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Hi,

habe gestern die Einladung zur Mammographie für Frauen ab 50 Jahren bekommen. Ich wusste, dass dieses Schreiben jetzt kommt. Ich habe keine Beschwerden und war noch im Oktober zum Brustabtasten bei meiner Frauenärztin. In 3 Wochen ist der Termin und ich habe jetzt schon wieder totale Angst, dass da etwas gefunden wird. Wer von euch war auch in dieser Situation und wie habt ihr euch beruhigt? Es ist zwar freiwillig dort hinzugehen, aber geht man nicht, macht man sich auch verrückt.

08.11.2017 16:38 • 22.05.2019 #1


24 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Sonny48:
Wer von euch war auch in dieser Situation und wie habt ihr euch beruhigt?


Ich war schon dreimal, aber ich war eigentlich nie wirklich beunruhigt. Bei uns in der Familie ist noch nie Brustkrebs vorgekommen.
Ich hatte allerdings vor ca. 15 Jahren eine unangenehme Erfahrung. Ich hatte neben der Brutwarze einen Knoten ertastet und bin mit voller Angst damit zur Frauenärztin. Es ist aber nur eine Zyste. Sie immer noch da.

08.11.2017 16:49 • x 2 #2



Angst vor dem Ergebnis der Mammographie

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Zitat von Sonny48:
Hi,

habe gestern die Einladung zur Mammographie für Frauen ab 50 Jahren bekommen. Ich wusste, dass dieses Schreiben jetzt kommt. Ich habe keine Beschwerden und war noch im Oktober zum Brustabtasten bei meiner Frauenärztin. In 3 Wochen ist der Termin und ich habe jetzt schon wieder totale Angst, dass da etwas gefunden wird. Wer von euch war auch in dieser Situation und wie habt ihr euch beruhigt? Es ist zwar freiwillig dort hinzugehen, aber geht man nicht, macht man sich auch verrückt.


Liebe Sonny,

ich bin 55 und erwarte Anfang nächsten Jahres die vierte Einladung zum Mammographie-Screening.
Bisher waren alle Mammographien in Ordnung.

Auch bei dir ist die Wahrscheinlichkeit eines Befundes extrem gering.
Du hast keine Beschwerden und warst erst im Oktober zum Abtasten beim Frauenarzt.

Aber ich kann deine Angst sehr, sehr gut nachempfinden.
Ich finde dieses Mammographie-Screening einfach nur grauenvoll.
Die Röntgenuntersuchung ansich ist für mich überhaupt kein Problem.
Aber das tagelange Warten auf den Brief mit dem Befund ist für Angstkandidaten, wie wir es sind, der blanke Horror.

Ich habe schon oft darüber nachgedacht, mich aus dem Screeningprogramm auszuklinken, zumal ja immer wieder die Sinnhaftigkeit dieser Reihenuntersuchung in Frage gestellt wird.
Aber wenn ich das täte, würde ich mich wahrscheinlich permanent mit einem schlechten Gewissen und einer noch stärkeren Angst vor Brustkrebs herumquälen.

Um diese blöden drei Wochen bis zum Termin zu verkürzen, könntest du dir einen früheren Termin geben lassen.

08.11.2017 16:56 • x 2 #3


Vielen Dank für eure netten Antworten. Ich weiß auch nicht, was das immer ist. Ich bin im September 50 geworden. war dann, wie oben geschrieben, bei der Frauenärztin. Sie gab mir auch direkt den Test für diese Darmkrebsvorsorge ( ob Blut im Stuhl ist ). Habe es auch sofort am nächsten Tag zurückgebracht. Auch wieder eine Woche total irre wegen des Ergebnisses. Dasselbe habe ich, wenn ich nur Blut abgenommen kriege. Ist doch krank, oder?

08.11.2017 17:39 • #4


Zitat von Sonny48:
Vielen Dank für eure netten Antworten. Ich weiß auch nicht, was das immer ist. Ich bin im September 50 geworden. war dann, wie oben geschrieben, bei der Frauenärztin. Sie gab mir auch direkt den Test für diese Darmkrebsvorsorge ( ob Blut im Stuhl ist ). Habe es auch sofort am nächsten Tag zurückgebracht. Auch wieder eine Woche total irre wegen des Ergebnisses. Dasselbe habe ich, wenn ich nur Blut abgenommen kriege. Ist doch krank, oder?


Ich bin da genauso wie du.

Bei mir stehen im März/April einige Vorsorgeuntersuchungen an: Haut-Check beim Dermatologen, Augenarzt, Frauenarzt, Mammographie, Check-Up beim Internisten und Zahnarzt.

Ich bekomme jetzt schon schlechte Laune und Panik, wenn ich nur daran denke.
Egal ob Pap-Abstrich, Muttermalkontrolle oder Blutuntersuchung - ich befürchte immer eine schlimme Diagnose.

Immerhin werde ich mir diesmal beim Frauenarzt den Blut-im-Stuhl-Test sparen, weil ich im Februar zur Darmspiegelung (auf die man ab 55 Anspruch hat) war.

Du kannst dir gar nicht vorstellen, wieviel Angst ich vor dem Ergebnis der Darmspiegelung hatte.

08.11.2017 18:01 • #5


Doch, kann ich mir vorstellen. Ich bin in psychologischer Behandlung und habe der Therapeutin auch von diesen Ängsten vor schlimmen Krankheiten erzählt. Die Antwort war nur, dass es doch besser wäre, wenn im Fruhstadium etwas entdeckt wird. Und ich wäre halt jetzt in dem Alter wo man diese Untersuchungen machen sollte. Keine gro0e Hilfe für mich. Ich wünsche dir für deine anstehenden Untersuchungen alles Gute!

08.11.2017 18:41 • x 1 #6


guteFee
Ach @Sonny48
Ich reiche Dir die Hand..
Wir müssen irgendwie verwandt sein.

Ich habe noch nicht mal die Einladung (müsste demnächst kommen), und mache mich schon verrückt

08.11.2017 18:44 • #7


Danke, guteFee, tut schon gut zu lesen, dass es Leidensgenossen gibt. Ich wünsche allen, dass sie nicht solche Gedanken haben. ist echt nicht schön.

08.11.2017 18:48 • x 1 #8


Uropanoel
Wenn man am Tag der Mammographie Brustkrebsfrei ist kannst du froh sein, aber es können sich danach Zellen entarten, wie bei meiner Cousine.
Sie war immer bei der Mammographie und an dem Tag war immer alles in bester Ordnung, sie hätte lieber regelmäßig zum Frauenarzt gehen sollen, oder sich selbst regelmäßig die Brüste abtasten sollen. Das tat sie aber nicht und nun ist sie nicht mehr.

Meine Frau ist über 60Jahre und ist regelmäßig zur Mammographie gegangen, aber nun geht sie dort nicht mehr hin auch nicht auf meinen zuraten.
Sie tastet regelmäßig selbst ihre Brüste ab und weiß dann genau wenn da irgendetwas nicht stimmen würde. Und dann sofort zum Arzt, so hat es auch ihre Schwester gemacht und eine Zyste ertastet.

Also verlasst euch nicht nur auf die Mammographie, tut selbst etwas. Dann seid ihr immer auf der richtigen Seite.

08.11.2017 19:33 • #9


Zitat von opanuel:
Wenn man am Tag der Mammographie Brustkrebsfrei ist kannst du froh sein, aber es können sich danach Zellen entarten, wie bei meiner Cousine.
Sie war immer bei der Mammographie und an dem Tag war immer alles in bester Ordnung, sie hätte lieber regelmäßig zum Frauenarzt gehen sollen, oder sich selbst regelmäßig die Brüste abtasten sollen. Das tat sie aber nicht und nun ist sie nicht mehr.

Meine Frau ist über 60Jahre und ist regelmäßig zur Mammographie gegangen, aber nun geht sie dort nicht mehr hin auch nicht auf meinen zuraten.
Sie tastet regelmäßig selbst ihre Brüste ab und weiß dann genau wenn da irgendetwas nicht stimmen würde. Und dann sofort zum Arzt, so hat es auch ihre Schwester gemacht und eine Zyste ertastet.

Also verlasst euch nicht nur auf die Mammographie, tut selbst etwas. Dann seid ihr immer auf der richtigen Seite.


Ich kenne leider auch einige solcher Fälle.
Die Mammographie ist nur eine Momentaufnahme.

Das regelmäßige Selbstabtasten hat außerdem den Vorteil, dass man mit der Zeit ein Gefühl für die Beschaffenheit der eigenen Brust bekommt und deshalb Veränderungen sehr schnell wahrnimmt.

Ich habe in einem Bericht gelesen, dass die allermeisten Tumore von den betroffenen Frauen selbst ertastet werden.

09.11.2017 09:31 • #10


Danke für eure Antworten. Ich taste meine Brust auch immer selber ab. Bis jetzt habe ich nie eine Veränderung festgestellt. Ich habe sehr weiches Bindegewebe, was dabei natürlich ein Vorteil ist. Außerdem werde ich 2x im Jahr vom FA abgetastet. Trotzdem kann man ja nicht alles ertasten. Es heisst, dass eine Mammographie auch Stecknadelkopf kleine Tumore erkennt. Deshalb habe ich leider so Angst vor dem Ergebnis.

09.11.2017 15:09 • #11


IchWillPositiv
Ich möchte auch von meinem "Erlebnis" berichten. Auch ich bekam zu meinem 50. die Einladung zur Mammografie. Auch ich geh regelmäßig zum Gyn, der die Brust abtastet.
Wenige Tage nach der Mammo wurde ich von der Praxis angerufen: Ich müsste nochmal kommen, da ist was.
Ich war natürlich völlig durch. Eswurde dann eine Clip gesetzt (ein Metallstück wurde an die Stelle gesetzt, wo etwas auffälliges war.) Dann sollte ich auch noch mit meinem Partner zur Besprechung, der im Wartezimmer gewartet hat. Ich war völlig durch, sah mich schon ohne Brüste, ohne Haare mit Chemo....
Es wurde etwas entdeckt. Eine Milchdrüse, die im Begriff ist zu entarten. Also eine Vorstufe von Krebs "Mammakarzinom in Lauerstellung".
Kann entarten, muss aber nicht. Ich habe mich dann zur OP entschieden. Es war ein Miniteil, mit gesunden Brustgewebe rundherum waren es keine 5g, die entfernt wurden. Ich war nur eine Nacht im Krankenhaus, das Schlimmste war der Drainageschlauch, der mir richtig weh tat.
Die Brust brauchte ein Jahr, um wieder komplett weich zu werden, jetzt nach 13 Monaten sieht man selbst die Narbe nur noch, wenn man es weiß.
Nächste Woche steht wieder eine Mammo an.
Ich bin total nervös, schon jetzt. Aber es beruhigt mich auch zu wissen, dass man so gründlich untersucht wird und schon minimalste Veränderungen gesehen werden.
Wäre ich nicht gegangen...... Wer weiß, was dann passiert wäre?

10.11.2017 08:53 • #12


Zitat von IchWillPositiv:
Ich möchte auch von meinem "Erlebnis" berichten. Auch ich bekam zu meinem 50. die Einladung zur Mammografie. Auch ich geh regelmäßig zum Gyn, der die Brust abtastet.
Wenige Tage nach der Mammo wurde ich von der Praxis angerufen: Ich müsste nochmal kommen, da ist was.
Ich war natürlich völlig durch. Eswurde dann eine Clip gesetzt (ein Metallstück wurde an die Stelle gesetzt, wo etwas auffälliges war.) Dann sollte ich auch noch mit meinem Partner zur Besprechung, der im Wartezimmer gewartet hat. Ich war völlig durch, sah mich schon ohne Brüste, ohne Haare mit Chemo....
Es wurde etwas entdeckt. Eine Milchdrüse, die im Begriff ist zu entarten. Also eine Vorstufe von Krebs "Mammakarzinom in Lauerstellung".
Kann entarten, muss aber nicht. Ich habe mich dann zur OP entschieden. Es war ein Miniteil, mit gesunden Brustgewebe rundherum waren es keine 5g, die entfernt wurden. Ich war nur eine Nacht im Krankenhaus, das Schlimmste war der Drainageschlauch, der mir richtig weh tat.
Die Brust brauchte ein Jahr, um wieder komplett weich zu werden, jetzt nach 13 Monaten sieht man selbst die Narbe nur noch, wenn man es weiß.
Nächste Woche steht wieder eine Mammo an.
Ich bin total nervös, schon jetzt. Aber es beruhigt mich auch zu wissen, dass man so gründlich untersucht wird und schon minimalste Veränderungen gesehen werden.
Wäre ich nicht gegangen...... Wer weiß, was dann passiert wäre?


Liebe IchWillPositiv,

ich kenne auch eine Frau, die genau zur richtigen Zeit die Einladung zur Mammographie wahrgenommen hat und bei der ein Minimalbefund erfolgreich behandelt wurde.

Bei dieser Frau gab es danach keine weiteren Eingriffe und ihre Brust ist völlig gesund.

Bei dir wird es genauso sein.
Die auffällige Milchdrüse wurde entfernt und damit ist die Gefahr gebannt.
Und in deinem Fall weiß man ja noch nicht mal, ob es jemals zu einer Entartung des Gewebes gekommen wäre.

Das Entfernen der Milchdrüse war also nur eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Bei der Mammographie nächste Woche wird bestimmt alles gut sein.
Aber ich kann deine Nervosität natürlich sehr gut nachvollziehen.

10.11.2017 09:55 • x 1 #13


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Perle - 14.05 17:53:10

Hallo, ich war Dienstag letzter Woche beim Mammographie Screening (bin 50 und hatte die Einladung erhalten) und habe gelesen, dass die Antwort innerhalb von sieben Tagen erfolgen sollte. Meine Angst schaukelt sich jetzt langsam hoch und ich gehe immer mit bebendem Herzen zum Briefkasten - bisher kam keine Post. Könnte Ihr mir sagen wie lange Ihr auf Antwort warten musstet? Ich mache mich gerade selbst ganz verrückt. Danke für Eure Antworten! LG Perle

14.05.2019 18:32 • #14


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Schlaflose - 14.05 19:26:54
Wenn etwas ist, kommt das Schreiben nach 2-3 Tagen. Bei meinem ersten Mal war das so, weil die Zyste entdeckt wurde, die ich schon lange vorher hatte, aber vergessen hatte zu erwähnen. Ichxwurde zu einem Ultraschall bestellt. Die nächsten Male dauerte es viel länger. Also, wenn du noch nichts gehört hast, ist das ein gutes Zeichen.

15.05.2019 08:23 • #15


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Perle - 14.05 19:49:55
Hallo Schlaflose,

ich versuche, mich an Deinen Worten festzuhalten.

Die Konsensuskonferenz, bei der auffällige Bilder besprochen werden, findet einmal pro Woche statt und ich habe nun Angst, dass die Antwort deswegen auf sich warten lässt. Oh man, furchtbar.

LG Perle

15.05.2019 08:28 • #16


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Franse - 14.05 22:02:23
Für mich ist das auch ein Horror - jedes Mal. Ich bin 35 und habe schon seit 15 Jahren mit diversen Zysten & Fibroadenomen zu kämpfen. Letztere sind alle durch Stanze abgesichert. Auch jedes Mal ein Kampf. Tagelanges bangen um das Ergebnis. Heute war ich wieder zur Krebsvorsorge und zum Brustultraschall, was ich 2x jährlich durchführen lasse. Alles OK. Ich lag nass geschwitzt auf der Liege. Meine Ärztin musste mich erst mal beruhigen. Blutdruck 150 zu 91 und sonst ist er immer zu niedrig. Das macht mich fertig.

15.05.2019 08:41 • #17

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AngieAngsthase - 14.05 23:31:16
Ich helfe mir bei allen anstehenden Untersuchungen indem ich mir sage, das Ergebnis wird sich nicht ändern, wenn ich
in Angst und Panik verfalle.
Also warte ich ab und schaffe es so tatsächlich ruhig und gelassen zu bleiben.

Es ist einen Versuch wert, versuch es mal

15.05.2019 08:51 • #18


Perle
Nun habe ich den Brief erhalten und muss dort nächsten Mittwoch zum Ultraschall erscheinen. Ich fühle mich gerade richtig schlecht. Wieviel Mist kann ein Mensch ertragen?

LG Perle

15.05.2019 17:24 • #19


Noch länger warten... - das Gefühl kenne ich und es ist wirklich nicht schön. ABER: auch ein Termin zum Ultraschall heisst ja noch nichts Schlimmes. Es gibt zig andere Möglichkeiten, die nichts mit Krebs zu tun haben. Dir bleibt jetzt eh nichts über, außer auf nächste Woche zu warten. Und Du wirst sehen, alles wird gut! Fühl Dich gedrückt...

15.05.2019 17:36 • x 1 #20



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