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Hallo ihr lieben. Zu erst mal sooorry für den langen Text, aber ich wollte nichts auslassen. Ich vermute bzw habe den Verdacht, dass ich an
einer Motor Neuronen Krankheit erkrankt sein könnte
Ich wäre sehr dankbar über Meinungen.

Ich schildere mal meinen detaillierten Verlauf...

Nach einigen Monaten mit viel Stress und einigen Panikatacken ( 1998 und 2003 am Herz ablatiert worden, wegen Herzrasens und seit dem immer mal wieder Herzangst)
wachte ich im Februar 2016 Nachts öfter auf mit stark zitternden Oberschenkeln ohne erkennbare Ursache.
Darauf hin bekam ich wieder Panikatacken und habe mich in die Psychiatrie einweisen lassen.

Mein Zustand besserte sich zunächst in der Klinik, kein zittern mehr durch Medikamente (SSRI und Lyrika)und guter Psychotherapie. Bald jedoch bekam das erste mal im meinem Leben ein häufiges Muskelzucken im linken Oberarm.. Dieses weitete sich mit den Wochen und Monaten auf den ganzen Körper aus.. Die Ärzte in der Psychiatrie meinten wäre alles psychisch und untersuchten mich nicht weiter neurologisch.

Da mein kardiologe mir von dem Antidepressiva abgeraten hat, wegen leichten EKG Veränderungen und ich auch relativ stabil war und auch dachte dass vielleicht das Muskelzucken, welches wenige Tage nach den AD'S eingesetzt hatte verschwinden würde, setze ich das Ad und Lyrika langsam wieder ab.

Doch dem war leider nicht so.. Ganz im Gegenteil. Das zucken wurde im wellenartigen Verlauf immer schlimmer trotz Psychotherapie! Und da ich jetzt schon viele Monate keine Medis mehr nehme und es immer schlimmer wird zur Zeit, (permanent vorhanden oft auch nachts)
Glaube ich nicht an einen Zusammenhang der Medis..

Gerade die Letzten Wochen hat es sich massiv gesteigert und meine muskeln fühlen sich merkwürdig an. Auch bin ich ständig müde und nicht mehr so Leistungsfähigkeit so kommt es mir vor. Seit einigen Wochen zucke auch meine Finger und Daumenmuskel. Auch ist mir aufgefallen dass die Muskeln mit höherer Frequenz zucken als am Anfang. Am häufigsten zucken Oberschenkel, linke Wade, Schienbein, Arme, Füße, und Latissimus also die distalen Muskeln. Selten auch mal Gesicht aber nie das Augenlid.

Ich habe mal bei YT Videos vom benign faciculation syndrome gesehen, aber dort zuckt es meistens an den Waden, so als wären Würmer unter der Haut. Das ist bei mir aber überhaupt nicht der Fall.
Es sieht eher so aus von den Faszikulationen und deren
Frequenz wie bei Als Patienten, nur 'noch' nicht ganz so krass.
Auch habe ich massive Schlafstörungen in letzter Zeit und werde Luft schnappend wach.. Ich hab auch das Gefühl tagsüber nicht richtig durch atmen zu können.ich habe zZ schmerzen beim Husten im oberen Rücken und ab und zu im Zwerchfellbereich und fühle mich einfach völlig schlecht..



Mitte Juni begab ich mich zu einem niedergelassen Neurologen, welcher mich klinisch untersuchte mit Reflexen usw und ein Emg machte...Ohne Befund. Als die Symptomatik immernoch vorhanden war, suchte ich ihn Mitte Dezember nochmals auf. Da hat er noch ein EMG von sämtlichen Muskeln gemacht. Am Daumen und Unterarm 2 Elektroden angebracht und Strom abgegeben um die Reizantwort zu messen. Uch nehme an, dass es das NLG war.. wiederum ohne Befund wie er sagte...
Er sagte ich könne ein Termin in einer Muskelambulanz in Wiesbaden machen, aber er wüsste nicht ob das die Kassen übernehmen, denn diese sei sehr teuer. Ich werde das mit meiner Kasse besprechen müssen...

Zwischenzeitlich war ich wegen dem Zucken so am Ende, dass ich jetzt wieder auf AD'S bin. Und nun warte ich auf den Termin in der Dkd Muskelambulanz, wenn meine gesetzliche Kasse ihn denn bewilligt..

Ich weiß ja, dass 'wenn' es ALS sein sollte, ich sowieso nicht viel dagegen machen kann aber diese Ungewissheit macht einen Kaputt.. Sicher, man kann jeden Moment am Infarkt oder einem Unfall sterben aber, diese zuckenden Muskeln machen einen psychisch fertig... Das die Psyche mal ein kleines zucken am Augenlid verursachen kann kenne ich ja, aber im ganzen Körper so umfangreich?!?!? Kann ich nicht glauben...
Bei sehr vielen Als Erfahrungen fing ja alles mit Zuckungen an... Eine Krasse Schwäche einzelner Gliedmaßen spüre ich bis jetzt noch nicht
.
Ich bin 37 Jahre, männlich trieb viel Sport, Fahrrad, fitnessstudio und hatte bisher folgende Vorerkrankungen:
Als Jugendlicher war ich Adipös. Ex Raucher.
Seit Kindheit anfallsweises Herzrasen welches 2003 erfolgreich ablatiert wurde (AVNRT) Im Jugendalter Depressionen und immer mal wieder Angstzustände persistierend.
2012 Lungentuberkulose mit ca 8 monatiger Antibiotika Gabe(ethambutol, pyrazinamit, isoniazid, rifampicin)
2015 Kalkschulteroperation rechts (bis heute schmerzen)


So ich hoffe dass sich jemand die zeit nimmt und meinen ellenlangen Text mal überfliegt und etwas dazu sagen kann.... bzw ähnliche Erfahrungen gemacht hat

LG

13.02.2017 22:27 • 01.03.2017 #1


29 Antworten ↓


Gerd1965
Hallo,

ein generalisiertes Faszikulieren ist mit Sicherheit von der Psyche auslösbar.
Da spreche ich aus Erfahrung. Meine benignen Faszikulationen in beiden Waden begannen vor mehr als 30 Jahren.
Damals, als meine ALS Angst enorm war, begann auch der Körper zu reagieren. Faszikulationen am ganzen Körper, ich war fertig mit der Welt und war mir sicher an ALS erkrankt zu sein.
Eine Behandlung mit AD (Sertralin) wurde gestartet und selbstständig habe ich Chakrenmeditation erlernt und durchgeführt.
Das generalisierte Zucken verbesserte sich binnen 6 Monaten. Meine Psyche wurde stabiler.
Jetzt nach 30 Jahren lehne ich mich voll und ganz zurück, die Wadenfaszikulationen sind 24 Stunden am Tag permanent vorhanden und ich ordne sie als benigne Faszikulationen ein.
Symptome einer ALS sind für den Patienten erst erkenntlich, wenn 30-40 % der Motoneurone "untergegangen" sind.
Also deine EMG waren nicht pathologisch, deine Faszikulationen aber schon da.
Daraus folgt eindeutig, wenn 30%-40% der Motoneuronen bereits "kaputt" sind, ist ein "sauberes" EMG mit größter Sicherheit ein Zeichen, dass eine ALS Erkrankung (keine Denervierungszeichen) ausschließbar ist.
Dein Cardiologe hat dir von einem AD abgeraten. Meine Meinung dazu, dieser Arzt sollte unbedingt seine Äußerungen auf sein Fachgebiet beschränken, natürlich ist es wichtig, bei einer EKG Veränderung zu reagieren, aber das ganze ist mit einer Wirkstoffänderung des AD leicht zu beherrschen.

Typische Zeichen einer ALS Erkrankung sind klinische Schwächen, die sich permanent verschlechtern und auf die andere Körperhälfte ausbreiten, und auch nur dann, wenn einige gleichverlaufende, oft ganz gut behandelbare andere Erkrankungen ausgeschlossen worden sind.

Momentan wird sehr geforscht, um frühzeitig pathologische Eiweiße in den Nervenzellen bildgebend darzustellen.
Solange aber das nicht möglich ist, ist und bleibt ALS eine Ausschlußdiagnose.

Ich hoffe, dass ich dir mit meiner Erfahrung weiterhelfen konnte.

13.02.2017 22:59 • x 1 #2



Angst doch an einer ALS oder ähnliches erkrankt zu sein

x 3


Hallo, so wie Gerd schon schrieb,geht doch ALS üblicherweise eine Schwäche einher, bzw.ist das erste Zeichen. Zu dieser Schwäche gesellen sich dann irgendwann Muskelzuckungen.
Ich wusste gar nicht,dass die Zuckungen bei ALS anders aussehen. Da kriege ich nun Angst. Bei mir sind es auch keine "Würmer" die unter der Haut kriechen,sondern richtiges zucken. Auch überall.
Das mit dem nachts Luft schnappend aufwachen kenne ich. Derzeit habe ich das auch öfter. Hatte es früher aber auch schon phasenweise. Auch das Gefühl nicht richtig durchatmen zu können,kenne ich.Hatte ich im Herbst schonmal, dann war's weg, nun ist's wieder da. Wobei heute den ganzen Tag fast gar nicht.Bestimmt geht's gleich los,wenn ich dran denke.
Du hattest schon 2 EMGs,das ist doch gut. Hatte ich noch nicht. Und das deine sonstigen neurologischen Untersuchungen ohne Befund sind, klingt doch auch super.

14.02.2017 18:51 • #3


Machst du noch Sport?Ich habe bemerkt,dass Bewegung mein Muskelzucken reduziert. Ich war immer so 60km in der Woche joggen.Habe das dann von heute auf morgen drastisch reduziert,weil ne Logopädin bei der ich war mir sagte,dass ich bei ALS nicht mehr so viel joggen könnte,da ich Atemprobleme hätte(war beruhigend gemeint-bewirkte bei mir das Gegenteil). Tja,ein paar Tage später war's dann so weit.Ich dachte ich kann nicht mehr atmen. Bin jetzt wieder dabei mehr Sport zu machen. Ich schaffe auch ne Stunde am Stück zu joggen,also muss ich ja noch atmen können.
Abgst habe ich trotzdem, dass ich doch ALS habe und nicht Psyche verrückt spielt.

14.02.2017 18:59 • #4


Zitat von Gerd52:
Hallo,

ein generalisiertes Faszikulieren ist mit Sicherheit von der Psyche auslösbar.
Da spreche ich aus Erfahrung. Meine benignen Faszikulationen in beiden Waden begannen vor mehr als 30 Jahren.
Damals, als meine ALS Angst enorm war, begann auch der Körper zu reagieren. Faszikulationen am ganzen Körper, ich war fertig mit der Welt und war mir sicher an ALS erkrankt zu sein.
Eine Behandlung mit AD (Sertralin) wurde gestartet und selbstständig habe ich Chakrenmeditation erlernt und durchgeführt.
Das generalisierte Zucken verbesserte sich binnen 6 Monaten. Meine Psyche wurde stabiler.
Jetzt nach 30 Jahren lehne ich mich voll und ganz zurück, die Wadenfaszikulationen sind 24 Stunden am Tag permanent vorhanden und ich ordne sie als benigne Faszikulationen ein.
Symptome einer ALS sind für den Patienten erst erkenntlich, wenn 30-40 % der Motoneurone "untergegangen" sind.
Also deine EMG waren nicht pathologisch, deine Faszikulationen aber schon da.
Daraus folgt eindeutig, wenn 30%-40% der Motoneuronen bereits "kaputt" sind, ist ein "sauberes" EMG mit größter Sicherheit ein Zeichen, dass eine ALS Erkrankung (keine Denervierungszeichen) ausschließbar ist.
Dein Cardiologe hat dir von einem AD abgeraten. Meine Meinung dazu, dieser Arzt sollte unbedingt seine Äußerungen auf sein Fachgebiet beschränken, natürlich ist es wichtig, bei einer EKG Veränderung zu reagieren, aber das ganze ist mit einer Wirkstoffänderung des AD leicht zu beherrschen.

Typische Zeichen einer ALS Erkrankung sind klinische Schwächen, die sich permanent verschlechtern und auf die andere Körperhälfte ausbreiten, und auch nur dann, wenn einige gleichverlaufende, oft ganz gut behandelbare andere Erkrankungen ausgeschlossen worden sind.

Momentan wird sehr geforscht, um frühzeitig pathologische Eiweiße in den Nervenzellen bildgebend darzustellen.
Solange aber das nicht möglich ist, ist und bleibt ALS eine Ausschlußdiagnose.

Ich hoffe, dass ich dir mit meiner Erfahrung weiterhelfen konnte.








Hallo Gerd52
Vielen Dank für deinen ausführlichen Text!
Du konntest mich ein wenig beruhigen mit deinen Informationen zur Als, für den Moment. Dafür bin ich sehr dankbar! Ich versuche mich auch momentan so gut es geht abzulenken, das gelingt mal mehr und mal weniger gut. Was ich auch immer habe, ich möchte es gerne wissen und spreche nochmal mit meinem Hausarzt bzw der KrankenKasse und doch noch einen Termin in einer Muskelambulanz zu bekommen.

Das mit der Meditation ist ein guter Tipp. Ich konnte es einmal schaffen während der Meditation komplett loszulassen und einfach alles akzeptieren und das hat unglaublich gut getan! Da warvrs aber noch nicht so schlimm. Ich weiß nicht ob ich das jetzt wieder schaffe mit der ganzen Zuckerei, aber ich werde es versuchen.

Man hat halt dummerweise viele Geschichten von Betroffenen gelesen und weiss daher dass es bei einigen auch so harmlos angefangen hat. Ist schwer das jetzt aus den Kopf zu bekommen
Aber es muss ja nicht unbedingt so sein.

Danke und lieben Gruß

14.02.2017 23:23 • #5


Hallo, so wie Gerd schon schrieb,geht doch ALS üblicherweise eine Schwäche einher, bzw.ist das erste Zeichen. Zu dieser Schwäche gesellen sich dann irgendwann Muskelzuckungen.
Zitat:
Ich wusste gar nicht,dass die Zuckungen bei ALS anders aussehen. Da kriege ich nun Angst. Bei mir sind es auch keine "Würmer" die unter der Haut kriechen,sondern richtiges zucken. Auch überall.
Zitat:

Das mit dem nachts Luft schnappend aufwachen kenne ich. Derzeit habe ich das auch öfter. Hatte es früher aber auch schon phasenweise. Auch das Gefühl nicht richtig durchatmen zu können,kenne ich.Hatte ich im Herbst schonmal, dann war's weg, nun ist's wieder da. Wobei heute den ganzen Tag fast gar nicht.Bestimmt geht's gleich los,wenn ich dran denke.
Du hattest schon 2 EMGs,das ist doch gut. Hatte ich noch nicht. Und das deine sonstigen neurologischen Untersuchungen ohne Befund sind, klingt doch auch super.[/quote]




Hallo Schneekönigin80

Ich wollte dir keine angst machen wegen den Zuckungen die ich mir angesehen habe! Ich bin kein Experte und habe vielleicht auch zu viel hinein interpretiert, da ich mich gerne mal wo reinsteigere. Ich habe auch oft gelesen dass auch gesunde Leute, die von dir beschriebenen generellen 'richtigen' Zuckungen haben. Wahrscheinlich kann das beim benignen Faszikulations Syndrom variieren.

Seit dem das zucken so schlimm geworden ist mach ich kaum noch Sport, davor imme 3-4 mal die Woche fitnessstudio und Körperliche Arbeit. Ich dachte mir, vielleicht wird das zucken ja etwas weniger wenn ich weniger Sport mache aber dem war nicht so. Ich sollte aber trotzdem die Tage etwas probieren. Ganz sachte, mal sehen wie es funktioniert.

Und wegen meinem Schlafproblem da habe ich jetzt bald einen Termin, dann bekomme ich so ein Screening Gerät mal gucken was dabei rauskommt vielleicht habe ich ja Atemaussetzer. Ich glaube aber wenn man psychisch schlecht drauf ist dann klappt das mit der Atmung auch nicht so. ist bei mir jedenfalls auch so.

Dass du eine Stunde Joggen kannst am Stück ist doch ein sehr gutes Zeichen, dass du keine ALS hast. Das könntest du dann bestimmt nicht mehr

Wie lange hast du denn deine symptome und ALS angst? Lass doch auch mal ein Emg machen, damit du dann beruhigter bist.

Viele Grüße

14.02.2017 23:49 • #6


Guten morgen!
Mein erstes Symptom war das Gefühl, dass mir von jetzt auf eben das Essen im Hals stecken bleibt. Kann mich noch genau dran erinnern,das war im Dezember 2015. Da fing es an,dass ich mich total auf Schlucken,Sprechen,Zunge fixierte. War bei verschiedensten Ärzten, habe viele Untersuchungen gemacht bekommen. U.a.eine fiberendoskopische Untersuchung des Schluckaktes im Herbst 2016,wo meine Logopädin meinte,die sei bei ALS häufig auffällig. Naja,ich habe mich nach Recherchen so auf ALS versteift.Nachdem ich von Betroffenen und deren Muskelzuckungen las,hatte ich die auch ein paar Tage später. So massive Angst vor ALS habe ich seit Sommer 2016.Vorher"hatte"ich andere Erkrankungen: Pankreaskarzinom,Osteosarkom, Oesophaguskarzinom, Hirntumor. Mein Neurologe sieht ein Emg wohl nicht als notwendig an,da die neurologische Untersuchung ohne Befund war.
Ich habe übrigens gelesen,dass auch das plötzliche Beenden von regelmäßigem Sport zu Muskelzuckungen führen kann. Es wäre also vielleicht wirklich einen Versuch wert!
Liebe Grüße

15.02.2017 07:54 • #7


Gerd1965
--------------------falscher Thread

15.02.2017 07:57 • #8


Hallo nochmal... Also schneekönigin dann haben wir beide schon ziemlich lange Ängste vor Krankheiten... Neben meinen echten Krankheiten (Herzrasen, Tbc, Schulter) hatte ich auch schon alLe möglichen eingebildeten Krankheiten... Man steigert sich dermaßen rein, fängt an zu recherchieren usw. Bekommt alle möglichen Symptome... Ein TeufelsKreislauf...
Jetzt nehme ich seit 1 Woche wieder Antidepressiva und es geht mir schon besser. Ich zucke zwar noch aber nicht mehr so extrem und ich bin etwas gelassener.. Ich warte jetzt erst mal ab. Solange es nicht schlimmer wird oder irgend welche echten Schwächen dazukommen, lasse ich es erst mal mit der Muskelambulanz.
Ich frage mein Haus Arzt mal ob er mir ein großes Blutbild mit Vitamin und Mineralstoffhaushalt macht. kann nicht schaden. Des Weiteren mache halt meine Psychotherapie weiter..
Ich hoffe dass wir uns bald besser fühlen!
Lieben Gruß

20.02.2017 23:52 • #9


Ach,schön,das freut mich,dass es dir besser geht und du nun etwas gelassener bist. Bei mir zuckt es mal mehr mal weniger, mit der Atmung ist wieder besser geworden.
Habe gestern bei der Psychotherapie einen ewig langen Fragebogen zur Diagnostik mitbekommen,da stand u.a.auch drauf ob man Atembeschwerden hat. Das ist glaube ich echt die Psyche.
Meine Zunge fühlt sich oft komisch verspannt an, und mein Kiefer schmerzt heute. Ich habe immer Angst, dass das jetzt die ALS Vorboten sind, aber wahrscheinlicher ist wohl, dass es an den elenden täglichen Zungenkrafttests liegt und ich zudem auch völlig fixiert darauf bin wie ich rede,weil ich Angst habe ich würde plötzlich anfangen zu lallen...Tja und die Therapeutin meint,durch die Fixierung verstärkt sich alles und es kommt immer zu "Sensationen" dadurch. Das ist mir klar,nur abstellen lässt's sich leider nicht.
Wie lange machst du Therapie? Hat es dir schon geholfen?

21.02.2017 11:03 • x 1 #10


Hallo Schneekönigin
Ja dass was dir Deine Therapeutin gesagt hat, wird schon stimmen. Man konzentriert sich permanent auf seinen Körper und nimmt jede kleine Bewegung/Veränderung wahr. Diese bewertet man dann noch negativ und assoziiert sie mit irgendwelchen Krankheiten, die gar nicht existent sind... Das führt dann nur noch tiefer in die Angst und Depression. Ein TeufelsKreislauf...
Das ist typisch für eine somatoforme Angststörung...

Mir hat die stationäre Therapie sehr geholfen. Die Gespräche, Entspannungsübungen, Achtsamkeit, Sport, Ergotherapie, Angstbewältigung, in Verbindung mit Medikamenten, waren sehr viel Wert. Insgesamt war ich ca 3 Monate stationär und einige Wochen in der TagesKlinik.

Leider bin ich aber nach der Therapie schnell wieder in den Alltagsstress gekommen (ich wohne am Arbeitsplatz und habe Streß mit Nachbarn und viel Stress auf Arbeit) Irgendwie kann ich mich schwer davon distanzieren und leider habe ich auch wohl zu früh die Medikamente abgesetzt.
Daher denke ich kommen zT auch meine Symptome.
Bin mal gespannt, ob es jetzt wieder besser wird durch die Medis und die ambulante Therapie. Ich hoffe es.

Ich kann dir nur empfehlen es durchzuziehen mit der Therapie. Es wird dir sicher besser gehen mit der Zeit!
Liebe Grüße

21.02.2017 20:18 • x 1 #11


Hallo
Ich bin fast 40 Jahre alt und dreifache Mutter .
Ich habe auch seit fast ein Jahr Muskelzuckungen manchmal brennen die Handflächen und die Fußsohlen und manchmal habe ich Juckreiz .
Ich bin beunruhigt. Mein Hausarzt sagte , dass es Magnesium Mangel und als er sah wie unruhig mich das alles macht , überwies er mich zum Neurologen.
Da hat man ein EEG und ein MRT gemacht beides ohne Befund.
Vor ca. 2 Wochen bekam ich eine große Grippe und bin zum Arzt wegen raue Hustenund schmerzen hinter dem linken Auge .
Mein Arzt war nicht da und sein Vertreter sagte , dass ich mir vielleicht eine zweite Meinung holen sollte wegen meines Zuckens.
Seitdem habe ich Panik!
Ich habe im Internet recherchiert und bin such auf ALS , MS etc... gestoßen.
Ich habe schon mehrere schlaflose Nächte hinter mir .
Ich liege meistens wach und warte auf die nächste Zuckungen, ich habe mir alles mögliche an Nahrungsergänzungsmittel gekauft ,
Wenn ich schlafe werde ich plötzlich wach mit Herzrasen , Schwitzen , und sehr große Angst .
Mein Verhalten ist für meine Familie nicht nachvollziehbar und das kann ich auch verstehen : ich meine , welcher normaler Mensch sucht um 2:00 den Fieberthermometer , weil er Internet gelesen hat , dass MS Schübe von Fieber begleitet sind ?
Ich weine fast jeden Tag obwohl ich seit Jahre fast nie geweint habe.
Ich fühle mich seit Tage total schwach : extremes Gefühl wackelig auf die Beine zu sein .
Gestern (weiberfastnacht) war ich sogar in der Notdienst Praxis , weil ich wieder extreme Herzrasen hatte und meine panische Angst nicht mehr im Griff bekam .
Der Arzt hat festgestellt, dass mein Puls schnell war (100 bis 110) aber nicht arythmisch , der Blutdruck war hoch aber nichts dramatisches .
Er hat mir beruhigungszropfen verschrieben die ich vor dem Schlaf nehmen soll.
Ich habe halbwegs gut geschlafen die Zuckungen waren noch da und das Gefühl eine schlimme Krankheit zu haben auch , aber es war für mich nicht mehr so schlimm.
Vielleicht kann mir jemand helfen , ich bin am Rande der Verzweiflung; mein Termin beim Neurologen ist erst in 2 Wochen und ich weiß nicht wie ich es bis dahin schaffen soll!
Ich habe auch voll das schlechte Gewissen meine angehörige gegenüber .

24.02.2017 08:20 • #12


Gerd1965
Hallo Benutzer 33,

deine Symptome (Zucken) haben mit ALS überhaupt nichts zu tun, somal dein Muskelzucken seit einem Jahr besteht und keine Schwächen aufgetreten sind.
Brennen und Schmerzen bzw. Jucken haben mit ALS ebenfalls nichts zu tun.
Es ist gut, dass du in 2 Wochen einen Neurologen Termin hast, ich denke der wird bei dir die Nervenleitgeschwindigkeit messen. Denn nach deinem Symptomen nach könnte es sich sich um eine Polyneuropathie handeln, die zwar unangenehm und schmerzhaft ist, jedoch mit der man gut leben kann. Ich habe so eine PNP seit 10 Jahren und sehr viele Menschen entwickeln im Zuge ihres Lebens so eine Polyneuropathie.
Ich wünsche dir alles Gute und weg mit dem Gedanken ALS und Finger weg vom Symptom und Krankheiten googeln!

LG

Gerd

24.02.2017 08:43 • #13


Hallo
Ich finde es schön , dass du mir so schnell geantwortet hast ankeschön.
Ich habe auch eine sehnerventzündund bekommen und war deswegen auch beim Augenarzt .
Er sagte , das es bakterielle ist und durch die Grippe von den Nebehöhlen ins Auge geraten ist .
Nun sehnerventzündung ist ein Symptom von MS genau wie Schwäche und muskelzuckungen .
Ich habe so eine panische Angst davor etwas schlimmes zu haben , dass es mich verrückt macht

24.02.2017 09:33 • #14


Hallo,nun muss ich auch nochmal was fragen:
Hat jemand von euch Ahnung,wie das mit der bulbären ALS ist? Ich habe ja seit etwa 8 Monaten Angst davor,meint ihr,es wären dann schon gravierende Ausfallerscheinungen vorhanden?
@mourningblade,wie geht es dir? Ich hoffe es geht dank der Tabletten weiter bergauf!
@benutzer33:du hattest doch ein MRT vom Kopf und da hätte man doch meines Wissens nach bei MS etwas sehen müssen.
Liebe Grüße

24.02.2017 15:09 • #15


Gerd1965
Zitat von Schneekoenigin80:
Hat jemand von euch Ahnung,wie das mit der bulbären ALS ist? Ich habe ja seit etwa 8 Monaten Angst davor

Die bulbäre Form ist gekennzeichnet durch einen äußerst rasch progredienten Verlauf und hat die kürzeste Überlebenszeit, nach 8 Monaten wärst du bei dieser Form bereits ein Pflegefall.

24.02.2017 15:32 • x 1 #16


Danke lieber Gerd,diese Antwort habe ich mir erhofft. Ich versuche an mir zu arbeiten. Aber alles nicht so leicht. Diese Angst kommt in Wellen,mal mehr mal weniger. Naja,jetzt geht's mit meiner Tochter erstmal zur Tanzstunde.Ein wenig Ablenkung und Normalität ist immer gut!

24.02.2017 15:45 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich habe jetzt schon wieder panische Angst
Ich saß eben bei einer Freundin und plötzlich habe ich innerhalb kürzester Zeit eine Zuckung am linken Unterarm und eine am rechten Oberarm .
Auf einmal verspürte ich wieder diese unbeschreiblich schwere Angst .
Ich musste eine Ausrede finden damit ich nachhause gehen kann .
Ich verspüre jetzt den Drang nochmal nach ALS Symptome und Verlauf zu recherchieren
Bin ich jetzt vollkommen durchdrehen?
Ich bin so verzweifelt und habe das Gefühl , dass niemandmir helfen kann .

24.02.2017 15:52 • #18


Bitte lass das googlen und triff dich lieber nochmal mit deiner Freundin oder gehe in die Stadt. Du weißt,dass das googlen alles nur viel,viel schlimmer macht.Es beruhigt nicht,sondern macht Angst.

24.02.2017 15:55 • #19


Ich habe aber Schächegefühle in den Beinen , in den Armen und Bauchmuskeln fühlen sich auch schlapp an.
Wenn ich laufe dann habe ich ein komisches Gefühl in den Beinen ; die Knie sind total schwach und ein paar mal ist mir das linke Knie beim laufen unfreiwillig geknickt
Ich habe solche Angst tatsächlich ALS zu habe

26.02.2017 11:58 • #20



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