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Liebes Forum,
Ich bin verzweifelt, am Ende meiner Kraft, verliere Hoffnung und mir geht es 24h am Tag schlecht. Ich weis nicht wie ich Anfangen soll aber ich muss hier meine Gedanken loswerden, und vielleicht kennt jemand dieses Gefühl.. Seit fast 2 Monaten Denk ich jeden Tag ich werde bald sterben, das Gefühl ist extrem intensiv und immer Present, egal was ich tue. Ich bin gerade einmal 16 geworden, möchte auf dieser Welt noch so viel erleben, aber ich bin so davon überzeugt das ich bald sterbe das ich mich mit meiner Zukunft gar nicht befasse. Ich fühle mich einfach schrecklich, ich will dieses Gefühl loswerden, ich will wieder ein fröhliches unbeschwertes Leben, dass tun was alle in meinem Alter tun. Ich will noch nicht sterben..bitte hilft mir jemand..meine Eltern sagen ich bilde mir das nur ein und soll mir nichts zusammenspinnen, aber das mach ich nicht, es ist so Real!

29.10.2014 15:19 • 27.02.2021 x 4 #1


68 Antworten ↓


Pestor
Das hört sich ja schrecklich an. Kannst du denn sagen, was der Auslöser für diese Todesahnungen ist? Oder womit es begonnen hat? Ich meine, so etwas entsteht ja nicht im luftleeren Raum.

29.10.2014 15:28 • #2



Das Gefühl bald zu sterben :(

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Ohja es ist schrecklich nein ich kann es nicht sagen, es ist alles gut, ich könnte glücklich sein, es gibt keinen Auslöser

29.10.2014 15:29 • #3


Pestor
Na, aber irgendwoher muss es ja kommen.
Irgendetwas muss ja vor ca. zwei Monaten vorgefallen sein.

29.10.2014 15:40 • #4


Nein es ist einfach nichts vorgefallen, mir ging es körperlich schlecht, ich war täglich schwach und müde, habe auch einen Neitrag verfasst, körperlich geht es mir eigentlich besser, aber dieses schreckliche vorahnungsgefühl nimmt mir den Spaß an allem, ich habe so eine Angst, das es wahr wird und ich sterbe

29.10.2014 15:43 • #5


Pestor
Also bist du eines Morgens mit dieser Todesahnung auf gewacht?
Bezieht sich diese Angst auf bestimmte Vorfälle, wie z.B. Krankheiten oder Unfälle auf der Straße? Oder ist es 'nur' generell die Angst zu sterben?
Hast du dafür auch ein Zeitgefühl? Ich meine, sterben müssen wir ja alle mal, die Frage ist nur wann.

29.10.2014 15:46 • #6


Nein, es ist eine generelle Angst vom sterben. Ich habe kein Zeitgefühl außer "sehr bald", ich will aber noch nicht so Jung sterben, ich kann einfach nicht mehr, ich will leben! Ich will noch so viel erleben, ich kann einfach nicht mehr..

29.10.2014 15:50 • #7


Pestor
Jeder Mensch sollte sich ja bewusst sein, dass er irgendwann stirbt.
Aber wenn du ein solch einen hohen Lebenswillen hast und dein Lebenauch so unbedingt nutzen willst, dann lass dich nicht aufhalten.
Wenn du wirklich so große Angst hast, dass es bald vorbei sein könnte, dann nutze die Angst und fang an dein Leben zu genießen. "So lange du es noch hast."
Viele hier sollten sich dies eigentlich zu herzen nehemen. Wir leben alle nur einmal und so mancher lässt sich hier von der Angst zu Hause einsperren obwohl den Meisten ja auch bewusst ist, dass ihre Ängste völlig irrational sind.
Ich möchte nicht auf meine Leben zurüchblicken und mich dann ärgern, dass ich mir hab so viele Möglichkeiten entgehenlassen.

Wenn du also Angst hast, dass es bald vorbei sein könnte, dann mach doch 'deine letzten Tage auf Erden' zu den schönsten Tagen.

29.10.2014 15:58 • #8


Hallo Jenny

du wirst mich noch kennen, viele Andere und ich haben dir vor einem Monat einige Tipps gegeben, was zu tun ist.
Du sagtest auch, dass dich deine Mutter sehr gut versteht und dir sehr behilflich ist. Jetzt sagst du eigentlich das Gegenteil?
Was hast du schon alles gemacht, was wir dir empfohlen haben?

LG

Gerd

29.10.2014 16:03 • #9


Du hast so Recht, ich gebe dir mit jedem Wort Recht. Aber wenn jemand so intensiv das Gefühl hat zu sterben, kann man einfach nicht jeden Tag in vollen Zügen geniesen. Es bedeutet deine Familie zu verlieren, deine Freunde, Menschen und Orte die man Überalles liebt. Es ist einfach Extreme Traurigkeit.

Ja natürlich kenne ich dich noch. Ja meine Mutter versucht mir zu helfen, aber sie versteht mich nicht, sie glaubt mir nicht oder nimmt meine Gedanken ernst, ich glaube sie selbst hat auch keine Angst, das es wahr sein könnte, sie verhält sich nicht so, aber sorgen macht sie sich schon um mich aber je mehr Zeit vergeht, desto genervter ist sie von dem Thema. Ich nehme jetzt antidepressiva und beginne Ende November eine Therapie, früher war nichts zu machen, naja wenn's überhaupt noch dazu kommt ich will dieses schreckliche Gefühl loswerden, und mein leben leben!

29.10.2014 16:12 • #10


Du wirst dein Leben leben liebe Jenny, aber eines sei dir gewiss, du wirst deine Familie und deine Freunde nicht wegen deiner Angststörung verlieren. Deine Mutter wird dich über alles lieben und hält sicher zu dir. Nun Freunde, die dich in deinem Tief verlassen, sind keine Freude, die haben es dann nicht verdient, mit dir befreundet zu sein.
Es freut mich zu hören, dass du einen Therapieplatz ab Ende November hast.

Was nimmst du für ein Medikament und in welcher Dosierung?

LG

Gerd

29.10.2014 16:17 • #11


Ich hätte noch eine Idee zum Auslöser: hast du schon einen richtig regelmäßigen Zyklus? Versuche mal deine Angst und deinen Zyklus zu beobachten, ob es einen Zusammenhang gibt.

Ich denke, dass du dich momentan in einem hormonellen Ausnahmezustand befindest. Das passiert Frauen leider oder auch Gott sei Dank mehrfach im Leben.

Da fällt mir noch was ein. Nimmst du die Pille oder hast evtl das letzte Jahr damit angefangen?

29.10.2014 16:18 • #12


Hotin
Hallo Jenny 1998,
ich kann mir gut vorstellen wie schlecht Du Dich fühlst.
Eine Angst ist normalerweise keine Vorahnung von einem Ereignis was kommen wird.

Das bedeutet also, das Dir nichts Schlimmes geschehen wird.

Nun blockiert dich aber diese Angst. Wenn Du besser damit zurechtkommen willst, kannst Du
etwas darüber lernen, wie der Mensch etwa mit Ängsten umgeht.
Danach fühlst Du Dich nicht mehr so hilflos ausgeliefert.
Angst geht nie ganz weg, weil es normal ist Angst zu haben. Du brauchst die Angst um
Gefahren zu erkennen damit Dir nichts geschieht, z.B wenn Du eine stark befahrene Straße überquerst,
oder wenn Du über eine hohe Brücke ohne Geländer gehst.

Hilfe bekommst Du am besten von einem Arzt.
Hier im Portal kannst Du sehen, das wir alle uns (und das ist normal) überlegen, wie kann man am besten
mit unangenehmen Angstgefühlen zurecht kommen.

Bitte mach Dir nicht so starke Sorgen.
Du bekommst das schon wieder hin.

Viele Grüße
Hotin

29.10.2014 16:20 • #13


@ Paddlmädchen


Sehr guter Gedanke!

LG

Gerd

29.10.2014 16:21 • #14


Zum Thema Ängste: mir hat sehr geholfen, alles bis zu Ende zu denken. Also: wenn ich krank wäre, konnte ich ja auch geheilt werden. Ist oft gar nicht so unwahrscheinlich. Oder: wenn ich sterbe, ist das Gefühl für meine Lieben am Schlimmsten, ich werde es nicht mitbekommen. Natürlich fände ich es seht schade, Vieles verpasst zu haben und es zerreißt mir das Herz, mir vorzustellen, meine Tochter nicht groß werden sehen zu können. Um so mehr muss ich meinen Vorrednern Recht geben: genieße es so lange du kannst!

29.10.2014 16:22 • #15


Ich nehme Serotonin 25mg am Tag, außer das ich den ganzen Tag müde bin ändert es nichts. Mein Arzt ist sehr verständinsvoll, und wird mit mir so lange Raumproblemen bis wir das richtige gefunden haben, aber ich habe einfach keine kraft mehr so weiterzumachen, ich weis nicht wie ich das schaffen soll, wie ich mein Leben wieder auf die Reihe bekommen soll, mit diesem schlimmen Gedanken. Ich glaube nicht das es an der Hormonen liegt, da ich seit 3 1/2 Jahren bereits die Pille nehme, ich hatte nie Probleme damit.. Mir wird alles zu viel, mich mit dem Gedanken "'meine letzten Tagw auf Erden zu Geniesen" zu beschäftigen ist einfach schrecklich, wieso kann ich nicht einfach frei und unbeschwert sein, wie alle meine Freunde, wieso nicht?! Wieso muss ich schon mit 16 ans sterben, an Abschied an Trauer denken

29.10.2014 16:31 • #16


Wichtig ist auch, dass du dich nicht über dich selbst ärgest und annimmst, dass du jetzt nun mal Angst hast. Mit der Einstellung würdest du dir schon mal sehr helfen.

Mir ging es genau wie dir und als ich mir irgendwann dachte "Na gut, dann hast du eben Angst. Es ist nur ein Gefühl. Aber das Leben geht weiter." - schwups - war sie weg. Und ich konnte mir nicht mehr erklären, wie ich mich so im die Angst und meine Gedanken rein steigern konnte.

29.10.2014 16:37 • #17


Du nimmst das Serotonin ja erst kurze Zeit, am Anfang sind die Nebenwirkungen noch da. Aber die verschwinden meistens nach der 2. Woche. Die Wirkung der Tabletten stellt sich erst nach ca. 4 Wochen voll ein, ab da gehts dann bergauf!
Dein Arzt wird die Dosis wahrscheinlich bald auf 50 mg erhöhen, das ist dann die ideale Dosierung, das darf aber nur der Arzt machen, wenn er es für richtig findet!

LG

Gerd

29.10.2014 16:38 • #18


Das ist es ja eben, ich kann nicht sagen ob es Angsg ist oder eine tatsächliche Vorahnung, es fühlt sich so schrecklich und Real an das ich glaube es können nicht nur die Gedanken sein, aber ich werde es man versuchen..
Ja in einer Woche-10 Tagw erhöhen wir auf 50mg wenn ich sie Vertrage, aber wie soll ich das blos aushalten bis die mal wirken und ob sie überhaupt wirken weis niemand

29.10.2014 16:41 • #19


Pestor
Ist es die Angst 'zu' sterben oder die Angst 'vor' dem Sterben?
Dieses Gedankenkarrusell, in welches du dich immer wieder begibst, muss doch immer wieder von etwas ausgelöst werden. Es gibt ja bestimmt auch Momente in denen es dir nicht so geht, in denen du abgelenkt bist und doch fällst du immer wieder dorthin zurück. Also muss es ja auch einen Grund geben.
Wie gut geht es dir wenn du mit Freunden unterwegs bist? Kannst du noch Spaß mit ihnen haben?

29.10.2014 16:42 • #20



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Dr. Matthias Nagel