richtig, was ist falsch? Ich hab leider keinen Therapeuten der mir sagt lass den schei. bzw. überhaupt ne Meinung dazu hat weil ich eben nicht in Therapie bin (noch nicht).

Ich weiß nicht, warum ich immer diese Scheinsicherheit durch Dr. Google brauche.

Wie ihr merkt stecke ich noch ganz schön tief drin und ich schäme mich selbst dafür, dass es soweit überhaupt kommen konnte. Naja, mein Leben ist ja auch allgemein ein Chaos.

28.11.2014 21:25 • #20


A


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