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Mein täglicher Kampf gegen die Angst

Ich wünschte meine Gedanken wären leicht wie eine Feder,
dass wünscht sich doch von uns wohl eigentlich jeder.

Es ist aber gerade wie es ist, einfach schei., einfach Mist,
wieso ich, warum ist alles so, wie es schon lange Zeit ist?

Ich möchte diese Gedanken nicht länger haben,
an denen sich meine Angst kann unendlich laben.

Möchte mein altes Leben zurück, so sein wie ich früher war,
das war schön, da stand ich doch so glücklich und fröhlich da.

Manchmal bin ich innerlich zerrissen, wie von Sinnen,
ich möchte so sehr diesem Irrsinn entfliehen, nur entrinnen.

Dann habe ich wieder in mir so viel Zweifel, wieder Schuldgefühle,
mit denen ich mich selbst innerlich sehr stark und fürchterlich zerwühle.

Ich habe mich oft allem gefügt und mir dann die Frage gestellt,
was ist nur los mit mir, was ist nur los mit dieser Welt?

Wieso wollen wir es anderen immer nur Recht machen,
wir selbst haben dabei doch eh am wenigsten zu lachen.

Wieso sollen wir sein, wie uns andere gern möchten oder hätten,
ich frage mich dabei, kann mich das, das ich mich dem füge denn retten?

Warum ist uns das denken anderer über uns so wichtig,
das ist doch Schwachsinn, es sollte uns egal sein, das wäre richtig.

Warum sagen wir nicht, wenn es uns nicht gut tut, öfter STOP oder Nein,
wir denken, dass kann ich nicht machen, wir sehen es dann eher als Stolperstein.

Um andere nicht zu enttäuschen, machen wir einfach alle Arbeit und Sachen,
ziemlich oft habe ich den Eindruck, dass die sich dann ins Fäustchen darüber lachen.

Wir tun viele Dinge, wollen mehr schaffen als andere, das tut uns aber nicht gut,
warum machen wir es nicht in unserem Tempo, machen das was wir schaffen,
in kleinen Schritten, aber nein, denn was zu sagen, dazu fehlt uns dann Mut.

Wahrscheinlich weil wir es immer hingenommen, Ja und Amen zu sagen,
alles hinzunehmen, alles schlucken und um alles in der Welt bloß nicht klagen.

Ich kann mich an meine Kindheit nicht wirklich erinnern, mit seinen schönen Gaben,
habe alles schlimme was mir widerfahren ist, in meinem Inneren einfach vergraben.

Die Eltern sagten, wer kenn das nicht, wir haben doch alles nur für Dich gemacht,
uns somit unwissend, ein schlechtes Gewissen/Schuldgefühle mit eingebracht.

Wenn ich es heute sehe und man erlebt es überall immer noch, reine Manipulation,
man nimmt es einfach hin, ich will ja keinen enttäuschen, ich mache es schon.

Ich habe es selbst erlebt, das andere unsere Situation einfach nutzen aus,
das wir nicht gern nein sagen können und für sich Kapital schlagen daraus.

Es zieht sich durch alle Bereiche und ich hänge wieder in meinen alten Mustern fest,
warum schaffe ich es nicht, mich dagegen zu wehren, dass gibt mir echt den Rest.

Warum lassen wir das alles zu, laden uns auf immer mehr und mehr Last,
machen nichts dagegen, sondern sägen sitzend selbst an unserem Ast.

Dies und sicherlich einiges mehr, treib mich in den Strudel, ich will da raus,
das ist es was mich beschäftigt, mich kirre macht, denke alles umsonst quasi aus.

Ich hänge fest an der Vergangenheit, sie scheint mir mein Leben zu diktieren,
ich arbeite daran, was ist schwer, werde mich auch ab und an, an sie verlieren.

Ich werde irgendwann mit den negativen Dingen anschleißen, also dies Kapitel zu,
wenn ich es nicht mache, es verdränge, weiß ich, komme ich nie zur Ruh.

Es gibt sicherlich einige denen es ähnlich geht, die das können wirklich verstehen,
die meine Ängste nachvollziehen können und einem dies denken nachsehen.

Ich fühle mich einsam, ärgere mich über mich, wieder ängstlich und so allein,
wie soll es denn nur weiter gehen, soll das wirklich mein Schicksal sein?

Immer wieder versuch ich es, gebe mir Mühe, will ich Grenzen setzen,
an mich denken, was tun und andere damit ja auch nicht verletzen.

Irgendwie akzeptiert keiner meine Grenzen, so kann es nicht funktionieren,
geht es wieder los, dass alle mich und meine Meinung ignorieren?

Sehr oft geht mir durch den Kopf, Du musst nur funktionieren,
ich mag das nicht, ich will das nicht, diesmal versuche das einfach zu ignorieren.

In mir, Du kannst nichts, Du schaffst nichts, hast es nicht verdient, so ist das eben,
sitze im Teufelkreis fest, in meinen Gedanken, dann Gedanken, beende Dein Leben.

Soweit lasse ich es dann auch doch nicht noch kommen,
das durch mein denken nun auch noch das Leben mir wird genommen.

Jeden Tag dieser Kampf, stelle mich ihm, will mich nicht verlieren,
das kostet Kraft und Energie, am liebsten möchte ich kriechen auf allen vieren.

Vergesse mich dabei dann doch immer wieder, warum denn nur,
drehe mich so sehr im Kreis, dass wirft mich wieder und wieder aus der Spur.

Habe große Angst vor meinen schlimmen Gedanken,
sie sind es, die mich lassen so zweifeln und erkranken.

Meine Vergangenheit, meine Erlebnisse, haben daraus gemacht was ich bin,
das alles trug dazu bei, wieso meine Gedanken so heftig und schlimm.

Es ist nicht so, dass Kinder unvollkommene Erwachsene sind,
sondern ich als Erwachsener bin ein kaputtes Kind.

Warum gelangen denn nur negativen Dinge in mich hinein, möchte sie ausmerzen,
warum verursachen denn meine Ängste mir nur soviel Leid und Schmerzen?

Immer wieder denke ich, ich werde nie wieder werden gesund,
und wieder Gedanken, ich falle, falle in meine Angst, in ihren Schlund.

Ich habe schon einiges gelernt, ja war auch schon zur REHA, zur Therapie,
plötzlich, wieder Gedanken, das brachte es ja auch nicht, Du schaffst es nie.

Dies denken, grübeln, ich will es nicht, mit dem Kopfkino soll endlich Ruhe sein,
das wünsche ich nicht meinem schlimmsten Feind, wann stellt sich das denn ein.

Dann mal wieder Tage, die schön sind, so voller Glück, die einfach Spaß machen,
dann habe ich das Gefühl, das ist mein Leben, endlich mal wieder lachen.

Doch leider ist das meist nicht von allzu langer Dauer,
es kommt wieder der Tag und damit der Dunkle Schauer.

Ich weiß es ja, der Weg durch die Krankheit ist lang und braucht Zeit,
aber mal ehrlich, es ist mühsam, anstrengend, manchmal ist man es wieder leid.

Auch weiß ich, ich tue viel, man was habe ich doch schon geschafft,
das alleine ist schön und gibt mir wieder ein wenig Energie und Kraft.

Doch hält diese Reserve, dies Reservoir nicht sehr lange, ist schnell leer,
und schon wieder die schei. Gedanken, Du schaffst es eh nicht mehr.

Dann geht das denken und grübeln wieder los, dass saugt mich wieder aus,
wieder geht alles von vorne los, raubt mir den Nerv, ich will da nur raus.

Als wäre es nicht schon genug, kommen noch körperliche Symptome und son Kram,
jetzt ist es soweit, ausgelaugt, jetzt geht’s los, jetzt legt mich mein Körper lahm.

Ich lasse mich aber davon nicht fertig machen, irgendwann geht’s wieder Bergauf,
ich akzeptiere es, lasse es zu, nehme es hin, dass ist nun mal der Weg, der Lauf.

Eins weiß ich, einen Spruch, den werde ich nicht vergessen,
den habe ich eh schon fast mit Löffeln gefressen.

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft hat bereits verloren,
diesen Spruch, habe ich mir geschrieben hinter beide Ohren.

Ich gebe nicht auf, ich investiere viel, ich werde mich der Angst täglich stellen,
auch weiß ich, es wird nicht einfach, denn es gibt immer wieder schlimme Wellen.

Ich bin es, ich kann zurück haben mein Leben, ich kann was dafür machen,
ich muss nur an mich denken, gut zu mir sein und dann kann ich auch wieder lachen.

Nur wenn ich vertrauen in mich habe, den Weg kenne, liebvoll zu mir selbst bin,
haben all dies Anstrengungen und Mühen, für mich endlich einen Sinn.

Ich bin wie ich bin, Ich bin einzigartig und das soll auch so bleiben,
diese Einsicht, dies neue denken, wird irgendwann meine Angst vertreiben.

Ich werde mich nicht verlieren, sehe zu das ich immer habe einiges an Energie/Kraft,
es kommt der Tag, der Lohn, mit dem Ergebnis, Ich habe es endlich geschafft!

Jetzt wo ich habe dies alles rausgelassen, dass ich habe alles niedergeschrieben,
ja, jetzt gerade habe ich das Gefühl, ich kann mich dafür selbst wieder lieben,

Ich bin ich stolz auf mich, meine Ehrlichkeit mir gegenüber und meinem denken,
wie selten, wie wenig kommt das denn vor, dass ich mir dies Gefühl kann schenken.

Egal was noch passiert, wir durchmachen, wir erleben, wir müssen es nur raffen,
ich glaube an mich, an Euch, wir werden unsere Angst besiegen und es schaffen!!


ganz liebe Grüße an alle

JoGroHol

19.03.2010 22:30 • 19.03.2010 #1


3 Antworten ↓


Schön geschrieben.....du warst lange nicht hier....wie geht es Dir immoment?

Wünsche Dir alles Liebe und Gute

lg.Eva

19.03.2010 22:54 • #2



Mein täglicher Kampf gegen die Angst

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hi eva,

na ja, geht soweit, hatte dir ja ne mail geschickt mit dem verweis auf meine karten und nichts mehr von dir gehört. hoffe es geht dir gut!

leider habe ich immer noch mein bauchgefühl, wenn du verstehst was ich meine.... und es bestätigt sich immer wieder... schon hart...

bei mir ist es auch immer wieder ei auf und ab... aber ich lasse mich nicht unterkriegen!

freue mich von dir zu hören und ich drück dich mal ganz doll!!

glg JJ

19.03.2010 23:01 • #3


ich Dich auch.....leider gehe ich kaum noch ins Msn....halt wegen dem Vertrauen und Versprechen....
Aber schön das Du wieder hier bist.....und ja das mit dem Bauchgefühl....mich enttäuscht es eigentlich auch nie...auch wenns hart ist....nennen wir es einfach mal den 7.Sinn...

lg.Eva

19.03.2010 23:18 • #4