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15

S

Selphi
Mitglied

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Hallo zusammen,

Bin ganz neu hier Very Happy

Ich mache einfach mal ein Thema auf.

Seit zwei Jahren leide ich unter einer angststörung, Hypochondrie. Es kam ganz plötzlich. Seit dem habe ich kaum einen Tag mehr Ruhe.

Ich war vorher so gut wie nie beim Arzt. Ein gesunder Mensch. Mittlerweile habe ich alles Embarassed thrombose, herzerkrankung, Lungenkrebs, Schlaganfall. Alles was einen umbringen kann. Ich habe jeden Tag Angst zu sterben.

Meinem Körper traue ich gar nichts mehr zu. Würde am liebsten den ganzen Tag nur rum liegen. Ich bin sehr schnell erschöpft, aus der Puste. Ich habe Angst vor körperlicher Belastung.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Angst, wie meistert ihr euren Alltag?

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße
Selphi

07.08.2017 #1


74 Antworten ↓
H

Hoffnungsschimmer_1
Mitglied

Beiträge:
25
Mitglied seit:
Zitat von Hotin:
@Hoffnungsschimmer_1


Gut, wenn Dir das klar ist. Dann fange mal mit Dir an. Dafür brauchst Du nicht unbedingt einen Therapeuten.

Damit hast du sowas von recht .... ich muss lernen, dass ich nicht immer stark sein muss. Wie gesagt, habe seit Jahren nicht geweint... und zu mir ehrlich sein muss.



Wie stellst Du Dir eine Begleitung in der Therapie vor? Ein guter Therapeut wird Dir auch
sehr schnell zeigen, wo Du gedankliche Fehler in der Vergangenheit gemacht hast.
Traust Du Dir zu, einem Therapeuten ehrlich das zu sagen, was Du denkst, ohne das Gefühl zu haben, Dein Gesicht
zu verlieren?
Vertraust Du Deinem Freund nicht wenigstens so viel, das Du mal beginnen kannst,
ihn langsam darauf vorzubereiten, dass Du Dein Verhalten ändern möchtest?

Vielleicht hast du recht und ich erwarte Zuviel ..... ich habe kein Problem mich vor "fremden" sagen wir mal seelisch zu "entblößen"... nur eben nicht vor meiner Familie und Freunden .....
Ich habe ihm das schon einmal gesagt, da ich Angst hatte ihn zu verlieren, leider konnte ich das nicht lange halten, da meine innere Anspannung deshalb noch mehr wuchs. Habe es satt ihn zu enttäuschen. Darum muss ich was ändern.



In einer Therapie bekommst Du viel weniger Hilfe, als Du jetzt vermutlich noch glaubst.
Therapie bedeutet hauptsächlich:
Du suchst.
Du änderst.
Und der Therapeut spiegelt Dir nur das, was Du sagst mehr oder weniger gut.
Helfen, musst Du Dir also überwiegend selbst.



Das ist jetzt nicht Dein Ernst. Warum soll er Dich verlassen. Ist er nicht Dein jahrelanger Freund? Wenn er nicht
auf beiden Augen blind ist, hat er schon lange gesehen, was Dich ausbremst und belastet. Und trotzdem bleibt
er bei Dir, weil er Dich so liebt, wie Du halt bist, mit allen Stärken und Schwächen.
Ich glaube und hoffe, er wird mehr froh darüber sein, wenn Du Dich mehr öffnest. Und nach und nach lockerer wirst.
Weil dadurch entspannt sich auch für ihn vieles.

Doch er hat schon was bemerkt, so oft wie ich "krank" bin ... Magen Darm, Migräne, Durchfall, Verspannungen ohne Ende ..... Ständig geht er alleine auf Familienfeste, weil ich mal "wieder " krank bin ...... neulich sagte er auch, dass ich an mir arbeiten soll, er denkt, dass es sonst auf meine Psyche schlägt ..... da er immer mitbekommen hat, dass ich ja wirklich krank bin. Ging er auch davon aus, dass ich "wirklich" krank bin ..... war eben nur alles psychosomatisch .... das weiß ich jetzt auch ....
lieber Bernhard vielen Dank für deine Worte, du triffst den Nagel auf den Kopf

Bernhard

06.08.2017 21:52 • x 1 #60


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Der ewige Kampf mit der angst

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H

Hoffnungsschimmer_1
Mitglied

Beiträge:
25
Mitglied seit:
Ich weiß, dass sie mich lieben.... sie sind beide krank und ich möchte sie nicht damit belasten... ich liebe sie zu sehr.... sie brauchen mich jetzt ....,

Wir sind 12 Jahre zusammen ...... ich hatte 2002 meine erste Attacke und dann sertralin bekommen und ganz normal weitergelebt.... ich dachte nicht im Traum daran, dass ich psychisch krank sein könnte .... schob es auf den tot meiner besten Freundin, war halt emotional am Ende ..... habe ihn kennengelernt, da nahm ich sertralin schon ein ..... war ja auch alles gut, bis vor 5 Jahren kam schleichend die generalisierte Angststörung trotz Sertralin.... ich war nie in Behandlung und habe immer Gründe für meine "körperlichen " Gebrechen gefunden ..... dachte nie, dass es von der Psyche kommen kann ..... vor ca 4 Wochen bin ich dann zusammengesagt und die Angst hat mich im Griff ......muss dazu sagen, Sertralin hatte ich ausgeschlichen wegen Kinderwunsch , da es ja den prolaktinwert erhöht und somit den Eisprung unterbindet ........ seither kämpfe ich mich durch den Tag , damit keiner merkt und erfinde ausreden warum ich dies oder das nicht machen kann.....

Ja ich habe Geschwister, nur Brüder .... habe auch viele Freunde..... ich bin nach außen selbstbewusst und stark ...... ich kann es nicht, noch nicht .... denke immer dann wird es noch schlimmer für mich ......

Habe gerade geweint, habe ich seit Jahren nicht .... hat irgendwie gut getan ..... bin froh, mich im
Forum etwas öffnen zu können

06.08.2017 20:46 • x 1 #55


Zum Beitrag im Thema ↓


Weltverlust
Der Alltag (Arbeit) lenkt mich gut ab. Am Wochenende ist "es" meist schlimmer. Ich lese sehr viele Ratgeber-Bücher um spirituell zu wachsen, um so der Lage Herr zu werden.

x 1 #2


petrus57
@Selphi

Gehst du noch arbeiten?

Wenn du nur herumliegst wird es noch schlimmer. Da kann ich ein Lied von singen.

x 1 #3


bensemer
Hi...Selphi...was hast du denn so für Symptome wenn man fragen darf?Gruss

#4


S
Hey, schön von euch zu hören.

Zum Glück habe ich keine Zeit zum rum liegen. Ich habe zwei Kinder, eines gerade mal 7 Monate alt. Dafür lohnt es, sich zusammen zu reißen. Aber es gelingt mir leider so oft nicht Crying or Very sad kaum zieht es wieder im brustkorb denke ich, es ist mein Herz. Jeden Schritt überlege ich drei mal ob ich es körperlich schaffe.

Wenn meine körperlichen Symptome da sind, kann ich oft an nichts anderes denken. Bin dann wie blockiert und sehne mich nach Ruhe uns schlaf

@ bensemer: alles mögliche Sad was mich aber täglich begleitet sind vor allem Schmerzen und Druck im brustkorb, im Rücken. Schwindel, aber mehr so im Kopf. Als ob ich keinen klaren Gedanken fassen kann. Mir fallen auch oft Worte nicht ein. Kann mich schlecht konzentrieren, bin wie benebelt. Manchmal breitet sich eine Welle im Körper aus. Kann es schlecht erklären. Als ob gleich irgendwas passiert. Ich schwitze oft, fühle meinen Puls, bekomme oft schlecht Luft.

x 1 #5


bensemer
Kann dich gut verstehen....hab auch einige Symptome!Aber bisher ohne Befund!

#6


petrus57
@Selphi

Deine Symptome sind aber alles Angstsymptome.

#7


bensemer
@petrus57......denkst du das meine Symptome auch Angst Symptome sind?Atembeschwerden....Schluckbeschwerden...Komisches Gefühl im Hals....alles total Schwach...keine Kraft !

#8


petrus57
Denken ja, wissen Nein.

#9


S
Bensemer, was machst du gegen deine Angst und was sind deine Symptome?

Petrus, das versuche ich mir auch immer vor Augen zu halten. Ich arbeite auch daran. Nehme ADs und gehe zur Therapie. Aber ich denke mir immer, dass die Schmerzen im brustkorb und das schlecht Luft bekommen doch nicht nur von der Psyche kommen können. Die Schmerzen sind so real. Und ich bin ja eigentlich auch kein Neuling mehr im Bereich der angsterkrankung. Wie ist denn dein krankheitsverlauf?

#10


koenig
Die Schmerzen sind ja auch real, haben aber keine körperliche Ursache.

#11


S
seufzen aber was verursacht sie nur. Ich weiß, die Frage stellen sich alle und eigentlich darf man sich diese Frage nicht stellen. Aber was, wenn doch was ernsthaftes dahinter steckt.

Woher kommt so eine angsterkrankung nur stirnrunzeln es schrenkt so sehr im Leben ein

#12


bensemer
Hi Selphi....Atembeschwerden.... komisches Halsgefühl...Schluckbeschwerden...alles total schwach...mal schmerzt es da mal da!Ich nehme Escitalopram aber erst zwei Wochen.....im September mache ich noch eine Kur.Das schlimmste ist das man immer denkt da ist was körperliches und man ist 100% davon überzeugt. Das hier sind meine Untersuchungen:



Bisherige Untersuchungen: Mehrmals großes Blutbild unauffällig.Langzeit EKG Langzeit Blutdruck unauffällig.Lungen Röntgen,Lungenfunktion.Polygrapieh unauffällig.MRT Kopf MRT HWS,MRT LWS,MRT BWS,MRT ISG unauffällig.Herzultraschall und Bauchultraschall unauffällig.Rheumaarzt alle Blutuntersuchungen unauffällig.Orthopäde alles unauffällig.Neurologische Untersuchung Körperlich mit NLG,EMG unauffällig.Magen Spieglung unauffällig. Diagnostik Klinik Wiesbaden ohne Körperlichen/Organischen Befund.

#13


S
Uhi. Da hast du aber schon einiges hinter dir! Aber wenn soviel abgeklärt wurde, versuche dich etwas zu entspannen. Bist du auch in Therapie? Seit wann leidest du unter der angsterkrankung?

#14


petrus57
@Selphi

Die Schmerzen im Brustkorb und die Luftnot könnten auch von einer schlechten Körperhaltung kommen.

Meine Angsterkrankung hat mit einer Herzphobie begonnen.

Jahre später bekam ich wegen einer zu großen Prostata Harnverhalt. Musste deswegen öfters ins Krankenhaus. Dort wurde dann immer ein Katheder gelegt . Mit der Zeit bekam ich dann Angst vor einem Nierenversagen.

Musste dann letztendlich meine Prostata ausschälen lassen. Bei der Voruntersuchung meinte der Arzt ich sollte doch mal zur Darmspiegelung, er hätte da was ertastet.
Habe mich nun nach zwei Jahren getraut eine Darmspiegelung durchführen zu lassen. Negativ.

Dann war ich vor Jahren mal beim Orthopäden. Der hatte in der Praxis ein Röntgenbild gemacht.
Der meinte dann ich hätte was an der Lunge. Ich dann zum Lungenfacharzt. Der hat sich das Röntgenbild angesehen und darauf nichts erkannt.

#15


bensemer
Seit einem halben Jahr....wenn es denn eine ist!Das ist das Problem diese Zweifel!Das was mir nur aufgefallen ist ....das wenn ich mal eine Lorazepam 1mg nehme dann werden meine Symptome besser oder sogar weg!

#16


S
@ Petrus. Das glaube ich dir gerne, dass wenn man so krank war, Angst davor entwickelt. Und vor allem wenn einem die Ärzte immer wieder neue Krankheiten andichten. Ist denn mit der Prostata jetzt alles gut, bist du körperlich soweit wieder in Ordnung? Hast du denn auch noch typische angstsymptome? Überwältigt sie dich noch oft?

#17

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Schlaflose
Zitat von Selphi:
Aber ich denke mir immer, dass die Schmerzen im brustkorb und das schlecht Luft bekommen doch nicht nur von der Psyche kommen können. Die Schmerzen sind so real.


Wenn Symptome von der Psyche verursacht werden, heißt es nicht, dass sie nicht real sind. Sie sind real, aber nicht durch einen organischen Schaden verursacht, sondern eben von der Psyche. Es gibt Fälle, wo Leute aufgrund der Psyche Symptome einer Querschnittslähmung haben und im Rollstuhl sitzen, obwohl organisch nichts an der Wirbelsäule feststellbar ist. Man hat sogar schon beobachtet, wie so jemand nachts schlafwandelt und wunderbar laufen kann.

Schmerzen im Brustkorb und Atembeschwerden kommen meist auch nicht direkt von der Psyche, sondern werden durch Verspannungen der Brustmuskulatur verursacht. Die Verspannung selbst kommt aber oft von der Psyche. Es gibt doch auch viele Redewendungen, die so etwas beschreiben. Man sagt zum Beispiel, dass etwas atemberaubend ist (ist meist positiv), oder dass einem der Atem stockt, wenn man sich erschreckt hat.

#18


bensemer
Ja diese fiesen Atembeschwerden hab ich auch jeden Tag ....manchmal schmerzt es auch im Brustkorb....

#19


S
Wogegen ist lorazepram? Du hast soviel abklären lassen. Ich bin kein Experte. Aber wenn wirklich eine schlimme Krankheit da wäre, wäre bestimmt was gefunden worden. Aber diese Zweifel kenne ich. Warst du schon mal bei einem Psychotherapeuten? Und weisst du warum du auf einmal diese körperlichen Probleme bekommen hast?

#20


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