Hallo liebe Gemeinde,
ich habe lange überlegt, ob ich mich hier anmelden soll. Ich denke, es waren bestimmt 17 Minuten

Wie wohl viele hier, habe ich auch eine Angststörung. Wobei ich nicht mal weiß, ob ich nicht einfach nur (zu) ängstlich bin. Wo genau ist da die Abgrenzung?
Erstmal zu mir: Mein Name ist Christian und ich bin bereits sage und schreibe über 40 Jahre alt. Trotz meines immens hohen Alters, fühle ich mich noch verdammt jung. Wären da nicht die Probleme, die ich seit Jahren mit mir herum trage. Ansonsten bin ich freundlich, gewissenhaft, (meistens) ehrlich und fast immer gut gelaunt.
Zu meinem Problem:
Seit Jahren achte ich sehr auf Zeichen meines Körpers. Damals war es eine AIDS-Phobie, wobei es hierfür überhaupt keinen Anlass gab. Etwa 3 Jahre, 17 Tests(!) und eine Behandlung beim Psychologen später, ging es dann einigermaßen. Heute habe ich Frau und Kind und die Angst ist immer mal wieder vorhanden. Sie kommt jedoch Schubweise. Allerdings ist die HIV-Angst ausgestanden, dafür ist es jetzt Krebs. Macht die Sache auch nicht besser. Es sind nur die Krankheiten, die direkt oder indirekt zum Tode führen (könnten) vor denen ich Angst habe. Somit habe ich schlussendlich wohl eher Angst vor dem Tod und davor, dass er unmittelbar bevor steht.
Derzeit habe ich Schmerzen im rechten Bein und Druckschmerzen auf der rechten Seite meines Kopfes (oberhalb Hals bis unterhalb Auge). Das ist keine Einbildung. Es tut tatsächlich weh. Was danach folgt ist jedoch hoffentlich nur Einbildung, denn ich bin extremen Ängsten ausgesetzt, die ich einfach nicht abschalten kann. Ich denke, dass ich Knochenkrebs habe und er mich innerlich auffrisst. Angefangen hat es am Kopf und nun merke ich es am Bein. Ich habe Angst davor, meine Familie zu verlassen, da sie ohne mich finanziell aufgeschmissen wären. Ich will meine süße Tochter heranwachsen sehen und ich will für alle da sein. Ich bin noch nicht bereit zu gehen.
Ich denke immer: Was ist, wenn es diesmal kein Hirngespinst ist und ich vielleicht wirklich nicht mehr lange zu leben habe? Was passiert mit den Menschen, für die ich sterben würde?
Zu meiner Angst vor Krankheiten kommen diese Ängste noch hinzu und verstärkt das Ganze noch. Es ist alles so leicht geschrieben, aber tief in mir drin herrscht pures Chaos. Viele in diesem Forum werden mich sicherlich verstehen.
Gruß
Chris