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Hallo Ihr Lieben,
ich fühlte mich heute Morgen um 6.00 Uhr nicht wohl als ich aufstehen musste. Habe wieder Schmerzen beim Atmen. Nun ist es 9.00 Uhr und es ist immer noch nicht bessser, ganz im Gegenteil, es wird immer schlimmer.

Der Brustkorb schmerz, mir ist furchtbar kalt, zittere die ganze Zeit, mein Kreislauf ist total am Boden. Traue mich kaum zur Toilette, da mir schwar vor Augen wird, wenn ich aufstehe. Hab so ein Gefühl des Glühens im Gesicht, Fieber gemessen... super 34,2 Grad - kein Schreibfehler. Wie kommt den so eine niedrige Körpertemperatur?

Nun bin ich ganz hin und her gerissen zwischen der Fahrt zum Arzt oder noch weiter ausharren, weil es doch wieder nur eine Panikattacke ist. Beim Arzt mache ich mich nur wieder lächerlich, weil ehe nichts ist... ich weis nicht mehr weiter

Suse

12.02.2014 09:21 • 12.02.2014 #1


13 Antworten ↓


Hey Suse,
erst mal in den Bauch atmen. Zähle mal Deinen Atem. Immer von 1-9, solltest Du bei 10 landen, war Deine Aufmerksamkeit nicht beim Atem. Ist eine japanische Methode aus der Meditation.
Du machst Dich nicht lächerlich beim Arzt! Das ist halt Deine Erkrankung, doch versuche demnoch auszuhalten. Wo der Schmerz (Angst) ist, ist der Weg!
Glaube mir, ich kenne Dein Problem zu gut!
Gruß
Jens

12.02.2014 09:33 • #2



Und wieder ein Kampf gegen die Angst

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Danke Jens, in den Bauch Atmen hat schon mal funktioniert - zumindest im liegen. Konnte mich ein wenig beruhigen. Wahrscheinlich brüte ich nur irgend einen Infekt aus. Aber auch so kleine Dinge machen mir dann immer gleich so große Angst. Eigentlich will ich auch gar nicht zum Arzt. Ich denke nur immer, wenn dir jetzt was passiert, bekommt es keiner mit, keiner hilft dir oder findet dich. Versuch es jetzt mal mit autogenem Training.

LG Suse

12.02.2014 09:51 • #3


Kenne ich auch zu gut. Manchmal hab ich einen Infekt und denke meine Depression schießt durch oder ich hab einen depressiven Schub und meine mich erkältet zu haben. Immer das Selbe mit uns Psychos.
Schon Therapie gemacht?
Machst Du Sport?
Wie alt bist Du? Denk dran, so schnell stirbt es sich nicht und ein lebendiges Herz tanzt! Das heißt ietzt nicht, daß Du Panik bekommst, wenn Dein Herz ruhig schlägt, klar?!

12.02.2014 10:01 • #4


Hab im Januar mit einer Verhaltenstherapie begonnne. Die 2. in meiner Psychokariere. Stehe also noch am Anfang habe aber schon gute Erfolge. Theoretisch weis ich ja, wie es funktioniert. Hab ich ja alles schon mal gelernt. Nur durch private Umstände bin ich halt wieder extrem in die Panik gerutscht und brauche nun wieder Hilfe.

Ich mache seit Anfang Januar wieder Reha-Sport. Hatte 4 Monate ausgesetzt, da es mir nicht möglich war, ins Studio zu fahren. Außerdem gehe ich noch einmal die Woche reiten. Zu mehr Bewegung kann ich mich im Moment noch nicht durchringen.

An den meisten Tagen schaffe ich meinen normalen Alltag auch. Arbeit, Haushalt etc. Nur dann gibt es so Tage wie heute, wo gar nichts geht. Und die werfen mich immer wieder zurück.

Ich bin noch 39.

12.02.2014 10:07 • #5


Ich war auch mal noch 39 und nun bin ich 40.
Mir hilft Sport immer, insbesondere Ausdauersport, da speziell das Laufen. Naja, am Anfang.....wer weiß, vllt. ist es auch das Ende? Wer weiß? Ja, Angst kann zurück kommen. Die Theorie hilft nicht immer, denn wenn man panisch wird, kann man ja ganz schlecht denken. So ist es zumindest bei mir.
Mir hilft es, wenn ich mir sage:Gut, denn verrecke eben Das muß aber aus tiefster Überzeugung kommen. Dann geht die Angst, weil sie verloren hat.

12.02.2014 10:20 • #6


Ein paar Wochen kann ich noch sagen, ich bin noch 39. Ich glaube, ab dann zähle ich rückwärts.

Ausdauersport kann ich mir im Moment nicht wirklich für mich vorstellen. Ich kann zwar aus dem Haus, wenn es sein muss, aber allein da draußen rumrennen, dass traue ich mich noch nicht.

Ich kann nicht aus tiefster Überzeugung sagen Gut, dann verrecke eben. Ich habe ein Kind und für das möchte ich ganz gern noch viele Jahre da sein. Und am besten auch so, dass wir gemeinsam was unternehmen können und nicht immer nur zuhause sind.

Ich muss einfach lernen, mich auf die positiven Erfahrungen zu konzentrieren. Meine Therapeutin sagte mir neulich, dass sie total stolz auf mich ist, weil ich in so kurzer Zeit schon so viel geschafft habe. Warum kann ich nicht selbst stolz auf mich sein und schiebe nur die sch... Tage (so einen wie heute) in den Vordergrung.

Ich gehe meiner Arbeit nach (na gut, heute hat es nicht geklappt), ich fahre Auto, gehe wieder einkaufen, habe wieder mit dem Reha-Sport angefangen, ich kann wieder einigermaßen durchschlafen... das alles ging Ende 2012 nicht. Das ist doch schon richtig viel... aber mir geht nur durch den Kopf, hoffentlich ist der ganze Tag nicht so doof, hoffentlich geht es mir morgen wieder besser und ich kann wieder arbeiten.

Ich komme einfach nicht aus dieser Gedankenspirale raus.

12.02.2014 10:36 • #7


Angst und Depression sind Geschwister, daher wohl Deine Denkkreise. Wie alt ist Dein Kind? Ja mit Kind ist es unmöglich herzenstief sich zu ergeben.
Trennung in jungster Vergangenheit?
Ja, Du hast wirklich viel geschafft, kannst es aber nicht sehen und warum? Vergleichst Du Dich mit anderen oder mit Dir selbst von damals? Jetzt ist jetzt und Du bist Du! Du hast viel geschafft und wirst noch mehr schaffen. Wohl wirst Du sogar gestärkt daraus hervorgehen. Es ist manchmal schmerzhaft, wie bei einer Geburt.

12.02.2014 10:45 • #8


Mein Kind ist 13 und mein Mann hat sich letztes Jahr im Mai von mir getrennt. Im Januar bin ich in meine eigene Wohnung gezogen. Mein Kind ist zwar oft bei mir, aber sie wohnt bei meinem Mann. Ich bin also allein zurückgeblieben. Das macht es alles doppelt schwer.

Nein, mit anderen vergleiche ich mich nicht wohl aber mit mir selbst von früher. Das sollte man wohl besser nicht tun.

Ich werde weiter kämpfen und an mir arbeiten und hoffe, die sch... Tage werden weniger.

LG
Suse

12.02.2014 10:50 • #9


Da hast ja denn auch ne Menge durch. Meistens laufen Trennungen ja auch nicht gerade nett ab. Irgendwann hören diese schei. Tage auf und das Gute ist ja, daß man Angst gut therapieren kann, notfalls machst Du es stationär, dann biste schneller und intensiver am Ball. Vor einem stationären Aufenthalt braucht man keine Angst haben und Du wirst staunen, wie viele und was für Menschen ein ähnliches Problem wie Du haben.

12.02.2014 11:01 • #10


Über eine stationäre Therapie habe ich mit meiner Therapeutin auch schon gesprochen. Sie rät mir davon ab. Da es die alltäglichen Dinge sind, bei denen ich Panik bekomme, soll ich mich diesen Dingen auch stellen. Sie sagt in einer Klink wäre ich über längere Zeit von diesen Dingen abgeschottet und es könnte hinterher noch schlimmer sein. Wie soll ich lernen allein zu leben, wenn ich in einer Klinik vollständig versorgt bin. Wie soll ich lernen, dass mir nichts passiert, wenn ich in einer Klinik immer jemanden um mich habe, der mir hilft. Ich kann diese Argumente meiner Therapeutin gut nachvollziehen. Ich muss ja lernen, die alltäglichen Dinge allein zu erledigen.

Nun ist es bei mir glücklicher weise ich nicht so, dass ich das Haus gar nicht mehr verlassen kann. Ich mache ja schon vieles nur ebend mit einem unguten Gefühl.

Ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Jetzt geht es mir auch etwas besser. Scheine doch krank zu werden. Hab etwas erhöhte Temperatur. Ruhe mich heute noch etwas aus und morgen starte ich wieder durch. Zumindest ist die Panik weg und ich kann alles wieder etwas sonniger sehen - die Sonne schein auch so schön.

Ich bin sehr froh, hier immer ein offenes Ohr zu finden, wo man seine Sorgen mal loswerden kann. Kann sonst mit niemanden so offen darüber reden.

Vielen Dank euch allen
LG Suse

12.02.2014 13:16 • #11


waage
Hallo Suse, bei mir ist es umgekehrt, mir rät die Therapeutin zur Kur. Vielleicht wäre es doch richtig für dich ein paar Wochen dich mal nur um dich kümmern und auch zur Ruhe kommen. Ich denke dann kann man auch in seinem alten Umfeld mit vielem gelassener umgehen. Ich habe jetzt eine beantragt , mal sehen wo es hingeht.
Hoffe dir geht es bald wieder besser, lass der Angst keinen Raum......

L.g. Waage

12.02.2014 13:33 • #12


Vieleicht sollte ich es mal mit einer Kur versuchen. War 2010 aus orthopätischen Gründen in einer Kur und die hat mir wirklich gut getan. Hatte aber damals schon die Probleme, dass mir gesagt wurde, so oft waren sie gar nicht krankgeschrieben, sie sind doch immer Arbeiten gegangen, ist es wirklich so schlimm. Habe die Kur dann mit Hilfe meiner Ärzte bewilligt bekommen aber es war schon ein Kampf.

Was, wenn das nun wieder so ist. Ich bin ja nicht dauerhaft krankgeschrieben. Gehe ja arbeiten. Unter welcher Anstrengung sieht ja keiner.

Habe mir schon mal Kureinrichtungen angesehen und eine schöne auf Nordernei gefunden. Nur für Frauen/Mütter. Das wäre genau das richtige für mich. Hätte im Moment keine Lust auf Männerkontakte in der Kur. Nur die wahrscheinlichkeit, dass ich in so eine Einrichtung kann, ist wahrscheinlich gering.

Bin noch am überlegen, ob ich es wage. Bin mir nicht sicher, ob ich derzeit die Kraft für so einen Kampf aufbringen kann.

Von welchen Ärzten hast du den ein Attest beigefügt? Ich habe ja nur meinen Hausarzt und meine Psychotherapeutin. Bei einem Psychologen war ich noch nie. Muss ich da ein Attest von einem Psychologen haben?

LG
Suse

12.02.2014 13:42 • #13


waage
Suse; mach dir nicht soviele Gedanken. Ich habe auch nur meinen Hausarzt und Psychotherapeutin. Mein Hausarzt füllt mir den Bogen von der BFA aus und meine Psychotherapeutin legt noch von sich ein paar Zeilen dazu. Ich hatte letztes Jahr, schonmal eine Kur bewilligt bekommen, konnte aber vor lauter Angst nicht fahren.
Fühlte mich einfach zu instabil.
Hatte auch erst eine Absage bekommen, man muß Widerspruch einlegen. Das scheint heute Standard zu sein, das die erst mal absagen. Nur nicht direkt aufgeben. Wenn du einen guten Hausarzt hast, kann er das für dich erledigen. Und am besten selber noch ein paar Zeilen dazu schreiben, aus deiner Sicht und deine Beschwerden. Damit du ja auch weiterhin berufstätig bleiben kannst. Nur Mut.

L.g. Waage

12.02.2014 14:26 • #14



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