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H

Hoffnungsschimm.
Mitglied

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Hallo zusammen,

ich stecke momentan leider sehr in der Angst vor Gebärmutterkrebs.

Seit einiger Zeit habe ich jeden Tag leicht bräunlichen bzw. rötlichen Ausfluss. Da ich auch viel Stress habe, habe ich das eine ganze Zeit als hormonelle Stressreaktion abgetan.
Leider ging es aber nicht weg.

Jetzt war ich beim Frauenarzt und wurde dort mittels Ultraschall und Abstrich (getestet auf Entzündungen und Bakterien) untersucht.
Alles ohne Befund.
Ende Oktober habe ich einen neuen Termin zum Vorsorgeabstrich.

Ich habe jetzt tierisch Angst, dass es etwas schlimmes ist und ich so lange gewartet habe, bis ich diesbezüglich etwas gesagt habe.

Die letzte Vorsorgeuntersuchung war (glaube ich) im März.

Reicht es aus den Termin erst im Oktober wahrzunehmen? Ich soll bis dahin einen Blutungskalender führen, aber diesen Ausfluss habe ich ja jeden Tag....

Hatte jemand schon mal ähnliches?

PS: Es sind keine Wechseljahre, ich bin Anfang 30. Ich verhüten nicht mit der Pille.

Liebe Grüße

16.09.2020 #1


49 Antworten ↓
L

littlemermaid
Gast

Zitat von Sarahh:
Ich hatte vor 3 Jahren auch eine Konisation und Gebärmutterspiegelung mit Ausschabung, weil ich einen Pap4a hatte. Gefunden haben sie in der Zytologie aber rein gar nix. Gestern habe ich einen Bericht gelesen, dass es wohl Quatsch wäre so nur durch eine Konisation zu bestätigen sondern dass man es in Form einer Bauchspiegelung bzw durch den Bauchnabel hätte machen sollen, weil man es so angeblich besser sehen würde. Ich habe es damals in der Uniklinik in Heidelberg machen lassen. Seid dem waren meine letzten Abstriche und das waren bestimmt 10 Stück danach gut. Ist das jetzt meine Hypochondrie die sagt, dass ich es nochmals durch eine Bauchspiegelung klären sollte oder ist meine Angst berechtigt?


Die Angst ist nicht berechtigt. Obwohl ich Verfechterin von solchen Aussagen bin, denn ich glaube, jedes Gefühl ist valide und berechtigt. Dass du jetzt Angst hast, ist okay und darf sein. Lass es zu und halte es aus.
Aus medizinischer Sicht: Die Leitlinien sagen, dass Konisation der nächste Schritt ist. Eine Laparoskopie ist ein weitaus invasiverer Eingriff und kein Standard bei abklärungswürdigen Befunden. Weil es bei den meisten ausreicht und Ergebnisse bringt, die der Wahrheit entsprechen. Nämlich entweder verändertes Gewebe oder eben keines. Ja natürlich gibt es auch die Fälle, in denen man genau das veränderte Gewebe bei der Koni nicht erwischt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist so schwindend gering, dass man allgemeingeltend gesagt hat, Koni ist die Methode, die zunächst gefahren wird.
Dass es immer auch einmal anders laufen kann, ist normal und das muss man annehmen. In der Medizin und auch sonst ist nichts 100% sicher. Gewebeproben können gutartig zurückkommen, sind aber in Wirklichkeit bösartig. Weil man zu wenig veränderte Zellen bei der Punktion erwischt hat oder ähnliches. Das alles kann natürlich vorkommen, aber es ist selten und auch die Medizin hat Grenzen.
Man muss den Ärzten einfach vertrauen. Wenn sie z.B. dem Pathologiebefund nicht trauen, weil sie sich vorher recht sicher waren, dass das was sie gesehen haben oder so entartet ist, werden sie eine zweite Punktion o.ä. anordnen. Das sind Erfahrungswerte. Ärzte denken ja auch mit und nehmen nicht nur das Ergebnis her ohne den kompletten Patienten mit der ganzen Geschichte dahinter zu sehen. Untersuchungen/Diagnostik werden dem individuellen Krankheitsbild und der Anamnese angepasst.
Dass es keine weiterführende Diagnostik gab bei dir, ist einfach nicht nötig gewesen aus Sicht der Gynäkologin. Und der solltest du vertrauen.
Außerdem: Ein Bericht schlägt nicht plötzlich die seit Jahren geltenden Richtlinien. Solche Berichte und neue Thesen/Studien tauchen regelmäßig auf und das ist ebenfalls normal. Aber bis sich flächendeckend etwas ändert, braucht es wesentlich mehr als nur die Annahme von wenigen Forschern.

19.08.2020 09:48 • x 1 #48


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A


Angst vor Gebärmutterkrebs

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Yannick

Yannick
Mitglied

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Hallo Bernstein,

Herzlich willkommen hier im Forum!
Bzw. herzlich willkommen zurück, wie man bei dir sagen muß. Es ist einerseits schade, dass du den Weg hierher zurückgefunden hast, weil die Ängste und Sorgen wieder zurück sind. Schöner wäre natürlich, du würdest sagen, dir geht es gut und du möchtest andere hier unterstützen.

Ich kann deine Angst vor einem Befund, vor allem im Zusammenhang mit Krebs gut verstehen. Bin selbst familiär sehr vorbelastet und ich gehe eigentlich sogar immer mehr davon aus, dass es mich mal "erwischen" wird, die Frage ist nur wann.
Aber gerade weil das Risiko zu erkranken erhöht ist, versuche ich regelmäßig an allen angebotenen Untersuchungen diesbezüglich teilzunehmen.

Das ist das, was du, was ich, was wir tun können. So wie es auch schon @Calima zuvor sagte.
Etwas herauszögern, nur weil es unangenehm ist, ja, weil es sogar Angst verursacht, macht es meistens nicht besser, sondern nur noch schlimmer. Rückblickend betrachtet war es in meinem Leben immer besser, Gewissheit zu haben, als zu lange in Unsicherheit und Ungenauigkeit zu leben.

Lieber ein "Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". Wink
Mit "Ende" meine ich hier, dass dieser Arzttermin womöglich erstmal die Auflösung einer deiner derzeitigen Ängste sein könnte! Vielleicht, so wünsche ich es dir, gibt der Arzt dir Entwarnung! Trost

Die "Warum"-Fragen sind übrigens fast immer nicht zu beantworten.
Sie sind Teil so vieler Leben. Viele werden hart getroffen, während andere "locker fröhlich" durchs Leben gehen. Manchmal nur augenscheinlich, manchmal scheint es wohl wirklich so zu sein. Warum? Ich habe auch keine Ahnung... Es ist wohl das Leben an sich, so mag eine Antwort lauten.
Wir alle können nur das Leben annehmen, so wie es ist. Es uns darin so gut wie möglich erträglich zu machen. Sich zu wehren, wenn einem etwas nicht gefällt.

Dafür brauchen wir Kraft und manchmal ist es schön, wenn uns jemand anderes im Leben beisteht. Ich hoffe, meine Worte hier helfen dir etwas als Beistand.
Und ich hoffe sehr, dass dein Lebenspartner dir auch physisch den Beistand gibt. Vielleicht kann er dich ja sogar zu deinem Termin begleiten oder hinbringen und wieder abholen. Also ich würde es tun, wenn ich jemanden hätte! Freunde

Hier wirst du sicher immer ein offenes Ohr finden, denn viele befinden sich in ähnlichen Situationen.

Liebe Grüße
Yannick

21.04.2020 21:25 • x 1 #37


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H
Ich habe natürlich den Fehler gemacht und angefangen zu googlen Sad

#2


H
Niemand der ähnliche Erfahrungen hat?

#3


R
Hallo,
ich hatte Gebärmutterhalskrebs und das war nicht an einem Ausfluß zu sehen. Wenn du alle 6 Monate zum Test gehst und die Abstriche immer Pap I oder II haben, dann ist auch nicht zu erwarten, daß plötzlich ein Krebs vorliegt. Das gilt natürlich nicht, wenn du schon einen III hattest, dann kann die Entwicklung von Krebs schneller gehen.
Auch mit Anfang 30 kann eine hormonelle Veränderung vor sich gehen. Die Wechseljahre können unterschiedlich früh oder unterschiedlich spät kommen und sie kommen vor allem nicht total genau zum 50. Geburtstag, sondern entwickeln sich meist im 30er Alter schleichend, bis sie dann irgendwann spürbar da sind, entweder durch Veränderung der Menstruation oder eben durch sämtlichste Wechseljahressymptome.
Hast du vielleicht Blasenbeschwerden? Das muß nicht gleich eine Blasenentzündung sein, aber Ausfluß kann auch eine Immunreaktion sein. Die Scheide schützt sich damit vor Harnwegskeimen. Das wäre dann auch nicht schlimm, wenn du keine Beschwerden hast. Trinkst dann einen Tag mal mehr und spülst mal durch. Dann kannst du ja sehen, ob sich das bessert.

x 1 #4


B
Liebe Hoffnungsschimmer,
solche Blutungen können schon mal vorkommen. Wenn dein Abstrich im März unauffällig war, so kannst du ganz getrost darauf vertrauen, dass es in Ordnung ist. Selbst ein PAP Abstrich mit 3 oder 4 ist noch lange kein Krebs. Und dein Abstrich war ohnehin im März in Ordnung. Ich selbst hatte nach über 2 Jahren ohne Blutung wieder eine kleine, rötlich braune Blutung. Hatte damals auch Angst, zumal ich ja über 2 Jahre nichts mehr hatte. Es waren einfach Miniblutungen, ausgelöst durch Hormonschwankungen!
Keine Angst, es ist nichts Schlimmes!
Alles Gute für dich! Tipp: Vll mal die Schilddrüse anschauen lassen, aber das wird der Arzt ohnehin empfehlen.

#5


H
Lieben Dank für eure Antworten!

Ich hoffe du hast den Krebs gut über standen, Reenchen?

Da ich im März beim Frauenarzt war, habe ich auch eher Angst, dass es etwas direkt in der Gebärmutter sein könnte.

Würdet ihr bis Oktober warten oder eher vorher noch mal hin?

#6


R
Zitat von Hoffnungsschimmer:
Würdet ihr bis Oktober warten oder eher vorher noch mal hin?

Da Oktober ja auch gleich ist, würde ich das zum Termin abwarten. Es besteht eigentlich kein Grund sofort hinzurennen, es sei denn, du bemerkst eine deutliche plötzliche Verschlechterung.

#7


H
Mh ich weiß es nicht....ich habe es wirklich jeden Tag...
Mache mir halt inzwischen große Sorgen, weil ich es schon so lange habe.

#8


T
HPV-Impfung und konsequenter Kond. ist wohl state of art.

Koitale Manipulation kann Ausflüße verursachen. Schmerzlose Beschwerden nur Monate nach der letzten Vorsorge solltest du als lästig abwarten. Wenn eine Terminvorverlegung möglich ist, dann hilft es dir vielleicht in dieser Frage.

#9


R
Zitat von Timo306:
HPV-Impfung und konsequenter Kond. ist wohl state of art.

Leider gibt es Gebärmutterkrebs nicht nur durch HPV oder anderer Übertragungsarten. Das ist dann auch nicht 'state of art'. Confused Wenn das nur so einfach wäre!

#10


H
Und es handelt sich bei mir auch nicht um postkoitale Blutungen....

Ich habe täglich "verfärbten" Ausfluss.Ebenfalls unabhängig vom Zyklustag.

Ich hoffe, dass die harmlose Erklärung dafür die Gynefix ist, mit der ich verhüte.
Ich habe sie jetzt allerdings 4 Jahre und anfangs keine Beschwerden dieser Art gehabt.

#11


T
Im Alter von 30 wäre es aber am Naheliegensten Edit: HPV

x 1 #12


H
Ich habe den Beitrag oben nochmal ergänzt

#13


T
ganz unabhängig von deiner Ausgangsfrage wären deine Beschwerden doch abzuklären

frag doch einfach nach einem Termin

#14


H
Wie in meinem 1.Beitrag geschrieben, war ich bereits bei der FÄ. Es wurde auf bakterielle Infektionen untersucht und eine Sonographie durchgeführt.
Alles war ohne Befund.
Ich soll im Oktober wieder kommen, zur Vorsorgeuntersuchung, und bis dahin "Tagebuch" führen.

Ich habe nur Angst, dass es etwas schlimmes ist und zu viel Zeit vergeht.

x 1 #15


R
Zitat von Timo306:
Im Alter von 30 wäre es aber am Naheliegensten Edit: HPV

Nicht durch HPV induzierten Krebs dürfte das Alter einer Frau nicht interessieren.

#16


T
Ich verstehe dich ja, Reenchen.

Dennoch ist die Möglichkeit der HPV Impfung ein Durchbruch in der Medizin, die in Kombination mit Kond. erheblich das Risiko von Gebärmutterhalskrebs senken kann.

Deshalb habe ich es so betont.

x 1 #17

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R
Zitat von Timo306:
Ich verstehe dich ja, Reenchen.

Dennoch ist die Möglichkeit der HPV Impfung ein Durchbruch in der Medizin, die in Kombination mit Kond. erheblich das Risiko von Gebärmutterhalskrebs senken kann.

Deshalb habe ich es so betont.

Ja, aber wie paßt das jetzt zum Thema? Es geht nicht darum, Krebs zu bekommen. Offtopic Und du kannst auch keinen Gebärmutterkrebs bekommen, weil du eigentlich keine Gebärmutter haben dürftest und sicherlich hast du auch keine HPV-Impfung bekommen. Aber du könntest HPV haben, also worüber wollen wir jetzt schreiben? stirnrunzeln

#18


T

R
Oh, Mann anbeten

#20


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Dr. Matthias Nagel
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