Hallo zusammen,
ich lese schon einige Zeit mit und dachte mir es wird mal Zeit, dass ich mich auch registriere. Die Beiträge haben mir oft geholfen um runter zu kommen. Ich bin weiblich, 22, sehr sportlich (4mal Krafttraining und 2mal Ausdauer möchte zwei Halbmarathons dieses Jahr laufen) und studiere.
Seit ca. 3 Jahren habe ich eine Angst vor Krankheiten entwickelt mal schlimmer mal schlechter. Seit 2 Wochen ist sie aber so extrem wie noch nie zu vor.
Ich war auch schon seit 2 Jahren nicht mehr krank. Nicht mal erkältet oder so (Ich weiß nicht ob es stimmt aber seit dem ich kalt dusche, also mich am Ende kalt abdusche und eine bestimmte Atemübung täglich mache war ich nicht mehr krank)
Am 3.2 fing alles auf der Arbeit an. Ich bin aufgestanden habe mich gerichtet alles normal. Dann hat es auf der Arbeit angefangen, dass mir komisch kalt war und leicht schlecht. Habe mir nichts gedacht, aber es wurde immer stärker mit leichten Gliederschmerzen. Bin dann früher nach Hause gegangen. Musste von der Arbeit zum Bahnhof und vom Bahnhof noch 20min nach Hause laufen, da kein Bus kam. Ich war richtig verzweifelt, weil in zwei Tagen meine Prüfungen begonnen hatten. Habe mich dann hingelegt zum schlafen obwohl ich nicht richtig müde war. Nach 1 1/2 Stunden bin ich dann mit Kopfschmerzen, Puls 100-115 im liegen und stärkeren Gliederschmerzen aufgewacht. Habe nach einer Weile dann mal Fieber gemessen 39,4. War natürlich ein richtiger Schock für mich und dann habe ich natürlich gegoogelt und gelesen, dass es echt hoch ist etc. natürlich volle Panik bekommen. Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst angerufen, da war eine nette Ärztin die meinte ich soll eine Ibu nehmen und dann wird das wieder. Grippe kann es laut ihr nicht sein, da ich kein Schnupfen, Husten oder Halsweh habe, wahrscheinlich Magen-Darm. Habe dann die IBU 400 genommen und bin schlafen gegangen. Am nächsten Morgen war alles weg bis auf leichte Bauch/Magenschnerzen. Habe an dem Tag nichts gemacht. Am Tag danach hatte ich meine erste Prüfung also hat mich meine Schwester zur Hochschule gefahren und abgeholt. Danach waren wir noch Schuhe einkaufen aber da läuft man ja nicht viel und müde oder schlapp war ich auch nie, auch hatte ich nie Durchfall oder Erbrechen wie bei Magen-Darm.
Naja am Tag drauf war ich zum ersten Mal 20min spazieren, da ich es echt nicht mag nichts zu machen und dachte es schadet dem Kreislauf nicht. An dem Tag hatte ich auch wieder eine Prüfung und ein Spaziergang beruhigt mich. Mein Puls war zwar etwas höher aber dachte das ist normal nach so einem Infekt. Sonst habe ich nicht großartiges gemacht außer halt so Alltagsbewegung und musste halt vom Auto zum Gebäude laufen wo die Prüfung stattfand.
Tag 4 nach dem Infekt war ich wieder 30min spazieren, Puls auch manchmal etwas höher aber okay.
Tag 5 war ich im Stall bin da kurz 20 Minuten geritten und halt das normal rumlaufen. Abends war ich noch spazieren.
Tag 6 leichtes Oberkörpertraining im Gym mit weniger Gewicht, sowie Beintraining auch mit weniger Gewicht am Tag 7 Puls war kurz im Satz bei 165 fiel aber schnell auf 80-90 in der Pause.
Dann ging's los. Hatte so leichte Schmerzen am Knochen zwischen der Brust, natürlich gegoogelt und gleich Herzmuskelentzündung. Habe so eine Panik bekommen, dass ich zu früh zu viel gemacht habe. Natürlich auch unzählige Beiträge gelesen wo Leute schrieben, dass Bekannte gestorben sind weil es nicht erkannt wurde oder alle Untersuchungen unauffällig waren bis auf ein MRT. Habe richtig Panik bekommen. Am Tag 8 habe ich nichts gemacht außer googeln und meine Prüfung geschrieben. Bin danach zum Arzt habe ihm alles erzählt er hat mich abgehört und gemeint es ist alles gut. Habe auch eine Überweisung für eine Psychologen bekommen, da ich erzählt habe, dass es mich belastet seit 3 Jahren diese Angst.
Wir hatte schon vor paar Wochen für 2 Tag Skifahren gebucht, daher sind wir abends zum Skifahren gefahren. Ich natürlich die ganze Fahr gegoogelt, gelesen und Panik bekommen. Hatte nur an der linken Brust so ein Ziehen an der oberen Brust (vllt. vom Oberkörpertraining?) natürlich totale Panik, Puls die ganze Zeit kontrolliert auf meiner Garmin etc. Beim Skifahren war alles gut, das Brustziehen ging sogar weg. Puls eigentlich normal. Bei de Abfahren Max. 144 im Lift 77-85. Ich hatte aber immer die Panik, habe paar mal geweint wenn ich mit meinem Papa und meiner Schwester darüber geredet haben. Mir hat es aber immer Panik gemacht, dass mein Puls z.B nach dem Aufstehen im Bad bei über 100 war manchmal auch 120 beim Zähne putzen (Ist es die Angst oder nicht?) Im Nachhinein echt schade, da ich den Urlaub nicht genießen konnte. Mir ist Zeit mit meiner Familie echt wichtig.
Habe nach dem Skifahren für 12 Tage also bis jetzt Pause gemacht nur bisschen spazieren. Brustschmerzen waren nicht oft da. 2 Tage nach dem Skifahreb waren wir mit den Pferden spazieren. Puls war relativ normal aber als wir dann wieder im Stall waren hatte ich wieder in der Mitte so ein brennen.
Am Tag danach war ich bei einem privat Kardiologen, da ich es nicht mehr aushielt. Dort wurde ein Ruhe EKG gemacht, ein Belastungs EKG sowie ein Ultraschall gemacht. Alles unauffällig und die Ärztin meinte keine Myokarditis und die Schmerzen seien muskulär.
Mich hat das nicht wirklich beruhigt, da ich immer im Hinterkopf die Beiträge von den Leuten habe die gesagt haben alles war negativ außer das MRT. Puls war natürlich im Sitzen und beim laufen viel höher als sonst. Ruhepuls laut Garmin statt 48-53 bei 56-59.
Durch das viele googeln. Habe ich eine Angst bekommen, dass ich jede Sekunde am plötzlichen Herztod sterben könnte und mein Leben vorbei ist nur weil ich so dumm war und mich nicht auskuriert habe. Aber ich habe mich halt nie müde oder so gefühlt und bei Belastung war alles gut.
Naja bin dann wieder zum Hausarzt und wollte eigentlich, dass er mir Blut abnimmt. Hat er aber leider nicht gemacht, da er Werte hat 1 Woche vor meinem Infekt (wollte etwas gegen mein niedriges Ferritin unternehmen, weil es bei 17 liegt, aber es wird nichts gemacht weil ist ja noch im Normbereich) und man würde da ja sonst was sehen. Er gab mir aber eine Überweisung für ein Herzultraschall. Da hatte ich bei einem Arzt Glück und bekam sofort am nächsten Tag einen Termin.
Der Ultraschall war wieder unauffällig aber er hat mich sofort gefragt ob ich Eisenmangel hätte. Meinte vielleicht, mein Ferritin liegt bei 17. Dann meinte er ja er sieht mir das an und mein Puls sein so schnell. Er hat mir dann ein Rezept für eine Eiseninfusion gegeben, da ich meinte mein Hausarzt wollte nichts machen (Ferinject 500mg). Nach dem Termin war eigentlich alles gut und komischerweise war mein Puls etwas niedriger im Vergleich davor.
Nun ja kann ja nicht alles so schön bleiben

Erstmal in der Nacht durch einen komisches Gefühl in der Brust aufgewacht. Ich vermute ein Herzstolpern oder so, wahrscheinlich durch meine Panik. Hatte sowas davor nie.
Hatte mich vor lauter Panik auch mal für ein Selbstzahler MRT erkundig, also wie viel es kostet. Bei einer Praxis sollte ich meine Beschwerden schreiben, damit sie beurteilen können ob es nötig ist oder nicht. Habe den ganzen Ablauf geschrieben mit meinen Symptomen und auch dass mein Puls beim spazieren vorher 95-104 jetzt bei 108-120 liegt. Dann kam die Antwort ja ich kann kommen, da man eine Herzmuskelentzündung ausschließen sollte. Wusste jetzt aber nicht ob ich das machen soll oder nicht, Kontrastmittel hatte ich dann auch Angst da Schwermetall und kostet halt 700Euro, der Kardiologe hat schon über 400Euro gekostet. .
Habe dann lange überlegt und meine Familie meinte ich soll erstmal die Infusion machen, da die Beschwerden damit zusammen hängen könnte. Achso die musste ich auch noch selber bezahlen. daher MRT eher nein. Ich habe dann übers Wochenende wieder viel geweint bei meinem Freund, da ich so eine Angst habe, dass durch meinen Fehler unsere Zeit vorbei sein könnte. Diese Angst ist echt schlimm und fühlt sich es real an. Er konnte mich beruhigen und Claude (eine KI) meinte mit meinen Befunden ist eine schwerwiegende Herzmuskelentzündung die öfters zum Tod führt unwahrscheinlich und das eine vorliegt auch. Das konnte mich etwas beruhigen und siehe da Ruhepuls ging langsam runter auf 51 und generell war er auch beim spazieren niedriger. Ich kontrollieren diesen aber leider auch echt zwangshaft. Mein Freund meinte ich schaue alle 2 Minuten auf die Uhr. Ich merke auch wie angespannt ich bin, sobald ich gehe.
Bis auf Sonntag Nachmittag war dann alles gut. Wir waren mit dem Pferd spazieren. Mein Puls war sehr hoch im flachen 120 und berg runter 117. vielleicht war es Wiese Panik, da ich mir dachte okay wenn jetzt beim spazieren alles normal ist, dann muss ich mir keine Sorgen mehr machen. Als es leicht Berg hoch ging 155 aber wir hatten auch ein zügiges Tempo. Naja hab natürlich dann wieder das weinen angefangen weil ich so Angst bekommen habe. Hab es es vergleichen mit einer Aufzeichnung vor dem Infekt:
Vor dem Infekt durchschnittlicher Puls bei 98 mit Max. Puls von 130
Jetzt durchschnittlicher Puls 122 mit Max. Puls von 155.
Naja dann war es gestern soweit, ich hatte meine Infusion. Ware sehr aufgeregt wegen den Nebenwirkungen aber bissher ist alles gut. Eigentlich wollte ich den Arzt noch fragen ob er zur Beruhigung mit noch Blut abnehmen könnte, um zu schauen ob dort etwas erhöht ist was auf eine Herzmuskelentzündung schließen lässt. Da war er leider nicht so emphatisch obwohl ich erzählt habe, dass es mir nicht so gut ging mit der Angst die Tage. Er meinte ich habe das nicht und das kommt vom Eisen, auch die Schmerzen in der Brust etc. und da er die nächsten zwei Wochen im Urlaub ist kann ich erst ein Termin in 3 Wochen bekommen. Naja 3 Wochen sind zu spät weil es sind ja schon 3 Wochen seit meinem Infekt vergangen und ich habe gelesen die sind gar nicht so lang erhöht. Generell macht es mich unsicher, dass kein Arzt mein Blut untersuchen wollte.
Heute war ich wieder 30min spazieren. Puls relativ normal angefangen mit 95 dann ging er mal hoch auf 106 aber nicht mehr 120. Habe danach was gegessen und als Nachtisch ein Kindercountry. Dann ging es 30-45min danach los, mit einem Brennen wieder dort wo der Knochen ist zwischen der Brust.
Dann hatte ich wieder Angst, da ich gelesen hatte manche hatten brenne als Symptome und es kann auch das Herz sein. So Sodbrennen habe ich eigentlich fast nie aber was wenn es das war?
Naja, jetzt bin ich wieder voll in der Panik. Hinzu kommt das meine ,,Sicherheit" das MRT jetzt schwierig ist durch die Infusion, da diese das MRT beeinflussen kann. Habe auch Angst, dass durch die hohen Eisenwerte sich das Gadolinium vom Mittel löst und sich mehr in meinem Körper ablagert, nachher entwickle ich da noch eine Angst.
Kann mir vielleicht jemand helfen, sagt ihr es ist eher die Panik, Eisenmangel oder wirklich eine Herzmuskelentzündung?
Ich traue mich nicht wieder zu trainieren, obwohl es mir echt Spaß macht und ich für den Halbmarathon im Mai trainieren möchte, aber ich habe so Angst, dass ich anfange und dann Tod umfalle.
Hatte jemand Erfahrung mit einer Herzmuskelentzündung, würdet ihr sagen es kann sein oder nicht. Soll ich mir eine Zweitmeinung holen ? Oder soll ich es einfach akzeptieren und weiter machen? Mein Freund sagt auch ich bin in so einer Angstspirale.
Soll ich ein MRT nach 2 Wochen machen ?
Ich habe schon bestimmt gefühlt 20 Psychologen bei mir in der Umgebung angerufen aber alle sind voll oder melden sich nicht zurück.
Vielen Dank für eure Hilfe und Antworten und Entschuldigung für den langen Text
😅😊