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semiramis
Hallo zusammen,
bis vor gut einer Woche hatte ich eig. nie irgendwelche Ängste wegen meinem Herz.
Aber seit letzten Sonntag ist es richtig schlimm

Vorletztes Wochenende lag ich mit einer Erkältung im Bett, eigentlich nicht weiter schlimm hatte aber ab dem dritten Tag durchgehend Herzrasen und bin dann am Montag zum Arzt gegangen.
Nach EKG und allgemeiner Untersuchung hat sich mich mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung ins Krankenhaus einliefern lassen.
Da war ich dann insgesamt 4 Tage und der Verdacht auf Herzmuskelentzündung hat sich nicht bestätigt.
Folgende Untersuchungen wurden gemacht:
-allgemeines Blutbild mit Kontrolle von Herzenzymen
-mehrere Ruhe-EKG's
-Langzeit-EKG
-Blutkultur mit Blut aus rechter und linker Vene
-Herzultraschall
-Urinuntersuchung
-Ultraschall aller Organe im Bauchraum

Ich wurde dann entlassen als herzgesund, das Herzrasen blieb aber.
Bin dann vorgestern nochmal zum Hausarzt und sie meinte ich solle nochmal zum Kardiologen um ganz sicher zu gehen, wobei auch sie inzwischen eine Herzmuskelentzündung ausschließt. Der Termin ist aber noch ne Weile hin.
Sie hat mir Betablocker 1,25 mg verordnet weil sie meinte der Puls müsse runter.
Bisher habe ich die nicht genommen, weil ich extreme Angst davor habe. V.a. weil mir die Ärzte auch sagten, ich solle keine Betablocker nehmen weil mein Blutdruck dafür zu niedrig ist.

Heute ist mein Puls eig. wieder normal....manchmal fast ein bisschen niedrig (56/min)
Und was mir am meisten Angst macht ist, dass ich ziemlich Atemnot habe wenn ich aufstehe und irgendwas mache.
Allein Waschmaschine ausräumen ist so anstrengend, dass ich mich danach wieder hinlegen muss.
Im Internet steht dass sich eine Herzinsuffizienz innerhalb von Stunden/Tagen entwickeln kann und jetzt habe ich panische Angst vorm plötzlichen Herztod

Was soll ich machen?
Ins Krankenhaus?

LG semiramis

17.12.2014 19:02 • 19.03.2019 #1


48 Antworten ↓


hallo,
wieso ins krankenhaus? da warst du doch erst?

das sind symptome von der angst... das ist ganz normal. und der puls ist doch top.
das ganze habe ich seit 2011.... und betablocker gegen symptome die durch die psyche ausgelöst werden halte ich für absolut keine gute idee.
mein kardiologe riet davon ab, da das herz ja nichts dafür kann, dass es schnell schlägt, sondern die psyche. warum sollte dann das herz behandelt werden

bist du denn schon in therapie?

lg

17.12.2014 19:09 • x 1 #2



Akute Herzinsuffizienz/ plötzlicher Herztod?

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semiramis
Naja ich denke halt im Moment an eine akute Herzinsuffizienz die entstanden ist aus der Tachykardie die ich über ne Woche hatte.
Und in so einem Fall sollte ich eigentlich sofort ins Krankenhaus!?

Mir kommt der Puls nach dem Herzrasen so niedrig vor.
Vlt. wurde das Herz ja geschädigt und deshalb ist der Puls jetzt so niedrig?

Klingt logisch, was dein Kardiologe sagt.
Aber vlt. ist es ja doch was organisches bei mir.
Sonst wäre das Herzrasen nicht durchgehend gewesen oder?

Ja ich bin seit diesem Jahr in Therapie, habe aber leider das Gefühl dass es überhaupt nichts bringt

LG

17.12.2014 20:51 • #3


Celestine
Das Herz reagiert sehr nachdrücklich auf Angst/Panik. Eine Tachykardie bzw. Herzrasen kann über einen längeren Zeitraum hinweg andauern. ich habe immer wieder mal stundenweise Herzrasen und das schon seit jahren, wie Du siehst lebe ich immer noch. Durch eine einmalige Tachykardie kann meines Wissens nach keine Herzinsuffizienz entstehen. So don't worry!

17.12.2014 21:12 • x 1 #4


aber eine herzinsuffizienz bekommt man doch nicht durch einen hohen puls.
das ist doch total normal bei angst und anspannung. mein ruhepuls lag über ein jahr bei 100-110 und ich lebe noch

das ganze kann auch nur besser werden, wenn du es annimmst und als nicht so schlimm einstufst, sonst achtest du immer darauf und davon schlägt das herz noch schneller

17.12.2014 21:18 • x 1 #5


Olli91
Ich hab mal ne Frage Leute in letzter Zeit habe ich immer wieder Angst vor dem plötzlichen Herztod kann das bei einfachen kleinen Herzstolperern passieren das macht mir nämlich echt zu schaffen


Lg Olli

17.12.2014 21:51 • #6


Celestine
Wenn Du öfters merkst, dass Dein Herz aus dem Takt gerät, lass das doch durch ein Langzeit-EKG abklären, dann hast Du die Sicherheit, das nichts Schlimmes ist

17.12.2014 22:07 • #7


Olli91
hab ich schon abklären lassen die Kardiologin meinte das das nur ganz harmlose Extrasystolen wären dennoch hab ich irgendwie Angst kp warum genau

17.12.2014 22:12 • #8


Celestine
Na, wenn Du diese Angst nicht hättest, wärst Du wahrscheinlich auch nicht in diesem Forum
Wir Paniker hören viel mehr und intensiv in uns hinein und da bekommt man natürlich alles mit, was vermeintlich gefährlich oder nicht normal ist. So auch diese kleinen Herzstolperer.

Wenn mir meine zu sehr auf Keks gehen, setze ich mich aufs Fahrrad und mache eine ordentliche Tour. meistens sind die Symptome danach weg. Ein Zeichen für mich, dass das vegetative Nervensystem mal wieder zugeschlagen hat...

Aber ich kann Dich verstehen, dass Du trotz EKG immer noch diese Herzangst hast. Trotz vieler Untersuchungen bekomme ich noch oft Panik, wenn mein Herz etwas stärker schlägt als normal. Aber probiere dass mit dem Bewegen doch mal. Und mit Magnesium kannst Du Dein Nervenkostüm auch positiv unterstützen.

17.12.2014 22:18 • x 1 #9


Olli91
Jep ich nehme so Magnesium Tabletten von DM also so Brausetabletten

Danke für die netten Worte auch nochmal

17.12.2014 22:35 • #10


Celestine
Gleichfalls Finde es immer beruhigend und aufbauend mich hier mit Leidensgenossen auszutauschen. Irgendwie können wir uns ja doch immer wieder gegenseitig Tipps geben und uns gegenseitig aus der Sch.... ziehen

17.12.2014 22:43 • #11


Olli91
Jep das stimmt

17.12.2014 23:23 • #12


semiramis
Danke euch für eure Antworten

Ein bisschen beruhigt hat es mich schon.
Aber hab so Angst wegen der blöden Atemnot.
Tagsüber gings etwas besser, aber jetzt wieder bei jeder kleinen Bewegung Atemnot und alles ist so anstrengend

Ich weiß ich hätte nicht googlen sollen, aber da steht das halt als Symptom einer Herzinsuffizienz.
Hab so Panik, dass mein Herz stehen bleibt.

Einen Termin habe ich jetzt für nächste Woche bekommen, aber vlt. ist es bis dahin schon zu spät

18.12.2014 21:58 • #13


Celestine
Also nochmal: Deine Erschöpfung und deine Atemnot sind typische Symptome sowohl nach einem Infekt als auch bei einer Angststörung! Denk nicht immer an das Unwahrscheinlichste!
Oder, wie meine Therapeutin so nett sagt, nicht gleich an ein Zebra denken, wenn es auch ein Pferd sein könnte

18.12.2014 22:03 • #14


der normale Mensch stirbt nur einmal
der Hypochonder stirbt täglich , das ist ungerecht, denn er bildet es ja sich nicht ein, er, der Hypochonder erlebt es wirklich, hautnah. Es zuckt der Körper, die Glieder werden taub, das Hirn vernebelt sich! es gesellen sich diffuse Schmerzen in allen körperlichen Bereichen hinzu. man ahnt, man hat etwas, es könnte was endgültiges, finales sein. Da kommen Beschwerden auf, die kannte man bislang nicht. ich war vorgestern beim Arzt da hatte ich das noch nicht. Eine schnelle, progressive Erkrankung die nicht aufzuhalten ist. morgen,und wenn nicht morgen , dann werde ich in Kürze dahin siechen nichts und niemand kann dies aufhalten. es gibt nichts was mich aus dieser Not errettet, keinen Gott, keinen Arzt unrein endgültiges unseliges Schicksal, der richtige Hypochonder ist der zweifelt, der Skeptiker per se. Nein er ist mehr, er ist schlimmer dran, er ist der Verzweifler. wer rettetet mich aus meiner elenden Not.
Sei der , der Du sein könntest . Gesund und froh
Bekenntnisse eines traurigen, schmerzerfüllten Hypochonders

18.12.2014 22:58 • #15


ich habe das ja auch wirklich durchgehend. atemnot und herzrasen...
was mir sehr geholfen hat, war bzw ist ein pulsoximeter.
das habe ich für ca 25€ online gekauft.
kennst du bestimmt?! dieses ding, wo man den finger reinsteckt und der puls und die sauerstoffsättigung gemessen wird.

mein blutdruckmessgerät musste ich entsorgen, weil es mich total verrückt gemacht hat. durch die angst spinnt der blutdruck(bei mir zumindest)... und die werte waren immer katastrophal.

das pulsoximeter beruhigt mich aber immer. wenn ich wieder ganz schlimm atemnot bekomme, messe ich (also mittlerweile nicht mehr - die ersten 3 mal haben mich beruhigt weil der wert immer gut war)... dann sehe ich ok, 99% sauerstoff-also kriegst du ja doch genug luft.... und puls ist ja doch nur bei 89(oder so;))... das herz rast ja gar nicht... dann bin ich beruhigt und es wird besser.

weiß nicht, ob das für jeden eine gute methode ist. ich kann mir vorstellen, dass viele das ding dann ständig benutzen und mit sich rumschleppen. bei mir ists aber zum glück so, dass ich es vlt noch einmal alle 2 wochen benutze.

lg

19.12.2014 09:33 • #16


semiramis
Ich habe mir inzwischen ein Pulsoximeter besorgt und es beruhigt mich tatsächlich was das Herzrasen angeht.
Danke für den Tipp Mimi90 =)

Dank meiner Ärztin habe ich Anfang der Woche sehr kurzfristig noch einen Termin beim Kardiologen bekommen.
Nach EKG und Herzultraschall meinte er, dass mit dem Herz alles in Ordnung ist.
Wirklich beruhigt bin ich aber nicht, weil er gar keine Zeit hatte sich meine Beschwerden überhaupt anzuhören.
Auf dem Überweisungsschein stand was von Myocarditis und die hat er mittels Ultraschall ausgeschlossen und sich sofort verabschiedet.

Ich kam gar nicht dazu von den Atemproblemen zu erzählen, die mich mittlerweile wieder in den Wahnsinn treiben.
In meinem Kopf setzt sich nun der Gedanke fest, wenn das Herz ok ist, dann wird es die Lunge sein.
Im Moment macht mir Lungenhochdruck wahnsinnige Angst
Dazu immer wieder der Gedanke an Lungenkrebs.
Und seit heute Morgen noch ne heftige Blasenentzündung, die zwar die Atembeschwerden nicht verschlimmert, aber ihr übriges tut damit es einem noch schlechter geht.

Ich halte die ständige Angst nicht mehr aus, bitte helft mir

26.12.2014 17:52 • #17

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was zeigt das oximeter denn an, wenn du atemprobleme hast?
wenn der wert ok ist, der angezeigt wird, siehst du doch, dass die atemprobleme gar keine echten sind

29.12.2014 10:33 • #18


Hey,

also dass mit der Atemangst kenne ich, ich glaube aber auch wenn man sich auf das Atmen konzentriert dann kommt es einem auch viel schwerer vor und man hat so ja keinen vergleich ob man wirklich immer so schwer atmet.
Ich kann dir versichern wenn du bei mehreren Ärzten warst, dann ist da auch nichts. Der Körper muss ja auch ordentlich arbeiten wenn man einen Infekt durchsteht . Wie schon gesagt wurde, wenn die Werte auf dem Oximeter normal sind, dann ist die Sauerstoffsättigung im Blut auch normal .

An Olli91, ich habe solche extra Systolen auch, musste mich so lange dran gewöhnen, kamen auch erst vor einem Jahr und meistens wenn ich Stress habe. Am Anfang dachte ich immer, oh Gott bitte bitte Schlag weiter.... aber jetzt weiss ich, es rumpelt einmal und dann geht es weiter im Takt

LG

29.12.2014 11:08 • #19


semiramis
Also meistens bin ich bei 98-99%
Manchmal sinkt es aber auf 96%
Werte bis 94% sollen ja Normbereich sein, aber irgendwie mache ich mir trotzdem Sorgen

Ich habe die Atemprobleme verstärkt wenn ich nach längerem Sitzen oder Liegen aufstehe oder mich aufrichte.
Dann muss ich 2-3 tiefe Atemzüge machen, dann geht es wieder.
Manchmal habe ich auch durchgehend im Sitzen/Liegen Atemprobleme und das Gefühl als würde etwas auf dem Brustkorb liegen.
Die Lunge wurde im KH nicht angeschaut, sondern nur zweimal abgehört.
Das reicht vermutlich nicht aus, um zu prüfen ob alles ok ist!?

29.12.2014 13:32 • #20



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