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Meine Geschichte und wer ich bin.
Ich bin 1988 geboren, weiblich, Einzelkind und in einem guten Familienverhältnis aufgewachsen. Bis das Jahr 2009 kam schien auch alles in Ordnung. Und dann kam es Schlag auf Schlag. Anfang 2009 2 Todesfälle in der Familie (Oma und Großtante). Ja ich war überfordert damit. Konnte nicht mit der Situation, den Gegebenheiten umgehen. Ende Februar nach fast 1 Jahr Durchfall dann der nächste Schlag. Die Diagnose: Morbus Crohn. Vererbt durch meine Eltern.
In diesem Jahr ging es weiter. Ein weiterer Todesfall. Meine andere Oma starb. Mitte 2010 der nächste Todesfall. Mein Opa. Zwischendrin ich mit meiner chronischen Erkrankung. Meiner Fissur am Darm, die Gallenstein OP mit Gallenblasenentfernung.
2011 sind dann zwei weitere Menschen gestorben aus meiner Familie. Meine andere Großtante und meine Patentante (die Schwester meiner Mama). Das war an Weihnachten. Und zu guter Letzt war meine Mama an der Reihe. Am 5.4.2012 durfte sie nach 2 Monaten Lungenkrebskampf endlich Frieden finden. Mit 53 Jahren. Ihre Schwester war 51.
Ich habe Ängste, Ängste selbst zu sterben. Panik keine Luft zu bekommen. Mein Herz rast, der Puls pulsiert. Ich bin ständig damit beschäftigt diese Ängste weg zu massieren. Ich bin Verspannt, wahrscheinlich auch chronisch. Wenn ich das tue (mich am Nacken/ Schulter zu massieren) dann geht es mir ganz gut. Ich habe Angst vor dem Tod, Angst alleine zu sein. Ich lebe alleine und habe meinen Papa als einzige Bezugsquelle. Ich will nicht dran denken was ist, wenn er stirbt. Ich würde mir wahrscheinlich selbst das Leben nehmen. Nicht nochmal, nicht wieder, nicht schon wieder…. Alles durchmachen, mitmachen, verarbeiten.
Und da ist ja noch die Sache mit meiner Erkrankung. Ich fehle sehr sehr viel auf der Arbeit. Zu hören bekomme ich: Stell dich nicht so an. Ach komm, Augen zu und durch. NEIN! So leicht ist es eben nicht.
Ich nehme Opipramol nach Bedarf, Baldrian ist mein Begleiter. Dadurch bin ich Müde, etwas antriebslos.
2012 habe ich eine 3 wöchige Reha gemacht mit genau einem Psychologischen Gespräch. Er stellte mir die Klopf Technik vor. Am Anfang ganz toll. Mittlerweile wirkt sie nicht mehr. Die Ängste sind zu stark, sie kommen wieder und wieder. Soviel kann ich gar nicht Klopfen.
Meine akute Angst: Ich leide an Krebs. Magenschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Appetitlosigkeit aber auch das Gegenteil. Heißhungerattaken sind im Moment mein Begleiter. Ich habe Angst vor einem Geschwür, vor dem Tod, vor den Folgen. Angst mir kann keiner helfen. Mich nimmt Keiner ernst. Mein Hausarzt lächelt mich an und sagt mir was ich denn schon wieder hätte.
Man ich hasse mein Leben im Moment. Eigentlich bin ich ein typisches Waageweibchen. Harmoniebedürftig, Geduldig, Ruhig, … Manchmal will ich einfach nur Weinen und „zu Mama“. Dann hätten die Ängste wenigstens keine Chance mehr.