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Hallo,
Ich brauche euren rat…

Ich habe folgendes Problem…
Seit dem ich meine Krankheitsängste habe, hab ich immer mehr das Problem, dass ich tierische Angst habe alleine zu schlafen (und auch alleine zu sein)

Ich hab seit knappen 2 Jahren einen Freund. Er weis von meinen Ängsten und er kann auch gut damit umgehen.
Wir wohnen noch nicht zusammen, und irgendwann haben wir mal ausgemacht, dass wir uns 2mal die Woche nicht sehn… das heißt für mich 2mal die Woche alleine schlafen…HORROR…

Die letzten Wochen hatte ich ihn so weit, dass wir jede Nacht zusammen sind.. Aber langsam sind wir nur noch am streiten, weil er meint, dass es ihm zu viel wird, wenn wir jede Nacht beinander schlafen!
Ich verstehe ihn ja…aber ich hab solche ANGST! Er ist nur noch genervt…

Versteht ihr mich?

Wie komme ich wieder davon los, dass ich auch mal wieder alleine schlafen kann? Ich bin so hilflos..
Heute Abend wäre mal wieder so ne Nacht, die ich alleine schlafen muss. Wenn ich so was weis, mache ich mir den GANZEN Tag drüber Gedanken, wie die Nacht wird, wie viel Panikattacken ich kriege, ob ich morgen früh noch aufwache….usw….

Könnt ihr mir einen Rat geben? Wie ich das besser schaffe?

Danke
Rinii

06.03.2009 10:28 • 07.03.2009 #1


8 Antworten ↓


Hi Rinii,
kannst du deinen Angstvollen GEdanken exakt formulieren? dann tu das doch mal bitte hier. Dann kann ich dir vllt. helfen.
Liebe Grüße
Iris

06.03.2009 10:34 • #2



Das Allein sein bringt mich um!

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Meine angstvollen Gedanken formulieren ... okay... also...

Wenn ich abends alleine bin / dann im Bett liege, dann denk ich immer daran, dass ich sterbe.
Ich denke daran, dass wenn mein Freund da ist, un wenn mir dann was passiert, dass er mir ja dann helfen könnte...
ich liege im Bett und beobachte ständig meinen Körper..
ich denke daran morgens nicht mehr auszuwachen...
ich denke daran wie meine Beerdigung wohl aussehen wird...
ich steigere mich so da rein wenn ich alleine bin, dass ich ständige Attacken, Herzstolpern usw bekomme....


Kannst du da mit was anfangen?
Danke

06.03.2009 10:47 • #3


Na klar
Woran KÖNNTEST du denn sterben?
Was wird dich daran hindern, morgens wieder aufzuwachen?
Wie sähe deine beerdigung denn aus? Wären viele Freunde / Familienangehörige dabei?
Was ist an Herzstolpern gefährlich?
Diese Fragen an dich meine ich absolut ernst. Wir kommen schon dahinter , wie wir dir helfen können.

06.03.2009 10:50 • #4


Danke Iris, dass du mir hilfst!!



Naja woran könnte man alles sterben
also ich denke immer an Herztod/Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose, Bauchaortariss..usw.. die schlimmsten Sachen halt...
Un das ist es halt..ich denke immer ich bekomme sowas dann abend/nachts und wache morgens nicht mehr auf... bin nicht mehr da... kann mein Freund nie mehr sehn..

Meine Beerdigung? Herrje wenn ich da so genau dran denke, wird mir schlecht ich stell mir immer vor, wie mein Name auf dem Kreuz steht, wie mein Freund vor dem Grab steht und weint..
wenn mein Sarg in der Leichenhalle steht mit ganz vielen Blumen..
(ich bin im Musikverein) - ich stelle mir also vor, dass meine Musikerfreunde um mein Grab stehen.. und TIME TO SAY GOODBYE spielen....HORROR

Herzstolpern macht mir Angst.. ich weis das es an sich nix schlimmes is...
bei mir wurde halt festgestellt das meine eine Herzklappe nicht richtig schließt...da muss ich immer wieder dran denken und stelle mir dann vor, dass sie irgendwann mal gar nicht schließt...mein Herz stolpert und ich dann sterbe....

06.03.2009 10:59 • #5


Ich bin jetz erstmal offline, Iris
Freue mich trotzdem wenn du nochmal schreibst..
ich komme gegen nachmittag nochmal ins Forum!
LG !!
Rinii

06.03.2009 11:29 • #6


Ok , danke für die Antworten
Ich würde zu meinem Hausarzt gehen und mir bestätigen lassen, dass ich an "diesem" Herzfehler nicht sterben kann, wenn du das nicht schon längst getan hast.
Dann solltest du dir klar machen, dass Extrasystolen JEDER MEnsch hat und sie nur dir besonders auffallen, weil du einen sensiblen Körper hast.Das Wichtige: Umbewerten
Dann vielleicht der Gedanke: Sollte ich wirklich daran sterben,kann ich es durch" mir Sorgen machen " auch nicht verhindern und wenn es passieren sollte, hätte ich es eh hinter mir.
Dann die Vorstellung an die eigene Beerdigen stoppen. Sobald der Gedanke und die dazugehörigen Bilder auftauchen, SOFORT stoppen, zur Not rust du laut "Stopp" , oder klatscht in die Hände und denkst an etwas Neutrales, oder Angenehmes.
Vorsicht, dass kann sehr oft hin und her gehen, nicht nachlassen.
Wenn du sehr viel Angst hast, dann atme 2 mal tief durch und betrachte GENAU, was TATSÄCHLICH passiert, nicht , was du befürchtest. Beschreibe es, schreibe es auf, so genau wie möglich, egal wie es sich anhört. Und dann dneke dir : Na und?
Ich hoffe,ich konnte dir ein wenig helfen.
Liebe Grüße und Kopf hoch
Iris

06.03.2009 11:43 • #7


Hallo Rinii...Ich kenne das was Du schreibst aus eigener Erfahrung. Habe das alles selber mitgemacht.
Geh wie Chaoslady schon sagte, alles was Du meinst es sei nicht in Ordnung abklären beim Arzt, damit Du damit Deine Ruhe hast.
Als 2. Tipp kann ich Dir nur sagen, wie Du das losbekommst- ABFINDEN damit.
Abfinden, das man eben ein Mal stirbt. Aufhören den Körper zu beobachten, ich weiß das ist schwer, aber es geht!
Ich habe vor knapp 7 Monaten die Hölle mit GENAU soetwas mitgemacht. Jedes kribbeln war ein Schlaganfall, jeder Herzdruck/schmerz war ein Herzinfarkt usw..Das ist ein verdammter Teufelskreis, aus dem nur DU dir raushelfen kannst.
Ich denke heute anders, mir hat eine stationäre Therapie da rausgeholfen, und ich bin seitdem Angstfrei. D.h. Ich habe auch noch Symptome, Mal ein zwicken hier, mal eins da..Nur ÜBERbewerte ich das alles nicht mehr.
Und falls der Zeitpunkt gekommen ist andem wir gehen müssen, können wir auch nichts dran ändern..Ist eben so
Ausserdem ist ein schneller Herztod, oder einschlafen und nicht mehr aufwachen doch viel schöner als Krebs oder eine andere Krankheit zu haben, an der man noch lange Schmerzen hat und leidet (Sollte es denn so sein) - Dieser Spruch kommt von einem Therapeut, und Recht hat er.

Probiere in solchen Situationen Deine Aufmerksamkeit vom Körper wegzubringen. Das scheint schwer, aber es geht. Ich hatte übelste Panikattacken mit allem drum und dran..Und wenn ICH das geschafft habe, dann schaffst DU das auch
Und fange an sportlich aktiv zu werden..Kauf Dir Walking-Stöcke und ab gehts (Es gibt nichts besseres)

Liebe Grüße und alles Gute

06.03.2009 12:16 • #8


hallo Iris, hallo kiki....

Danke für eure aufbauenden Worte..
es hilft immer wieder ein bisschen.
Ich versuche mir es ein wenig einzuprägen was ihr da so geschrieben habt..

07.03.2009 11:11 • #9




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