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L
Hallo,

ich bin Leliana, bin 21 Jahre alt und habe schon so einiges in meinem Leben durch.
Ich bin seit 3 Tagen in einer Tagesklinik.
Nun erzähle ich aber am besten einfach mal, wie es angefangen hat.

Vor ein paar Jahren hatte ich es das erste Mal. Ganz plötzlich aus heiterem Himmel überfiel mich ein merkwürdiges Gefühl, dass durch den ganzen Körper kribbelte. Ich rannte geschockt zu meiner Mutter in den oberen Stock und war total außer mir.
Ich war fest davon überzeugt, dass ich jetzt sterben muss.
Der Notarzt kam und stellte nichts fest. Er sagte, es sei eine Panikattacke gewesen. Ich brauche viel(mehr) Ruhe.
Ich bekam damals dann vom Hausarzt Opipramol. Das half mir so weit ich mich erinnern kann. Dann als ich mein Kind weggeben musst (keine weiteren Infos, nur.....Krankheit!)...ich bekam die umgekehrte Panik. Hatte eine Art Zwangsgedanken an Selbstmord. Ich wollte mir nie was antun, konnte aber nicht aufhören darüber nach zu denken.
Es ging mir einige Wochen schlecht.
Ich weiß nur noch, dass ich entweder voll am Rad drehte und mich fragte warum mein Kopf sowas einfach denkt, oder weinte....oder schlief. Ich schlief fast den ganzen Tag damals.
Als die Tabletten nach ca. 3 Wochen anfingen zu helfen, ging es mir auch bald wieder besser. Fluoxetin war es damals.
Nun lebte ich ca ein Jahr fast ohne, dann ganz ohne die Tabletten und es ging mir eigtl gut. Obwohl so viel schlimmes passiert ist.
Habe das Verfahren wegen meinem Sohn (gefühlt) verloren....etc etc.
Jedoch merkte ich schon Wochen vor der ersten PA, dass da ein Gefühl in mir hoch steigt.....dass etwas nicht stimmt.
Ich versuchte es zu verdrängen.
Ich bekam wegen meinen Krankheitsschüben kaum Arbeit, musste Schulen abbrechen und jetzt war es wieder so weit.
Ich hatte ein Probepraktikum in einem EDEKA-Markt und ein paar Tage vorher bekam ich auf einmal beim Zähne putzen dieses merkwürdiges Gefühl. Als ob ich mir gerade selbst beim sterben zusehe. Ich bekam Herzklopfen, es kribbelte überall.
Ich versuchte mich zu beruhigen.
Das Praktikum verlief ganz gut. Nur in der 2. Woche war ich gleich 3 Tage krank (Magen-Darm).
Danach bekam ich angeboten, bis entschieden ist wer die Lehrstelle bekommt, als Aushilfe dort zu arbeiten.
Jeden Mittwoch wenn die Lieferung kommt wird man angerufen und muss sofort kommen und dann helfen bis Schluss. Also bis alles gemacht ist, egal wie lange das dauert und wann das ist.

Nun bekam ich am Samstag vor 8 Wochen auf einmal beim Autofahren dieses Gefühl. Ich bat meinen Mann anzuhalten, stieg aus und versuchte nicht um zu fallen.
Im Krankenhaus konnte nichts festgestellt werden. Sie meinten es wär ein Kollaps gewesen. Ich solle mehr trinken.
Danach bin ich zum Hausarzt....der hat mir erst nichts gegeben. Nach einer flehenden E-Mail verschrieb er mir dann wieder Fluoxetin. Und er gab mir Tetrazepam als Notfallmedikament.

Nun habe ich jedoch die erste Zeit im Grunde fast jeden Tag so eine Tetrazepam nehmen 'müssen', weil es mir einfach so beschissen ging.
Der Gedanke, das Gefühl, die Panik, dass ich doch sterben muss lässt mich einfach nicht gehen.
Ich bekam auch Fluspi-Spritzen beim Hausarzt noch...die sollten auch Angst lindern.
Aber alles half nicht richtig. =/ Und die Fluoxetin beginnen ja erst so nach 3 Wochen zu wirken.
Jeden Tag mind. 1 Panikattacke. Ich versuche immer sie zu unterdrücken, mich nicht rein zu steigern....aber sie überfällt mich doch.
Und jedes Mal dieser komische 'Kopfschwindel' und dieses Kribbeln überall.
Und ich denke jedes Mal, mein Kopf schaltet gleich einfach ab und weg bin ich.
Kennt ihr dieses grauenhafte Gefühl?
Einmal sind wir sogar spät abends noch zum Notdienst in der Neurologie gefahren. Der Arzt machte ein paar Gleichgewichtstests, schaute mir in die Augen etc und holte dann einen Kollegen aus der Psychiatrie. Mit dem sprach ich und auch mein Mann einige Zeit. Er meinte, er könne mich auch gerne ein paar Tage aufnehmen.
Einerseits hatte ich das Gefühl, vielleicht ist es besser.
Andererseits wollte ich nicht von meinem Mann, meinen Katzen, meinem zuhause weg und wieder in so eine Klinik.
Und was ist, wenn dann doch etwas ist?

Ich war als Teenager mal in so einer Klinik wegen Depressionen nach dem Suizid meines Vaters.

Nun habe ich mich hier mal angemeldet.
Ich habe seit diesen 8 Wochen ständig das Gefühl, ich müsse gleich auf jeden Fall sterben. =/
Es frisst mich völlig auf, dann denke ich ich verliere den Verstand.
Kennt ihr das? Wie und wann ging es bei euch weg?

Ich habe einfach solche Angst verrückt zu werden oder doch sterben zu müssen....auch wenn bisher alle Tests super waren und die Ärzte Panikstörung schon als Diagnose in den Brief an den Hausarzt geschrieben haben.
Mein Kopf sagt mir einfach: 'Da ist was!' Und 'was ist wenn doch?' 'Ich muss bestimmt sterben'. und solche Sachen.
Ich habe manchmal das Gefühl, ich halte es nicht mehr aus.
An dem Abend in der Neuro haben die mir da noch Tavor (1mg) gegeben. Ich wurde zwar ruhiger, aber dieses Angstgefühl war weiterhin da....in mir drin.
Ich bin irgendwann halt eingeschlafen.....

Seit dem war ich bei einer Gynäkologin, die mich ganz geschockt und besorgt SOFORT zu einer Internistin schickte. Diese machte einen Ultraschall vom Herz und meinte, das arbeitet 1A. Blutwert und EKG waren auch in Ordnung.
Beim Orthopäden war ich auch. Der renkte meine Wirbel wieder ein und gab mir 2 Spritzen. Er meinte durch die Anspannung in mir verschieben sich die Wirbel.
Aber wär nix schlimmes.

Ich war also schon bei mehreren Ärzten und habe zisch Blutuntersuchungen hinter mir.
Und trotzdem werde ich den Gedanken und das Gefühl nicht los, dass ich tot krank bin und sterben muss.
Jeden Tag habe ich etliche Male das Gefühl, ich falle gleich tot um.

Mittlerweile nehme ich Venlafaxin (75mg) 1-0-1 und 1/2 Lorazepam am Tag.
Die Klinik wollte nicht gleich am Anfang auch die Medis umstellen.

In der Klinik sind zwar viele mit Depressionen und auch Panikattacken.
Aber ich habe noch keinen getroffen, dem es genau so geht. Mit der Angst zu sterben. Und zwar dauerhaft.

Das erste Ergebnis der Gespräche mit Psychologin, Stationsschwesterund Ärztin ergab, dass ich wohl ein Burn-out mit Depressionen und Panikattacken/Angstzuständen habe.
Das ist also so die erste Vermutung.
Trotzdem denke ich bei jedem Zipperlein, es ist ein Tumor, Krebs, Hirnschlag, Herzinfarkt, oder mein Herz bleibt gleich einfach stehen etc etc.

Im Moment ist es morgens am schlimmsten, wenn ich aufwache und weiß, ich muss gleich mit dem Taxi in die Klinik fahren. Und abends wird es auch meist etwas schlimmer.
Ich kann nicht richtig schlafen. Wache öfter nachts auf und muss zur Toilette und um spätestens 6 Uhr bin ich von selbst wach. Für meine Verhältnisse viiiel zu früh.
Noch dazu bin ich blass wie eine Leiche und habe Augenringe, als hätte ich 10 Tage am Stück nicht geschlafen. Ich habe innerhalb der letzten Wochen 11 Kilo abgenommen. Meine Haut hat kleine Pickelchen gebildet und ich habe ständig blaue Flecken an den Beinen, die einfach so aus dem nichts kommen.
Und in meinem Kopf kribbelt es. Ich habe oft das Gefühl, meine Beine geben gleich nach und bin ziemlich müde und abgeschlagen.

Gibt es hier denn irgend jemanden, der genau DIESE Ängste kennt?
Oder bin ich damit wirklich ganz alleine auf der Welt?
Habe ich am Ende doch etwas ganz schlimmes oder übersinnliches oder irres, woran ich bald sterbe?!

Liebe Grüße, Leliana

Gruß, Leliana1988

15.07.2010 20:05 • 18.07.2010 x 1 #1


28 Antworten ↓


jadi
boah hallo erstmal....du bist noch sooooooo jung und hast schon soviel durch krass.......kein wunder das irgentwann die PAs kamen......
also zur beruhigung...die ängste waren bei mir auch so krass......aber sie kamen etwas anders.....erst hatte ich nur PAs seit 2006 mit de rgeburt meiner jüngsten 2008 kamen dann so langsam die krankheitsängste dazu....seit letztes jahr verstärkt.....auch bei jedem ziepen denke ich oh gott ich bin sterbens krank........mittlerweile gehts......mit dem abnehmen war bei mir auch so schlimm,mit der blässe auch....und mit den blauen flecken erst recht........und mit den schmerzen überall das kommt von der dauerhaften anspannung.....du befindest dich in guten händen mit der tagesklinik...es wird dir sehr helfen...ich gehe auch ab oktober.....aber durch das forum hier habe ich schon einiges selber beeinflussen können....und es geht mir besser seither...........medis nehme ich keine.....weil wie du selber mitbekommst....die ängste bleiben trotzdem.........deshalb halte ich nix davon...........ich wünsche dir hier viele gute zuhörer und ratschläge....und hoffe du kommst bald wieder auf die beine....lg jacky

15.07.2010 21:28 • #2


A


Werde ich bald sterben? Übertriebene Angst / Todespanik

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B
Hallo Leliana!

Schön (eigentlich nicht, aber irgendwie doch), dass es noch Menschen gibt, denen es ähnlich geht wie mir!
Bin 27 und seit 15 Jahren habe ich panische Angst vorm Tod/Sterben. Kennst du deinen Auslöser?
Ich habe seit drei Jahren eine Psychoterapie und diese hilft mir recht gut, auf den Grund der Ängste zu kommen und zeigt mir Wege, wie ich damit gut Leben kann. Mein Therapeut sagt, dass ich diese Ängste vermutlich nie ganz weg bekomme, aber früher oder später einen Kompromiss finde, dass es mich nicht mehr im Leben so stark einschränkt.
Opipramol habe ich gut ein halbes Jahr lang genommen, als ich nervlich so am Ende war, dass ich mir lieber das Leben nehmen wollte, als mich täglich mit der Angst auseinander zu setzen. Ich musste aber schnell merken, dass Medikamente nur die Folgen bekämpfen, die Ursachen aber bleiben. Sobald man die Medis absetzt geht der schei. von vorne los.
Deshalb auch mein Weg zur Therapie und den setze ich auch konsequent um, mache alles was mir vorgeschlagen wird und zusätzlich bewege ich mich jetzt hier im Forum um mir immer wieder neue Ratschläge zu holen und anderen Tipps zu geben.

Ich bin sicher, gemeinsam schaffen wir alle das!

Liebe Grüße Bero!

15.07.2010 21:43 • #3


L
Hallo ihr beiden.

Ich hoffe sehr, dass die Therapie(n) in der Tagesklinik mir helfen kann, dass es weg geht. Oder ich wenigstens lernen kann damit umzugehen.

Ich kenne meinen Auslöser nicht.
Es könnten zu viele Dinge/Ereignisse sein, um das ich sagen könnte DAS könnte es gewesen sein.

Dass die Medis nur die Symptome lindern und nicht den Auslöser beseitigen, ist mir klar.
Trotzdem brauche ich sie im Moment. Da es eben einfach zu krass war und immer noch ist, um es ohne auszuhalten.
Ich kann nur darauf hoffen, dass ich in der Tagesklinik an der richtigen Stelle bin.

Habt ihr denn dann auch dieses Gefühl gehabt...also so richtig gefühlt, dass ihr gleich tot umfallt oder so?

15.07.2010 22:00 • #4


jadi
eigentlich brauchst du den hauptauslöser auch net wissen...........wichtig ist es das du lernst damit umzugehen....das ist der punkt und siehst was dir gut tut.....und danach handelst.....

15.07.2010 22:04 • #5


B
Ich kenne das Gefühl sehr gut, wenn man sich schon Tod sieht, es riecht und sieht, wie man nichts mehr fühlt, weils vorbei ist! Einfach nur schaurig! Da kribbelts gleich wieder am ganzen Körper und mein Hals schnürrt sich zu, hässlich diese Gedanken und Gefühle, die wünscht man nicht mal seinem ärgsten Feind!

Den Hauptauslöser zu wissen finde ich sehr wichtig, denn dann gehts deutlich schneller mit der Verarbeitung und dem akzeptieren der ganzen Sachen. Erst seitdem ich ihn kenne, weiß ich woran ich arbeiten muss, damits mir besser geht.

Dafür war mein Therapeut echt ne große Hilfe!

16.07.2010 07:08 • #6


jadi
aber viele finden den auslöser nicht mehr...es gbt verschiedene therapiemöglichkeiten.........und bei ihr werden es viele faktoren auf einmal sein wenn man oben mal liest....ihr fass war voll..........

16.07.2010 08:05 • #7


C
Hallo bero

da kann ich Dir nur zustimmen....
Erst wo ich meinen Auslöser dafür fand...gings berauf

Dir weitehin alles Gute

lg.Eva

16.07.2010 08:45 • #8


B
Klar gibts viele Therapiemöglichkeiten, dennoch, wenn man woher es kommt, kann man besser Frieden schließen damit!

Mir werden auch immer wieder Entspannungstechniken nahegelgt. Finde ich auch total toll, nur leider gehts bei mir immer nach hintenlos. Je entspannter ich werde, umso mehr Platz biete ich meinen Ängsten. Irgendwie habe ich da den Dreh noch nicht raus.

Von vielen anderen weiß ich aber, die sie mit PM (progressive Muskelentspannung) und autogenes Training gute Erfahrungen gemacht haben. Bei mir wirkt Yoga noch am besten.

Jeder muss für sich seinen Weg finden, gell!?

Ich freu mich immer so, wenn ich mich hier unterhalten kann, ohne dass ich gleich in einen neuen Anfall komm.

Liebe Grüße Bero

16.07.2010 10:04 • #9


L
Hallo und danke für eure Antworten.

Also ich fühle mich mit dieser Angst immer ziemlich alleine. Da zwar viele unter Angstzuständen und/oder Panikattacken leiden. Aber nicht an dauerhaften Angstzuständen davor vllt gleich/bald sterben zu müssen.
In der Tagesklinik hat mir jetzt eine der Schwestern erzählt, dass sie das vor einigen Jahren auch mal eine lange Zeit hatte.
Und dass sich hinter Todesängste meistens eine eigentliche Angst vor dem Leben verbirgt.

Es kann einem hundert Mal jemand sagen, dass man sicher nicht sterben wird. Auch ärztliche Untersuchungen beruhigen leider nur leicht oder kurzfristig.
Denn die Angst und die PAs gehen davon eben leider nicht weg. Und spätestens bei der nächsten PA ist man wieder vollkommen davon überzeugt, dass man irgendeine Krankheit hat, einen Tumor o.Ä. und jetzt sterben muss.

17.07.2010 12:51 • #10


D
Hallo Leliana,
du hast ja wirklich schon so einiges mitgemacht...
Ich kann all das, was du schreibst so gut nachvollziehen! Bei mir ist diese Angst auch immer da und ich habe große Angst, einach so umzufallen und nicht mehr da zu sein! Das mit der Angst vor dem Lebenhat man mir auch gesagt, aber schwer nachzuvollziehen, wenn man doch EIGENTLICH so große Angst vor dem Tod hat...Ich sehe auch total blass aus, und das, obwohl es Sommer ist und schon des öftern mal draußen war...Augenringe und blaue Flecken bekomme ich auch andauernd und wirklich jeden Tag finde ich an menem Körper was Neues, was mich fürchten lässt, das ich etwas ganz schlimmes habe...Nur ein kleines Beispiel:Gestern habe ich mir bei einer Inderin die Augenbrauen zupfen lassen (mit dieser Fadentechnik..., egal..)Jedenfalls ist sie agerutscht und ich habe jetzt einen winzig kleinen Kratzer unter meiner rechten Braue...Mein Gedanke sofort...hoffentlich bekomme ich jetzt keine Blutvergiftung, bobachte jetzt jede Minute diesen kleinen Schnitt und mache meinen Freund schon ganz verrückt deswegen...es nervt einfach, dass ,man nichtmal einen Tag abschalten kann...Ich hoffe für dich, dass dir diese Therapie helfen wird und du lernst, mit den Ängsten umzugehen...
Liebe Grüße, Drachenblut

17.07.2010 15:28 • #11


B
Puh, bin echt froh, dass das mit der Angst vor Krankheiten bei mir noch nicht so ausgeprägt ist. Ich hab immer nur Angst, weil ich seit einiger Zeit soviel Kopfschmerzen habe, mir nichts merken kann, mir dauernd schwinglig ist und ich so unkontrolliert aggressiv werde. Deshalb dachte ich schonan einen Tumor. Da ich aber so viele Berichte hier im Forum gelesen habe, denke ich dass es alles von der Psyche kommt. Deshalb beruhige ich mich innerlich und gehe auch nicht zum Arzt. Damit schüre ich glaub ich nur die Angst vor Krankheiten und das will ich ja nicht, gell!

Ansonsten bin ich wie gesagt froh, dass ich mir nicht bei jedem Ding gleich ne Krankheit Andichte. Echt schlimm, wenn zu der Panik vorm Tod auch noch die krankheitspanik dazu kommt. Ihr seid wirklich nicht zu beneiden!

17.07.2010 20:32 • #12


L
Hallo ihr Lieben,

wow! Ich bin also wirklich nicht alleine auf der Welt, mit diesen Dauerpanikzuständen.
Dass ich bei jeder Kleinigkeit gleich an etwas schlimmes denke, kam auch erst nach den Panikattacken und der Angst, dass ich bald sterben müssen könnte.

Also mein Hausarzt meinte, dass die blauen Flecken auch von dem Medikament kommen kann. Frauen tendieren generell eher zu blauen Flecken als Männer. Und es könnte auch damit zusammen hängen, dass ich so viel abgenommen habe und mein Bindegewebe einfach geschwächt ist.
Meine Blutgerinnungswerte wurden auch getestet. Die waren normal.
Also wird es wohl an den Medis, dem Abnehmen und dem Psychodruck liegen.

Habt ihr denn noch nie eine Therapie deswegen gemacht? Bzw warum macht ihr keine?

Drachenblut, wie kriegst du das hin solche Sachen, wie das mit dem Augenbrauen 'zupfen' zu machen trotz dieser riesen Angst?
Ich konnte anfangs nicht einmal auf Toilette ohne zu denken, ich komme nicht mehr lebend zurück ins Bett.
Übrigens denken wohl viele, die an psychischen Krankheiten leiden, dass sie einen Gehirntumor haben.
Mein Vater dachte das früher auch oft (erzählte mir meine Mutter im Nachhinein) und ich dachte...oder denke.....das auch.

Habt ihr auch das Gefühl, ihr könntet gleich einfach so tot umfallen. Euer Kopf schaltet sich einfach ab *klick* und weg seid ihr!?
Ich habe dieses Gefühl...bzw die Angst oft.

Meine Psychologin meinte....es kommt immer erst der Kopf (also die Gedanken) und dann erst die Angst.
Wir lösen sie also im Grunde irgendwie selbst aus.

17.07.2010 20:45 • x 1 #13


B
Das mit den blauen Flecken ist nicht ernst zu nehmen, Die Gründe, die du augeführt hast, stimmen sicherlich alle. Ich habe auch ständi blaue Flecke. Früher dachte ich, ich habe Leukämie, aber dagegen spricht so einiges. Da war ich allerdings auch deutlich jünger (Teenager).

Ich mache seit drei Jahren eine Therapie, geht halt alles nicht so schnell weg, kommt ja auch alles nicht von heut auf Morgen, stimmts!

Freu mich, dass noch mehr den Tumor Gedanken haben, zeigt doch nur, dass es wirklich ein Angstsymptom von uns Panikern ist, denn so viele Zufälle, dass wir alle Tumore haben, kanns ja gar nicht geben! Puh! Erleichterung! Wieder eine Sorge/Angst weniger!

Ich sag es ja, es geht vorwärts!

17.07.2010 22:20 • #14


I
Ich liebe dieses Forum. Das ist wahnsinn mir gehts auch genauso wie Euch. Bin auch schon auf die Toilette gegangen und dachte hoffentlich schaffst Du es wieder zurück auf die Couch oder unter der Dusche wo ich dachte jetzt kippst Du um. Na und was Kopfschmerzen und Schwindel angeht kann ich ein Lied von singen. Mir ist letzins ne Schüssel runter gefallen beim Spülmaschine ausräumen ich dachte auch gleich an das Schlimmste von wegen Hirntumor...

Habt Ihr auch das blöde Ohrengeklingel?? Das ist auch voll übel.

Aber ich sag ja dieses Forum ist Gold wert, soviele Menschen die einen verstehen und auch gelegentlich in den Allerwertesten treten

17.07.2010 22:45 • #15


B
Tinitus! Ja mein ständiger Begleiter! Ich nehm ihn jetzt gern mit (vielleicht vergesse ich ihn auch deshalb manchmal schon, habe gelernt, dass es nicht zu ändern ist, denn unter anderem hat Ginko dagegen nicht geholfen und organisch ist alles okay.

Mir ist immer abends beim zu Bett gehen so schwindlich. Deshalb habe ich immer angst, dass ich am nächsten Tag nicht mehr aufwache, weil mein Kreislauf versagt.

Liebe Grüße bero

17.07.2010 22:56 • #16


I
JA ist toll diese Fiepen im Ohr

17.07.2010 23:07 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

B
Ein sehr großer Grashüpfer/Heuschrecke, bei uns als Heupferd bekannt.

Ob du zum Neurologen musst, hängt von deiner Angst ab, wenn es dich beruhigt, dass es fast alle haben, die hier schreiben, brauchst du es sicher nicht, wenn du aber dennoch unruhig bist, kannst du dich damit absichern. Ich möchte mich nicht so in diesen Krankheits-Ärzte-Jungle begeben, mich nicht von Krankheiten irre führen lassen, deshalb gehe ich deswegen nicht zum Arzt, mir reicht es, dass ich hier gelesen habe, dass es so viele haben, dass bestätigt mir, dass unser Hirn uns diesen Streich spielt und keine Krankheit! Also keine andere als unsere kranke Psyche!

17.07.2010 23:12 • #18


D
Mit dem Schwindel das ist bei mir zum Glück nicht so ausgeprägt, wie bei euch! Am Anfang meiner Panikattackengeschichte hatte ich oft das Gefühl, dass ich schief bin, also dass ich z.B.beim laufen einen Linksdrall habe und wenn ich unter Menschen gehen musste, dann hatte ich das Gefühl, dass der Boden unter mir geschwankt hat. Zumindest bin ich froh, dass ich jetzt weiß woran es gelegen hat und dass es noch andere gibt, die darunter leiden..
@Leliana1988:Ich gehe nur zum Augenbrauenzupfen, wenn ich gerade mal einen guten Tag, oder Moment habe, doch im Nachhinein habe ich dann immer Angst, dass sich was entzünden könnte, oder sonstwas passiert...Ich hatte gestern ein Vorgespräch bei einer Therapeutin und hoffe, dass ich bei ihr eine Therapie beginnen kann...das Problem sind einfach die langen Wartezeiten und dass man sich oft nicht ernst genommen fühlt:-((
Hast du denn den Eindruck, dass dir deine jetztige Therapie helfen wird?
Liebe Grüße

17.07.2010 23:17 • #19


I
Stimmt da hast Du Recht. Ich war auch schon bei ein paar Ärzten. Jedesmal sagten Sie zu mir ich solle mehr ausruhen, mich mehr bewegen. Meine Blutwerte waren immer top. Und ich hab auch keine Lust ständig in miefigen Wartezimmern zu sitzen. Ewig zu warten und nach 5 Minuten ist alles klar. Doch einmal muß ich noch zum Mass. verschreiben, das gönn ich mir

Ach so ne Heuschrecke, hab schon an ein komisch mutiertes Viech gedacht. Eine Mischung aus Spinne, Fliege oder so

17.07.2010 23:21 • #20


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